Akne

Akne – ein Gesicht voller Pickel. Niemand mag Pickel. Vor allem nicht, wenn die Pickel leuchten und nicht zu übersehen sind. Bei Akne sprießt das Gesicht jedoch nur so von roten entzündeten Hügeln. Cremes, Masken und Mittelchen sind oft erste Lösungen – aber vergeblich. Akne ist vielmehr als nur eine Erkrankung der Haut. Akne ist ein Warnsignal des Körpers. Egal ob ein hormonelles Ungleichgewicht, eine falsche Ernährung oder Infektionen – sie alle haben eine sichtbare Angriffsfläche – die Haut.

Die Haut

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie überzieht den gesamten Körper, ist enorm elastisch und passt sich sowohl der Größe als auch körperlichen Proportionen an. Im Durchschnitt bringt die Haut bis zu 14 Kilogramm auf die Waage. Am Körper sorgt die Haut nicht nur für ein strahlendes Äußeres, sie übernimmt viele anspruchsvolle Aufgaben. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist der Schutz vor äußeren Einwirkungen. Aber auch für die Temperatursteuerung und die Entgiftung wird sie benötigt. Durchs Schwitzen können so zum Beispiel Giftstoffe aus dem Körper über die Haut nach außen abgegeben werden.

Wie auch die meisten anderen Organe besitzt die Haut einen komplexen Aufbau. Sie ist aus mehreren Schichten aufgebaut, die jeweils verschiedene Aufgaben übernehmen.

Akne und die Haut

Leidet man an Akne, so ist vor allem die äußere Schicht, die sogenannte Epidermis betroffen.

Die Epidermis besitzt viele Talgdrüsen, die eine Mischung aus Wachs und Öl produzieren und die äußere Hautschicht damit komplett einschmieren. Dabei gelangt der Talg über die Hautporen an die Hautoberfläche. Dieser Prozess ist gewollt, denn er verhindert einen übermäßigen Wasserverlust aus dem Körper.

Die Talgdrüsen werden sowohl von den männlichen als auch von den weiblichen Sexualhormonen beeinflusst. Das Testosteron stimuliert die Größe und die Aktivität der Drüse, wogegen weibliche Hormone diese reduzieren. Dies ist auch der Grund, warum die Antibabypille häufig Frauen mit Akne verschrieben wird.

Akne wird bei Männern und Frauen also auch von einem hohen Testosteronspiegel beeinflusst. Das Testosteron regt die Bildung von riesigen Mengen Talg an. Normalerweise sollte dies – außer der Entstehung einer sehr fettigen Haut – kein Problem sein. Das Problem entsteht erst dann, wenn das Testosteron die Produktion von Keratin in den Poren erhöht. Das Keratin bindet sich mit dem Talg und verstopft die Poren. Die Folge: Eine vergrößerte, geschwollene und entzündete Pore – das typische Symptom von Akne.

Diese geschwollenen und verstopften Poren können aber auch durch Bakterien und Giftstoffe infiziert werden, die aufgrund einer verstopften Pore nicht richtig beseitigt werden können. Dies führt zur Bildung einer Pustel oder einer klumpenartigen Beule, die sogar so schlimm sein kann, dass die umgebende Haut beschädigt wird und unschöne Narben bildet.

Akne Ursache

Akne Hormone

Testosteron hilft dem Körper, Muskulatur aufzubauen, steigert die allgemeine Leistungsfähigkeit und regt die Libido an. Viele kennen Testosteron als das “Männer-Hormon”. Es fördert im Körper eines Mannes die Bildung der Geschlechtsmerkmale und sorgt eine tiefe Stimme. Aber auch Frauen besitzen einen gewissen Anteil dieses Hormons. Der Testosteronwert einer Frau ist jedoch deutlich geringer als bei dem des männlichen Geschlechts.

Normalerweise steuern etliche hormonelle Regulationsmechanismen des Körpers die Produktion und Nutzung von Testosteron. Werden diese aber irritiert, kommt es zu einem “hormonellen Durcheinander”, wodurch unter anderem auch die Bildung von Akne provoziert wird.

So ähnlich ist es auch beim Eintritt in die Pubertät. Sowohl beim Jungen als auch bei Mädchen werden die männlichen Hormone deutlich erhöht. Aus dem Testosteron wird durch das Enzym 5α-Reduktase das sogenannte DHT (Dihydrotestosteron) gebildet, was die Produktion vom Talg stimuliert. Wird nun zu viel DHT produziert, können die Talgdrüsen überempfindlich reagieren und Akne entstehen. Wird dagegen zu wenig DHT produziert, wird die Haut trocken und schuppig.

Warum entsteht Akne außerhalb der Pubertät?

Neben dem Testosteron reist im Blutkreislauf ein weiteres Proteinmolekül herum, das sogenannte Sexualhormon bindende Globulin (SHBG). Das SHBG fängt normalerweise einen Teil der männlichen Hormone ab. Dadurch verringert es die Fähigkeit des Körpers, das Testosteron in das DHT umzuwandeln. Wenn der SHBG-Gehalt im Blut zu niedrig ist, kann aus dem Testosteron vermehrt DHT produziert werden und dadurch die Talgdrüsen überempfindlich reagieren. Die Folge: Unreine Haut bis hin zur Akne.

Akne Ernährung

Verschiedene Ernährungs- und Lebensumstände können den Testosteronspiegel immens anteigen lassen. Langfristiger Stress kann auf Dauer die Nebennieren schwächen und bei Männern und Frauen zu einer erhöhten Produktion von Testosteron führen.

Aber auch Alkohol, Zucker, gesättigte Fettsäuren und Koffein haben einen starken Einfluss auf den Testosteronspiegel. Der Verzehr von raffinierten Kohlenhydraten und Zucker erhöht das Insulin und einen Insulin-ähnlichen-Wachstumsfaktor IGF-1 im Körper.

Steigt das Insulin und der Insulin-ähnliche Wachstumsfaktor im Körper an, wird die Produktion vom SHBG gehemmt. Das bedeutet: Mehr Testosteron wird in DHT umgewandelt und die Talg- und Keratinproduktion angeregt und somit die Poren verstopfen. Die Folge: Akne.

Akne Leber

Die Leber übernimmt im Körper über 400 Funktionen und ist für die Haut eines der bedeutendsten Organe. Sie reinigt das Blut, beseitigt Giftstoffe aus dem Körper und produziert das SHBG. In anderen Worten, die Leber verhindert, dass zu viel Testosteron in DHT umgewandelt wird.

Besitzt die Leber also ihre volle Funktionsfähigkeit, wird der Hormonhaushalt reguliert und die Talgproduktion verbessert. Wird die Leber jedoch überbelastet und mit zu vielen Giftstoffen konfrontiert, wird sie mit der Zeit schwächer und kann ihren Funktionen nicht mehr optimal nachgehen. Stress, Alkohol, eine ungesunde Ernährung, wie unter anderem erhitzte Fette und Zucker belasten die Leber. Ist die Leber überlastet, treten Symptome wie vermehrte Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Haarausfall und unreine Haut auf.

Akne ist also mehr als nur ein Hautproblem. Akne ist das Ergebnis verschiedener gestörter Funktionen des Körpers. Akne ist also eine Art Warnsignal, dass im Körper etwas nicht stimmt. Sie ist ein Hinweis, dass mögliche Lebensumstände und Essgewohnheiten falsch sind. Stoßen diese aufeinander, kommt es zu einem Durcheinander. So zum Beispiel in der Pubertät: Kommen zur hormonellen Umstellung noch ungesunde Ernährungsgewohnheiten dazu, wird vermehrt DHT produziert. Dadurch reagieren die Talgdrüsen empfindlich und lassen die Akne entstehen.

Der Schlüssel einer schönen und gesunden Haut liegt also nicht die Behandlung der Symptome, wie den sichtbaren Pickeln. Eine schöne Haut beginnt im Inneren des Körpers. Das heißt: Reinige deine Leber, ernähre dich nährstoffreich und natürlich und senke dadurch die überschüssige DHT-Produktion.

Akne natürlich behandeln

Schritt 1: Optimiere deine Ernährung

Vermeide folgende Lebensmittel:

  • Vermeide zuckerhaltige Lebensmittel und Zucker. Dadurch senkst du den Insulinspiegel im Blut und gleichzeitig die Bildung von DHT.
  • Vermeide Milchprodukte. Sie regen die Bildung von Insulin-ähnlichen Hormon an, fördern ein hormonelles Ungleichgewicht und die Entstehung von Akne.
  • Vermeide Vollmilchschokolade, aber iss rohen Kakao (die unbehandelte Form der “Schokolade”)

Iss stattdessen:

I- ntegriere mehr Omega-3-Fette in deine Ernährung. Omega-3-Fette wirken entzündungshemmend. - Integriere Ballaststoffe in die Ernährung. Ballaststoffe regen die Verdauung an und verhindern, dass du verstopfst. Bei Akne ist es wichtig, eine Verstopfung zu vermeiden. Bei einer Verstopfung können Toxine nicht mehr optimal ausgeschieden werden und gelangen in den Blutkreislauf. Dies fördert die Entzündung von Akne. Leinsamen, Mandeln und Flohsamenschalen sind pflanzliche ballaststoffreiche Quellen. - Iss zinkhaltige Lebensmittel. Zink hilft die Bildung von DHT im Körper zu senken. Zink ist in Fisch, Eier, Nüsse, Samen und Meeresfrüchte enthalten.

Schritt 2: Entgifte deine Leber:

Für eine schöne Haut ist eine gut funktionierende Leber das A und O. Wenn du deine Leber reinigst, hilfst du ihr, wieder auf Hochtouren zu arbeiten, hormonelle Prozesse besser zu strukturieren und den Körper von gefährlichen Schlackenstoffen zu befreien.

Das bedeutet also: Möchtest du eine reine Haut, dann reinige deine Leber. Wenn du deine Leber reinigst, entlastest du sie und gibst ihr die Möglichkeit zu regenerieren. Die Leber wird leistungsfähiger und schafft es ausreichend SHBG zu produzieren und den DHT-Spiegel zu senken. Die Folge: Eine saubere Haut.

Für eine effektive Leberreinigung ist ein strukturiertes Entgiftungsprogramm hilfreich. Folge Schritte sind bereits ein guter Anfang: Trinke täglich mindestens 8 bis 10 Gläser reines Wasser, vermeide Alkohol, würze mit Kurkuma und verwende Kräuter wie Mariendistel und Löwenzahn.

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