Asthma

Wer Asthma hat, wünscht sich für immer frei durchatmen zu können, ohne Asthmaspray aus dem Haus zu gehen und sorgenfrei einen wunderschönen Sommerabendspaziergang zu genießen. Die Zahl der Asthma-Betroffenen hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt. Viele Asthmatiker reagieren bereits beim Kontakt mit Staub und Tierhaaren. Sie haben Angst vor dem neuen aufkommenden Gefühl der Brustenge und dem Gefühl nicht zu wissen, wie man atmen soll. Aber was veranlasst im Körper eigentlich, dass sich die Lungen zusammenziehen, kein Sauerstoff mehr durchlassen und zu einer lebensbedrohlichen Atemnot führen?

Was ist Asthma?

Asthma ist eine Erkrankung der Lunge, die die Atmung behindert. Sie kann zu schweren, wiederkehrenden Episoden von Kurzatmigkeit, keuchendem Husten und einem Engegefühl in der Brust führen. In ganz schweren Fällen kann Asthma sogar zu einer so extremen Luftknappheit führen, dass Schweißausbrüche, Angstzustände und eine Blauverfärbung der Lippen entstehen.

Was passiert bei Asthma in der Lunge?

In normalen Lungen werden die kleinen Luftwege von glatten Muskelzellen umhüllt. Diese Zellen arbeiten, um die Atemwege offen zu halten, sodass die Luft während des Atmens einwandfrei in und aus der Lunge bewegt wird.

Die Innenseiten der Lunge werden von einem anderen Zelltyp ausgekleidet, den sogenannten Endothelzellen. Diese produzieren eine glitschige Flüssigkeit, den Schleim. Dieser Schleim kann wiederum Dinge, wie Bakterien und Staub, die in die Lunge hineingeweht kommen, abfangen. Der Schleim ölt aber auch die Atemwege ein und verhindert dadurch, dass die Zellen in der Lunge nicht durch die ständig durchströmende Luft austrocknen oder gereizt werden.

Bei einem Asthmaanfall tun diese Zellen jedoch nicht, was sie sollen. Anstatt, dass sich die glatte Muskulatur entspannt, beginnt sie sich zusammenzuziehen und verengt dadurch die Atemwege. Die Endothelzellen beginnen, sehr dicken und klebrigen Schleim zu produzieren.

Die Luft kann nicht mehr richtig in und aus der Lunge entweichen. Sie ist in der Lunge gefangen. Es kommt zu Atembeschwerden, vor allem, weil der Betroffene versucht die eingeschlossene Luft herauszudrücken. Dazu wird der zähe Schleim in den Luftwegen fest und kann diese noch mehr blockieren. Da nun immer mehr Luftwege in der Lunge verschlossen und blockiert sind, wird das Atmen immer schwieriger.

Bleibt der Anfall länger bestehen, kann der Luftmangel so schlimm werden, dass der Betroffene bewusstlos wird oder durch Ersticken sogar stirbt. Wenn der Asthmaanfall nicht von selbst gestoppt wird, werden in der Regel inhalative Medikamente eingesetzt, die die glatten Muskelzellen entspannen und die Atemwege wieder öffnen. Die lebensspendende Luft kann wieder in und aus der Lunge strömen und den Körper mit dem notwenigen Sauerstoff versorgen.

Oft endet der Anfall mit einem starken Husten. Der klebrige Schleim, der während des Anfalls die Atemwege blockiert hat, wird mit Hustenstößen versucht, raus zu transportieren. Am Ende eines Anfalls machen die Zellen der Lunge wieder an ihre normale Arbeit, der Betroffene ist in der Lage zu atmen, doch in den meisten Fällen vom ganzen Prozedere sehr erschöpft.

Asthma Symptome

Es gibt sehr leichte bis sehr schwere Asthmaanfälle. Einige Asthmaanfälle sind sogar so leicht, dass der Betroffene keine Symptome spürt. Es ist wichtig, einen Asthmaanfall so schnell wie möglich zu erkennen, einzugreifen und diesen auf schnellstem Wege zu beenden. Folgende Symptome sind typische Anzeichen eines Asthmaanfalls:

  • Atemnot oder Schwierigkeiten beim Atmen
  • Ein Gefühl der Enge oder Schmerzen in der Brust
  • Schnelle flache Atmung, die erleichter wird, wenn man sich setzt
  • Keuchen vor allem beim Ausatmen
  • Unfähigkeit zu sprechen
  • Erschöpfung
  • Schweißausbrüche
  • Blaufärbung der Lippen und Fingernägel
  • In seltenen Extremfällen – Zusammenbruch und Erstickung

Die meisten Betroffenen benötigen während des Anfalls Medikamente, die helfen, die die Atemwege öffnen und das normale Atmen ermöglichen. Für die meisten ist ein Asthmaanfall eine erschreckende Erfahrung, bei der der einfache Akt zu Atmen als die schwierigste Aufgabe der Welt scheint.

Hinweis: Asthma ist ein sehr ernst zu nehmender und potenziell tödlicher Zustand. Es ist wichtig zu erkennen, dass die Lebensmittel und Nährstoffe, die hier beschrieben werden, eine medizinische Behandlung nicht ersetzen. Dennoch ist es für Asthma-Patienten zu empfehlen, ihre Ernährung nach bestimmten Prinzipien zu verändern und dadurch Asthmaanfälle so gut wie möglich zu minimieren. Auch helfen sich viele Asthmatiker während eines Anfalls mit einfachen Atemtechniken. Sie verbessern den Luftaustausch in der Lunge und reduzieren dadurch ihren Medikamentenkonsum. Tritt jedoch ein sehr ernster Anfall auf, sollte sofort ein Arzt kontaktiert und die Situation von ihm überwacht werden.

Asthma Ursachen

Die Anzahl der Asthmatiker ist weltweit mit einer sehr bemerkenswerten Geschwindigkeit gewachsen. Im Vergleich zu den Werten der frühen 1980er Jahren leiden heute mehr als das Doppelte an Menschen an Asthma. Die Zahl der Asthma betroffenen Kinder ist sogar drei Mal so hoch, als sie einmal war. Forscher glauben, dass diese rasche Zunahme auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Dazu gehören Luftverschmutzung, Allergien und die Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten.

Die Luftverschmutzung, die mit der Zeit ebenfalls zugenommen hat, reizt die Lunge und führt dadurch zu entzündlichen Prozessen. Im Normalfall besitzen die Atemkanäle einige Zellen des Immunsystems, die die Lungen vor Infektionen schützen. Bei Asthmatikern scheinen diese Zellen jedoch hyperaktiv zu sein. Sie überreagieren und führen zum Asthmaanfall.

Wenn Chemikalien, wie Zigarettenrauch oder Autoabgase diese hyperaktiven Immunzellen reizen, geraten sie außer Kontrolle und produzieren Substanzen, wie Prostaglandine, Leukotriene und Histamin. Diese wiederum reizen die hyperaktiven Zellen noch mehr und sorgen dafür, dass große Mengen an freien Radikalen gebildet werden. Die freien Radikale verstärken die Entzündung, reizen zusätzlich die glatten Muskel- und Endothelzellen und führen dazu, dass sich die Atemwege verengen und den klebrigen Schleim produzieren.

Auch Allergien spielen bei den meisten Asthmatikern eine große Rolle. Schätzungsweise leiden 80% der Asthma-Patienten an Allergien. Pollen, Gräser, Tierhaare, Hausstaub und Lebensmitteln gehören zu einigen der auslösenden Faktoren. Eine Allergie auf Tierhaare oder Staub stellt für den Asthmatiker ein echtes Problem dar. Werden die Stoffe, auf die man allergisch ist, eingeatmet, reagiert das bereits hyperaktive Immunsystem eines Asthmatikers wieder über. Es entstehen entzündliche Prozesse in der Lunge und ein Asthmaanfall.

Durch die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten – von viel Obst und Gemüse auf reichlich Salz, stark erhitzte Fette und verarbeitete Lebensmittel – ist auch die Zahl der Asthmatiker gestiegen. Die Inhaltstoffe vieler Lebensmittel sorgen für Entzündungen im Körper und tragen zur Hyperaktivität der Immunzellen bei.

Viele medizinische Asthmatherapien konzentrieren sich deshalb darauf, die Wirkung dieser Immunzellen zu blockieren. Sie erhoffen sich dadurch, dass die Immunzellen nicht mehr auf die Allergene in der Luft reagieren. Viele dieser Behandlungen tragen jedoch unerwünschte Nebenwirkungen, wie eine Gewichtszunahme oder Müdigkeit mit sich.

Mit diesem Ansatz ist vielen Asthmatikern nicht geholfen. Um einem Asthma-Patienten wirklich zu helfen, muss die Ursache behandelt werden. Das bedeutet die Asthma auslösenden Faktoren, die zu einer Überreaktion der Immunzellen führen und eine Entzündung in der Lunge provozieren.

Was sind nun diese eigentlichen Asthma-Auslöser?

Warum reagieren die Immunzellen eines Asthmatikers zu stark? Was führt dazu, dass sich die Atemwege schneller entzünden?

Viele Asthmatiker haben eine geschädigte Darmflora. Die freundlichen Bakterien des Darms fühlen sich durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel und die Einnahme von Antibiotika nicht mehr wohl. Die schlechten Bakterien haben nun die Möglichkeit sich auszubreiten und zu Schädigungen des Darms zu führen. Die Darmflora wird verändert und die Darmschleimhaut geschädigt. Eine geschädigte Darmschleimhaut kann wiederum dazu beitragen, dass unerwünschte Stoffe in die Blutbahn gelangen. Halb-verdaute Nahrungsmittelpartikel, Stoffwechselendprodukte und giftige Stoffe kommen ins Blut. Der Körper kann diese nicht identifizieren und greift sie an. Die Folge: Das Immunsystem wird enorm beansprucht und der gesamte Organismus belastet. Es entsteht nun die erhöhte Immunsensitivität – wie beim Asthmatiker.

Asthma natürlich behandeln

Schritt 1: Mach das, was dein Arzt dir sagt. Wenn es akut ist und du eine schnelle Hilfe brauchst, wird dir wahrscheinlich keiner besser helfen können, als dein Arzt.

Schritt 2: Vorbeugen und langfristig gesund. Wenn du vorbeugen oder im Nachgang einen gesünderen Lebensstil annehmen möchtest, um zu verhindern, dass es wieder kommt, gibt es natürliche Möglichkeiten, die dabei helfen können.

Viele Nahrungsmittel sorgen nicht nur dazu, dass die Darmflora gestört wird, sie führen zu entzündlichen Prozessen und werden häufig mit der Entstehung von Asthma in Verbindung gebracht. Doch es gibt gute Nachrichten: Die Natur bietet zahlreiche Nährstoffe, die genau das Gegenteil tun. Sie helfen, die produzierten freien Radikale zu neutralisieren, die Schwere und Häufigkeit von Asthmaanfällen zu verringern und die Funktion der Lunge zu verbessern. Wieder andere können vor einer übermäßigen Kontraktion der glatten Muskulatur schützen und die Atemwege dadurch frei halten. Sie wirken natürlich, liefern enorme Energie und wirken sich positiv auf das Leben eines Asthmatikers aus.

Lebensmittel, die ein Asthmatiker vermeiden sollte

Etwa 66% der Asthma-Patienten berichten, dass bestimmte Nahrungsmittel ihren Asthma verschlimmern. Die am häufigsten genannten Lebensmittel sind Milchprodukte, wie Milch und Käse, gefolgt von Eiern. Folgende Lebensmittel/Nährstoffe gehören ebenfalls zu wichtigen Auslösern:

Omega-6-Fettsäuren

Während der Körper eine gewisse Menge an Omega-6-Fettsäuren benötigt, können zu viele ein Problem darstellen. Wenn Zellen zu viele Omega-6-Fettsäuren besitzen, neigen sie dazu Substanzen wie Prostaglandine zu produzieren. Diese sorgen wiederum für Entzündungen im Körper. Kommen dazu diese Fette in Kontakt mit freien Radikalen, können sie selbst wie sehr starke freie Radikale wirken. All diese Wirkungen können die Anfälle und Symptome eines Asthmatikers verstärken. Lebensmittel, die viel Omega-6-Fettsäuren enthalten sind zum Beispiel, pflanzliche Öle, Margarine und Fleisch von Zuchttieren.

Salz

Vielleicht weißt du bereits, dass Salz den Blutdruck erhöhen kann. Aber wusstest du auch, dass Salz Asthma verschlimmern kann? Studien haben gezeigt, dass ein hoher Konsum von Kochsalz, die Atemwege mehr hyperaktiver gegen Chemikalien und Schadstoffen macht. Wenn das Salz mit Gewürzen wie Knoblauch, Rosmarin, Dill, Kümmel, Basilikum ersetzt wird, können sich die Asthmasymptome sogar verbessern.

Künstliche Lebensmittelzusätze

Künstliche Zusatzstoffe wie Farb- und Konservierungsstoffe sind für viele Menschen starke Asthmaauslöser. Tartrazin kann bei Asthmatiker gefährliche Probleme verursachen, vor allem bei denjenigen, die auch schlecht auf Aspirin reagieren. Tartrazin ist in vielen verarbeiteten Lebensmitteln wie Gemüse in Dosen, Kaugummi, alkoholfreie Getränke, Hot Dogs, einige Nudeln, Butter, einige Brotsorten, Käse, Fruchtsäfte, Eis, Gelees, Gurken und Ketchup enthalten.

Lebensmittel, die ein Asthmatiker essen sollte

Frisches Obst und Gemüse

Obst und Gemüse enthalten viele Bioflavonoide, die helfen, freie Radikale im Körper zu reduzieren. Vor allem Quercetin, welches in einer Vielzahl in gelben Zwiebeln, Äpfeln und Tee enthalten ist, hat sich als besonders gut zur Bekämpfung von freien Radikalen bewährt.

Rosmarin

Rosmarin ist reich an einer Substanz namens Rosmarinsäure und ist als altes Wundermittel bei Asthma bekannt. Neben der antioxidativen Fähigkeit und der Neutralisation der freien Radikale hilft die Rosmarinsäure, die Produktion von proinflammatorischen Chemikalien wie Leukotriene zu blockieren. Rosmarin regt außerdem die Zellen zur Bildung von Prostacycline an. Diese helfen die Atemwege offen zu halten. Rosmarinsäure ist auch in Gewürzen wie Pfefferminze, Salbei und Oregano enthalten.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind Fette, die der Körper für eine gesunde Funktion benötigt. Studien zeigen, dass Bevölkerungsgruppen, die eine Omega-3-Fettsäurereiche Ernährung haben, viel niedrigere Raten von Asthma aufweisen. In einigen Orten sogar weniger als 70%. Wenn den Zellen im Körper genügend Omega-3-Fettsäuren zur Verfügung stehen, produzieren sie Substanzen, die Entzündungen natürlich verringern. Sind die Omega-3-Fettsäuren jedoch knapp, werden Substanzen produziert, die zu Entzündungen führen und damit die Schwere und Häufigkeit der Asthmaanfälle verstärken können. Omega-3-Fettsäuren sind in Lachs, Leinsamen und Chia Samen enthalten.

Magnesium

Magnesium, ein Mineral, welches die Zellen der glatten Muskulatur benötigen. Es hilft, die glatte Muskulatur zu entspannen. Wird Magnesium bei einem Asthmaanfall intravenös in die Blutbahn injiziert, kann es diesen beruhigen und Leben retten. Viele Asthma-Patienten, die auf andere Medikamente nicht reagierten, konnte das Magnesium deutliche Besserung verschaffen. Natürliches Magnesium ist in vielen Lebensmitteln enthalten, so auch in Spinat und Mangold.

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