Basilikum

Basilikum strömt ein unverwechselbares süß-erdiges Aroma aus und ist der Liebling unter den Arthrosepatienten. Bereits seit Langem gilt Basilikum als effektives Antidepressivum, stimuliert die Hormone in der Nebennierenrinde und reguliert die natürliche Reaktion des Körpers auf Stress. Mit seinen entzündungshemmenden, antibakteriellen und zellschützenden Eigenschaften ist das grüne Küchenkraut ein wirkungsvolles Wundermittel gegen Fieber und Infektionen der Haut. Basilikum ist in der Lage das Gedächtnis zu verbessern, wird genutzt, um die Auswirkungen eines Jetlags zu überwinden und stärkt gleichzeitig das Immunsystem.

Egal welche Sorte zwischen den 60 verschiedenen Basilikumarten gewählt wird, jede einzelne Sorte besitzt einzigartige Wundereigenschaften und verfeinert bereits in einer geringen Menge einfache Gerichte, Soßen und Suppen.

Was ist Basilikum?

Basilikum ist eine stark duftende Pflanze, deren Blätter als Gewürz für verschiedenste Arten von Lebensmitteln verwendet werden. Basilikum ist zu einem der bekanntesten Kräuter geworden, seitdem Pesto (die Mischung aus Basilikum, Pinienkernen und Parmesan) so populär geworden ist.

Basilikum hat runde, grüne Blätter, die Ähnlichkeit mit der Pfefferminze haben. Die starke Ähnlichkeit ist nicht verwunderlich, da beide zur selben Pflanzenfamilie gehören.

Es gibt mehr als 60 verschiedene Sorten Basilikum. Sie alle unterscheiden sich etwas in ihrem Aussehen und Geschmack. Während der Geschmack von Basilikum hell und scharf ist, verzaubern andere Sorten mit einem einzigartigen und exotischen Aroma. So reflektieren das Zitronenbasilikum, Anis Basilikum und der Zimt Basilikum ihren Geschmack in subtiler Weise in ihrem Namen wieder. Der wissenschaftliche Name für Basilikum ist Ocimum basilicum.

Basilikum Gesund

Basilikum gilt als eines der gesündesten Küchenkräuter und zeichnet sich durch seine beeindruckende Liste von Nährstoffen aus. So decken bereits 2 Esslöffel Basilikum 29% des täglich empfohlenen Bedarfs an Vitamin K. Das Vitamin K fördert im Körper die Blutgerinnung und ist für die Prävention und Rückbildung von Arterienverkalkungen von großer Bedeutung.

Das Vitamin A und das Beta-Carotin im Basilikum arbeiten als starke Antioxidantien. Sie schützen die Zellen und Blutgefäße vor Schäden durch freie Radikale und verhindern so die Oxidation vom Cholesterin im Blut. Erkrankungen der Blutgefäße, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfälle werden dadurch verhindert.

Basilikum enthält außerdem DNA-schützende Flavonoide, die in Kombination mit den ebenso enthaltenden ätherischen Ölen eine antibakterielle Wirkung besitzen. So hilft das Basilikum mit seinen anti-infektiösen Funktionen verschiedenste pathogene Bakterien, wie Staphylococcus, Enterococci, Shigella und Pseudomonas zu hemmen.

Die großen Mengen an E-Beta-Caryophyllen (BCP) im Basilikum sind wiederum sehr nützlich gegen Arthritis oder Darmerkrankungen. Das BCP ist eines der wenigen Wirkstoffe, welche die körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren natürlich stimulieren und dadurch die Signale, die zu Entzündungen einer Arthritis führen, blockieren.

Diese einzigartige entzündungshemmende Funktion vom E-Beta-Caryophyllen wird von dem ätherischen Öl Eugenol im Basilikum unterstützt. Das Eugenol inhibiert im Körper das Enzym Cyclooxygenase (COX) und wirkt dadurch gegen entzündliche Probleme wie rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis und entzündlichen Darmerkrankungen.

Forscher nehmen außerdem an, dass Basilikum sogar in der Lage ist, das Östrogen zu imitieren und deshalb den Menstruationszyklus reguliert.

Basilikum Nährstoffe

Die einzigartige Zusammensetzung der Inhaltsstoffe im Basilikum sorgt für seine wunderbare Wirkung.

So liefert Basilikum ätherische Öle (wie Eugenol, Citronellol, Linalool, Citral, Limonen und Terpineol), die für ihre entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften bekannt sind. Sie werden gerne in der Aromatherapie und Massage verwendet und bekämpfen geistige Müdigkeit, regen die Durchblutung der Muskulatur an und helfen gegen Kopfschmerzen und Asthma.

Antioxidative Aufgaben übernehmen unter anderem die vielen Polyphenole, Flavonoide, die zahlreichen Beta-Carotine, Vitamin A, Cryptoxanthin, Lutein und das Zeaxanthin im Basilikum. Sie schützen vor Sauerstoff abgeleitete freie Radikale und reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die zur Hautalterung führen und verschiedene Krankheitsprozesse verursachen.

Basilikum ist ebenso eine Menge verschiedener Mineralien, wie Kalium, Mangan, Kupfer und Magnesium. Kalium reguliert im Körper die Zell- und Körperflüssigkeiten, die Herzfrequenz und den Blutdruck. Mangan wird vom Körper als ein Co-Faktor für das antioxidative Enzym Superoxid-Dismutase verwendet. Das Eisen ist ein wichtiger Bestandteil von Hämoglobin in den roten Blutzellen und bestimmt die Sauerstofftransportkapazität des Blutes.

Basilikum Wirkung

Basilikum für ein gesundes Herz

Eine gute Portion Basilikum verzaubert nicht nur die Sinne, sondern liefert eine Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften für das Herz. Die hohe Konzentration der Carotinoide in Basilikum wird im Körper in das Vitamin A umgewandelt. Das Vitamin A schützt wiederum die Epithelzellen vor Schäden der freien Radikale und verhindert die Oxidation vom Cholesterin im Blut. Denn wird das Cholesterin oxidiert, so entwickelt sich eine Arteriosklerose und Folgen wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfälle.

Basilikum liefert sehr viel Magnesium, welches die Funktion der Muskulatur fördert und die Entspannung der Blutgefäße unterstützt. Dadurch verbessert sich der Blutfluss und die Gefahr von Herzrhythmusstörungen, Krämpfe der Herzmuskulatur oder der Blutgefäße wird verringert.

Basilikum gegen Entzündungen

Das Eugenol ist ein Bestandteil der ätherischen Öle im Basilikum. Untersuchungen haben festgestellt, dass das Eugenol die Aktivität eines Enzyms im Körper namens Cyclooxygenase (COX) blockiert. Viele frei verkäufliche und nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs), einschließlich Aspirin und Ibuprofen wirken in der gleichen Weise, wie es das Basilikum tut. Sie hemmen im Körper das gleiche Enzym, wodurch Schmerzen und Entzündungen gelindert werden.

Basilikum gilt damit als „anti-entzündliches“ Lebensmittel. Es lindert die Schmerzen von und entzündlichen gesundheitlichen Problemen wie rheumatoide Arthritis oder entzündliche Darmerkrankungen.

Basilikum gegen Grippe und Erkältung

Basilikumblätter bilden gute keimtötende Eigenschaften und gelten als natürliches antiseptisches Desinfektionsmittel. Sie schützen den Körper gegen alle Arten von viralen und bakteriellen Infektionen und helfen Schnitte, Wunden und Geschwüre besser zu heilen. Dank ihrer pflanzlichen Nährstoffe sind Basilikumblätter wirksam gegen Malaria und verringern die Schmerzen, die durch Masern, Windpocken und Pocken verursacht werden.

Das Kauen der Basilikumblätter und das Trinken eines Basilikum-Tees können den Husten lindern und Erkältungs- und Grippesymptome reduzieren. Basilikumblätter werden häufig als Zutat in Hustensäften und Expektorantien eingesetzt und helfen, den Schleim einer Bronchitis und bei Asthmatikern zu mobilisieren.

Basilikum für schöne Haut

Basilikum ist ein ausgezeichnetes Hautverjüngungsmittel und besitzt die Fähigkeit Hauterkrankungen abzuwehren. Basilikum hilft die Giftstoffe aus dem Blut zu beseitigen, reinigt dadurch das Blut und verhindert den Ausbruch von Akne und Pickel. Werden getrocknete Basilikumblätter gerieben und auf das Gesicht aufgetragen, verbessern sie die Gesichtshaut und sorgen für einen besseren und frischeren Hautton.

Durch das Befeuchten eines frischen Basilikumblattes und Auflegen auf die Haut kann das Auftreten von Mitessern verhindert werden. Die antibakteriellen, antibiotischen und antimykotischen Eigenschaften im Basilikum reduzieren das Wachstum von Hautinfektionen verursachenden Bakterien wie E. coli, B.anthracis. Ob roh verzehrt oder als Paste auf die Haut aufgetragen, bietet Basilikum viele Vorteile für die Haut.

Basilikum für die Haare

Haarausfall ist ein häufiges Problem, das aufgrund von Juckreiz und einer übermäßigen Schweißproduktion der Kopfhaut auftreten kann. Eine Basilikumpaste kann in Kombination mit Haaröl die Kopfhaut kühlen und den Juckreiz reduzieren. So wird auch die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und das Haarwachstum angeregt. Gleichzeitig stärken die Basilikumblätter den Haarschaft, stimulieren die Haarfollikel und wirken so gegen Haarausfall und brüchiges Haar.

Basilikum schützt die DNA

Basilikumblätter besitzen antioxidative Eigenschaften und eine einzigartige Anordnung der Flavonoide. Das Orientin und Vicenin sind zwei der wasserlöslichen Flavonoide vom Basilikum und schützen auf zellulärer Ebene. In Studien an menschlichen weißen Blutzellen konnten diese Komponenten die Chromosomen und Zellstrukturen vor Sauerstoff basierte Schäden und Strahlenschäden schützen und dadurch vor Zellalterung und Zelltod vorbeugen.

Basilikum gegen Bakterien

Die einzigartigen Flavonoide und ätherischen Öle im Basilikum besitzen außergewöhnliche antibakterielle Eigenschaften. Laborstudien zeigen, dass Basilikum das Wachstum zahlreicher Bakterien beschränkt und gegen Bakterien wie Listeria monozytogenes, Staphylococcus aureus, Yersinia enterocolitica, Pseudomonas aeruginosa, und Escherichia coli wirkt.

Die ätherischen Öle, die aus den Basilikumblättern gewonnen werden, haben laut verschiedener Untersuchungen außerdem die Fähigkeit, verschiedene Arten von pathogenen Bakterien zu hemmen, die häufig gegen verwendete Antibiotika resistent geworden sind.

Basilikum gegen Mundgeruch und für bessere Zähne

Werden Basilikumblätter in der Sonne getrocknet, pulverisiert und mit Senföl gemischt, eignen sie sich als schadstofffreie Zahnpasta. Diese massiert das Zahnfleisch und sorgt für eine gute Gesundheit der Zähne. Die antibakteriellen Eigenschaften der Basilikumblätter verhindern die Verbreitung der Bakterien im Mund und sorgen mit ihren Antioxidantien für saubere und Plaque-freie Zähne.

Basilikum ist auch ein gesunder Ersatz für spezielle Zahnpasten und Kaugummis, die gegen Mundgeruch wirken. Bereits durch das Kauen einer Handvoll Basilikumblätter kann schlechter Atem reduziert und die Mundgeruch verursachenden Bakterien gehemmt werden.

Basilikum Kaufen

Basilikum ist in den Supermärkten weit verbreitet. Ob frisch im Topf, abgepackt in kleine Tüten oder getrocknet ist Gewürzregal. Das Basilikum ist einfach und sehr preiswert zu besorgen. Ebenso gerne wird Basilikum im Kräuterbeet im Garten oder auf der Fensterbank in kleinen Töpfen angebaut.

Beim Kauf von Basilikum sollte auf die Qualität, die Farbe und frische geachtet werden. Der Basilikum sollte: - tiefgrüne Blätter haben - frei von dunklen oder gelben Flecken sein - Bio-Qualität - getrocknete Basilikumblätter sollten sonnengetrocknet worden sein (strahlungsbehandelte Basilikumblätter enthalten einen deutlich niedrigeren Vitamin-C-und Carotin-Spiegel)

Basilikum Lagern

Frisches Basilikum sollte in ein leicht angefeuchtetes Papiertuch gewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Getrocknetes Basilikum sollte in einem dicht verschlossenen Glasbehälter an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort gelagert werden, wo es bis zu sechs Monate frisch und aromatisch bleibt.

Basilikum Essen

Vor dem Verzehr sollte frisches Basilikum unter kaltem fließendem Wasser für ein paar Minuten gespült werden, um Staub und Pestizidrückstände zu entfernen. Um den einzigartigen Duft und Geschmack intakt zu halten, ist es im Allgemeinen ratsam, das Basilikum im letzten Moment in die Kochrezepte zu geben. Wird das Basilikum hingegen zu lange gekocht, verdampfen die ätherischen Öle und das Aroma schwindet.

Basilikumblätter werden zum Würzen jedes Gemüse, Geflügel oder Fleischgerichte verwendet und passen hervorragend zu Tomaten- und Eierspeisen, Eintöpfe, Suppen und Salaten.

Gesundheit ist lecker

Gesunde Lebensmittel in die Ernährung zu integrieren ist oft einfacher, als man glaubt. Das Rezepteplus-Programm macht Gesundheit zu einem Abenteuer. Kombinationen aus gesunden und nährstoffreichen Lebensmitteln beleben den Alltag, sorgen für mehr Energie und Freude beim Essen. Denn Essen soll nicht nur gesund sein, sondern schmecken, Kraft geben und glücklich machen.

Unsere Lieblingsrezepte: Zum Rezepteplus-Programm