Blähungen

Ein Pups ist etwas ganz Normales. 30 Pupse können aber lästig und unangenehm sein. Blähungen gehören zu extrem häufigen und lästigen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts. Sie äußern sich durch peinliche Geräusche und unangenehme Gerüche. Blähungen können sich im Laufe eines Tages vermehren. Morgens wacht man noch mit einem flachen Bauch auf, doch schon zum Mittag ziept die Hose und am Abend ruiniert der Blähbauch das schöne Abendkleid.

Gelegentliche Blähungen können durch eine ernsthafte Erkrankung verursacht werden, wie zum Beispiel Lebererkrankungen oder Herzkrankheiten. Sie können aber auch ein frühes Warnsignal von Eierstock-Krebs sein. Doch in den meisten Fällen ist ein aufgeblähter Bauch lediglich eine Folge der schlechten Verdauung und / oder unangemessener Auswahl von Lebensmitteln.

Warum muss man Pupsen?

Normalerweise werden viele Gase, die im Körper entstehen über die Lunge wieder ausgeschieden. Einige wenige werden aber auch über den Darmausgang hinausgebracht. Wird ein Pups im Darm gebildet, entsteht er in der Regel durch die Aktivität der Bakterien im Dickdarm. Anders ausgedrückt: Werden Lebensmittel, die man gegessen hat, nicht richtig vom Magen und Dünndarm verdaut und gelangen dann in den Dickdarm, beginnen die darin lebenden Bakterien die weitgehend unverdauten Lebensmittel zu spalten bzw. zu gären. Die Folge: Ein Pups.

Das Ergebnis dieses Gärprozesses ist eine Mischung von Gasen, die sich aus den folgenden zusammensetzt:

  • Kohlendioxid
  • Methan
  • Wasserstoff
  • Schwefelwasserstoff (dies sorgt meist für den Geruch)

Ein Mensch pupst in der Regel 10 bis 18 Mal pro Tag. Muss man jedoch mehr als das pupsen, bekommt Bauchschmerzen und einen prallen Bauch, sind das Hinweise für Blähungen.

Blähungen Ursache

  • Essen von zu großen Mahlzeiten
  • Übermäßige Aufnahme von Zucker oder schlecht resorbierbaren Kohlenhydraten
  • Unverträglichkeit gegenüber Gluten oder anderen Lebensmitteln
  • Eine Überzahl an unfreundlichen Bakterien im Darm
  • Verstopfung
  • Schlechte Verdauung und Resorption von Nahrung aufgrund einer schwachen oder fettbelasteten Bauchspeicheldrüse
  • Schlechte Verdauung und Resorption von Nahrung aufgrund einer fehlenden oder trägen Gallenblase
  • Eine Ernährungsumstellung von schlechten zu guten Lebensmitteln – die Änderung schockt das Verdauungssystem und es braucht Zeit, um sich anzupassen.
  • Das Essen von vielen Lebensmitteln, die reich an Schwefel sind – z.B. Eier, Zwiebeln, Knoblauch, Kohl, etc.

Warum entstehen Blähungen?

In dem meisten Fällen entstehen Blähungen, wenn Lebensmittel, die gegessen werden, vom Darm nicht richtig verdaut werden oder das Essen in irgendeiner Weise die Verdauung nicht richtig zulässt. Die häufigsten Nahrungsmittel, die solche Verdauungsprobleme verursachen, sind Milchprodukte und Gluten. Viele Menschen können diese Nahrungsmittel nicht richtig verdauen und beschweren sich daraufhin über Sodbrennen, Blähungen und einem Reizdarmsyndrom.

Bei wiederum anderen Menschen entstehen Blähungen, wenn sie essen, während sie gestresst oder in Hektik sind. Blähungen entstehen aber auch, wenn man während des Essens redet und dabei viel Luft schluckt. Noch ein Grund ist schnelles Essen. Wenn man zu schnell isst und die Lebensmittel nicht richtig kaut, gelangen große Lebensmittelstücke in den Magen und Darm. Diese können hier nur schwer bzw. gar nicht richtig verdaut werden. Die Lebensmittelreste sind nun ein Leckerbissen für die schlechten Bakterien, Pilze und Hefe im Darm. Diese haben jetzt die Möglichkeit sich zu vermehren. Sie verdrängen dabei die guten Bakterien im Darm und sondern übel riechende Gase ab, sorgen für ein Gefühl der Aufgeblähtheit und Bauchkrämpfe. Es geht noch weiter…Die bösen Bakterien fördern die Bildung von Toxinen – Giftstoffen, die in den Blutkreislauf gelangen und den gesamten Organismus belasten. Im Blut angekommen, führen sie zu einem benebelten Bewusstsein, machen müde, gereizt und sorgen sogar für Kopfschmerzen.

Blähungen sorgen also nicht nur für unangenehme Gerüche und peinliche Geräusche…viel schlimmer…Blähungen können den Darm vergiften, das Wohlbefinden trüben und den gesamten Organismus belasten.

Folgen von Blähungen

Ein übel riechender Pups ist also nicht nur harmlose Luft, die aus dem Darmausgang entweicht. Ein stinkender Pups ist vielmehr ein Hinweis darauf, dass im Inneren des Körpers etwas fault. Nahrungsmittel, die nicht richtig verdaut werden, bleiben im Darm, sorgen für hochgiftige Fäulnisgase, schädigen das Verdauungssystem und belasten den gesamten Organismus.

Sie greifen die Leber an und belasten sie. Werden Blähungen nicht richtig behandelt, können sich zusätzlich Verstopfungen, Durchfall, Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen und ein benebeltes Bewusstsein entwickeln. Die angegriffene Darmflora verschlechtert die allgemeine Immunabwehr und fördert die Entstehung von Infektionen, chronischen Darmerkrankungen und Krankheiten, bei denen man meint, dass sie nichts mit dem Darm zu tun haben, wie Rheuma und Allergien.

Das ungenügende Kauen, wodurch Blähungen entstehen und wiederum Blähungen, die eine geschädigte Darmflora provozieren, führen beide zu einer schlechten Verwertung der Lebensmittel. Das bedeutet, der Körper erleidet einen Mangel an notwendigen Mineralien, Vitaminen und lebenswichtigen Nährstoffen und verliert an Energie und Gesundheit.

Blähungen vermeiden

Vermeide kohlensäurehaltige Getränke und Kaugummis

Mit dem Kauen eines Kaugummis schluckt man viel Luft. Bleibt diese im Darm, sorgt sie ähnlich wie das Trinken von kohlensäurehaltigen Getränken für eine vermehrte Gasansammlung im Darm. Die Folge: Blähungen und Unwohlsein.

Vermeide Zucker

Zucker ist buchstäblich ein Dünger für schlechte Bakterien, Hefen und Pilze im Darm. Es ist sehr schwierig Blähungen zu vermeiden, wenn man konsequent zuckerhaltige Lebensmittel weiter isst. Mit Zucker wird nicht nur die Darmflora zerstört, auch das Immunsystem und die Energiebereitschaft werden geschwächt und träge. Stevia ist eine wunderbare Zuckeralternative, die im Gegensatz zu vielen anderen KEINE Blähungen verursacht.

Reduziere Getreideprodukte

Das in vielen Getreidesorten enthaltene Gluten kann vom Körper nicht richtig verdaut werden. Es sorgt für Schleimbildungen und greift daraufhin die Darmflora an. Die Folge: Gärprozesse und Blähungen.

Reduziere Proteine

Viele Menschen, die ihre Ernährung sehr proteinreich gestalten, leiden an Blähungen. Proteine werden vom Körper häufig nur ungenügend verdaut. Es entstehen Fäulnisprozesse, wodurch die Darmflora ins Ungleichgewicht gebracht wird.

Iss bewusst

Das bedeutet: Lass dir beim Essen Zeit, kaue richtig, iss nicht zu große Portionen auf einmal und nicht zu spät.

Blähungen natürlich behandeln

Wer Blähungen hat, möchte sie schnellstmöglich loswerden. Einfache und natürliche Tipps helfen, solche Verdauungsstörungen zu verringern und Nährstoffe aus den Mahlzeiten wieder besser aufzunehmen:

1.Schritt: Trinke Pfefferminztee

Pfefferminztee hilft sehr gut gegen Blähungen und Bauchkrämpfe.

2.Schritt: Trinke Apfelessig

Verdünne 1 Esslöffel Bio Apfelessig in einem Glas warmen Wasser und trinke das vor dem Essen.

3.Schritt: Unterstütze deine Leber

Wenn man sich nach fettigen Mahlzeiten aufgebläht fühlt, ist dies meist ein Zeichen, dass die Leber nicht genug Gallenflüssigkeit produziert. Ein ebenso wichtiger Indikator, dass die Leber träge ist, ist ein schläfriges Gefühl nach einer Mahlzeit. Der Körper benötigt Gallenflüssigkeit, um Fett richtig zu verdauen. Die Gallenflüssigkeit wird in der Leber hergestellt und in der Galle gespeichert. Die richtige Entgiftung der Leber hilft, ihre Funktion wieder auf Hochtouren zu bringen und verschiedene Kräuter unterstützen die Produktion der Gallenflüssigkeit und ihre Sekretion von der Gallenblase in den Darm.

4.Schritt: Reinige deinen Darm

Wenn dein Stuhl und deine Pupse stinken, reinige deinen Darm. Hochwertige Ballaststoffe helfen, Giftstoffe und Schlackenstoffe aus dem Darm auszuleiten. Wird der Darm nicht gereinigt, können die entstehenden Giftstoffe den gesamten Organismus belasten.

5.Schritt: Baue deine Darmflora wieder auf

Iss fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir oder Kombucha. Sie regen das Wachstum der guten Darmbakterien an.

6.Schritt: Trinke mindestens 2,5 Liter reines Wasser (ohne Kohlensäure)

Das Wasser hilft, Giftstoffe aus dem Darm zu schwemmen und Verstopfungen zu verhindern. Trinke aber nicht während der Mahlzeiten.

Hinweis: Treten Blähungen ungewöhnlich häufig auf, nach bestimmten Speisen (wie Getreide und Milchprodukte) oder in Kombination mit einem blutigen Stuhl oder sehr häufigen Durchfällen und Verstopfungen, sollte man sich vom Arzt durchchecken lassen.

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