Bluthochdruck

Bluthochdruck schmerzt nicht, brennt nicht, doch schlägt höchste Alarmstufe. Bluthochdruck belastet das Herz und ist der Anfang schwerwiegender Herzkreislauferkrankungen. Wer nichts dagegen unternimmt, kann nicht nur einen Herzinfarkt und Schlaganfall riskieren, sondern statistisch gesehen seine Lebenserwartung um ganze 10 Jahre vermindern.

Was ist der Blutdruck?

Wenn man über den Blutdruck spricht, kommen viele Zahlen ins Spiel. Sie können bei jeder Messung variieren und müssen dementsprechend neu gedeutet werden. Für den ein oder anderen scheint dies jetzt vielleicht ein wenig kompliziert. Doch im Grunde ist es ganz einfach:

Wenn man den Blutdruck misst, werden genau zwei Zahlen betrachtet. Die erste oder obere Zahl ist der systolische Blutdruck und die untere oder zweite Zahl ist der diastolische Blutdruck. Ein Beispiel:

12080: 120 ist der systolische Blutdruck und 80 ist der diastolische Blutdruck.

Der systolische Blutdruck ist der maximale Druck in den Arterien. Er entsteht, wenn das Herz kontrahiert und das Blut in die Arterien herauspumpt.

Der diastolische Blutdruck ist der niedrigste Druck in den Arterien. Er wird in der Entspannungsphase des Herzens gemessen. Also wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt.

Beide Zahlen sind für die Messung vom Blutdruck sehr wichtig. Sie zeigen, wie stark die Arterien belastet werden und ob man am an einem Bluthochdruck leidet oder dieser eher zu tief ist.

Bluthochdruck (=Hypertonie)

Befindet sich der Blutdruck ständig im oberen Bereich, herrscht in den Arterien permanent ein erhöhter Druck. Dieser Druck beginnt ganz langsam und im Verborgenen, die Wände der Blutgefäße und der Organe zu schädigen. Gerne wird der Bluthochdruck deshalb auch als “stiller Killer” bezeichnet, da besonders die lebenswichtigen Organe, wie Herz, Gehirn und Nieren für die Schäden anfällig sind. Die Folge sind häufig Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenerkrankungen und Blindheit.

Viele Menschen unterschätzen die Schäden, den hoher Blutdruck verursachen kann. Sie achten nicht gut genug auf ihre Blutdruckwerte, tun dagegen nichts und nehmen Warnsignale nicht ernst. Bereits ein etwas erhöhter Blutdruck kann auf Dauer schaden, zu Organschäden führen und die Lebenserwartung verringern.

Bluthochdruck Symptome

Bluthochdruck tut nicht weh, ist häufig vollkommen symptomlos, aber trotzdem vorhanden. Vielen Menschen wird erst bewusst, dass ihr Blutdruck zu hoch ist, wenn bereits einige ihrer Organe Schäden erlitten haben. Um den Blutdruck unter Kontrolle zu haben, sollte man sich daher nicht auf sein Gefühl verlassen – denn, wie bereits gesagt, der Blutdruck verläuft häufig symptomlos. Deshalb: Warte nicht, bis du irgendwelche Symptome spürst, sondern messe deinen Blutdruck regelmäßig. Dadurch hast du ihn und deinen Körper besser unter Kontrolle.

Einen Bluthochdruck können folgende Symptome zusätzlich begleiten: - Kopfschmerzen - Schwindel - Konzentrationsschwäche - Müdigkeit - schlechte Sicht - Klingeln in den Ohren - Krämpfe in den Beinen - Schmerzen in der Brust - Herzflattern - Kurzatmigkeit

Bluthochdruck Ursachen

In den meisten Fällen wird der starke Druck in den Arterien aufgrund einer Verengung und/oder Verhärtung der Arterien verursacht. Dadurch muss das Herz mehr Druck aufbringen, um das Blut in die Blutgefäße zu pumpen. Da die Blutgefäße aber verhärtet sind und ihre Elastizität verringert ist, können sie sich nicht optimal erweitern. Die Folge: Ein Druckanstieg im Arterieninneren und dadurch der Bluthochdruck.

Diese Art des Bluthochdrucks wird häufig durch eine schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung verursacht. Anfallende Schlackenstoffe und Fette belasten den Körper und werden nicht mehr richtig verstoffwechselt und hinaustransportiert. Stattdessen werden sie überall im Körper verteilt. Neben der Entstehung unschöner Fettpölsterchen sammeln sich auch im Gefäßinneren immer mehr Schlackenstoffe an, die mit der Zeit die Arterienwände verplacken und verhärten. Die Gefäßwand wird härter, unbeweglicher und das Gefäßrohr schmaler. Es entsteht die Arteriosklerose.

Aber auch Nierenerkranungen und Stress/Angst können einen Bluthochdruck verursachen. Bei Stress wird beispielsweise ein Übermaß an Adrenalin produziert, wodurch ein Ungleichgewicht des autonomen Nervensystems verursacht wird und der Blutdruck steigt.

Bluthochdruck und die Ernährung

Im Körper finden jede Sekunde Hunderte von chemischen Reaktionen statt – und das allein ausgelöst durch das Spurenelement Magnesium. Magnesium ist für den Energiestoffwechsel sehr wichtig, sorgt für eine gute Konzentration und hilft, die Muskulatur zu entspannen. Für den Blutdruck heißt das also: Ist der Magnesiumspiegel zu niedrig, kann sich die Gefäßmuskulatur nicht ausreichend entspannen. Es entsteht eine vermehrte Anspannung (Kontraktion) der Muskulatur, wodurch die Blutgefäße verengt werden und der Blutdruck erhöht wird.

Viele Bluthochdruck-Betroffene wissen, dass ihr Magnesiumgehalt zu niedrig ist. Sie schlucken daraufhin verschiedenste Magnesiumpräparate, mit der Hoffnung ihren Blutdruck wieder zu senken. Doch, was passiert? Ihr Blutdruck bleibt meist unverändert. Warum? Weil ihr Körper das Magnesium nicht mehr richtig aufnimmt…

Ein Großteil der Bluthochdruck-Betroffene weist neben dem hohen Blutdruck einen ebenso erhöhten Blutzuckerspiegel auf. Dieser tritt häufig in Kombination mit einer Insulinresistenz auf. Das Insulin speichert normalerweise Magnesium im Körper und hilft dadurch, die Muskulatur zu entspannen. Wenn nun die Insulinrezeptoren abgestumpft sind und die Zellen resistent gegen das Insulin werden, kann Magnesium nicht mehr optimal gespeichert werden. Die Folge: Magnesium kann vom Körper nicht ausreichend verwertet werden und wird über den Urin ausgeschieden.

Auch der Natriumgehalt hat einen großen Einfluss auf den Blutdruck. Natrium besitzt die Fähigkeit, Wasser zu binden. Ist unsere Ernährung nun sehr salzhaltig oder besteht gar ein veränderter Insulinspiegel, nimmt der Körper mehr Natrium auf, als er eigentlich benötigt. Eine Natriumspeicherung führt zu einer vermehrten Ansammlung von Wasser, was wiederum Wassereinlagerungen (Ödeme) verursachen kann und so einen Bluthochdruck bewirkt. Hinweis: Sich salzhaltig zu ernähren, bedeutet nicht nur, dass man zu den Mahlzeiten immer noch eine Prise mehr Salz benötigt. Viele Lebensmittel enthalten “versteckte Salze”. Dazu gehören unter anderem Mineralwasser, Tomaten, Fertigprodukte, Tiefkühlgerichte und Würzmischungen.

Ein weiterer Nahrungsmechanismus, der den Blutdruck in die Höhe treibt, ist der Fructosekonsum. Bei der Verstoffwechslung von Fructose entstehen verschiedene Abfallprodukte, wie auch unter anderem die Harnsäure. Harnsäure hemmt das Stickstoffmonoxid in den Blutgefäßen und treibt den Blutdruck dadurch in die Höhe. Normalerweise hilft Stickstoffmonoxid den Blutgefäßen, ihre Elastizität und ihre gute Flexibilität zu behalten.

Bluthochdruck natürlich behandeln

Es gibt Hunderte von Arzneimittelkombinationen gegen Bluthochdruck, die sehr gut wirken. Einige helfen, die Gefäße zu erweitern und den Durchfluss zu unterstützen, andere verdünnen das Blut und wiederum andere haben eine entwässernde Wirkung.

Medikamente können die Behandlung vom Bluthochdruck unterstützen, einen zu hohen Blutdruckanstieg und schwere gesundheitliche Schäden verhindern. Doch sollte man im Hinterkopf behalten, dass die meisten Medikamente nur das Symptom behandeln. Das heißt, setzt man das Medikament wieder ab, steigt meistens auch der Blutdruck wieder an. Dazu kommt, jedes Medikament auch verschiedenste Nebenwirkungen mit sich bringt.

Deshalb: Um seine Gesundheit wieder auf Höhenflüge zu bringen und die Lebensqualität zu steigern, sollte man stattdessen die Ursache behandeln. Das heißt: verbessere deine Lebensgewohnheiten und optimiere deine Ernährung.

Etwa 85% der Betroffenen schaffen es, durch eine Änderung des Lebensstils ihren Blutdruck wieder zu normalisieren. Im Prinzip ist das auch ganz einfach. Man benötigt nur zwei Dinge: Eine gute Anleitung und Durchhaltevermögen.

Hinweis: Wenn es akut ist und du eine schnelle Hilfe brauchst, wird dir wahrscheinlich keiner besser helfen können, als dein Arzt. Wenn du jedoch vorbeugen oder im Nachgang einen gesünderen Lebensstil annehmen möchtest, um zu verhindern, dass es wieder kommt, gibt es natürliche Möglichkeiten, die dabei helfen können.

Schritt 1: Verbessere deine Lebensgewohnheiten

  • Hör auf zu Rauchen
  • Reduziere deinen Alkoholkonsum
  • Beseitige Stress (B-Vitamine helfen deinem Nervensystem und fördern die Produktion von Serotonin. Serotonin ist ein Hormon, welches für mehr Glücklichkeit, Entspanntheit und Leichtigkeit sorgt. B-Vitamine sind zum Beispiel in Blütenpollen und in Spirulina enthalten. Magnesium hilft, die Muskeln zu entspannen und mit Stress besser umzugehen. Beachte du vor der Magnesiumzufuhr zuerst deine Insulinempfindlichkeit erhöhst, um das Magnesium besser aufnehmen zu können.)
  • Bewege dich. Bewegung ist eine der besten Möglichkeiten gegen hohen Blutdruck. Bewegung ist besser als jedes Medikament, das es je auf dem Markt gegeben hat. Es hilft den Blutzucker besser zu kontrollieren, verbessert die Insulinempfindlichkeit, hilft überschüssige Pfunde zu verlieren und wirkt super gegen Stress. Regelmäßiges Schwimmen, Ausdauertraining und Intervall-Trainings-Einheiten sind erste gute Trainingsmöglichkeiten bei hohem Blutdruck.
  • Reduziere dein Gewicht. Übergewicht fördert die Entstehung von Bluthochdruck.
  • Tanke viel Vitamin D über das Sonnenlicht.

Schritt 2: Ernährung bei hohem Blutdruck

Verbessere die Magnesiumaufnahme:

Zucker und Getreideprodukte (wie jede Art von Brot, Nudeln und Mais) erhöhen im Körper den Blutzuckerspiegel. Um den Blutzuckerspiegel nun zu senken, wird die Insulinproduktion angeregt. Ein ständiger Blutzuckerhoch kann jedoch dazu führen, dass der Körper das Insulin nicht mehr richtig erkennt und einsetzen kann. Es kommt zur sogenannten Insulinresistenz. Die Folge: Eine schlechte Magnesiumaufnahme.

Um deine Magnesiumaufnahme zu verbessern, heißt das nun: - Vermeide zuckerhaltige Lebensmittel. - Reduziere den Verzehr von Getreideprodukten (Getreide wird im Körper während der Verstoffwechselung in Zucker umgewandelt). - Iss gute Fette (die reich an ungesättigten Fettsäuren sind). - Kontrolliere deinen Fructoseverzehr und vermeide deshalb verarbeitete Lebensmittel, gesüßte Getränke, Softdrinks,…Diese enthalten oft hohe Mengen an Maissirup, einer verarbeiteten Form von Fructose.

###ä Iss salzarm Salz ist für den menschlichen Körper überlebenswichtig. Zu viel davon kann ihn jedoch schädigen und lebensgefährliche Schäden anrichten. Deshalb: Achte auf deine Salzzufuhr.

Tipp: Anstelle von Jodsalz oder herkömmliches Kochsalz verwende lieber Himalayasalz. Dieses enthält mehr Mineralstoffe.

Iss dazu mehr kaliumreiche Lebensmittel. Kalium sorgt dafür, dass Wasser aus der Zelle entzogen wird. Natrium sorgt dagegen für den Eintritt von Wasser in die Zelle. Dein Körper benötigt mehr Kalium als Natrium. Ist jedoch zu viel Natrium vorhanden, kommt es zu gefährlichen Wassereinlagerungen.

Kalium ist in folgenden Lebensmitteln enthalten: - Bananen - Johannisbeeren - Trockenfrüchte - Nüsse - Roher Kakao - Mandeln - Avocado

Iss gute Fette

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den besten Möglichkeiten, um die Insulinrezeptoren wieder zu sensibilisieren. Omega-3-Fettsäuren sind zum Beispiel in Leinsamenöl, Walnussöl und Fisch enthalten.

Beseitige Koffein

Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel wirken blutdrucksteigernd. Um Koffein aus der täglichen Ernährung zu streichen, sollte man diesen nach und nach über einen Zeitraum von Tagen oder sogar Wochen reduzieren. Dadurch verhindert man Entzugserscheinungen, wie Kopfschmerzen und einen Rückfall.

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