Borreliose

Borreliose, auch bekannt als “großer Imitator” anderer schwerwiegender Krankheiten. Sie äußert sich mit verschiedensten Symptomen, die einer Vielzahl anderer Krankheiten ähneln. Je nach Zyklus kann eine Borreliose zu Hautausschlägen, Kopfschmerzen, geschwollene Gelenke oder schubweisen Lähmungen führen. Wer schon mal eine Borreliose hatte, kann sich vielleicht noch an die Fehldiagnosen wie Multiple Sklerose, Fibromyalgie, ALS oder die Alzheimer-Krankheit erinnern. Sehr oft wird eine Borreliose fehldiagnostiziert und dementsprechend nicht richtig behandelt. Wer eine Borreliose frühzeitig erkennt, kann sich vor den immer schlimmer werdenden Symptomen schützen und bleibende Schäden verhindern.

Was ist Borreliose?

Borreliose ist eine Krankheit, die über spiralförmige Bakterien – den sogenannten Borrelien entsteht. Sie gelangen in die Blutbahn, verteilen sich über die Haut und verbreiten sich dann im gesamten Organismus. Je nach individueller Immunstärke und Stadium der Krankheit verursachen die Borrelien verschiedenste Symptome. Von leichten Hautausschlägen bis zu Zerstörung vom Gewebe und Lähmungen ist fast alles dabei. Bei einigen Menschen kann die Krankheit anfangs auch symptomlos verlaufen oder erst nach Jahren entdeckt werden.

Wie die meisten wissen, wird eine Borreliose hauptsächlich über Borrelieninfizierte Zecken übertragen. Vielen ist jedoch nicht bekannt, dass auch blutsaugende Insekten, wie Läuse, Pferdebremsen oder Steckmücken zu den gefährlichen Überträgern gehören. Dies mag auch der Grund sein, warum nur wenige Borreliose betroffene Menschen sich an einen Zeckenbiss erinnern können.

Borreliose Symptome

Das früheste und häufigste Symptom der Borreliose ist ein rosa oder roter kreisförmiger Hautausschlag, der auch als sogenannte Wanderröte bekannt ist. Meistens entwickelt sich dieser 3 bis 30 Tage nach dem Biss und erinnert vom Aussehen dem Bullauge auf der Dartscheibe. Er hat im Inneren einen rötlichen Punkt (meist im Gebiet des Bisses), wird umrandet von einem hautfarbenen Kreis und wird dann wieder von einem rötlichen Kreis umgeben. Wie sein Name bereits sagt, kann die Wanderröte wandern. Mit der Zeit kann sie größer, kleiner, dunkler oder heller werden und zwischen einer Größe von 2cm bis 30cm variieren.

Die Wanderröte gilt als ein deutliches Zeichen einer Borreliose. Bei vielen Menschen zeigt sich diese auch als einziges Symptom und kann dementsprechend früh erkannt und richtig behandelt werden. Bei einigen kann die Wanderröte wiederum auch ausbleiben und stattdessen (oder auch zusätzlich) grippeähnliche Symptome entwickeln, wie:

  • Müdigkeit (Fatigue)
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Nackensteifigkeit

Da viele dieser Symptome (Ausnahme die Wanderröte) mit denen von anderen Krankheiten übereinstimmen, ist es nicht selten, dass eine Borreliose fehldiagnostiziert und falsch behandelt wird.

Wird eine Borreliose also falsch behandelt oder bleibt gar unbehandelt, entwickeln einige Menschen schwerwiegendere Symptome. In der Regel betreffen sie die Gelenke, Nerven und in seltenen Fällen das Herz. Es können Symptome, wie die folgenden entstehen:

  • Gelenkschmerzen
  • Episoden von entzündlicher Arthritis (Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken)
  • Taubheit und Schmerzen in den Gliedmaßen
  • vorübergehende Lähmung der Gesichtsmuskeln – in der Regel ist nur eine Gesichtshälfte betroffen
  • Gedächtnisstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Veränderungen in der Persönlichkeit

Wird die Borreliose auch in diesem Stadium nicht richtig diagnostiziert, kann sie sich chronifizieren und schubweise verschiedenste Symptome zeigen. Die Symptome in diesem Stadium werden häufig mit denen einer Fibromyalgie und der chronischen Müdigkeit vertauscht.

In seltenen Fällen entwickeln Borreliose-Betroffene eine Herzmuskelentzündung oder eine Art der bakteriellen Meningitis – also eine ernsthafte Erkrankung der Hirnhäute (eine Krankheit, die die schützenden Membranen angreift, die das Gehirn und Rückenmark umgeben). Die Symptome der Meningitis äußern sich in Form von:

  • starken Kopfschmerzen
  • Genickstarre
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit (Fotophobie)

Borreliose Diagnose

In den meisten Fällen wird eine Borreliose bereits im Anfangsstadium durch die typische Wanderröte diagnostiziert. Entsteht eine Borreliose ohne Wanderröte oder kann sich der Betroffene nicht mehr daran erinnern, sollten jetzt labortechnische Untersuchungen des Blutes eine genauere Diagnose schaffen. Doch sind diese nicht immer ganz eindeutig. Häufig treten falsch positive oder falsch negative Befunde auf. Ein Grund, warum Blutuntersuchungen als unzuverlässige Indikatoren einer Borrelien-Infektion gelten, ist der, dass die Bakterien eigene Wege gefunden haben, die weißen Blutkörperchen zu infizieren. Labortests untersuchen in der Regel die Funktion der weißen Blutkörperchen, Antikörper zu produzieren.

Sind die weißen Blutkörperchen jedoch infiziert, können sie auf eine Infektion nicht angemessen reagieren. Und umso schlimmer eine Borrelien-Infektion ist, desto unwahrscheinlicher wird es, dass sie sich im Bluttest zeigt. Für einen aussagekräftigeren Borrelien-Test kann es also nützlich sein, das Immunsystem zuerst zu behandeln. Denn nur nachdem das Immunsystem beginnt, normal zu reagieren, werden die Antikörper sichtbar.

Eine andere Methode, um eine Borreliose zu diagnostizieren, ist die Untersuchung des Liquors (auch als Nervenwasser oder Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit bekannt). Sie wird in der Regel nur dann eingesetzt, wenn ein Verdacht darauf besteht, dass die Borreliose das Nervensystem befallen hat. Für diese Untersuchung wird der Liquor durch eine Punktion im Bereich der Lendenwirbelsäule gewonnen. Hinweise für eine positive Borreliose können Borrelien-Antikörper IgG-Immunglobulin G und IgM-Immungloulin M sein. Doch kann auch wie beim Bluttest auch eine Liquorpunktion nicht immer stimmen.

Eine Borreliose wird daher häufig aufgrund eines Ausschlussverfahrens diagnostiziert. Das bedeutet, dass zuerst alle verdächtigen Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Borreliose Behandlung

Eine Borreliose ist bekanntlich schwierig zu diagnostizieren und häufig noch schwieriger zu behandeln. Viele Ärzte verschreiben Antibiotika, um die schädlichen Bakterien zu bekämpfen. Diese sollen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da die Borrelien nur in bestimmten Phasen für die Wirkung der Medikamente empfangen. Es vergeht also eine Weile, bis alle Borrelien getötet werden. Doch trotz verschiedener Antibiotika und langen Behandlungen erleiden sehr viele Borreliose-Betroffene einen Rückfall.

Was ist der Grund dafür? Sind die Bakterien durch die Antibiose (Antibiotika-Therapie) nicht getötet worden? Der Grund, warum herkömmliche Antibiotika nur selten wirken, ist die Vielgestaltigkeit der Borrelien. Das bedeutet, die Spirochäten (also die Borrelien-Bakterien) können ihre Form grundlegend verändern. Von Spirochäten zu zellwandfreie Formen (cell wall deficient) und auch wieder zurück.

Das Problem daran ist nun, dass ein zellwandfreier Organismus über keine feste Außenmembran verfügt, die Informationen präsentiert – also keine Zielvorgabe, die es dem Immunsystem oder einem Medikament ermöglicht, dieses anzugreifen. Dieses Merkmal ist damit auch ein Grund, warum verschiedene medizinische Tests das Bakterium nicht erkennen.

Damit ist nicht genug, da Borrelien Vielgestaltigkeit sind, kann man nicht erwarten, dass ein Antibiotikum, welches schon mal gewirkt hat, auch bei einem anderen wirksam ist. Bakterien teilen miteinander das genetische Material, sodass ein Nachkommen eine vollkommen neue genetische Folge hat und gegen das Antibiotikum resistent ist.

Nun ist denn eine Borreliose überhaupt heilbar? Was kann man dagegen tun und wie sollte man vorgehen, wenn man Symptome einer Borreliose entdeckt?

Schritt 1: Mach das, was dein Arzt dir sagt. Wenn es akut ist und du eine schnelle Hilfe brauchst, wird dir wahrscheinlich keiner besser helfen können, als dein Arzt.

Schritt 2: Vorbeugen und langfristig gesund. Wenn du vorbeugen oder im Nachgang einen gesünderen Lebensstil annehmen möchtest, um zu verhindern, dass es wieder kommt oder sich verschlimmert, gibt es natürliche Möglichkeiten, die dabei helfen können:

Zusatz-Behandlung bei Borreliose

Eine Antibiotika-Behandlung kann sinnvoll sein, um den Erreger zu töten. Doch sollte man sich nicht ausschließlich auf die Antibiotika verlassen. Antibiotika können sich zwar gegen die Schaden auslösenden Erreger richten, doch töten Antibiotika auch die guten und hilfreichen Bakterien des Körpers. Das bedeutet, dass dadurch nicht nur das körpereigene Immunsystem geschwächt wird. Die bösen Bakterien haben damit auch die Möglichkeit sich weiter zu verbreiten, wodurch der Körper weiter geschwächt und noch kränker wird.

Es ist also wichtig, das Immunsystem während und auch ohne einer Antibiotika-Therapie auf natürliche Weise zu stärken und beim anstrengenden und harten Kampf gegen die Borrelien zu unterstützen. Natürliche Lebensmittel und Maßnahmen helfen nicht nur das Immunsystem auf natürliche Weise zu stärken, sie unterstützen gleichzeitig die Ausleitung von Borrelien und Krankheit auslösenden Schadstoffen aus dem Körper.

  • Zur allgemeinen Unterstützung des Immunsystems helfen Maitake und Reishi Pilze, Ginseng und Astragalus antiinflammatorische Eicosanoide wie Fischöl und Borretschsamenöl
  • Vitamin- und nährstoffreiche Nahrungsmittel, wie Spirulina und Chlorella
  • Lebensmittel mit vielen hochwertigen Antioxidantien, wie Acai Beeren
  • Vitamin-B-reiche Lebensmittel, wie Blütenpollen
  • Magnesium (in Form von Lebensmitteln, wie Kakaobohnen oder über die Haut als transdermales Magnesiumchlorid)
  • Mit Hilfe von ballaststoffreichen Lebensmitteln (und Probiotika) können Stoffwechselendprodukte ausgeleitet, die Darmflora besser aufgebaut werden
  • Viel Wasser trinken (etwa 2-3 Liter täglich)
  • reichlich grünes Gemüse essen
  • vermeide Zucker
  • vermeide Alkohol

Wie kann ich mich vor Borreliose schützen?

Die hauptsächlichen Borreliose-Überträger sind Zecken. Und Zecken hassen Kokosöl. Es hilft also, sich im Sommer mit reichlich nativem Kokosöl einzureiben. Ebenso sinnvoll ist es, Zecken-Gebiete zu vermeiden. Zecken wohnen auf großen Wiesen und in Wäldern. Das bedeutet, man sollte auch im Sommer langärmelige Hemden und lange Hosen tragen, um das Risiko zu vermeiden, eine Zecke oder einen Insektenstich mit nach Hause zu nehmen. Wichtig ist auch, dass man nach einem sommerlichen Tag auf der Wiese, seinen gesamten Körper nach Zecken untersucht, die Kleidung, die man anhatte und die Haare wäscht.

Hinweis: Zecken verstecken sich auch gerne in Hautfalten, hinter den Ohren und auf der Kopfhaut unter den Haaren.

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