Burnout

Burnout – eine Krankheit, die Hoffnung hat. Burnout raubt im ersten Moment vielleicht die Energie, Motivation und den Antrieb, doch erkennt man die Ursache dieser Krankheit, lebt man das Leben mit mehr Begeisterung, Frieden und Freude. Die richtige Ursachenbehandlung tankt den Körper wieder mit beständiger Energie, Motivation und Zufriedenheit.

Was ist Burnout?

Burnout wird als eine Kombination aus Unzufriedenheit, Erschöpfung und Motivationslosigkeit beschrieben. Einem Zustand, der durch Stress und unbefriedigende Zielsetzungen ausgelöst wird und oft die Sinnlosigkeit des Lebens hinterfragt.

Menschen, die sich einem Beruf, Familienmitglied oder Ziel über Jahre hinweg aufopfern, für ihren Einsatz nach Anerkennung, Lob und Bestätigung suchen, merken häufig, dass der Sinn, den sie sich gesetzt haben, sie nicht erfüllt. Auch wenn sie ihr Ziel erreicht haben, Anerkennung und Lob geerntet haben, sind sie dennoch nicht erfüllt. Sie haben das Gefühl, ihre vollkommene Energie aufgeopfert zu haben und fühlen sich geistig, körperlich und seelisch erschöpft. Sie fühlen sich leer und es fehlt die Kraft, zu leben. Ein Zustand, der häufig als Depression beschrieben wird.

Entstehung vom Burnout

Die Nebenniere eines Menschen ist nicht viel größer als eine Walnuss und wiegt weniger als eine Traube, doch ist sie für eine der wichtigsten Funktionen im Körper verantwortlich: Den Umgang mit Stress.

Auf Stress antwortet der Körper mit einer Aktivierung der Nebenniere. Das Nebennierenmark beginnt Adrenalin auszuschütten, wodurch der Blutdruck steigt, das Herz schneller schlägt und die Muskulatur vermehrt durchblutet wird. Gleichzeitig wird in der Nebennierenrinde vermehrt Cortisol ausgeschüttet, was den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt und für einen enormen Energieschub sorgt. Um mit dem Stress fertig zu werden, schraubt der Körper die Produktion vom Cortisol immer weiter hoch. Es kommt sogar dazu, dass negative Rückkopplungen – die den Cortisolanstieg eigentlich bremsen sollten – immer mehr abstumpfen.

Bleibt der Stress bestehen, wird die normale Cortisolausschüttung gehindert und die Tagesrhythmik gestört. Es kommt sogar dazu, dass die Nebennieren erschöpfen und es nicht mehr schaffen ausreichend Cortisol zu produzieren. Es entsteht ein Zustand der völligen Nierenerschöpfung. Die normale Cortisol-Ausschüttung sinkt nun unter die Norm ab und stört damit wichtige Cortisol-Funktionen. Es wird eine Kaskade von verschiedenen Krankheitsprozessen in Gang gesetzt, die mit der Zeit zu folgenden gesundheitlichen Problemen führen:

  • einem Gefühl von chronischer Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Gewichtszunahme
  • Depression

Cortisol und Burnout

Der Zustand einer Nierenerschöpfung kann in drei allgemeine Stadien unterteilt werden. In dem ersten Stadium steigt der Cortisolspiegel sehr hoch. Meistens wird dieser Zustand ausgelöst, wenn man unter großem – aber einer angenehmen Art von Stress steht. Wenn zum Beispiel ein eigenes Kind zur Welt gekommen ist oder man ein Studium neu angefangen hat. In der Situation genießt derjenige meist sich selbst, fühlt sich energiegeladen und unglaublich lebendig. Dies ist keineswegs schlecht. Im Gegenteil, der Körper verlangt danach und braucht diese Aufgeregtheit. Es ist ähnlich wie beim Sport, bei dem sich der Körper energiegeladen und lebendig fühlt. Der Körper nutzt die jetzige Cortisolproduktion für entzündungshemmende Prozesse, die Zusammenarbeit mit dem Immunsystem und zur Regulation des Blutzuckerspiegels.

Der Schlüssel hierbei ist nun, die Stresssituationen richtig zu nutzen, davon zu profitieren und sich dann Ruhe und Ausgeglichenheit zu gönnen.

Denn bekommt der Körper nicht die Ruhe, die er benötigt und tankt die Kraft, die er braucht, überfordern die Nebennieren und der Cortisol-Spiegel beginnt zu fallen. Es entsteht das zweite Stadium und die Situation, wo die meisten Menschen merken, dass irgendetwas nicht stimmt. Durch den vorherigen dauerhaften Cortisol-Anstieg nehmen sie an Gewicht zu, können nicht richtig schlafen und verlieren die Lust auf Sex.

Bleibt man zu lange in diesem Stadium und in diesem Lebensstil, gönnt sich keine Ruhe, keine wohltuende Bewegung und nicht die richtigen Lebensmittel, beginnt das dritte Stadium: Die Nebennieren werden vollkommen erschöpft und der Cortisolspiegel die ganze Zeit unten gehalten, sodass der Körper sich chronisch erschöpft fühlt und keine Energie tanken kann, obwohl er sich ausruht und schläft. Die Regulation des Blutzuckers wird gestört, sodass den Zellen des Körpers nicht mehr genug Energie bereitsteht sowie Schwindel und Benommenheit entstehen.

Cortisol ist also vergleichbar mit Energieeinheiten. Am Morgen sollte man mit etwa 20 Energieeinheiten aufwachen. Geht man zu Bett, sollten diese auf etwa 2 gefallen sein, also ähnlich dem Gefühl als würde man einen “normalen” Tag erholsam beenden. Ist die Cortisolausschüttung jedoch gestört, ist es typisch, dass man mit einem reduzierten Cortisol-Spiegel aufwacht und das Gefühl hat, erschöpft zu sein, obwohl man geschlafen hat. Oder man geht mit einem enorm hohen Cortisolspiegel zu Bett, sodass es einem praktisch unmöglich fällt, das Gehirn abzuschalten und einzuschlafen.

Viele Menschen mit einem Burnout haben genau diese Probleme. Sie klagen über Schlafstörungen – wie Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Ausschlafstörungen, permanente Müdigkeit, Lustlosigkeit, Erschöpfung und erhöhte Anfälligkeit für Kopf- und Rückenschmerzen. Symptome, die durch eine ungeregelte Cortisolausschüttung provoziert werden.

Ursachen für Burnout

Es gibt vier wesentliche Gründe für die Erschöpfung der Nebennieren und der Entwicklung der Burnout-Symptomen:

  1. Emotionaler Stress

  2. Schlechte Ernährung Das Essen von zu vielen Kohlenhydraten kann den Cortisol-Spiegel stören. Eine der wichtigsten Aufgaben, die Cortisol übernimmt, ist die Regulierung der sekretorischen IgA im Darm. Das wiederum bedeutet, dass die Immunantwort im Darm durch Cortisol gesteuert wird. Gehören Stresssituationen zur täglichen Tagesroutine, kann als Folge die Immunantwort im Darm gestört und das Darmgewebe beschädigt werden. Die guten Bakterien machen den Weg nun für schlechte Bakterien frei. Die Folge: Eine Dysregulation vom Immunsystem.

  3. Chronische Entzündungen im Körper Entzündungen sind das Markenzeichen von nahezu allen Krankheiten, beginnend vom Diabetes bis hin zum Krebs. Chronifiziert sich eine Entzündung, können auch die Nebennieren angegriffen werden. Andersrum kann ein Mangel an Cortisol dazu führen, dass sich Entzündungen im Körper ausbreiten und chronisch werden.

  4. Veränderungen der Tagesrhythmik Cortisol wird zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich freigesetzt. Morgens zwischen 6 und 8 Uhr ist die Konzentration am höchsten. Nachmittags und Abends ist sie wiederum sehr gering. Wird die Tagesrhythmik durch zum Beispiel Schichtarbeiten gestört, kann dies auch Einfluss auf den Cortisolspiegel haben.

Burnout natürlich behandeln

So wie auch bei jeder anderen Krankheit sollte auch beim Burnout die auslösende Ursache behandelt werden. Da Stress oder die Bewältigung von Stress zu den auslösenden Faktoren zählen, können folgende Tipps helfen:

  • Tag planen und dabei Spaß haben.
  • Dankbar sein für die Dinge, die man hat.
  • Ein Hobby suchen und dieses mit Leidenschaft tun.
  • Sich Zeit für Sport und anschließender Ruhe nehmen (es hilft, den Cortisolspiegel zu erhöhen und dann wieder auf ein Normalniveau zu bringen).
  • Sich Zeit für tägliche Ruhe gönnen (zum Beispiel 20 Minuten am Morgen).
  • Zu anderen Menschen freundlich sein und ihnen etwas Gutes tun.
    • Nett um Hilfe fragen, wenn man welche benötigt (zum Beispiel bei Familienmitgliedern, Freunden, Arbeitskollegen).
    • Weniger Fernsehen (übermäßiges Fernsehen und zu viel Lärm können den Körper sensorisch reizen).
  • Schwere körperliche Arbeit meiden oder auf mehrere Tage verteilen (schwere körperliche Arbeit und sehr anstrengender Sport ohne ausreichender Regeneration können den Körper physisch stressen).

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Stressbewältigung. Spezielle Lebensmittel helfen, die Darmflora aufzubauen und damit das Immunsystem zu stärken. Fermentierte Lebensmittel regen das Wachstum der nützlichen und guten Bakterien im Darm an und helfen, automatisch die pathogenen Bakterien zu reduzieren. Reduziert man dazu den Konsum von Zucker und Kohlenhydrate, erleichtert man dem Darm eine gesunde Darmflora aufzubauen. Eine gute Darmflora bedeutet ein aktives Immunsystem.

Da durch eine verminderte Cortisolausschüttung schneller Entzündungen entstehen können, ist es ratsam während einer Burnout-Behandlung hochwertige Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen. Omega-3-Fette besitzen entzündunghemmende Eigenschaften und helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren und auch ganz zu beseitigen. Leinsamen und Chia Samen gehören zu sehr wertvollen Omega-3-Quellen.

Zur Regulation der Tagesrhythmik und einer optimalen Cortisolausschüttung hilft es, die Tageszeiten zu planen, wann man täglich aufsteht und schlafen geht. Diese Zeiten sollten jeden Tag gleich sein. Also man steht jeden Tag zum Beispiel um 6 Uhr morgens auf und geht um 22 Uhr zu Bett.

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