darmerkrankungen

Darmerkrankungen betreffen nicht nur den Darm. Darmerkrankungen haben Einfluss auf die Stimmung, das Wohlbefinden, Gehirn und das Immunsystem. Jedem liegt wohl nahe, wie stark Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen den Alltag einschränken. Stellt man sich dieses Gefühl nun für ein ganzes Jahr vor, bekommt man ein Gefühl der Dankbarkeit, dass man nicht daran betroffen ist.

Menschen mit chronischen Darmerkrankungen leiden genau an solchen Problemen. Um sich vor Darmerkrankungen zu schützen und diese zu beseitigen, hilft es im ersten Schritt seine Ernährung und seinen Darm genauer anzuschauen.

Darmerkrankungen und der Darm

Ein gesunder Darm ist das Markenzeichen eines aktiven Immunsystems. Er wirkt im Körper wie ein Schutzschild gegen Krankheitserreger und ist wichtig für das allgemeine Wohlergehen. Der Darm reagiert auf Gefühle, spiegelt die Reaktion verschiedener Umstände wieder und wird durch die Ernährung und Medikamente beeinflusst. Fühlt der Darm sich wohl, ist auch die Verdauung reibungslos, entstehen jedoch Angstgefühle oder Ärger, gehören Durchfall oder Verstopfung zur Tagesordnung.

Warum ist der Darm so wichtig?

Der Verdauungstrakt gilt als einer der komplexesten mikrobiellen Ökosysteme auf der Erde. Er ist für zahlreiche Prozesse im Körper zuständig und beeinflusst nicht nur die Verdauung. Der Zustand der Haut, die Stimmung, das Energieniveau, das Gewicht, das Gehirn und vieles, vieles mehr wird vom Darminnenleben beeinflusst.

Fast 100 Billionen Bakterien, Pilze, Viren und andere Mikroorganismen bilden die Darmflora – einen sogenannten eigenen Organismus, der an den inneren Schleimhäuten des Darms nistet. Die Darmflora bestimmt mit, wie es uns geht, wie gesund wir sind und welche Krankheiten entstehen. Sie hat Einfluss auf das seelische und körperliche Wohlbefinden und beeinflusst die Aufnahme von Nährstoffen.

Genauer genommen macht die Darmflora 80% unseres Immunsystems aus. Sie hilft Entzündungen und das Wachstum von krankheitserregenden Bakterien entgegenzuwirken, Vitamine zu produzieren, Mineralstoffe aufzunehmen und Giftstoffe zu beseitigen. Ein gesunder Darm senkt das Allergierisiko und hilft Asthmaattacken zu kontrollieren, die Stimmung und psychische Gesundheit zu verbessern und das Gewicht zu normalisieren.

Was bedeutet eigentlich ein schwaches Immunsystem?

Da der Darm 80% des Immunsystems ausmacht, meint eine Schwächung des Immunsystems hauptsächlich eine Störung der Darmflora. Wird die Darmflora aus irgendeinem Grund geschädigt, schafft es der Darm in der Regel kurzfristige Störungen wieder schnell zu beheben. Bleiben die Störungen und der schädliche Einfluss jedoch länger bestehen und sind sehr groß, ist der Darm nicht mehr in der Lage diese mehr alleine zu beheben. Die Folge: Schäden an der Darmschleimhaut und ein verändertes Darmmilieu.

Ein verändertes Darmmilieu bedeutet wiederum, dass das Immunsystem des Körpers geschwächt ist und für verschiedenste Infektionen, Krankheiten und allerlei anfällig ist. Das heißt, schädliche Keime haben nun die Möglichkeit sich auszubreiten und die guten und nützlichen Mikroorganismen zu verdrängen.

Wie wird die Darmflora geschädigt?

Die Darmflora – also die Auskleidung des Darms – kann durch verschiedene Wege beschädigt werden:

  • Bestimmte Medikamente, wie Schmerzmittel, Cortison, Antibiotika oder Entzündungshemmer unfreundliche Bakterien
  • Mangel an frischen und natürlichen Lebensmitteln
  • Verzehr von zu viel Fleisch oder Konserven
  • Mangel an Ballaststoffen
  • Verzehr von verarbeiteten pflanzlichen Fetten – wie Transfette oder hydrierte Pflanzenöle
  • Stress und Angst

Was sind Zeichen einer gestörten Darmflora?

Nicht nur die erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Erkältungen und Grippe, die die meisten kennen, spiegelt sich durch eine gestörte Darmflora bzw. ein geschwächtes Immunsystem wieder. Wenn die Darmflora gestört ist, gehören zu den ersten Anzeichen ebenso ein riechender Stuhl, schwere oder lange Verdauungsprozesse, Blähungen, Aufstoßen, Koliken und Darmkrämpfe.

Reagiert man nicht auf diese Symptome, kann die Darmschleimhaut immer weiter geschädigt werden, die Darmflora weiter zerstört und Darmerkrankungen, wie Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und sogar Darmkrebs entstehen.

Was soll ich bei einer gestörten Darmflora bzw. Darmerkrankungen tun?

Menschen mit einer gestörten Darmflora oder Darmproblemen benötigen eine richtige Balance der Bakterien im Darm. Sie brauchen freundliche und gesundheitsfördernde Bakterien, die sich gegen die Krankheit auslösenden richten und deren Ausbreitung stoppen.

Eine gezielte Umstellung der täglichen Ernährung und eine richtige Darmreinigung sind wichtige Schritte, um eine funktionierende Darmflora aufzubauen. Fermentiertes Gemüse und einige rohe Obst- und Gemüsesorten liefern zwei dieser wichtigen Bakterien (der Bifidus-Lacto-Bazillus und Lactobacillus acidophilus). Mit Hilfe von Antioxidantien – also natürlichen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln, wie Vitamin C, Selen und Zink – können die Darmschleimhäute geheilt werden. Ballaststoffreiche Lebensmittel regen wiederum die Vermehrung der guten Bakterien im Darm an und verbessern die Verdauung.

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