Dinge meiden, welche Schilddrüsenprobleme verschlimmern

Unsere Schilddrüse ist eine kleine Drüse, die unseren Stoffwechsel reguliert und jede Zelle, jedes Gewebe und jedes Organ im Körper beeinflusst. Sie ist in der Lage Hormone zu produzieren und hat Einfluss auf unsere Verdauung, Fruchtbarkeit, Konzentration, Haare, Nägel und unser Energieniveau.

Schilddrüsenprobleme führen zu den unterschiedlichsten Symptomen. Da jede Zelle von der Schilddrüse beeinflusst wird, können die Symptome sehr verschieden sein.

Die häufigsten Schilddrüsenerkrankungen sind Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenüberfunktion, Hashimoto, Thyreoiditis und Schilddrüsenknoten. Werden Schilddrüsenerkrankungen nicht behandelt, können sie den Stoffwechsel stören und das Risiko von Herzkreislauferkrankungen, Osteoporose und Unfruchtbarkeit erhöhen.

Die meisten Schilddrüsenerkrankungen können mit regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen und Veränderungen in der Ernährung und Gewohnheiten gut therapiert werden. Es gibt einige Dinge, die bei Schilddrüsenerkrankungen beachtet werden sollten. Es gibt Auslöser, welche den Zustand verschlechtern können.

Innere Unruhe und Stress

Jede Art von Stress ist eine Belastung für den Körper. Übermäßiger Stress kann den Zustand einer Schilddrüsenerkrankung verstärken.

Wenn wir gestresst sind, setzt unser Körper das Hormon Cortisol frei. Überschüssiges Cortisol kann die Schilddrüsenhormonproduktion stören.

Bestimmte Kräuter und Nährstoffe können die Funktion der Nebennieren unterstützen und negative Stresssymptome reduzieren. Es ist jedoch wichtig, sich nicht nur rein auf Kräuter und Nährstoffe zu verlassen. Sie werden den Zustand verbessern, sind jedoch nicht die Ursache für das Problem.

Ausreichend Schlaf, Bewegung und psychischer Stressabbau sind nichts Optionales. Sie beeinflussen die Schilddrüse und Nebennieren und können nicht einfach durch Medikamente, Kräuter oder Nährstoffe ersetzt werden.

Physischer, mentaler und emotionaler Stress sollte im Leben nicht ignoriert, sondern gezielt angegangen und bewusst reduziert werden.

Rauchen

Sowohl aktives als auch passives Rauchen erhöht das Risiko von Schilddrüsenerkrankungen und Immunsystemstörungen.

Zigarettenrauch enthält eine Verbindung namens Cyanid, die als Antischilddrüsenmittel wirkt. Diese Verbindung hemmt die Jodaufnahme und Hormonsynthese. Auch viele andere Komponenten in Rauch können die Funktion der Schilddrüse beeinflussen.

Menschen mit Schilddrüsenproblemen sollten sich von Tabak fernhalten, um eine weitere Zunahme von Schilddrüsensymptomen zu verhindern.

Rohe Kreuzblütler

Der übermäßige Verzehr von rohen Kreuzblütlern kann für Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen schädlich sein. Vor allem für jene mit Jodmangel oder unzureichender Jodzufuhr.

Rohe Kreuzblütler enthalten Goitrogene, die zu den Antinährstoffen in Nahrungsmitteln gezählt werden. Goitrogene sind Substanzen, die eine Vergrößerung der Schilddrüse verursachen. Sie hemmen die Synthese von Schilddrüsenhormonen, was zu einer verminderten Hormonabgabe führt.

Es gibt verschiedene Arten von Goitrogene. Einige sind zum Beispiel in rohen Kreuzblütlern enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Kohl, Blumenkohl, Brokkoli, Spinat, Mangold, Rosenkohl und Pak Choi.

Kreuzblütler sind nur im rohen Zustand goitrogen. Das Erhitzen von Speisen verringert die Menge der Goitrogene und deren Aktivität nimmt ab. Personen, die unter einer Schilddrüsenunterfunktion und einem Jodmangel leiden, können Kreuzblütler in einem gekochten oder fermentierten Zustand genießen.

Sojaprodukte

Auch Sojabohnen, Süßkartoffeln, Leinsamen, Limabohnen, Yamswurzel, Maniok, Hirse, Kichererbsen, Rotklee, Erdnüsse, Cashewkerne und Walnüsse besitzen Goitrogene. Vor allem Sojaprodukte können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen und die Absorption der Schilddrüsen erzeugenden Hormone beeinträchtigen.

Personen mit Schilddrüsenproblemen sollten deshalb Soja-Lebensmittel reduzieren und Soja-Ergänzungen meiden. Dazu gehören zum Beispiel Proteinpulver mit Soja, Soja-Käse, Soja-Öl, Soja-Eis und Soja-Burger.

Zu viele Omega-6-Fettsäuren

Bei fast allen Schilddrüsenproblemen spielen Entzündungen eine entscheidende Rolle. Es kann viele verschiedene Gründe für Entzündungen im Körper geben. Dazu gehören Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Wunden, eine gestörte Darmflora oder ein Ungleichgewicht von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind für unseren Körper sehr wichtig und sollten für eine gesunde Immunfunktion in einem Verhältnis von etwa eins zu zwei vorhanden sein. Das heißt, wir sollten doppelt so viele Omega-6-Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren aufnehmen.

Während Omega-6-Fettsäuren unter anderem Blutgefäße verengen und Entzündungen fördern, bewirken Omega-3-Fettsäuren das genaue Gegenteil. Durch die Art unserer Nahrung werden in der Regel zu viele Omega-6- und zu wenig Omega-3-Fettsäuren aufgenommen.

Omega-6-Fettsäuren sind in pflanzlichen Ölen, Nüssen und Samen enthalten. Dazu gehören Raps, Mais, Soja, Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Diese Öle sind im Supermarkt auch in vielen verschiedenen Lebensmittelprodukten enthalten. Dazu gehören Salatdressings, Mayonnaise, Chips, künstlicher Käse, Cookies, Cracker, Snacks und Soßen.

Um das Omega-3- und Omega-6-Verhältnis wieder in Balance zu bringen, können Omega-3-reiche Lebensmittel in die Ernährung integriert und Omega-6-reiche Lebensmittel reduziert werden. Omega-3-reiche Lebensmittel sind unter anderem Leinöl, Hanföl, Walnussöl, Rapsöl, Hering, Lachs, Mikroalgen und Chia Samen. Chia Samen haben eine hohe Nährstoffdichte und ein positives Verhältnis von Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren.

Genauso wie Schilddrüsenprobleme sich über Jahre entwickeln, braucht es seine Zeit, bis sich die Schilddrüsenfunktion stückweise verbessert. Eine Schilddrüsenerkrankung sollte immer ursachenbezogen behandelt werden. Je klarer die Ursache ist, desto besser kann behandelt werden.

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