Glückshormone steigern und fröhlicher sein

Ohne Glückshormone könnten wir weder fühlen noch klar denken. Sie ermöglichen uns, Entscheidungen zu treffen, bestimmen, wie wir mit Stress umgehen und welchen Einfluss eine schlechte Nachricht auf uns hat.

Unser Körper produziert sechs verschiedene Glückshormone: Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Endorphine, Phenethylamin und Oxytocin.

Das, was wir tun, essen, denken und sagen beeinflusst, welche und wie viele Glückshormone ausgeschüttet werden. Mit kleinen Veränderungen im Alltag können wir chemische Prozesse beeinflussen. Wir können dafür sorgen, dass mehr Glückshormone ausgeschüttet werden, die für ein schönes und angenehmes Gefühl sorgen.

Bewegung

Bewegung ist eine schnelle und effektive Möglichkeit, um die Produktion von Endorphinen zu steigern. Dabei funktioniert jede Art von Bewegung. Egal ob Putzen, Gartenarbeit, Fahrradfahren, Tanzen, Joggen oder Schwimmen.

Endorphine sind Opioidpeptide, die schmerzlindernd bzw. Schmerz unterdrückend wirken. Sie können auch Stress reduzieren und die Freude steigern.

Regelmäßige Trainingseinheiten, wie Joggen sind auch sehr hilfreich bei Depressionen.

Andere umarmen

Wenn wir andere umarmen, wird vermehrt Oxytocin ausgeschüttet. Dieses Glückshormon sorgt für eine stärkere Verbundenheit, ein wohlig warmes Gefühl und reduziert Angst.

Für mehr Oxytocin, einfach zu den Liebsten gehen und sie umarmen, oder sich gemeinsam unter einer Decke einkuscheln.

Sonne genießen

Helles Sonnenlicht hilft, die Produktion von Serotonin zu steigern. Um mehr an die frische Luft zu kommen, zum Beispiel die Mittagspause draußen genießen, im Garten arbeiten, Fenster putzen oder spazieren gehen.

Sonnenlicht verbessert auch die Freisetzung vom Schlafhormon Melatonin, was hilft, nachts tiefer und erholsamer zu schlafen.

Etwas Gutes tun

Die Liebe, die wir anderen geben, kommt immer zu uns selbst zurück. Wenn wir das Leben lieben, liebt uns das Leben zurück.

Wir können anderen etwas Gutes tun und eine Freude bereiten. Wir können unseren Partner mit Pralinen überraschen, unseren Kindern am Abend eine schöne Geschichte erzählen oder der Nachbarin die Tür offen halten.

Herausforderungen überwinden

Herausforderungen formen uns. Sie helfen uns, zu wachsen und glücklicher zu sein.

Wenn wir eigene Grenzen überwinden, werden Glückshormone ausgeschüttet. Je schwieriger die Herausforderung war, desto glücklicher sind wir, wenn wir sie gemeistert haben.

Alte Fotos anschauen

Bereits der Gedanke an schöne und lustige Momente steigert den Serotoninspiegel im Gehirn. Serotonin ist notwendig für die Funktion des präfrontalen Cortex. Dieser Bereich des Gehirns hilft, Emotionen zu kontrollieren.

Alte Fotos können helfen, sich an schöne und lustige Momente zurückzuerinnern.

Schoko-Vanille-Smoothie zum Frühstück

Der Geruch von Vanille regt die Produktion von Endorphinen an. Auch Schokolade ist in der Lage Endorphine freizusetzen. Gleichzeitig hilft Schokolade den Serotoninspiegel zu erhöhen, steigert die Konzentration und Wachheit und hilft, sich mehr zu entspannen.

Dunkle Schokolade oder roher Kakao eignet sich dafür am besten. Beide enthalten weniger Zucker und andere Zusätze, welche den Endorphinfluss stören könnten.

Schoko und Vanille lassen sich gut im Smoothie kombinieren. Für einen Schoko-Vanille-Smoothie: 1 Tasse Kokosmilch, 1 Tasse Hafermilch, 2 gefrorene Bananen, 1 Esslöffel Erdnussbutter, ½ Teelöffel natürliches Vanillepulver und 1 gehäuften Esslöffel ungesüßtes Kakaopulver in einen Mixer geben und fein pürieren.

Darmflora aufbauen

Serotonin sorgt dafür, dass wir uns gut fühlen. Etwa 90 Prozent des Serotonins werden von Neuronen im Bauch produziert.

Probiotika und Präbiotika helfen, die guten Darmbakterien zu vermehren. Dies unterstützt die Serotoninproduktion und hilft, Angst und Depressionen zu verringern.

Gesicht mit kaltem Wasser waschen

Kaltes Wasser stimuliert indirekt den Vagusnerv, welcher wichtige Körperfunktionen reguliert. Er steuert auch chemische Prozesse in unserem Verdauungstrakt, welche die Stimmung und Gesundheit stark beeinflussen.

Das kalte Wasser belebt außerdem den Körper und sorgt für mehr Energie und Wachheit.

Zwerchfellatmung

Lange, tiefe Atemzüge in den Bauch verlangsamen die Herzfrequenz und aktivieren das ruhige parasympathische Nervensystem, was das Gehirn beeinflusst.

Einfach die Hand auf den Bauch legen und langsam tief einatmen. Während der Einatmung in Gedanken bis 6 zählen und dann langsam ausatmen. Während der Einatmung sollte sich der Bauch wölben und während der Ausatmung flach werden. Dabei hebt sich das Zwerchfell auf und ab. Den Vorgang 10 Mal wiederholen und mehrmals täglich durchführen.

Lächeln

Lächeln macht uns glücklich. Wenn wir lächeln, zeigt unser Gesicht nicht nur die Emotion, sondern schafft sie auch. Wir fühlen uns besser und werden glücklicher.

Lächeln hilft auch, Stress zu reduzieren, sorgt für mehr Energie, Lebensfreude und hat viele physische und psychische Vorteile.

Schön essen gehen

Wenn wir gemeinsam mit anderen Essen gehen, werden verschiedene Glückshormone freigesetzt. Vor allem, wenn wir uns nach einer gemeinsam gelösten Herausforderung mit gutem Essen belohnen, stärkt dies gleichzeitig die Verbundenheit und Nähe zueinander.

Lebensmittel, wie Hülsenfrüchte, Linsen, Eier, Chia Samen, fetter Fisch, Buchweizen, Naturreis, grünes Blattgemüse und Cashewkerne helfen außerdem, den Serotoninspiegel zu erhöhen.

Andere überraschen

Dopamin wird als Belohnung für etwas ausgeschüttet. Wenn eine geplante Überraschung gelingt, werden nicht nur wir, sondern auch andere glücklich und dankbar sein.

Es muss nichts Großes sein. Eine nette Nachricht an der Windschutzscheibe am Auto des Partners oder die Lieblingskekse in der Frühstücksbox der Kinder kann dem anderen viel Freude bereiten.

In unserem Gehirn und Körper laufen verschiedene komplexe chemische Prozesse ab, die wir mit unserem täglichen Handeln beeinflussen können. Sobald wir verstehen, wie unsere Glückshormone arbeiten, können wir sie leichter steuern und eine Ausschüttung anregen. Es gibt keine Grenze für Glücksgefühle.

Glück ist kein Zufall

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