Einfache Tipps, um Proteine besser aufzunehmen

Proteine gehören zur komplexesten organischen Verbindung. Sie helfen uns, klar zu denken, spenden Energie und dienen als grundlegende Bausteine, um neues Gewebe zu schaffen.

Um Proteine zu verdauen und aufzunehmen, benötigt unser Körper ausreichend Magensäure (Salzsäure) und Enzyme, die das Essen spalten.

Eine gestörte Verdauung führt zu einer schlechten Absorption von Nährstoffen. Obwohl ausreichend Proteine über die Nahrung aufgenommen werden, können die Proteine nicht richtig abgebaut und in ihrem vollen Ausmaß verwendet werden.

Auch die Einnahme von Antibiotika und Antazida (Medikamente gegen Sodbrennen) sowie Überessen, Trinken während der Mahlzeiten und schnelles Essen können die Proteinaufnahme stören.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Tipps, um die Verdauung der Proteine zu unterstützen.

Magensäure stärken

Während der Verdauung spalten Enzyme im Magen die Proteinmoleküle in Aminosäuren, die dann durch die Darmwand absorbiert werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht die Magensäure das Essen spaltet, sondern die Enzyme.

Die Enzyme im Magen sind auf die Magensäure angewiesen. Ohne Magensäure bleiben die Enzyme inaktiv.

Neben der Magensäure benötigen Enzyme einen spezifischen pH-Wert im Magen, um optimal funktionieren zu können. Der pH-Wert der Magensäure sollte sehr sauer sein und auf der pH-Skala zwischen 1 und 2 liegen.

Zu wenig Magensäure kann die Enzymaktivität stören und die Verdauungsleistung behindern.

Apfelessig ist reich an verdauungsfördernden Ballaststoffen und hilft, den pH-Wert im Magen ins Gleichgewicht zu bringen. Dies verbessert die Funktion der Enzyme und verbessert die Aufnahme und Verwertung von Proteinen.

Für die Verwendung von Apfelessig: 1 bis 2 Teelöffel naturtrüben Bio-Apfelessig in einem Glas mit Wasser vermischen und 20 Minuten vor einer Mahlzeit trinken. Die Anwendung 1 Mal täglich wiederholen.

Mehr Enzyme integrieren

Lebensmittel wie Papaya, Ananas und Kiwi enthalten Protein spaltende Enzyme und helfen, die Proteinverdauung auf natürliche Weise zu unterstützen. Die Enzyme Bromelain, Papain und Actinidin in den Früchten zerlegen die Proteine in ihre Bausteine.

Um die Verdauung der Proteine zu unterstützen, können diese Früchte täglich in die Ernährung integriert werden. Diese schmecken sehr lecker im Smoothie oder im Obstsalat.

Lebensmittel mit Vitamin B6 integrieren

Vitamin B6 hilft den Enzymen, Proteine zu spalten und die zerlegten Aminosäuren in den Blutkreislauf zu transportieren.

Vitamin B6 ist in vielen proteinreichen Lebensmitteln enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Fisch, Nüsse, Samen, Bohnen und Hülsenfrüchte.

Probiotika integrieren

Unser inneres Ökosystem regelt den pH-Wert unseres Körpers. Je nachdem welche Hefen und Bakterien sich im Körper befinden, wird der pH-Wert entweder alkalisch oder sauer. Je nach Umgebung können bestimmte Hefe- und Bakterienarten in Überzahl sein und den pH-Wert verändern, um notwendige Aufgaben zu erledigen.

Der pH-Wert im Blut sollte beispielsweise leicht alkalisch sein, während ein gesunder pH-Wert im Magen sauer ist.

Das Bakterium Helicobacter Pylori kann den Magen zu alkalisch machen und dadurch die Verdauung beeinträchtigen. Ganze Proteinmoleküle wandern dann durch den Magen direkt in den Dünndarm.

Wenn das innere Ökosystem aus dem Gleichgewicht gerät, sind Umgebungen zu sauer oder zu alkalisch, wodurch Enzyme inaktiv bleiben. Dies stört den Verdauungsprozess, sodass er entweder verlangsamt wird oder aufgenommene Nahrungsmittel unverdaut ausgeschieden werden.

Probiotika helfen, das innere Ökosystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie versorgen den Körper mit guten Bakterien und Hefen, die unfreundliche Bakterien töten, eine schädliche bakterielle Überwucherung reduzieren und Verdauungsentzündungen beruhigen.

Fermentierte Lebensmittel, wie Sauerkraut oder Kimchi sowie Kombucha und Kokosnuss Kefir versorgen den Körper mit guten Bakterien und Hefen, um die Verdauung von proteinreichen Lebensmitteln zu unterstützen.

Fürs Essen Zeit nehmen

Ist der Körper unter Stress und viele Kampf-Oder-Flucht-Hormone aktiv, produziert der Magen unzureichend Säure, die er benötigt, um Enzyme einzuschalten. Die Aktivität des Dünndarms wird verlangsamt und Verdauungsstörungen, wie Sodbrennen, Blähungen und Bauchkrämpfe nach dem Essen sind oft die Folge.

Es ist wichtig, sich fürs Essen Zeit zu nehmen. Ein Moment der achtsamen Stille vor dem Essen hilft dem Körper, Stress abzubauen und sich auf die Verdauung vorzubereiten.

Unsere Körper sind so gemacht, um in einem parasympathischen Zustand zu essen und zu verdauen. Ein hungriger Löwe isst auch nicht auf der Jagd, sondern erst nach dem Fang.

Besser Kauen

Eine gute Verdauung beginnt im Mund. Bereits der Speichel im Mund enthält Enzyme, welche Nährstoffe spalten.

Gründliches Kauen hilft, Lebensmittel besser durch den Verdauungstrakt zu bewegen und erleichtert die Absorption der Proteine und anderen Nährstoffen.

Komplexe Kohlenhydrate integrieren

Werden Proteine zusammen mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln verzehrt, setzt der Körper vermehrt Insulin frei. Der erhöhte Insulinspiegel hilft den Muskeln, Aminosäuren zu absorbieren. Dies ist vor allem während des Krafttrainings zu beobachten.

Um die Proteinabsorption zu verbessern, hilft es, kohlenhydrathaltige Lebensmittel vor dem Training zu integrieren. Diese können mit Proteinen kombiniert verzehrt werden.

Für einen leckeren Smoothie vor dem Training: 1 Banane, 1 Handvoll gefrorene Heidelbeeren, 1 Tasse Wasser, 2 Esslöffel Haferflocken zusammen mit 1 Teelöffel braunes Reisproteinpulver in den Mixer geben und fein pürieren. Den Smoothie 30 Minuten vor dem Training trinken.

Es gibt verschiedene Tipps, die dem Körper helfen, Proteine besser aufzunehmen. Ein Mangel an Proteinen kann zu verschiedenen Symptomen führen. Dazu gehören zum Beispiel ständiger Heißhunger auf Süßes, Trägheit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, benebeltes Bewusstsein und häufige Erkältungen.

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