Fusspilz

Fußpilz: Schuppig, rot und lästig. Wer sich einmal einen Fußpilz eingefangen hat, bekommt ihn nur schwer wieder los. Seine Brutstätte sind Zehenzwischenräume. Vor allem wenn es warm und feucht ist, fühlt er sich wohl. Wartet man mit der Behandlung all zu lange, breitet er sich aus und geht auf die Zehennägel über. Die Folge: Aus Fußpilz wird schwer behandelbarer Nagelpilz.

Wie entsteht Fußpilz?

Auf abgefallenen kleinen Hautschuppen lebt er – der für das menschliche Auge unsichtbare Fadenpilz. Er ist der Erreger für Fuß- und Nagelpilze. Seine beliebten Brutstätten sind öffentliche Duschen, Umkleideräume und der Teppich im Hotelzimmer. Einmal infiziert findet der Pilz schnell eine Bleibe. Vor allem die Zehenzwischenräume verschwitzter und feuchter Füße bieten ihm einen idealen Nährstoffboden. Hier breitet er sich gerne aus und ernährt sich von alten Hautzellen.

Sportschuhe und Gummistiefel, die luftundurchlässig und eng sind, verschwitzte Socken, rissige Füße, Durchblutungsstörungen in den Füßen und Beinen und ein schwaches Immunsystem sind dem Fußpilz am liebsten. Er reagiert schnell und nistet sich ein.

Aber nicht nur das…Wer sich den Fußpilz einmal eingefangen hat, teilt ihn auch schnell mit der gesamten Familie. Der Fadenpilz breitet sich auf benutzte Handtücher, Bettwäsche und Kleidungsstücke aus. Aus dem gemeinsamen Wäschekorb wird nun eine infizierte Tonne. Die Pilzsporen wandern auf verschiedenste Kleidungsstücke. Erst bei einer Wassertemperatur von 70 Grad können diese getötet und beseitigt werden.

Fußpilz Symptome

In dem Zehenraum zwischen dem 4. und 5. Zeh tummelt sich der Fadenpilz gerne herum. Diese Zehen lassen sich nicht so gut voneinander spreizen, sodass es hier gerne etwas länger feucht und warm bleibt. Für den Fußpilz also perfekt.

Zwar sieht man den Fadenpilz bei der ersten Begegnung nicht, doch macht er sich schnell spürbar. Noch bevor irgendwelche sichtbare Zeichen des Fußpilzes erkennbar werden, beginnt sich das körpereigene Immunsystem bereits gegen den Eindringling zu wehren: Es sorgt bei den meisten für ein Jucken zwischen den Zehen.

Viele Betroffenen nehmen dieses Symptom nicht ernst, sodass der Pilz sein Werk fortführen kann. Die Haut beginnt nun zu schuppen, es entwickelt sich ein rötlicher Hautausschlag und in einigen Fällen ein “käsig” aussehender Zehenzwischenraum, der unangenehm riecht.

Reagiert man nicht rechtzeitig, kann sich der Fußpilz immer weiter ausbreiten. Erste Angriffsziele sind zunächst Fußsohle und Zehennägel. Dann springt er über auf andere Körperteile und nistet sich gerne in warmen Gegenden wie Leiste und Achselhöhlen ein. Deshalb gilt: Je früher der Fußpilz behandelt wird, desto geringer sind die Folgen und umso leichter ist die Behandlung.

Fußpilz behandeln

Wer sich mit dem Fußpilz infiziert hat, braucht Geduld. Denn Fußpilz ist nicht nur ein Problem der Füße, sondern des gesamten Immunsystems. Tag und Nacht richten sich kleine Immunhelfer gegen den Pilz, versuchen diesen aus dem Körper zu beseitigen und die beschädigte Haut zu heilen.

Greift man nicht früh genug ein, schwächt der Pilz immer mehr das Immunsystem. Die Folge: Der gesamte Körper wird für den Pilz zu einer perfekten Bleibe. Ohne starke Gegner streift der Pilz nun durch den Körper und kann verschiedenste Stellen befallen.

Möchte man seinen Fußpilz also wegbekommen, sollte man: Früh genug reagieren und eingreifen. Fußpilz beseitigen. Immunsystem stärken.

Wird also nur der Pilz mit Cremes oder Gels behandelt, verschwinden zwar häufig die sichtbaren und spürbaren Symptome, doch bleiben viele der Pilz-Erreger im Körper. Die Folge: Rückfall des Fußpilzes nur nach wenigen Wochen.

Deshalb gilt: Wer Fußpilz hat, sollte möglichst schnell den Erreger aus seinem Körper entfernen und sein Immunsystem stärken.

Fußpilz natürlich behandeln

Schritt 1: Arztbesuch

Um sicherzustellen, dass man sich wirklich einen Fußpilz eingefangen hat, sollte sich ein erfahrener Arzt den Fuß ganz genau anschauen und untersuchen. Gerne wird ein Fußpilz mit einer Neurodermitis oder Schuppenflechte verwechselt. Hat man die richtige Diagnose, kann auch gezielt dagegen etwas unternehmen.

Schritt 2: Fußpilz natürlich beseitigen

Die Fußpilz-Behandlung sollte täglich etwa 3 Wochen durchgeführt werden. Auch wenn das Jucken schnell verschwindet und man nichts mehr am Fuß sieht, ist das lange noch kein Zeichen, dass alle Pilz-Erreger abgetötet worden sind. Deshalb sollte parallel zur direkten Behandlung des Fußpilzes das körpereigene Immunsystem wieder gestärkt werden. Direkten Fußpilzbehandlungen:

Knoblauch gegen Fußpilz

Knoblauch besitzt dank der Verbindung Ajoen natürliche antimykotische und antibakterielle Eigenschaften. Zerkleinere eine Knoblauchzehe und füge dazu zwei oder drei Tropfen Olivenöl hinzu. Verrühre das Ganze zu einer Paste und trage sie auf das betroffene Gebiet auf. Lass die Paste 30 Minuten einwirken und spüle den Bereich mit Wasser und trockne deine Haut gründlich ab. Wiederhole diese Prozedur täglich für mehrere Wochen. Um den Heilungsprozess des Fußpilzes noch weiter zu beschleunigen, kannst du zum Knoblauch eine oder zwei Nelken hinzufügen.

Apfelessig gegen Fußpilz

Die saure Eigenschaft des Apfelessigs hilft, Pilze zu töten und das alkalische Niveau auf der Haut zu senken. Dadurch wird die Ausbreitung der Infektion gehemmt. Essig hilft zusätzlich, eine übermäßige Feuchtigkeit von den Füßen zu entziehen, was wiederum den Heilungsprozess beschleunigt.

Bereite dir ein Fußbad aus einem Teil Essig und drei Teilen warmem Wasser zu. Lass deine Füße für etwa 15 Minuten darin einweichen und wiederhole das Ganze ein- oder zweimal täglich 1 Woche lang. Trockne deine Füße nach dem Fußbad gründlich ab.

Salz gegen Fußpilz

Salz ist ein weiteres wirksames Mittel gegen Fußpilz. Es hilft den Pilz zu töten, der die Hautinfektion verursacht. Gieße in eine Wanne 1 Liter lauwarmes Wasser und gebe dazu 6 Teelöffel Salz. Lass deine Füße darin 5 bis 10 Minuten einweichen und trockne sie dann gründlich ab. Dann tupfe in deine Zehenzwischenräume etwas Backpulver, um hier eine übermäßige Feuchtigkeit zu verhindern. Wiederhole den Vorgang vier- bis fünfmal täglich.

Hinweis: Führe diese Prozedur nicht aus, wenn du offene Wunden an den Füßen hast.

Teebaumöl gegen Fußpilz

Teebaumöl wirkt als starkes Antiseptikum und besitzt antimykotische Eigenschaften, die helfen, den Pilz zu beseitigen und seine Ausbreitung verhindern.

Vermische die gleiche Menge von 100% reines Teebaumöl mit Olivenöl. Reibe die Mischung 2-mal täglich auf die betroffene Stelle und wiederhole das Ganze mehrere Wochen.

Hinweis: Such dir am besten eine oder zwei der natürlichen Fußpilzbehandlungen aus und führe diese wie beschrieben durch.

Schritt 3: Stärke dein Immunsystem

Das Immunsystem des menschlichen Körpers befindet sich zu 80% in unserem Darm, was wiederum bedeutet, dass ein starker und gesunder Darm dafür sorgt, dass du gesund bleibst und dich vor Krankheiten schützt. Ist deine Verdauung träge, hast du häufig Blähungen oder leidest du ständig an einem Energiemangel, können das erste Hinweise dafür sein, dass dein Darm schwächelt.

Unser Darm wird von mehreren Milliarden kleinster Mikroorganismen bewohnt, die die Verdauung beeinflussen und Auswirkungen auf das Immunsystem haben. Diese kleinen Mikroorganismen lassen sich in gute und schlechte unterteilen. Trinken wir nun ständig gesüßte Getränke, essen zuckerhaltige und nährstoffarme Lebensmittel vermehren sich die schlechten Mikroorganismen und nehmen überhand. Dadurch wird die Darmflora gestört und im schlimmsten Fall auch die schützende Darmschleimhaut. Die Folge: Eine Schwächung des Immunsystems und die Geburtsstunde verschiedenster Krankheiten.

Leidest du nun an Fußpilz und möchtest dein Immunsystem stärken, bedeutet das also: Stärke deinen Darm.

Mit Hilfe einer gezielten Darmreinigung können die guten und schlechten Mikroorganismen wieder in eine Balance gebracht, die Darmschleimhäute repariert und das Immunsystem gestärkt werden. Eine Darmreinigung ist immer ganz individuell. Je nach täglichen Essgewohnheiten und dem Gesundheitszustand der Person variiert die Darmsituation. Folgende erste Schritte bieten bereits eine gute Grundlage:

Vermeide Lebensmittel, die deinen Darm angreifen und das Wachstum der schlechten Mikroorganismen übermäßig beschleunigen. Dazu gehören unter anderem: Milchprodukte, glutenhaltige Getreideprodukte, Zucker und verarbeitete Lebensmittel.

Iss stattdessen Lebensmittel, die deinen Darm und zugleich dein Immunsystem stärken. Mit Hilfe von probiotischen Lebensmitteln (wie fermentiertes Gemüse und auch ballaststoffreiche Lebensmittel) kann das Wachstum der guten Mikroorganismen beschleunigt und dieser Vorgang unterstützt werden.

Fußpilz vorbeugen

Mit Hilfe der folgenden Tipps kann man sich vor dem Fußpilz-Erreger schützen:

  • Stärke dein Immunsystem.
  • Wasche täglich deine Füße.
  • Trockne deine Füße gründlich nach dem Baden ab. Vor allem in den Zehenzwischenräumen.
  • Gehe zu Hause so oft wie möglich barfuß.
  • Schlafe ohne Socken.
  • Lass deine Füße “atmen” und vermeide zu enge oder synthetische Schuhe.
  • Trage in öffentlichen Duschen, Umkleideräumen, Hotels, Fitnessstudios,…Badelatschen.
  • Trage reine Baumwollsocken. Naturfasern absorbieren am besten Feuchtigkeit.
  • Wenn deine Füße stark schwitzen, wechsel die Socken 2- oder 3-mal täglich.
  • Wasche deine Socken bei 70 Grad heißem Wasser.
  • Trage die gleichen Schuhe nicht 2 Tage hintereinander. Es dauert mindestens einen Tag bis die Schuhe trocknen.

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