Ginkgo

Ginkgo biloba ist ein lebendes Fossil und gehört weltweit zu den ältesten Baumarten. Seine grünen Blätter weisen einen hohen Gehalt an Flavonoide und Terpenoide auf. Beides sind wirkungsvolle Antioxidantien, die vor schädlichen freien Radikalen und oxidativen Zellschäden schützen. Sie wirken präventiv gegen Herzkreislauferkrankungen, Alzheimer, rheumatoide Arthritis und Grauen Star. Ginkgo Blätter verbessern außerdem die Durchblutung von Armen, Beine und Gehirn, unterstützen die geistige Konzentration und helfen gegen Gedächtnisprobleme im Alter.

Ginkgo Baum

Ginkgo biloba, auch als Ginkgo Baum bekannt, gehört zur ältesten lebenden Baumart. Er ist robust, winterfest, resistent gegen Trockenheit und besitzt eine Lebenserwartung von über 1000 Jahren.

Ginkgo Bäume stammen ursprünglich aus China und werden heutzutage weltweit angebaut. Ein Ginkgo Baum erreicht eine Größe von etwa 40 Metern und schmückt sich mit fächerförmigen Blättern, die an kurzen Ästen hängen. Im Sommer haben die Blätter eine grüne Farbe und färben sich im Herbst goldgelb. Sind die Blätter grün, werden sie gesammelt und getrocknet.

Ginkgo Ernte

Steht ein Ginkgo Baum im Garten, können die Ginkgo Blätter ganz einfach selbst geerntet werden. Dafür die flexiblen Ginkgo Zweige nach unten ziehen und die best aussehenden Blätter von den Ästen rupfen.

Die Ernte der Ginkgo Blätter sollte am besten im Frühjahr erfolgen. Die Blätter sind dann noch jung, grün und lebendig. Im Spätsommer/Herbst verändern sie ihre Farbe und werden weniger wirksam.

Tipp: Steht ein Ginkgo Baum direkt an einer stark befahrenen Straße, kann die Umweltluft die Wirksamkeit der Blätter etwas reduzieren. Solche Blätter sollten gemieden werden.

Ginkgo Blatt

Das fächerförmige grüne Ginkgo Blatt hat am oberen Ende leicht kreisförmige unregelmäßige Kanten. Es hat einen langen dünnen Stiel, womit es mit dem Ast verbunden ist. Das Blatt selbst ist mit Linien in vertikaler Richtung gekennzeichnet.

Ginkgo Samen

Weibliche Ginkgo Bäume tragen ovale bis runde, fleischige Samen (oft auch als Ginkgo Frucht bekannt). Das Fruchtfleisch dieser Samen hat eine dickfleischige gelbe Hülle, welche sehr unangenehm nach Buttersäure riecht. Sie umschließt die innere essbare Kernschale (auch als Nuss bekannt). In der Kernschale befindet sich ähnlich wie bei einer Pistazie der Ginkgo Kern.

Die weich-zähen Kerne werden in der orientalischen Küche roh oder geröstet verzehrt. Sie können einige Körperfunktionen positiv unterstützen, sollten jedoch in begrenzten Mengen verzehrt werden.

Werden mehr als 10 rohe oder gekochte Ginkgo Kerne verzehrt, kann es zu einer 4-O-Methylpyridoxin-Vergiftung (Ginkgotoxin) kommen. Das Ginkgotoxin ist hitzestabil und kann durch Kochen nicht zerstört werden. Es hat Einfluss auf den Pyridoxin-Stoffwechsel (Vitamin B 6), wodurch Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, nervöse Reizbarkeit und Krämpfe verursacht werden können.

Ginkgo Kerne enthalten die Vitamine Riboflavin, Niacin, Thiamin, Pantothensäure, Vitamin B6, und Folsäure. Außerdem sind sie eine Quelle wichtiger Mineralien, wie Kupfer, Mangan, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Zink und Selen. Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement für die neuronale Transmission, den Stoffwechsel und die Synthese der roten Blutzellen.

Ginkgo Samen haben auch eine wärmende Wirkung und helfen gegen Asthma, Bronchitis und Harnwegsbeschwerden.

Was ist das besondere an Ginkgo?

Ginkgo Blätter enthalten mehr als 40 verschiedene Komponenten, darunter die Flavonoide und Terpenoide. Flavonoide sind pflanzliche Antioxidantien und schützen die Nerven, Blutgefäße, den Herzmuskel und die Netzhaut des Auges vor Schäden. Terpenoide (wie Ginkgolide) verbessern den Blutfluss, indem sie die Blutgefäße erweitern und die Verklumpungsneigung der Blutplättchen verringern.

Mit Hilfe dieser Antioxidantien wird im Körper die Sauerstoffverwertung verbessert und dadurch das Gedächtnis, die Konzentration und eine Vielzahl weiterer geistiger Fähigkeiten gesteigert. Sie verbessern auch die Thrombozyten-und Nervenzellfunktionen, wodurch sich der Blutfluss zum Gehirn und die Aktivität des Nervensystems erhöht. Die Blutviskosität wird verringert und durch die Erweiterung der Blutgefäße ein Makulaabbau reduziert. Ginkgo-Extrakt unterstützt außerdem den Heilungsprozess einer beschädigten Netzhaut und hilft, die Weitsichtigkeit zu verbessern.

Ginkgo Blätter helfen auch gegen Depressionen, befreien von Kopfschmerzen, wirken gegen Schwindel und helfen, einen Tinnitus im Ohr zu lindern. Sie steigern außerdem die Durchblutung der Hände und Füße und wirken gegen eine Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit), und das Raynaud-Syndrom. Ginkgo Blätter erhöhen auch den Blutfluss zum Gehirn und verbessern das Kurzzeitgedächtnis. Die Kommunikation zwischen Gehirn- und Nervenzelle wird verbessert und die Glucoseaufnahme in den Gehirnzellen gesteigert.

Ginkgo Wirkung

Ginkgo schützt mit Antioxidantien

Die Antioxidantien im Ginkgo bekämpfen und neutralisieren freie Radikale. Sie reparieren molekulare Schäden und reduzieren dadurch Gefäßschäden im gesamten Körper. Diese Wirkung macht sich auch auf den Alterungsprozess bemerkbar. Die Antioxidantien schützen vor Zellschäden und Umweltschadstoffen, welche den Alterungsprozess beschleunigen.

Ginkgo Konzentration

Ginkgo Blätter enthalten Inhaltsstoffe, die das Blut verdünnen und die Fließeigenschaft verbessern. Gleichzeitig wird der Muskeltonus in den Blutgefäßwänden verbessert und die Durchblutung zum Gehirn gesteigert. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns erhöht und die Kommunikation zwischen den Nervenzellen verbessert.

Die aktiven Antioxidantien schützen das Gehirn auch vor einer Degeneration und Durchblutungsstörungen.

Durch die Einnahme von Ginkgo Ergänzungen kann die Konzentration gesteigert, das Gedächtnis verbessert, Angstzustände reduziert und eine Hyperaktivität bei Kindern gemindert werden.

Ginkgo gegen Alzheimer und Demenz

Die Alzheimerkrankheit wird mit dem Verlust von Nervenzellen im Gehirn beschrieben. Insbesondere die Bereiche, die für das Denken und Gedächtnis zuständig sind, werden zerstört. Auch ein verminderter Blutfluss zum Gehirn kann zu Zellschäden des Gehirns führen.

Ginkgo biloba hilft gegen beide Ursachen. Die antioxidativen Eigenschaften in Ginkgo verlangsamen die Zerstörung der Nerven. Gleichzeitig wird durch die gefäßerweiternde Wirkung von Ginkgo die Durchblutung zum Gehirn verbessert. Durch eine regelmäßige Einnahme von Ginkgo kann bei Menschen mit Alzheimer oder vaskulärer Demenz das Gedächtnis, Denken, die Aufmerksamkeit und das Sozialverhalten verbessert werden.

Ginkgo für schmerzfreies Gehen

In einem fortschreitenden Stadium einer Arteriosklerose können sich die Arterien so stark verengen, dass der Durchfluss nur ganz schwach bis gar nicht mehr gegeben ist. Dies führt zu starken Schmerzen der Beine und beim Gehen. Durch die verringerte Durchblutung wird den Muskelzellen Sauerstoff entzogen, sodass die Gehstrecke stark gemindert wird.

Ginkgo verbessert die Durchblutung und lindert die Schmerzen, die durch Durchblutungsstörungen verursacht werden.

Ginkgo gegen Raynaud-Krankheit

Bei der Raynaud-Krankheit ist die Sauerstoff- und Blutversorgung in den Extremitäten gestört, sodass die Finger plötzlich sehr kalt werden und sich verfärben. Die Ursachen dafür sind meistens Kälte und Stress.

Die durchblutungsfördernde Wirkung von Ginkgo biloba hilft, die kleinen Blutgefäße wieder mit ausreichend Blut zu versorgen. Dadurch kann ein Gefäßkrampf in den Extremitäten verhindert werden.

Ginkgo gegen Depessionen

Depressionen entwickeln sich häufig wegen einem Neurotransmittermangel im Gehirn. Insbesondere die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin sind für die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen wichtig und können bei einem Mangel zu Depressionen führen.

Ginkgo enthält wichtige bioaktive sekundäre Pflanzenstoffe, welche den Abbau der Monoaminoxidase hemmen. Das Monoaminoxidase ist ein Enzym, welches den Abbau der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Noradrenalin fördert.

Wird dieses Enzym gehemmt, kann die Zerstörung der wichtigen Neurotransmitter verhindert und depressive Störungen reduziert werden.

Außerdem steigert Ginkgo biloba den Blutfluss zum Gehirn und kann bei Denkstörungen sehr hilfreich sein. Die lipophilen Extrakte von Ginkgo Blätter helfen außerdem, mit Stress besser umzugehen, Angstzustände zu reduzieren und ein allgemeines Wohlbefinden zu fördern.

Bei Depressionen sollte die optimale Dosierung von Ginkgo von einem Arzt bestimmt werden. Ginkgo kann mit anderen Medikamenten interagieren.

Ginkgo gegen Migräne

Ginkgo erhöht den Blutfluss zum Gehirn, verbessert dadurch die Sauerstoffzufuhr und verhindert eine Hypoxie des Hirngewebes. Ginkgo enthält außerdem eine entzündungshemmende Wirkung und stimuliert die Freisetzung von Noradrenalin. Sinkt im Körper der Noradrenalinspiegel, können Kopfschmerzen und Migräne entstehen. Bei regelmäßiger Einnahme kann Ginkgo Kopfschmerzen reduzieren.

Ginkgo gegen Tinnitus

Der Tinnitus ist eine Hörstörung, die ein Klingelgefühl oder Rauschgeräusche im Ohr verursacht. Zu Hauptursachen gehören Nervenschäden und Blutgefäßerkrankungen. Bei regelmäßiger Einnahme von Ginkgo können Zischlaute eines Tinnitus reduziert werden. Ginkgo wirkt stark durchblutungsfördernd und erhöht dadurch die Blutversorgung zum Gehirn und Ohr.

Ginkgo gegen Makuladegeneration

Die Makuladegeneration ist eine häufige Augenkrankheit im Alter. Sie greift die Netzhaut an und ist die häufigste Ursache einer Erblindung. Die antioxidativen Flavonoide in Ginkgo helfen, eine beschädigte Netzhaut zu reparieren und die Symptome einer Makuladegeneration zu lindern.

Ginkgo gegen Impotenz

Die Hauptursache für die Entstehung einer Impotenz ist eine schlechte Durchblutung des Penis. Die durchblutungsfördernde Wirkung von Ginkgo hilft bei regelmäßiger Einnahme, die allgemeine und lokale Durchblutung vom Penis zu steigern. Die Behandlung einer Impotenz kann dadurch auf natürliche Weise unterstützt werden.

Ginkgo verhindert Schlaganfall

Die durchblutungsfördernde Wirkung von Ginkgo reduziert die Verklumpungsneigung der Blutplättchen und schützt dadurch vor der Entstehung von Blutgerinnseln. Zusätzlich schützen die Antioxidantien in Ginkgo vor Gehirnzellschäden durch freie Radikale. Beide Faktoren wirken präventiv vor Gehirnschäden und einen Schlaganfall.

Ginkgo gegen Parkinson

Ein Dopaminmangel im Gehirn verstärkt bei Parkinson die Steifigkeit, das Zittern und verschlechtert die Muskelkoordination. Die regelmäßige Einnahme von Ginkgo kann diese Symptome reduzieren. Ginkgo steigert den Blutfluss zum Gehirn und zu den dopaminarmen Bereichen.

Ginkgo Nebenwirkungen

Wird die richtige Dosierung von Ginkgo beachtet, treten in der Regel keine Nebenwirkungen auf.

Eine Überdosierung kann zu Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Unruhe, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen führen.

Mögliche Wechselwirkungen

Ginkgo kann mit einigen Medikamenten interagieren. Dazu gehören zum Beispiel Blut verdünnende und Blutdruck senkende Medikamente, Insulin und andere Diabetes-Medikamente und verschiedene Kräuter, wie Rotwurzel-Salbei, Teufelskralle, Ginseng, Knoblauch, Ingwer, Rosskastanie, Papain, Rotklee und Sägepalme.

Um Wechselwirkungen zu vermeiden, sollte bei einer Medikamenteneinnahme vor dem Verzehr von Ginkgo mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Die Ginkgo Einnahme sollte auch mindestens 36 Stunden vor einer Operation oder Zahnbehandlungen beendet werden. Ginkgo hat eine Blut verdünnende Wirkung und könnte die Gefahr von Blutungen erhöhen. Vor solchen Behandlungen ist es wichtig, den Arzt oder Zahnarzt über die Ginkgo Einnahme zu informieren.

Ginkgo Dosierung

Die Einnahme von Ginkgo sollte mit einer geringen Menge (zum Beispiel 120 mg Ginkgoblattextrakt pro Tag) gestartet und bei Bedarf langsam gesteigert werden.

Die Dosiermenge von Ginkgo variiert je nach Verwendungszweck. Für eine individuelle Dosierung sollte ein naturheilkundlicher Arzt zurate gezogen werden.

Oft sind nach etwa 4 bis 6 Wochen Ginkgo-Einnahme erste Wirkungen sicht- und spürbar.

Kinder unter 12 Jahre sollten auf den Verzehr von Ginkgo verzichten.

Ginkgo Anwendung

Ginkgo Tabletten

Ginkgo Tabletten werden aus Ginkgo Trockenextrakt hergestellt. Beim Kauf von Ginkgo Tabletten sollte darauf geachtet werden, dass diese frei von künstlichen Zusatzstoffen, Farbstoffen oder Zusatz- und Bindemittel sind.

Ginkgo Kapseln

Ginkgo Kapseln bestehen zum Großteil aus Ginkgo Trockenextrakt. Beim Kauf sollte auf die natürliche Verarbeitung dieses Produktes und dessen Inhaltsstoffe geachtet werden.

Ginkgo Extrakt

Ginkgo Extrakte bestehen aus vielen Ginkgo Blättern und unterscheiden sich in verschiedenen Konzentrationen (ab 80mg bis 240mg). Flüssige Ginkgo Extrakte werden mit Wasser oder Alkohol angeboten. Beim Kauf eines Extraktes ist es wichtig, auf die Reinheit des Produktes und den Wirkstoffgehalt zu achten.

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