Herpes

Herpes: Egal ob durch einen Kuss, Stress oder ein zusammenzuckendes Ekelgefühl entfacht. Herpes lässt nicht auf sich warten und bildet unschöne Lippenbläschen. In fast allen Menschen reisen Herpesviren. Doch nur bei auserwählten brechen sie aus. Was ist der Grund dafür? Und warum bricht Herpes meist dann aus, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann?

Was ist Herpes?

Es gibt 8 verschiedene Arten von Herpes. In diesem Text ist vor allem von dem Herpes-Simplex-Virus die Rede, der für die typischen Lippenbläschen und Genitalherpes verantwortlich ist. Es gibt zwei spezielle Typen des Herpes-Simplex-Virus. Der Herpes-Simplex-Virus Typ 1 (HSV-1), welcher vor allem den Lippenherpes verursacht und der Herpes-Simplex-Virus Typ 2 (HSV-2), der Auslöser vom Genitalherpes ist.

Bricht der Herpesvirus im Körper aus, merkt das fast jeder. Er greift die Haut oder Schleimhäute an und führt zu einer gereizten roten Haut und schmerzhaften Bläschen. Vor allem beim Lippenherpes tauchen an den Lippen und um den Mund unschöne Bläschen auf, die platzen und beim Heilen gelbliche Krusten bilden. Beim Genitalherpes entsteht zu Beginn häufig ein Kribbeln im Genitalbereich, was von roten Beulen, die sich in Blasen verändern, gefolgt wird. In einigen Fällen wird eine Herpesinfektion mit fiebrigen Schüben und einem allgemeinen Krankheitsgefühl begleitet.

Der Lippenherpes heilt normalerweise in einem Zeitraum von drei Tagen bis zu 2 Wochen vollkommen ab, wogegen das Genitalherpes häufig etwas länger braucht.

Wie wird Herpes übertragen?

Man schätzt, dass etwa 70% der Menschen den HSV-1 in sich tragen. Mit dem HSV-2 sind dagegen etwa nur 30% infiziert. Etwa 90% der Herpesinfizierten sind stille Träger. Das bedeutet, sie haben zwar den Herpesvirus in sich und können dieses auch übertragen, doch machen sich bei ihnen keine Symptome bemerkbar.

Die Herpes-Simplex-Viren werden über verschiedene Wege übertragen:

Das Herpes-Simplex-Virus Typ 1 wird in der Regel durch Hautkontakt oder infiziertem Speichel übertragen, wie zum Beispiel durch Küssen oder Essen mit dem gleichen Geschirr. Das Herpes-Simplex-Virus Typ 2 wird dagegen sexuell übertragen, wie zum Beispiel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Aber auch während der Geburt eines Kindes kann sich das Virus auf das Baby übertragen.

Herpes Ursache

Einmal infiziert bleibt das Herpes-Simplex-Virus ein Leben lang im Körper. Es schlummert in den Nervenzellen – also in den Zellen, die für die Gesundheit des Körpers von sehr hoher Bedeutung sind. Die Nervenzellen werden vom Immunsystem stark überwacht und vor Schäden und dem Eintritt von anderen Zellen (auch den weißen Blutkörperchen) geschützt.

Durch eine ganz geschickte Art und Weise schafft jedoch das Herpesvirus, sich in diesen Nervenzellen einzunisten. Für den Herpesvirus bedeutet das nun, dass es in den geschützten Zellen schlummern kann und das Immunsystem nicht in der Lage ist, es aus dem Körper zu entfernen.

Wird das Immunsystem nun geschwächt oder die befallene Nervenzelle gereizt, kann es zur Reaktivierung der Viren kommen. Die Folge: Die typische Bläschenbildung.

Stress, Infektionen, Medikamente und eine schlechte Ernährung haben starken Einfluss auf das Immunsystem und können dieses schwächen. Wogegen die Nerven durch Sonnenlichteinstahrlungen, Ekelgefühle oder hormonelle Veränderungen gereizt werden können. Befindet man sich also in einer angespannten Situation, steht kurz vor der eigenen Hochzeit oder vor einem wichtigen Meeting, lässt der Herpesvirus nicht lange auf sich warten. Er nutzt die Anspannung und den Stress und bricht aus.

Das heißt also: Herpes wird durch ein Virus verursacht, welches aus dem Körper nicht wieder entfernt werden kann. Ist das Immunsystem jedoch stark genug, kann ein Ausbruch des Virus gehemmt werden. Ist das Immunsystem hingegen geschwächt, treten umso mehr Herpes-Ausbrüche auf.

Herpes natürlich behandeln

Wer sich einmal mit dem Herpes-Virus infiziert hat, bekommt ihn nicht wieder los. Egal, ob mit Tabletten, Cremes oder anderen Mittelchen, der Virus klammert sich an die Nervenzellen und bleibt im Körper. Tabletten und Cremes helfen zwar oft, die Symptome zu lindern, doch bricht der Herpes kurz danach rasch wieder aus.

Deshalb: Wer seine Herpes-Ausbrüche unter Kontrolle haben möchte, sollte in erster Linie sein Immunsystem auf Hochtouren bringen. Denn jede körperliche Schwächung erhöht das Risiko eines neuen Ausbruchs.

Was ist der Grund eines schwachen Immunsystems?

Wie wir wissen, können Stress, Infektionen, Medikamente und eine ungesunde Ernährung das Immunsystem schwächen. Wenn man nun diese Auslöser beseitigt, hat man bereits einen großen Teil geschafft. Doch das ist nicht alles. Um das Immunsystem wirklich zu stärken, sollte man dieses etwas besser verstehen…

Das körpereigene Immunsystem befindet sich zu 80% in unserem Darm. Es stellt sich aus einer billionengroßen Herde von Mikroorganismen auf und wirkt gegen schädliche Eindringlinge. Kleinste Angriffe bleiben für den Menschen häufig unbemerkt. Wird das Darminnenleben jedoch ständig irritiert – ob durch Stress, Medikamente oder eine ungesunde Ernährung, nehmen die guten Mikroorganismen im Darm ab und die schlechten zu. Das heißt nun: Das Immunsystem wird geschwächt und der Körper schneller anfällig für Infektionen, wie Herpes.

Bleiben die guten Mikroorganismen im Darm ständig in der Unterzahl, macht sich das in der Häufigkeit der Infektionen bemerkbar. Das heißt also, um das Immunsystem zu stärken, müssen die Auslöser beseitigt werden und die Herde der guten Mikroorganismen vervielfacht werden.

Wie stärke ich mein Immunsystem?

Schritt 1: Vermeide die Auslöser

Vermeide verarbeitete Lebensmittel, wie Fast Food, Soja, Milchprodukte und glutenhaltige Getreideprodukte und Zucker. Lebensmittel solcher Art können die Darmschleimhaut schädigen und dadurch das Immunsystem schwächen. Zucker ist beispielsweise ein hauptsächliches Futter für diese Art von Bakterien und sorgt dafür, dass sie sich in einem rasanten Tempo vermehren.

Vermeide Lebensmittel, die reich an Arginin sind. Lebensmittel, die hohe Konzentrationen der Aminosäure Arginin enthalten, regen das Wachstum der Herpesviren an. Sie fördern dessen Verbreitung und Aktivität. Folgende Lebensmittel enthalten hohe Mengen an Arginin: Schokolade, Erdnussbutter, Protein-Shakes (die sehr reich an Arginin sind), Nahrungsergänzungsmittel für den Muskelaufbau. Bedenke aber, dass dein Körper das Protein Arginin für sämtliche körperliche Prozesse benötigt. Deswegen sollten argininhaltige Lebensmittel nicht ganz aus der Ernährung gestrichen, sondern achtsam auf die Dosiermenge geachtet werden.

Meide Stress. Magnesiumreiche Lebensmittel helfen, die Muskulatur zu entspannen und dadurch negative Auswirkungen auf den Körper zu senken. Lebensmittel, die reich an B-Vitaminen sind, unterstützen das Nervensystem und regen die Produktion des Serotonins an. Einem Hormon, das für mehr Glücklichkeit, Entspanntheit und Leichtigkeit sorgt. Ginseng und Vitamin-C-reiche Lebensmittel, wie Goji Beeren helfen dem Körper bei Stress.

Meide Infektionen. Achte auf eine gute Hygiene, indem du dir regelmäßig die Hände wäscht, nicht mit anderen vom gleichen Besteck isst usw. Vermeide auch den Aufenthalt von verschmutzten Umgebungen. Die Schadstoffe belasten den Körper und beeinträchtigen die Gesundheit.

Schritt 2: Stärke deinen Darm

Wenn das Darminnenleben geschwächt ist, ist auch das Immunsystem träge. Das heißt, gib deinem Darm die notwendigen Nährstoffe, die er braucht, um das Darminnenleben wieder auf Hochtouren zu bringen. Um deinen Darm wieder richtig in Form zu bekommen, ist eine komplette Darmreinigung zu empfehlen. Diese stärkt nicht nur das körpereigene Immunsystem, sondern sorgt zusätzlich für mehr Konzentration, eine saubere Haut, mehr Energie und ein besseres Wohlbefinden. Folgende Lebensmittel sind bereits erste gute Maßnahmen, die deinem Darm helfen und dein Immunsystem stärken:

Frisches Obst und Gemüse. Sie liefern viele Antioxidantien, Vitamine, Mineralstoffe, wirken als Radikalfänger und schützen den Körper vor weiteren Infektionen.

Lysinhaltige Lebensmittel. Lysin hilft, das Virus, welches den Herpes verursacht zu stoppen. Wenn deine Ernährung reich an dieser Aminosäure ist, kann die Häufigkeit und die Symptome der Herpes-Attacken verringert und die Heilung beschleunigt werden. Lysin ist in den meisten Gemüse und Obstsorten enthalten sowie in Eiern, Fisch und Sprossen.

Iss Brokkoli und andere Gemüsesorten aus der Familie der Kreuzblütler. Sie enthalten eine hohe Menge an der Verbindung namens Indol-3-Carbinol (I3C). Diese Verbindung stört die Reproduktion des Herpes-Simplex-Virus.

Superfoods, wie Gerstengras, Spirulina, Chlorella und Goji Beeren.

Probiotische Lebensmittel enthalten eine Menge guter Bakterien und regen das Wachstum der guten Bakterien (ein Teil der guten Mikroorganismen im Darm) an. Dadurch werden die schlechten Mikroorganismen immer mehr verdrängt und das Immunsystem stärker. Zu den probiotischen Lebensmitteln gehören unter anderem Sauerkraut, Kimchi (marinierter Kohl) und Kefir.

Schritt 3: Bewege deinen Körper

  • Gymnastische Übungen, Spaziergänge und Fahrrad fahren steigern den Blutfluss zu lebenswichtigen Organen und stärken das Immunsystem.
  • Atme tief durch. Tiefe Atemzüge helfen nicht nur, mehr Sauerstoff in den Körper zu fördern, sondern ebenso mehr Kohlendioxid hinauszubefördern.

Tipps, um Herpesbläschen schnell loszuwerden

Jeder, der an Herpes leidet, möchte diesen so schnell es geht wegbekommen. Nicht nur weil er stört und unschön ist, sondern, weil er gravierende Folgen mit sich bringen kann. Wird Herpes nicht schnell genug behandelt, können sich die Herpesviren im Nervensystem immer weiter ausbreiten und das Gehirn befallen. Die Folge: Die Entstehung einer HSV-Encepahlitis.

Schnelle Hilfen bei Herpes:

Backpulver

Backpulver oder noch besser reines Natron hilft, die Wunde zu trocknen und den Juckreiz zu lindern. Einfach einen Wattebausch anfeuchten, ihn ins Natron eintauchen und an die betroffene Stelle leicht andrücken. Der benutzte Wattebausch sollte nicht erneut ins Natron getaucht werden, da er kontaminiert ist.

Schwarzer Tee Teebeutel

Dies ist eines der einfachsten und effektivsten Mittel gegen Herpes. Schwarzteeblätter enthalten hohe Konzentrationen an Tanninen, die sowohl eine entzündungshemmende als auch antivirale Wirkung besitzen. Bereite eine Tasse schwarzen Tee zu. Lass den Tee wenige Minuten abkühlen und lege dann den gebrauchten Teebeutel auf die betroffene Stelle und lass ihn hier für 5 Minuten wirken. Wiederhole das ganze 3 bis 3 Mal pro Tag.

Manuka-Honig

Manuka-Honig besitzt antibakterielle und antivirale Eigenschaften und beschleunigt die Heilung von HSV-Läsionen. Den Honig mehrmals täglich vorsichtig auf die betroffene Stelle tupfen. Beginn die Anwendung, sobald sich bereits erste Anzeichen eines Herpes-Ausbruchs zeigen.

Gesundheit ist lecker

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