Karies

Karies: Zähne, die faulen, schwarz und löchrig werden. Karies hat fast jeder. Er versteckt sich zuerst in den hintersten Reihen, knabbert an den Speiseresten, die auf den Zähnen zurückbleiben, und raubt den Zähnen jede Menge Energie. Aber nicht nur das…das schöne, weiße und strahlende Lächeln wird zu einem Haufen löchriger und dunkler Stummel. Ein geschädigter Zahn ist der Anfang etlicher Krankheiten…

Das Wunderwerk Zahn

Kauen, Sprechen und Lächeln. Unsere Zähne sind vielseitig. Sie verrichten den ersten Teil unserer Verdauung, helfen uns zu sprechen und sorgen für Sympathie, wenn wir jemanden anlächeln.

Schauen wir in den Spiegel, sehen wir eine glänzende Schicht, die unsere Zähne bedeckt. Dies ist der sogenannte Zahnschmelz. Er ist die persönliche Leibwache eines Zahnes und schützt das Zahninnere vor schädlichen äußeren Einwirkungen. Der Zahnschmelz gehört zu der härtesten Substanz unseres Körpers und besteht fast ausschließlich aus Mineralien, wie Kalzium und Phosphor.

Unter dem Zahnschmelz befindet sich das Dentin (Zahnbein). Dentin schützt den innersten Teil des Zahnes, das sogenannte Zahnmark. Das Zahnmark ist der Bereich, wo sich Blutgefäße und einzelne Nervenenden des Zahns befinden. Mit den Nervenenden werden aus dem Zahnmark Nachrichten an das Gehirn gesendet, die ihn über das informieren, was gerade vor sich geht (“Zum Beispiel: Das Eis ist kalt.”). Wenn du das nächste Mal also eine heiße Suppe schlürfst oder in ein kaltes Eis hineinbeißt und dein Zahn anfängt wehzutun, ist es das Zahnmark, was gerade schmerzt.

Mit den Blutgefäßen im Zahnmark wird der Zahn mit Nährstoffen versorgt, die ihn gesund und am Leben halten. Das Zahnmark reicht bis nach unten in die Zahnwurzel, verankert sich hier mit dem Kieferknochen und bildet unter dem Zahnfleisch unsere Zahnwurzel.

Wie entsteht Karies?

Unsere Zähne kommen ständig mit äußeren Einflüssen in Kontakt. Ob das tägliche Essen oder die Umweltluft, die wir durch den Mund einatmen – sie haben Einfluss auf unseren Zahnschmelz. Mit speziellen Entmineralisierungs- und Remineralisierungsprozessen hält sich der Zahn am Leben. Während bei der Entmineralisierung die Mineralien aus den Zähnen weggeführt werden, lagern sich diese bei der Remineralisierung wieder in den Zahnschmelz. Gerät nun dieser dynamische Prozess aus dem Gleichgewicht, ist die häufige Folge Karies.

Karies ist also die Folge einer Entmineralisierung der Zähne. Das bedeutet: Nehmen wird Zucker aus der Nahrung auf, freuen sich die im Zahnbelag lebenden Bakterien (vor allem Milchsäurebakterien und Streptococcus mutans). Sie essen den Zucker mit uns mit, und erstellen – wie auch wir – ein Abfallprodukt. Dieses Abfallprodukt ist sehr sauer und fördert die Entstehung eines sauren Milieus im Mund.

Um nun das saure Milieu im Mund wieder auszugleichen, werden mehr Mineralien aus dem Zahnschmelz entnommen, als wieder zugeführt. Die Folge: Der Zahnschmelz wird geschwächt und es kann leichter Karies entstehen.

Karies Ursachen

Jeder Mund wird von einer Menge Bakterien besiedelt. Es ist sogar so, dass ein einziger Mensch mehr Mikroorganismen im Mund enthält, als Menschen auf der Erde leben.

Auch wenn man es nicht schafft, seinen Mund zu sterilisieren, gibt es Dinge, die das Risiko von Karies minimieren können. Dafür ist es wichtig, die Bakterien etwas besser zu kennen:

Die Hauptnahrungsquelle der Bakterien ist Zucker. Dazu gehören Saccharose (Zucker), Glucose, Fructose, Lactose und gekochte Stärken. Konsumieren wir nun ständig raffinierte Zucker, zuckerhaltige Getränke und verarbeitete Lebensmittel, fühlen sich die Bakterien wohl, verdauen den Zucker und produzieren innerhalb weniger Minuten die Karies verursachenden Säuren.

Bakterien wohnen im Zahnbelag. Ist unsere Zahn- und Mundhygiene schlecht, bilden sich schnell Ablagerungen an den Zähnen. Den Zahnbelag nutzen die Bakterien nicht nur als Wohnort, er dient ihnen als Mittel, die produzierte Säure an der Zahnoberfläche zu halten. Die Säure im Zahnbalg hat nun die Möglichkeit in zwei Richtungen zu versickern: Sie fließt entweder direkt in die Zahnoberfläche oder in den Mund.

Wenn die Säure in den Mund abgegeben wird, baut sie mit der Zeit die Mineralien im Speichel ab und sorgt auch hier für eine Entmineralisierung. Der Speichel dient dem Zahnschmelz normalerweise als Schutz. Er hilft eine stärke Ansäuerung abzupuffern und liefert Kalzium-Phosphate, die den Zahnschmelz kräftigen. Ähnlich ist es auch mit einigen Medikamenten. Es gibt sehr viele Medikamente, die den Speichel hemmen und dadurch die Entstehung von Karies fördern.

Nehmen wir nun über die Ernährung zu wenig Mineralstoffe auf (wie Kalzium, Magnesium und Phosphor), können der Zahn und Speichel nicht ausreichend remineralisiert werden. Die Folge: Karies.

Aber auch ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K (insbesondere D) und ein Konsum von einer Menge phytinsäurereicher Lebensmittel kann das Risiko von Karies fördern.

Karies Symptome

Karies kann sich über unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Anfangs bilden sich am Zahn häufig helle oder bräunliche Stellen, die dann dunkle bis schwarze Flecken bilden. Die ersten Schäden entstehen nur am Zahnschmelz. Breitet sich der Karies immer weiter aus, wird auch das Dentin befallen. Mit der Zeit bilden sich Löcher im Zahn und greifen dann schließlich den Zahnnerv an. Im fortgeschrittenen Stadium sorgt Karies oftmals für Zahnschmerzen und/oder eine starke Empfindlichkeit, wenn man kalte oder warme Speisen isst.

Karies natürlich behandeln

Menschen, die gesunde Zähne haben, sind häufig auch körperlich fit. Diesen Zustand haben die meisten aber nicht nur einer guten Zahnpflege zu verdanken. Der wichtigste Faktor für gesunde Zähne ist die tägliche Ernährung.

Hygienische Maßnahmen helfen zwar die zerstörerische Wirkung von raffinierten Zuckern vorzubeugen und zu minimieren, doch liegt der eigentliche Grund gesunder Zähne in der Ernährung. Denn wie auch im Mund, fördert Zucker im Körper eine Entmineralisierung, wodurch eine Menge gesundheitliche Probleme folgen. Das heißt also, wer Karies vorbeugt, beugt gleichzeitig auch viele andere Krankheiten vor. In anderen Worten: Iss dir gesunde Zähne.

Karies Ernährung

  • Vermeide Zucker, verarbeitete Lebensmittel, Weißmehl und alle künstlichen Aromen, Farbstoffe und künstliche Süßstoffe.
  • Iss Nüsse, Samen und Bohnen gekeimt (Dadurch reduzierst du die Phytinsäure. Phytinsäure (Phytat) ist ein Mineral-Blocker und Enzym-Inhibitor.)
  • Iss fermentierte Lebensmitteln wie Sauerkraut, Natto und Kefir.
  • Iss frisches und rohes Gemüse und Obst (vor allem grünes Blattgemüse)
  • Integriere mehr Omega-3-fettsäuren in die Ernährung (Omega-3-Fettsäuren sind unter anderem in Leinsamen, Walnüssen und Fisch enthalten)
  • Nimm täglich Vitamin D auf (Das Sonnenlicht gehört zur besten Vitamin D-Quelle).

Karies natürlich beseitigen

Gewürznelken

Gewürznelken wirken wunderbar gegen jede Art von Zahnproblemen. Sie besitzen entzündungshemmende, schmerzstillende und antibakterielle Eigenschaften und helfen die Schmerzen von Karies natürlich zu lindern und die Ausbreitung der Bakterien zu verhindern.

Verdünne 2 bis 3 Tropfen Nelkenöl mit 14 Teelöffel Sesamöl. Gib einige Tropfen dieser Lösung auf einen Wattebausch und tupfe die Lösung auf den betroffenen Zahn. Wiederhole das Ganze jeden Abend vor dem Schlafengehen.

Eine andere Möglichkeit ist, sanft auf einer ganzen Nelke zu kauen, um das Öl zu entziehen. Dann lege die Nelke für einige Minuten unter die Zunge.

Salz

Salz besitzt eine antiseptische und antibakterielle Wirkung und hilft dadurch natürlich gegen Karies. Salz kann die Schmerzen verringern, mögliche Infektionen entziehen und das Wachstum der Bakterien im Mund verhindern.

Löse 1 Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser. Spüle mit einem Schluck von dieser Spülung deinen Mund für 1 Minute. Konzentriere dich dabei auf den betroffenen Zahn. Wiederhole diesen Prozess 3-mal täglich, bis die Symptome abklingen.

Ölziehen

Ölziehen ist ein sehr altes, aber effektives Mundentgiftungsverfahren. Es hilft gegen Mundgeruch, reduziert Zahnfleischschäden und hilft den Mund vor schädlichen Bakterien zu reinigen, die für verschiedene Arten von Zahnproblemen verantwortlich sind.

Nehme 1 Esslöffel Kokosöl in den Mund, spül damit 20 Minuten deinen Mund und spucke alles aus. Das Öl sollst du NICHT Schlucken oder Gurgeln. Spül deinen Mund anschließend mit warmem Wasser und putz deine Zähne dann wie gewohnt. Am besten führst du das Ölziehen täglich morgens und auf nüchternen Magen aus.

Hinweis: Das Kokosöl hat noch die positive Eigenschaft, die Zähne weißer und glänzender zu machen.

Gesundheit ist lecker

Gesunde Lebensmittel in die Ernährung zu integrieren ist oft einfacher, als man glaubt. Die Kitchen App macht Gesundheit zu einem Abenteuer. Kombinationen aus gesunden und nährstoffreichen Lebensmitteln beleben den Alltag, sorgen für mehr Energie und Freude beim Essen. Denn Essen soll nicht nur gesund sein, sondern schmecken, Kraft geben und glücklich machen.

Unsere Lieblingsrezepte: Zur Kitchen App