Natürliche Hausmittel gegen Bienen- und Wespenstiche

Wespen und Bienen nutzen ihren Stachel als Mittel zur Selbstverteidigung. Der Stachel enthält Gift, welches im Körper verschiedene Reaktionen verursacht. Es kann zu vorübergehenden Schmerzen und Beschwerden aber auch zu schweren allergischen Symptomen kommen.

Leichte Symptome verschwinden in der Regel innerhalb weniger Tage. Dabei treten anfangs oft plötzliche, stechende und brennende Schmerzen auf, die Einstichstelle beginnt anzuschwellen und bildet rote Quaddeln mit einem weißen Punkt in der Mitte.

Bei mehreren Stichen oder einer allergischen Reaktion gegenüber Bienen oder Wespen kann das Gift ernste Reaktionen des Immunsystems auslösen. In diesen Fällen sollte sofort medizinische Hilfe geleistet werden.

Bei leichten bis mittelschweren Reaktionen helfen bereits einfache Hausmittel, die Schmerzen, Schwellung, den Juckreiz und die Rötung zu lindern.

Stachel entfernen

Bei einem Bienen- oder Wespenstich ist es wichtig, den Stachel sofort aus der Haut zu entfernen. Es dauert nur wenige Sekunden, bis das schädliche Gift in den Körper eingedrungen ist. Je früher der Stachel entfernt wird, desto weniger Gift kann in den Körper gelangen.

Um den Stachel zu entfernen, den Stachel einfach an der Einstichstelle mit dem Fingernagel abkratzen oder diesen mit einer Pinzette herausziehen. Den Bereich mit sauberem Wasser waschen, trocken tupfen und mit Kokosöl eincremen.

Eis

Eine sofortige Eiskompresse lindert innerhalb kurzer Zeit die Symptome. Die Kälte verlangsamt die Ausbreitung der entzündlichen Stoffe in der Einstichstelle, hilft den Schmerz zu betäuben und reduziert die Schwellungen.

Einfach ein paar Eiswürfel in einen dünnen Waschlappen wickeln und auf die Einstichstelle legen. Die betroffene Stelle 10 bis 15 Minuten kühlen und den Kühlvorgang alle 3 Stunden wiederholen.

Backpulver

Backpulver wirkt alkalisch und hilft, das saure Gift zu neutralisieren. Dies lindert den Schmerz, Juckreiz und die Schwellung.

Für die Anwendung von Backpulver: 1 Teelöffel Backpulver mit etwas Wasser zu einer Paste vermischen und die Paste auf die Einstichstelle auftragen. 5 bis 10 Minuten einwirken lassen und anschließend den Bereich mit lauwarmem Wasser abwaschen. Wenn die Schmerzen anhalten, die Anwendung nach einigen Stunden wiederholen.

Aloe Vera

Aloe Vera besitzt entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften. Es lindert den Schmerz, die Schwellung und den Juckreiz von einem Bienen- oder Wespenstich.

Einfach ein frisches Aloe Vera Blatt abschneiden, waschen, mit einem Messer aufschlitzen und das Gel daraus entnehmen. Das Gel auf die betroffene Stelle verreiben und die Anwendung mehrmals täglich und mehrere Tage hintereinander wiederholen.

Apfelessig

Apfelessig hilft, das saure Gift zu neutralisieren. Es lindert den Schmerz, die Schwellungen und reduziert den Juckreiz.

Einfach einen Wattebausch mit rohem, ungefiltertem Apfelessig befeuchten, diesen sanft 5 bis 10 Minuten auf die Einstichstelle anpressen. Die Anwendung nach Bedarf wiederholen. Als Alternative zum Apfelessig kann auch weißer Essig verwendet werden.

Pfefferminz

Pfefferminze hilft, die Einstichstelle eines Bienen- oder Wespenstichs zu desinfizieren und den Juckreiz zu lindern. Sie wirkt außerdem entzündungshemmend, schmerzlindernd und hilft, die Schwellungen zu reduzieren.

Für die Anwendung von Pfefferminze: 1 bis 2 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl direkt auf die Einstichstelle geben. Die Anwendung mehrmals täglich wiederholen. Bei empfindlicher Haut das Pfefferminzöl mit einem Trägeröl, wie Olivenöl oder Kokosöl vermischen.

Alternativ kann auch der Saft frischer Pfefferminzblätter extrahiert und auf die betroffene Stelle verrieben werden. Den Saft trocknen lassen und danach mit kaltem Wasser abwaschen. Die Anwendung 1 bis 2 Mal täglich wiederholen.

Hinweis: Ätherische Öle, wie Pfefferminzöl oder Lavendelöl helfen auch, Wespen und andere Insekten fernzuhalten. Wespenstiche unterwegs behandeln:

Wegerich

Wegerich ist ein gutes Hausmittel bei einem Bienen- oder Wespenstich unterwegs. Er wächst auf fast jeder Wiese, im Wald und an den Straßenrändern. Er lindert den Juckreiz und beschleunigt den Heilungsprozess.

Einfach einen breitblättrigen, kurzen Wegerich kurz säubern und dann in den Händen zerquetschen und zerreiben. Den Wegereich mit etwas Speichel auf die Einstichstelle geben und mit einem Pflaster oder Verband befestigen.

Hinweis: Den Wegerich möglichst von naturbelassenen Feldern pflücken und Blätter aus der Nähe von stark befahrenen Straßenrändern meiden. Diese sind oft durch die Abgase verunreinigt.

Ringelblumen

Ringelblumen wirken entzündungshemmend, töten Keime und unterstützen die Wundheilung. Bei einem Bienen- oder Wespenstich den Blumenkopf einer frisch gepflückten Ringelblume kurz säubern und über den betroffenen Bereich reiben.

Schlamm

Eine selbst gemachte Schlammmischung aus Speichel und Erde eignet sich als erste gute Maßnahme, wenn kein anderes Hausmittel zur Hand ist. Es hilft, den Schmerz von einem Bienen- oder Wespenstich zu beruhigen und das Histatin-Protein im Speichel hilft, den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Weitere Tipps bei Wespenstiche:

  • Einstichstelle immer sauber halten, um eine Infektion zu verhindern. Die Einstichstelle kann mit Alkohol oder Wasserstoffperoxid sterilisiert werden.
  • Die Einstichstelle nicht kratzen. Dies erhöht das Risiko einer Infektion.
  • Bei Stichen am Arm oder Bein, die betroffene Stelle über Herzniveau lagern, um die Symptome schneller zu lindern.
  • Eng anliegenden Schmuck so schnell wie möglich von der Einstichstelle entfernen, da der Bereich anschwellen kann.

Es gibt verschiedene Hausmittel, um Bienen- und Wespenstiche zu behandeln. Um im Vorfeld einen Stich zu vermeiden, ist es wichtig, ruhig zu bleiben, wenn Bienen oder Wespen in die Nähe kommen. Es ist auch wichtig, Mund und Nase zu schließen, sich vorsichtig aus dem Bereich zu entfernen und hektische Bewegungen zu vermeiden. Hektische Bewegungen reizen die Insekten zur Verteidigung und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sie Zustechen.

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