Natürliche Hausmittel gegen kleine Schnittwunden

Kleine Schnittwunden beginnen oft, schnell und stark an zu bluten. Dabei schwemmt das Blut entzündliche Stoffe und Schmutzpartikel aus der Wunde, um das Risiko einer Entzündung zu minimieren. Danach bildet der Körper mit roten Blutplättchen und Fibrin-Fäden einen Pfropf, um die Blutung zu stoppen. Normalerweise dauert es etwa 1 bis 4 Minuten, bis der Körper eigenständig die Blutung einer kleinen Schnittwunde gestillt hat.

Kleinere, verunreinigte Schnittwunden sollten kurz ausbluten, um die Gefahr einer Infektion zu vermeiden. Zu langes Ausbluten kann per Druck schneller gestoppt werden. Dafür einfach mit einem sauberen Tuch oder dem Finger auf die Wunde drücken. Wenn die Blutung gestillt ist, sollte die Wunde gründlich mit einer antiseptischen Seife und Wasser gereinigt werden.

Es gibt verschiedene Hausmittel, welche den Heilungsprozess einer kleinen Schnittwunde beschleunigen und weitere Infektionen verhindern. Diese Hausmittel wirken entzündungshemmend, versorgen die Haut mit reichlich Feuchtigkeit und desinfizieren die Wunde.

Hinweis: Kleine Wunden kann der Körper eigenständig reparieren und heilen. Große und tiefe Verletzungen sollten von einem Arzt behandelt werden.

Die Hausmittel sollten angewandt werden, wenn die Blutung gestillt ist.

Kokosöl

Kokosöl versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit, unterstützt den Heilungsprozess und wirkt entzündungshemmend. Es fördert auch die Produktion gesunder Hautzellen und beseitigt Keime von der Haut.

Einfach auf die gesäuberte Schnittwunde etwas Kokosöl verreiben und mit einem Pflaster bedecken. Das Pflaster 3 bis 4 Mal täglich wechseln und jedes Mal frisches Kokosöl auf der Wunde verreiben.

Honig

Honig versorgt den betroffenen Bereich mit viel Feuchtigkeit, pflegt die Haut und unterstützt den Heilungsprozess. Es wirkt außerdem antibakteriell und schützt vor Infektionen.

Einfach etwas Honig auf der Schnittwunde verreiben und mit einem Pflaster oder Verband bedecken. Den Honig 1 Stunde wirken lassen und dann den Verband entfernen und den Bereich gut mit Wasser abspülen. Die Anwendung mehrmals täglich und mehrere Tage hintereinander wiederholen.

Zwiebel

Zwiebeln wirken antiseptisch, antimikrobiell und beschleunigen den Heilungsprozess kleiner Wunden. Die Schwefelverbindungen und Quercetin in Zwiebeln reduzieren außerdem die Schmerzen und lindern Schwellungen.

Einfach ein dickes Stück einer frischen Zwiebel abschneiden, auf die betroffene Stelle sanft andrücken und 5 Minuten wirken lassen. Die Anwendung mehrmals täglich wiederholen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Knoblauch

Knoblauch besitzt antibiotische und entzündungshemmende Eigenschaften, die bei Schnittwunden sehr hilfreich sind. Er unterstützt den Heilungsprozess, lindert die Schmerzen und schützt mit der antimikrobiellen Verbindung Allicin vor Infektionen.

Für die Anwendung von Knoblauch: Ein paar Knoblauchzehen zerquetschen, mit etwas Honig vermischen und auf der betroffenen Stelle verteilen. Die Mischung 5 bis 10 Minuten wirken lassen und danach den Bereich mit warmem Wasser abwaschen, trocken tupfen und mit einem Verband oder Pflaster verbinden. Die Anwendung 2 Mal täglich wiederholen, bis die Haut vollständig verheilt ist.

Aloe Vera

Aloe Vera beschleunigt den Heilungsprozess von Schnittwunden. Sie wirkt beruhigend, entzündungshemmend und antibakteriell.

Einfach das Gel von einem kleinen Aloe Vera Blatt extrahieren, auf der Schnittwunde verteilen und trocknen lassen. Die Anwendung alle 3 Stunden wiederholen.

Weißer Essig

Die Essigsäure in weißem Essig reinigt und desinfiziert die Wunde. Weißer Essig wirkt außerdem adstringierend, antiseptisch und schützt vor Infektionen.

Für die Anwendung von Essig: 1 Esslöffel Salz in 170ml gefiltertes Wasser geben und gut vermischen, bis sich das Salz auflöst. Danach 1 Teelöffel weißen Essig dazu geben und gut vermischen. Einen Wattebausch in dieser Mischung tränken und damit die frische Schnittwunde betupfen. Den Vorgang alle 2 bis 3 Stunden wiederholen. Die Anwendung täglich durchführen, bis die Haut geheilt ist.

Wegerich

Wegerich ist sehr hilfreich bei Schnittwunden, die unterwegs entstehen. Wegerich hilft, die Wunde zu reinigen, lindert Schmerzen und besitzt entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften. Das enthaltende Allantoin unterstützt außerdem den Heilungsprozess der verletzten Haut und stimuliert das Wachstum neuer Hautzellen.

Für die Anwendung von Wegerich: Ein Paar Wegerichblätter kurz säubern, dann zerquetschen und auf die gesäuberte Schnittwunde legen und für ein paar Stunden wirken lassen. Die Anwendung 2 bis 3 Mal täglich wiederholen, bis die Haut verheilt ist.

Weitere Tipps bei Schnittwunden:

  • Die Schnittwunde mit einem Pflaster oder Verband bedecken, um vor Schmutzpartikel zu schützen und das Risiko einer Narbenbildung zu verringern. Die Schnittwunde sollte nicht zu fest verbunden werden, da eine Luftzirkulation notwendig ist, um den Heilungsprozess zu erleichtern.
  • Die Schnittwunde täglich mit Kokosöl, Aloe Vera oder Honig eincremen, um diese mit Feuchtigkeit zu versorgen und dadurch den Heilungsprozess zu beschleunigen, Rissbildungen zu verhindern und eine Narbenbildung zu reduzieren.
  • Eine gebildete Kruste nicht abkratzen, da sonst das Infektionsrisiko erhöht wird.
  • Den beschädigten Bereich vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, um eine Dunkelfärbung der Haut zu vermeiden.
  • Viel Wasser trinken, um die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen.

Es gibt verschiedene Hausmittel, um kleine Schnittwunden auf natürliche Weise zu behandeln. Um den Heilungsprozess zusätzlich zu beschleunigen, ist es sehr hilfreich, Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Vitamin A, C, E und Proteinen in die Ernährung zu integrieren. Diese unterstützen die Bildung neuer Hautzellen und helfen, die Wunde schnell zu heilen.

Hinweis: Kann die Blutung nicht gestoppt werden, ist sehr groß, tief oder sehr stark entzündet, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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