Natürliche Hausmittel gegen Verbrennung und Verbruehung

Der Kontakt mit heißen Flüssigkeiten oder Gegenständen, Dampf, Sonnenstrahlen und heiße Oberflächen gehören zu den häufigsten Ursachen einer Verbrennung oder Verbrühung. Bei einer Verbrennung ersten Grades wird nur die obere Hautschicht beschädigt. Der betroffene Bereich wird meist rot und beginnt zu schmerzen.

Werden solche Verbrennungen nicht rechtzeitig behandelt, entwickeln sich meist schmerzhafte Blasen. Es gibt verschiedene einfache Hausmittel, welche den Heilungsprozess fördern und die Schmerzen reduzieren. Leichte Verbrennungen heilen in der Regel innerhalb weniger Tage bis zu drei Wochen ab.

Hinweis: Eine großflächige und tiefe Verbrennung und Verbrühung (größer als eine Handfläche) sollte immer vom Arzt behandelt werden. Diese kann auch größere Gefäße beschädigen.

Kaltes Wasser

Bei einer Verbrennung ist es wichtig, so schnell wie möglich die betroffene Stelle mehrere Minuten unter kaltem fließenden Wasser zu spülen. Dadurch wird die Ausbreitung gestoppt und der Schmerz gelindert.

Nach dem Spülen mit dem kalten Wasser, die verletzte Stelle mit einem nassen, kalten Tuch bedecken.

Steht kein Wasser zur Verfügung, kann die betroffene Stelle mit einer kalten Kompresse oder anderen kalten Gegenständen gekühlt werden.

Essig

Essig besitzt antiseptische und adstringierende Eigenschaften. Er schützt vor Infektionen und hilft den pH-Wert der Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Für die Behandlung einer Verbrennung oder Verbrühung kann Apfelessig oder Essig verwendet werden. Dafür einfach 1 Tasse Essig oder Apfelessig mit 1 Tasse Wasser vermischen. Mit dieser Lösung die verbrannte Fläche spülen. Anschließend den verletzten Bereich mit einem in Essig getränkten Tuch bedecken. Dafür 1 Esslöffel Essig oder Apfelessig mit 1 Esslöffel Wasser vermischen und das saubere Tuch darin tränken. Das Tuch alle 2 bis 3 Stunden mit einem Frischen ersetzen.

Aloe Vera

Aloe Vera besitzt adstringierende, antiseptische und entzündungshemmende Eigenschaften. Sie unterstützt den Heilungsprozess und versorgt die Haut mit reichlich Feuchtigkeit.

Einfach ein kleines Aloe Vera Blatt abschneiden, das frische Gel darauf entnehmen und dieses auf der betroffenen Stelle verteilen.

Aloe Vera Gel gibt es auch im Drogeriemarkt zu kaufen. Dieses sollte frei von künstlichen Zusatzstoffen sein.

Kamille

Kamille beruhigt die Haut, verringert den Juckreiz, lindert den Schmerz und unterstützt den Heilungsprozess der Haut.

Einfach ein paar Kamillenteebeutel ins Eiswasser legen, 5 Minuten ziehen lassen und dann mit dem kühlen Beutel die Haut betupfen. Die Anwendung 4 bis 5 Mal täglich wiederholen.

Zusätzlich kann 2 bis 3 Mal täglich Kamillentee getrunken werden. Dieser beruhigt und unterstützt die Selbstheilungskräfte vom Immunsystem.

Kokosöl

Kokosöl ist reich an Vitamin E, wichtigen Fettsäuren und wirkt antioxidativ und entzündungshemmend. Es schützt vor Infektionen, vor Pilzen, wirkt antibakteriell und unterstützt den Heilungsprozess.

Bei einer Verbrennung einfach etwas Kokosöl auf der betroffenen Stelle verteilen. Die Anwendung mehrmals täglich wiederholen.

Honig

Honig desinfiziert Wunden und unterstützt den Heilungsprozess von Verbrennungen. Er wirkt auch antibakteriell, schützt vor Entzündungen und verringert das Risiko hypertropher Narben.

Einfach etwas Honig auf eine Mullbinde geben und diese direkt auf die Verbrennung legen und verbinden. Den Verband 3 bis 4 Mal am Tag wechseln.

Zwiebel

Quercetin und die Schwefelverbindungen in Zwiebeln unterstützen den Heilungsprozess verbrannter Haut und reduzieren die Wahrscheinlichkeit einer Blasenbildung.

Einfach ein Stück einer frischen Zwiebel abschneiden und auf die betroffene Stelle sanft andrücken und mindestens 15 Minuten wirken lassen. Die Anwendung mehrmals täglich wiederholen.

Hinweis: Es sollten nur frische Zwiebeln verwendet werden, um hohe Nährstoffdichte vom frischen Zwiebelsaft zu nutzen.

Wegerich

Wegerich ist ein gutes Hausmittel bei Verbrennungen unterwegs. Die grünen Blätter besitzen entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften. Sie unterstützen den Heilungsprozess und lindern den Juckreiz.

Einfach ein frisches Wegerichblatt kurz säubern und in den Händen zerquetschen und zerreiben. Das Blatt auf die betroffene Stelle legen und mit einem Baumwolltuch oder einem Verband befestigen. Wenn der Wegerich austrocknet, das Blatt einfach wechseln.

Weitere Tipps bei einer Verbrennung und Verbrühung:

  • Schnell handeln und die betroffene Stelle mit kaltem Wasser spülen.
  • Kleidung und Schmuck schnell und vorsichtig entfernen.
  • Entstandene Brandblase nicht öffnen. Diese dient der verbrannten Haut als natürliche Schutzhülle. Wird die Brandblase geöffnet, erhöht sich die Gefahr einer Infektion.
  • Die verbrannte Stelle vor Reibungen schützen.
  • Die verletzte Stelle mehrmals täglich mit Kokosöl oder Aloe Vera eincremen. Dies unterstützt den Heilungsprozess und reduziert die Narbenbildung.

Diese Hausmittel sind bei einer kleinen Verbrennung oder Verbrühung sehr hilfreich. Schwere Verbrennungen, die größer als eine Handfläche sind, sollten von einem Arzt behandelt werden. Das Gleiche gilt für Verbrennungen durch Chemikalien, Elektrizität oder bei Infektionen.

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