Natürliche Lebensmittel gegen Diabetes

Wenn der Blutzuckerspiegel steigt und der Körper nichts dagegen unternimmt, kommt es auf Dauer zu schweren Folgeschäden. Entzündungen im Körper, beschädigte Blutgefäße und Organschäden, wie Nierenversagen, Herzerkrankungen, Augenprobleme, Nervenschäden und Durchblutungsstörungen sind häufige Folge eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels.

Sowohl beim Diabetiker vom Typ 1 als auch beim Diabetiker von Typ 2 fällt es dem Körper sehr schwer, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Beim Diabetes Typ 1 fehlt dem Körper die Fähigkeit, das Blutzucker senkende Insulin eigenständig zu produzieren. Beim Diabetiker vom Typ 2 kann der Körper zwar körpereigenes Insulin produzieren, doch wird dieses vom Körper nicht mehr richtig erkannt und genutzt.

Tägliche Gewohnheiten, der Lebensstil und die Ernährung haben großen Einfluss auf beide Typen vom Diabetes. Es gibt einige Lebensmittel, die dem Körper helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Vor allem bei regelmäßigem Verzehr helfen sie die Folgeschäden vom Diabetes zu verringern und wirken sich positiv auf die allgemeine Gesundheit aus.

Hinweis: Auch in Kombination mit einer medizinischen Behandlung ist die tägliche Ernährung für einen Diabetiker sehr wichtig. Sie hilft die Krankheit besser zu kontrollieren und Folgeschäden zu verringern.

Zimt

Zimt enthält eine erstaunliche Nährstoffvielfalt, die vor allem bei Diabetiker sehr vorteilhaft ist. Bereits ein halber Teelöffel Zimt pro Tag kann den Nüchtern-Blutzuckerspiegel deutlich verringern und die Insulinempfindlichkeit erhöhen. Zimt fördert auch den Glucosestoffwechsel und hilft den Cholesterinspiegel zu senken.

Zimt ist in seiner Verwendung sehr vielseitig. Er passt zum Garnieren auf einen leckeren Tee, zu Haferflocken im morgendlichen Müsli oder als Gewürz zum Fisch.

Olivenöl

Olivenöl ist reich an Antioxidantien und einfach ungesättigten Fettsäuren, die unsere Blutgefäße schützen. Sie wirken entzündungshemmend und schützen vor den Schäden freier Radikale, die gesundes Gewebe zerstören. Der regelmäßige Verzehr von Olivenöl verringert die Insulinresistenz, hält den Blutzuckerspiegel stabil und wirkt präventiv gegen Herzerkrankungen.

Olivenöl unterstützt außerdem die Gewichtsabnahme, was vor allem bei Diabetiker vom Typ 2 vom Vorteil ist.

Raffiniertes Olivenöl wird meist stark erhitzt, wodurch sich die molekulare Struktur der Oliven verändert und der gesunde Omega-3-Fettsäuregehalt zerstört wird. Deswegen sollte extra vergines Olivenöl bevorzugt werden. Dies passt sehr gut als Dressing zu Salaten und in Dips.

Gerstengras

Gerstengras enthält sehr viel Chlorophyll, wichtige Antioxidantien und wirkt stark entzündungshemmend. Es hilft, das säurehaltige und belastete Milieu des Körpers zu neutralisieren und entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren. Dadurch werden Zellschäden vorgebeugt und Körperfunktionen verbessert.

Gerstengras enthält außerdem die Propionsäure und reichlich Ballaststoffe, welche den Cholesterinspiegel senken.

Gerstengras lässt sich frisch anbauen oder ist als getrocknetes Gerstengraspulver erhältlich. Es kann entweder in einem Glas Wasser oder Saft vermischt getrunken werden oder mit verschiedenen Lebensmitteln kombiniert werden.

Dunkelgrünes Blattgemüse

Dunkelgrünes Blattgemüse enthält nur wenige Kalorien und Kohlenhydrate, ist aber sehr reich an Vitamin C, Magnesium, unlöslichen Ballaststoffen und Calcium. Dieser besondere Nährstoffkomplex ist vor allem für Diabetiker sehr vorteilhaft. Es schützt die Blutgefäße, hilft den Cholesterinspiegel zu senken und schützt vor gefährlichen Blutzuckerspiegelschwankungen.

Der regelmäßige Verzehr von dunkelgrünem Blattgemüse hilft, Diabetes vorzubeugen und die Krankheit besser zu kontrollieren. Täglich sind 2 Portionen dunkelgrünes Blattgemüse zu empfehlen.

Beeren

Beeren sind reich an Antioxidantien, was außergewöhnlich gut für Diabetiker ist. Die antioxidative Ellagsäure und die Anthocyane verlangsamen die Verdauungsgeschwindigkeit von stärkehaltigen Lebensmitteln und helfen damit den Blutzuckeranstieg zu kontrollieren. Beeren besitzen auch entzündungshemmende Eigenschaften und können dadurch die Fortschreitung eines Diabetes verlangsamen.

Beeren sind eine gute Alternative zu Süßigkeiten und ein guter Snack bei Heißhungerattacken. Sie passen auch gut zu Salaten und ins Müsli. Hinweis: Diabetiker sollten den Zuckergehalt von Beeren im Auge behalten.

Süßkartoffeln

Süßkartoffeln haben einen niedrigeren glykämischen Index als herkömmliche Kartoffeln, was für Diabetiker sehr vorteilhaft ist. Je tiefer der glykämische Index eines Nahrungsmittel ist, desto langsamer gelangt der enthaltende Zucker ins Blut. Dadurch werden Blutzuckerschwankungen und Heißhungerattacken verhindert.

Süßkartoffel sind außerdem sehr stärkehaltig, enthalten reichlich Ballaststoffe, Kalium und die Antioxidantien Betacarotin, Vitamin A und Vitamin C. Die Kombination dieser Nährstoffe hat positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und hilft diesen zu senken.

Egal ob gegrillt, gebacken, gekocht oder gedünstet. Süßkartoffel schmecken lecker als Beilage oder als Zutat in Salaten, Suppen und Eintöpfe.

Nüsse

Nüsse sind reich an gesunden Fetten, Vitaminen, Ballaststoffen und vielen Mineralien. Bei regelmäßigem Verzehr helfen sie den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, verringern die Insulinresistenz und schützen vor gefährlichen Herzerkrankungen.

Hinweis: Werden die Nüsse über Nacht eingeweicht, werden die Enzyminhibitoren neutralisiert.

Kaltwasserfische

Kaltwasserfische sind sehr reich an den Omega 3 Fettsäuren DHA und EPA und sehr reich an Protein. Proteine benötigt unser Körper zu Regeneration von Zellen. EPA wirkt im Körper wiederum stark entzündungshemmend, verlangsamt Plaqueansammlungen in den Blutgefäßen und hilft dadurch den Blutfluss zu verbessern.

Bei regelmäßigem Verzehr reduziert Fisch die schädlichen Folgen einer Diabetes-Erkrankung. Mindestens 2 Mal in der Woche sollten Kaltwasserfrische verzehrt werden. Dazu gehören Lachs, Sardinen, Heilbutt, Makrele und Thunfisch. Fische ohne Flossen und Schuppen sollten hingegen vermieden werden.

Bohnen

Bohnen sind reich an komplexen Kohlehydraten, welche die Verdauungsgeschwindigkeit verlangsamen. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel nur langsam erhöht, starke Blutzuckerabfälle verhindert und Heißhungerattacken umgangen. Bohnen sind auch reich an Eiweiß, Magnesium und Kalium, die sich positiv auf den Blutzucker auswirken.

Bohnen schmecken lecker in Eintöpfen, als Zutat in Salaten und als Beilage.

Es gibt verschiedene Lebensmittel, die helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Indem wir sie gezielt in unsere Ernährung integrieren, können wir den Blutzuckerspiegel besser kontrollieren und gefährliche Blutzuckerspiegelschwankungen und Folgeschäden verringern.

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