Natürliche Lebensmittel gegen Entzündungen

Entzündungen sind ein Teil der körpereigenen Immunantwort. Sie helfen Infektionen, Wunden und Gewebeschäden schneller zu heilen und schädliche Reize, wie beschädigte Zellen, Reizstoffe oder Krankheitserreger zu entfernen.

Geraten Entzündungen jedoch außer Kontrolle, können sie etliche Schäden im Körper verursachen.

Es gibt akute und chronische Entzündungen. Akute Entzündungen entwickeln sich schnell, nehmen innerhalb kurzer Zeit an Intensität zu und halten 1 bis 2 Wochen an. Chronische Entzündungen entwickeln sich hingegen langsam und können mehrere Monate bis Jahre andauern.

Die typischen Zeichen von entzündlichen Prozessen sind Rötung, Schwellung, Schmerz, Funktionseinschränkung und Erwärmung. Entzündungen können aber auch allgemeine grippeähnliche Symptome verursachen, wie Fieber, Schüttelfrost, Energiemangel, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Muskelsteifheit.

Viele gesundheitliche Probleme sind mit entzündlichen Prozessen verbunden. Dazu gehören, Akne, Asthma, Arteriosklerose, hoher Cholesterinspiegel, rheumatoide Arthritis, Heuschnupfen, chronische Prostatitis, entzündliche Darmerkrankungen, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Zöliakie, Sinusitis, Periodontitis und sogar Krebs.

Um dauerhaft gesund zu sein, ist es wichtig, Entzündungen im Körper unter Kontrolle zu haben. Es gibt verschiedene Lebensmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften, die helfen, Entzündungen vorzubeugen und zu behandeln.

Gerstengras

Gerstengras wirkt außergewöhnlich gut gegen Entzündungen. Sein hohe Chlorophyllanteil, das seltene Enzym Superoxid-Dismutase (SOD) und die zahlreichen Antioxidantien besitzen starke entzündungshemmende Eigenschaften. Sie unterstützen die Reparatur der DNA in den Zellen, schützen vor Zellschäden, einer Zellalterung und reinigen das Blut. Dadurch wird der Blutfluss verbessert, Entzündungen beseitigt, Gelenkschmerzen gelindert und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gesteigert.

Bei entzündlichen Prozessen im Körper einfach einen gehäuften Teelöffel Gerstengraspulver in einem Glas Wasser vermischen und 2 bis 3 Mal täglich trinken.

Knoblauch

Knoblauch enthält vier beeindruckende Schwefelverbindungen. Diese wirken stark entzündungshemmend, reinigen das Blut, lindern Schmerzen und entgiften den Körper. Der regelmäßige Verzehr von rohem Knoblauch hilft außerdem, den Cholesterinspiegel zu senken und die Oxidation des “schlechten” LDL-Cholesterins zu verhindern. Das enthaltende Allicin wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus, hilft gegen Erkältungen, Bakterien, Parasiten und Akne.

Um entzündliche Prozesse im Körper besser unter Kontrolle zu haben: 1 bis 3 rohe Knoblauchzehen zerquetschen und mit etwas warmem Zitronenwasser verzehren. Das Zitronenwasser hilft, den Knoblauchgeruch zu reduzieren.

Ingwer

Ingwer liefert reichlich Gingerole, die außergewöhnlich gut gegen Entzündungen helfen. Gingerole richten sich gegen Entzündungsprozesse auf zellulärer Ebene, wodurch sowohl akute als auch chronische Entzündungen wirksam behandelt werden können.

Bei einer Arthrose oder rheumatoiden Arthritis hilft der regelmäßige Verzehr von Ingwer, Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und hilft entzündliche Prozesse nach dem Training zu senken.

Ingwer passt sehr gut zu verschiedensten Gerichten und schmeckt lecker als Tee. Für den Ingwertee: ½ Teelöffel frisch geriebenen Ingwer in eine Tasse mit heißen, gekochtem Wasser geben, bedecken und 10 Minuten ziehen lassen. Den Tee 2 bis 3 Mal pro Tag trinken, um entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren.

Zusätzlich kann mit etwas Ingweröl der betroffene Bereich mehrmals täglich sanft massiert werden.

Hinweis: Ingwer hat eine Blut verdünnende Wirkung und kann bei übermäßigem Konsum mit anderen Medikamenten interagieren.

Olivenöl

Olivenöl besitzt die Verbindung Oleocanthal, die außergewöhnlich gut gegen Entzündungen hilft. Oleocanthal schützt im Körper vor der Bildung der COX-1- und COX-2-Enzyme, die entzündliche Prozesse verursachen. Paracetamol und andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) besitzen die gleiche Eigenschaft und werden oft zur Behandlung einer Arthritis und Rheuma eingesetzt.

Um Entzündungen im Körper dauerhaft vorzubeugen, sollte extra natives Olivenöl bevorzugt werden. Dieses reduziert das Risiko von entzündlichen Problemen, wie degenerativen Gelenkerkrankungen und Diabetes.

Das Olivenöl passt sehr gut als Dressing in den Salat oder als Zutat in verschiedenen Dips. Als Massageöl kann es leicht erwärmt werden und hilft Schwellungen und Entzündungen einer Arthritis und Muskelkrämpfe zu lindern.

Kurkuma

Kurkuma hemmt viele verschiedene Moleküle, die bei entzündlichen Prozessen eine wichtige Rolle spielen. Diese Wirkung ist vor allem dem antioxidativen Curcumin zu verdanken. Curcumin besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, wirkt schmerzlindernd und hilft Schwellungen zu reduzieren.

Kurkuma hilft sehr gut bei entzündlichen Prozessen aufgrund einer Arthritis, Muskelverstauchungen und anderen Verletzungen.

Kurkumapulver verfeinert den Geschmack verschiedenster Gerichte und kann als Tee getrunken werden. Wird etwas Kurkumapulver mit warmem Sesamöl zu einer Paste vermischt und auf die Haut aufgetragen, helfen die entzündungshemmenden Eigenschaften Schwellungen und Entzündungen des dadrunter liegenden Gelenks zu verringern.

Lachs

Kaltwasserfische wie Lachs sind sehr reich an Omega 3 Fettsäuren. Vor allem die Omega 3 Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA) im Lachs richtet sich gegen Entzündungen und hilft diese zu verringern. Sie senken die Ebenen der Zytokine im Körper, welche entzündliche Prozesse fördern.

Vor allem in gegrillter, gebackener oder gebratener Form können die entzündungshemmenden Vorteile vom Lachs gut genutzt werden. Beim Überkochen vom Lachs werden die enthaltenden Fette zerstört.

Heidelbeeren

Heidelbeeren enthalten verschiedene Inhaltsstoffe mit antioxidativen und entzündungshemmenden Verbindungen. Ein Großteil davon sind die sekundären Pflanzenstoffe, die sich im Körper gegen entzündliche Prozesse im Gewebe richten und die Funktion der Zellmembranen verbessern. Dies verbessert die Nährstoffversorgung und Funktion etlicher Körperzellen.

Bei regelmäßigem Verzehr von Heidelbeeren kann das Risiko einer Arthritis reduziert und vor Entzündungen des Darms geschützt werden. Bereits ½ Tasse Heidelbeeren genügt, um entzündliche Prozesse im Körper zu verringern. Die Heidelbeeren können auch gefroren sein.

Indem wir mehr entzündungshemmende Lebensmittel in den Alltag integrieren, können wir das Risiko schwerer Krankheiten reduzieren. Neben diesen Lebensmitteln ist es wichtig, ausreichend Wasser zu trinken. Bei einem Wassermangel können Zellen nicht optimal arbeiten und notwendige entzündungshemmende Nährstoffe nicht in die Zellen transportiert werden.

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