Rote Beete

Rote Beete ist gesund, lecker und voller Leben. Rote Beete liefert eine Fülle wertvoller Nährstoffe, hilft gegen Bluthochdruck und wirkt entzündungshemmend. Dank spezieller Nährstoffverbindungen unterstützt Rote Beete die Entgiftung des Körpers, schützt vor Herzerkrankungen, Geburtsfehler und bestimmten Krebsarten. Rote Beete passt sehr gut in die schnelle Küche und kann sowohl roh als auch gekocht gegessen werden.

Was ist Rote Beete?

Rote Beete ist eine Verwandte der Zuckerrübe und des Mangolds. Rote Beete ist eine Rübe, die entweder eine runde oder birnenförmige Form hat, mit einer rot-braunen Schale ummantelt ist und im Inneren ein saftiges, knackiges Fleisch verbirgt. Die Rote Beete ist bekannt für ihr tiefrotes Fruchtfleisch und aromatischen süßlichen Geschmack. Es gibt die “Rote” Beete aber auch mit weißem (Weiße Beete) und hellgelben (Gelbe Beete) Fruchtfleisch.

Frische Rote Beete ist normalerweise das ganze Jahr erhältlich. Ihre Hochsaison hat sie jedoch von Juni bis Oktober. Auf dem Feld schmücken sich die einzelnen Rüben mit rot-grünen Blättern, die belebenden, bitteren Geschmack (ähnlich wie Mangold) haben.

Rote Beete kann roh gegessen werden, wird aber auch gerne gekocht oder eingelegt. Gekocht kennen die meisten Rote Beete als Hauptzutat der traditionellen osteuropäischen Suppe, Borschtsch. Wird Rote Beete gekocht, wird ihre knackige Textur buttrig weich und ihre hohe Nährstoffdichte reduziert. Um die Fülle an Nährstoffen von der Roten Beete aufzunehmen, sollte diese also möglichst roh verzehrt werden.

Rote Beete Gesund

Rote Beete ist reich an speziellen Nährstoffen, welche die Zellprozesse auf unterschiedliche Weise stimulieren und sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Der regelmäßige Verzehr von Roter Beete verbessert die Sauerstoffversorgung zu den Organen, steigert das allgemeine Energieniveau und hilft sportliche Leistungen zu verbessern. Spezielle Verbindungen in Roter Beete erhöhen den Blutfluss zum Gehirn und verlangsamen das Fortschreiten einer Demenz.

Der hohe Kaliumgehalt in Roter Beete hilft, den Stoffwechsel zu regulieren und die Herzfrequenz zu senken. Die Nitrate haben eine blutgefäßerweiternde Wirkung, helfen den Blutdruck zu senken und dadurch das Risiko für Herzerkrankungen zu reduzieren. Der Vitamin-A-Gehalt wird im Körper für die Gesundheit der Schleimhäute und der Haut genutzt und mit dem Vitamin C das Immunsystem gestärkt.

Das Eisen in Roter Beete ist wichtig für die Produktion der roten Blutkörperchen und die Folsäure unterstützt die DNA-Synthese in den Zellen. Der Ballaststoffgehalt hilft den Cholesterinspiegel zu senken und verlangsamt die Umwandlung von aufgenommenen Kohlenhydraten in glucose. Dadurch können unerwünschte Blutzuckerspiegelschwankungen verhindert und dem Diabetiker die Blutzuckerkontrolle vereinfacht werden. Mit der Kieselsäure in Roter Beete werden zusätzlich Knochen und Haare gestärkt und die Haut verschönert.

Rote Beete Nährwerte

Rote Beete besteht zu etwa 87 Prozent aus Wasser, 8 Prozent aus Kohlenhydraten, 3 Prozent aus Ballaststoffen und nur aus sehr wenigen Fetten und Proteinen.

Rote Beete Kohlenhydrate

Der süßliche Geschmack der Roten Beete ist dem hohen Kohlenhydratanteil zu verdanken. Betrachtet man nur das Trockengewicht der Roten Beete, machen die Kohlhydrate etwa 60-70 Prozent aus. Kocht man die Rote Beete, erhöht sich der Anteil der Einfachzucker, also die Kohlenhydrate, die für einen schnellen Blutzuckeranstieg sorgen. Der glykämische Index von Roter Beete liegt bei 61 und ist damit im mittleren Bereich. (Der glykämische Index ist ein Maß dafür, wie schnell Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit steigt.)

Rote Beete Vitamine und Mineralien

Rote Beete liefert essenzielle Vitamine und Mineralien. Dazu gehört Folsäure, welche besonders für schwangere Frauen wichtig ist und das normale Gewebewachstum unterstützt und Vitamin C, welches die Abwehrkräfte des Körpers stärkt. Zu den Mineralien gehören Eisen, Kalium und Mangan.

Rote Beete sekundäre Pflanzenstoffe

Einer der auffälligsten Merkmale der Roten Beete ist ihre tiefrote Farbe. Diese hat die Rote Beete den Betalaine-Pigmenten zu verdanken. Die Betalaine-Pigmente sind wasserlöslich, haben einen hohen Stickstoffgehalt und wirken als antioxidative und entzündungshemmende Moleküle. Gleichzeitig sind sie aber auch selbst sehr anfällig für Oxidationen (sie verändern ihre Struktur, wenn sie mit Sauerstoff in Kontakt kommt). Wird Rote Beete gekocht, werden die Betalaine-Pigmente in der Roten Beete schnell zerstört und verliert somit ihre Wirkung. Rote Beete sollte deshalb nicht länger als 15 Minuten gedampft werden.

Rote Beete Wirkung

Rote Beete gegen Entzündungen

Rote Beete hilft dank spezieller Verbindungen gegen Entzündungen im Körper. Vor allem das Betanin, Isobetanin und Vulgaxanthin in Roter Beete hemmen die Aktivität der COX-Enzyme. Die COX-Enzyme nehmen im Körper eine wichtige Rolle im Entzündungsgeschehen ein.

Rote Beete entgiftet

Die Betalaine-Pigmente in Roter Beete stimulieren die Entgiftung des Körpers. Sie stimulieren die Funktion der Leberzellen, stärken die Gallenblase und sorgen für einen freien Durchtritt der Gallengänge. Die Ballaststoffe in Roter Beete erhöhen zusätzlich die Produktion von Entgiftungsenzymen in der Leber. Dank der Betalaine-Pigmente und Ballaststoffe können mehr Giftstoffe aus dem Körper geleitet und der Körper von innen gereinigt werden.

Rote Beete senkt Blutdruck

Bluthochdruck gehört zu den hauptsächlichen Auslösern für Herzerkrankungen, Schlaganfällen und frühzeitigem Tod. Rote Beete ist reich an Nitrate, die sich im Körper in ein Gas namens Stickstoffmonoxid umwandeln. Stickstoffmonoxid entspannt die glatte Muskulatur in den Blutgefäßen und hilft dadurch die Arterien zu erweitern. Stickstoffmonoxid besitzt ebenso eine Anti-Thrombozyten-Wirkung, wodurch das Zusammenklumpen der Blutplättchen verhindert wird.

Rote Beete steigern körperliche Leistungsfähigkeit

Nitrate verbessern die körperliche Leistungsfähigkeit, vor allem bei hoch intensivem Ausdauertraining. Nitrate, die wir über die Ernährung aufnehmen, werden im Körper in Nitrite umgewandelt und verbessern beim körperlichen Training die Sauerstoffverwertung in den Mitochondrien. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen, die für die Produktion der Energie verantwortlich sind.

Rote Beete ist eine natürliche Quelle von Nitraten, die bei Läufer und Radfahrer die Ausdauer erhöhen und den gesamten der Sauerstoffverbrauch steigern können und insgesamt zu einer besseren Trainingsleistung führen.

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Rote Beete Nebenwirkungen

Rote Beete ist in der Regel gut verträglich. Menschen, die anfällig für Nierensteine sind, sollten Rote Beete jedoch nur mit Vorsicht genießen. Rote Beete enthält Oxalate, die die Bildung von Nierensteinen anregen können. Wer also Nierensteine hat oder dafür anfällig ist, sollte vor dem Verzehr von Roter Beete mit seinem Arzt sprechen.

Isst man zu viel Rote Beete, kann sich der Urin Rosa bis Rot verfärben, was auch als Beturie bekannt ist. Etwa 5 bis 15 Prozent der Bevölkerung können den roten Farbstoff Betalaine nicht komplett abbauen. Dieser wird dann über den Urin ausgeschieden und verfärbt diesen rötlich. Auffällig ist diese Verfärbung des Urins bei Menschen, die an einem Eisenmangel leiden.

Rote Beete Kaufen

In den meisten Supermärkten ist Rote Beete das ganze Jahr erhältlich. Ihre Hochsaison hat sie jedoch von Juni bis Oktober. Beim Kauf sollte man kleine bis mittelgroße Rüben bevorzugen, deren Wurzeln fest, glatt-gehäutet und eine kräftige Farbe haben. Diese haben meist einen intensiveren Geschmack.

Rüben, die Flecken und Prellungen haben oder weich und feucht sind, sollte gemieden werden. Rüben, die schlaff oder welk aussehen sind meist faserig, zäh und alt. Um Rückstände von chemischen Düngemitteln oder Pestiziden zu vermeiden, sollte beim Kauf Bio-Qualität bevorzugen.

Kauft man Rote Beete noch mit Blättern, spiegeln die Blätter meist nicht die Qualität der Rübe wider. Möchte man sowohl Rübe als auch deren Blätter verzehren, sollte man solche wählen, deren Grün frisch und zart ist und eine lebendige Farbe hat.

Rote Beete Lagern

Hat man die Rote Beete mit Blättern gekauft, sollten die Blätter zu Hause vorsichtig entfernt werden. Dabei sollten etwa 2 Zentimeter des Stiels an der Wurzel bleiben, um Beschädigungen der Rübe zu vermeiden. Denn wird die Rübe etwas beschädigt, verliert sie schnell einen Teil ihrer Nährstoffdichte.

Die Rüben sollten ungewaschen im Kühlschrank gelagert werden. Im Kühlschrank bleibt diese etwa 2 Wochen lang frisch.

Die Blätter der Roten Beete sollten separat im Kühlschrank gelagert werden. Diese bleiben dann etwa 4 Tage frisch.

Rote Beete in die Ernährung integrieren

Auf den ersten Blick scheint die Rote Beete wie ein Fels in der Brandung. Rote Beete ist jedoch sehr empfindlich. Die Betalain-Pigmente sind hoch wasserlöslich und temperaturempfindlich. Kleinste Prellungen und Einstichstellen sorgen bereits dafür, dass die Rote Beete “zu bluten” beginnt und dadurch die Wirksamkeit der Betalain-Pigmente reduziert. Um die volle Nährstoffdichte der Roten Beete zu nutzen, sollte diese deshalb roh verzehrt werden.

Rote Beete zubereiten

  • Rote Beete unter kaltem, fließendem Wasser vorsichtig abspülen. (Aufpassen, dass die Schale nicht beschädigt wird. Diese schützt die gesundheitsfördernden Pigmente der Roten Beete.)
  • Um Verfärbungen der Hände zu vermeiden, können bei der Zubereitung Handschuhe getragen werden. Hat man gerade keine Handschuhe parat, hilft im Nachhinein auch Zitronensaft, um Flecken an den Händen zu entfernen.
  • Möchte man die Rote Beete roh essen, sollte man diese zunächst schälen und anschließend in die passende Größe schneiden (zum Beispiel Scheiben oder Streifen).
  • Zum Kochen der Roten Beete kann die Schale dranbleiben. Um einen Großteil der Nährstoffdichte zu retten, sollte die Rote Beete nicht länger als 15 Minuten gedampft werden. Wenn die Rote Beete mit der Spitze einer Gabel leicht einzupieksen ist, ist sie gar. Die Haut kann nach dem Kochen abgepellt werden.

Hinweis: Beim Kochen kann sich die Farbe der Roten Beete verändern. Gibt man säurehaltige Zutaten dazu (wie Zitronensaft oder Essig) wird die Farbe heller. Bei alkalischen Substanzen (wie Backpulver) verändert sich die Farbe ins tiefe lila. Fügt man Salz hinzu, bekommt die Rote Beete eher eine stumpfe Farbe. Deshalb: Das Salz erst am Ende des Kochvorgangs dazugeben.

Gesundheit ist lecker

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