Sonnencreme selber machen

Wärmendes Sonnenlicht ist für die Haut und Seele wohltuend. Es stärkt das körpereigene Immunsystem, setzt etliche Zellprozesse im Körper in Gang und ist ein einfacher und gesunder Weg mehr Vitamin D aufzunehmen. Zu viel Sonnenlicht kann der Gesundheit jedoch schaden. Vor allem, wenn die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist.

Viele Sonnencremes schützen die Haut zwar vor einen Sonnenbrand, doch enthalten auch viele schädliche und giftige Inhaltsstoffe. Laut verschiedenen Untersuchungen erhöhen viele herkömmliche Sonnencremes sogar die Produktion zellschädigender freier Radikale und fördern das Wachstum von Hautkrebszellen.

Um die gesundheitlichen Vorteile der Sonne zu schöpfen, ist keine braune oder verbrannte Haut erforderlich. 10-15 Minuten Sonnenlicht am Morgen reichen bereits aus, um die Vitamin-D-Produktion im Körper anzuregen. Wer länger oder in der heißen Mittagssonne raus muss, sollte sich vor direkten Sonnenstrahlen schützen.

Tipps für natürlichen Sonnenschutz

  • Schattiges Plätzchen: Ein schattiger Platz unter einem Baum, Sonnenschirm oder Dach senkt das Risiko von Verbrennungen um 30 Prozent.
  • Großen Schlapp-/Sonnenhut und leichte, lockere und lange Kleidung: Kleidung schützt die Haut vor UV-Strahlen und reduziert das Risiko um 27 Prozent.
  • Sonnenbrille: Sie schützt die Augen vor UV-Strahlen und verhindert eine Trübung der Augenlinse.
  • Direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr vermeiden. Zu diesen Zeiten hat die Sonne ihren Höhepunkt.
  • Natürliche Sonnencreme: Hergestellt aus natürlichen Inhaltsstoffen und Lebensmitteln mit einem Lichtschutzfaktor.

Es gibt natürliche Lebensmittel und Inhaltsstoffe, die einen eigenen Lichtschutzfaktor besitzen und der Haut natürlichen Sonnenschutz bieten. Werden diese Lebensmittel einzeln verwendet, bieten sie geringen Sonnenschutz. Werden die Inhaltsstoffe in einer selbst gemachten Sonnencreme kombiniert, bringt jeder Inhaltsstoff sonnenschützende Eigenschaften mit sich und bietet der Haut einen gewissen Schutz. Mit einer natürlichen Sonnencreme wird die Haut gleichzeitig genährt und mit Feuchtigkeit versorgt.

Lebensmittel mit eigenem Lichtschutzfaktor:

  • Mandelöl: Lichtschutzfaktor 5
  • Kokosöl: Lichtschutzfaktor 4-6
  • Sheabutter: Lichtschutzfaktor 4-6
  • Himbeersamenöl: Lichtschutzfaktor 25-50
  • Karottensamenöl: Lichtschutzfaktor 35-40
  • Jojobaöl, Sonnenblumenöl und Sesamöl: Werden leicht von der Haut absorbiert und liefern etwas natürlichen Sonnenschutz.
  • Eukalyptus- und Lavendelöl: Eukalyptus besitzt einen niedrigen Lichtschutzfaktor und Lavendelöl beruhigt die Haut und fördert deren Reparatur. Wichtiger Hinweis: Zur Herstellung einer Sonnencreme kein ätherisches Zitrusöl/Zitronenöl verwenden. Zitrone erhöht die Sonnenempfindlichkeit.
  • Zinkoxid: Lichtschutzfaktor 2-20 (je nachdem, wie viel verwendet wird). Die Bestandteile von Zinkoxid verteilen sich auf der obersten Hautschicht und verstreuen und absorbieren die UVA- und UVB-Strahlen der Sonne. Dadurch schützen sie die untere Hautschicht. Wichtiger Hinweis: Es sollte kein Nano-Zinkoxid verwendet werden, um natürliche Sonnencreme herzustellen.

Individueller Lichtschutzfaktor

Je nachdem wie stark der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sein soll, kann der Zinkoxidgehalt angepasst werden. Je stärker der Lichtschutzfaktor sein soll, desto mehr Zinkoxid kommt hinein.

Ein Beispiel: 6ml Zinkoxid in 60 Gramm selbst gemachter Sonnencreme ergeben einen Sonnenschutzfaktor von 10.

Für Lichtschutzfaktor 2-5: 5% Zinkoxidanteil Für Lichtschutzfaktor 6-11: 10% Zinkoxidanteil Für Lichtschutzfaktor 12-19: 15% Zinkoxidanteil Für Lichtschutzfaktor mehr als 20: 20% Zinkoxidanteil

Hinweis: Zinkoxid sollte nicht überdosiert werden, da eine Überdosierung Hautreizungen verursachen kann. Bei empfindlicher Haut sollte vor der Verwendung von Zinkoxid mit einem Hautarzt Rücksprache gehalten werden.

Sonnencreme selber machen

Zutaten:

  • 30ml extra natives Kokosöl
  • 24ml Sheabutter
  • 3ml Jojoba-, Sonnenblumen- oder Sesamöl
  • 30 Tropfen ätherische Öle (zum Beispiel: 15 Lavendel, 10 Eukalyptus, 5 Pfefferminze)
  • Zinkoxidpulver (Den Zinkoxidanteil nach eigenem Lichtschutzfaktor berechnen. Für die Berechnung des Zinkoxidanteils: Die Gesamtmenge der Sonnencreme beträgt etwa 60ml.)
  • optional: Ein paar Tropfen Himbeersamenöl und Karottensamenöl hinzufügen.

Zubereitung:

  1. Kokosöl, Sheabutter und Jojoba-, Sonnenblumen- oder Sesamöl in ein kleines Einmachglas geben und im Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen.
  2. Wenn die Sheabutter geschmolzen ist, das Glas aus dem Wasserbad nehmen und etwas abkühlen lassen.
  3. Einen Mund- und Nasenschutz aufsetzen (um keine feinen Zinkoxid-Partikel einzuatmen) und den berechneten Zinkoxidanteil zu den Ölen in das Glas dazugeben.
  4. Ätherische Öle hinzugeben und alle Zutaten gut miteinander vermischen.
  5. Die fertige Sonnencreme an einen dunklen Ort in den Kühlschrank stellen.

Anwendung: Die Sonnencreme großzügig auf die Haut auftragen. Die Sonnencreme ist nicht wasserfest. Deshalb alle paar Stunden Neuauftragen. Vor allem bei Schwitzen oder nach dem Schwimmen.

Hinweis:

  • Die Sonnencreme ist im Kühlschrank bis zu 6 Monate haltbar. Sie sollte immer nach der Verwendung gekühlt werden.
  • Die enthaltenden Öle sind lichtempfindlich und sollten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
  • Alternative für eine schnellere Zubereitung der Sonnencreme: Geschmolzenes Kokosöl mit individueller Menge Zinkoxid gut vermischen.

Lange Kleidung, ein großer Sonnenhut und eine selbst gemachte Sonnencreme an einem schattigen Plätzchen sind eine gute Kombination, um die Haut auf natürliche Weise vor starken Sonnenstrahlen zu schützen.

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