Bohnen

Bohnen sind vollgepackt mit Proteinen, liefern überdurchschnittliche Mengen an Ballaststoffe und sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Bohnen besitzen eine ähnliche Nährstoffdichte wie Fleisch, Geflügel und Fisch und werden deshalb häufig als vegetarische Alternative für Fleisch betrachtet. “Von einem Böhnchen kommt ein Tönchen” lautet ein altes Sprichwort und beschreibt bereits deren bedeutungsvolle Wirkung. Bohnen regen die Verdauung an, verbessern die Gesundheit des Darmtraktes und schützen sogar gegen Darmkrebs. Ob rote, weiße, schwarze, grüne oder gelbe Bohnen, sie alle besitzen mächtige gesundheitsfördernde Eigenschaften und bringen die Gesundheit auf ein komplett neues Niveau.

Bohnen sind besonders

Es gibt mehr als 100 verschiedene Bohnensorten, die sich in ihrer Farbe, Länge und im Geschmack unterscheiden. Ob rund, länglich, nierenförmig, rot, gelb oder grün – jede einzelne Bohnensorte zeichnet sich mit einzigartigen Besonderheiten aus. Die Grundwirkung aller Bohnensorten ist jedoch ähnlich und sehr positiv für die Gesundheit.

Tipp: Um die gesundheitlichen Vorteile jeder einzelnen Bohne zu erhalten, ist eine wöchentliche Abwechslung sehr empfehlenswert.

Bohnen Gesund

Bohnen sind mehr als nur ein Fleischersatz. Sie sind so nahrhaft, dass sogar einige Ernährungsrichtlinien empfehlen, 1 bis 3 Tassen in der Woche zu verzehren. Aber was macht die Bohnen denn so einzigartig?

Wenn es um die Kalorien geht, sind Bohnen vergleichbar mit Fleisch. Ihre Nährwerte ähneln dem vom Fisch und Geflügel. Doch ihren einzigartigen Schimmer verdanken die Bohnen ihrem überdurchschnittlich hohen Ballaststoffgehalt und dem hohen Wasseranteil. Zwei Zutaten, die einem ein Völlegefühl verleihen, schneller satt machen und beim Abnehmen helfen.

Da die tägliche Ernährung der meisten Menschen einen enormen Ballaststoffmangel aufweist, wächst auch deren Taillenumfang, wodurch sich als Folge deren Risiko für chronische Erkrankungen erhöht. Bereits nur eine Tasse gekochte Bohnen liefert 12 Gramm Ballaststoffe und deckt damit bereits die Hälfte des täglichen Ballaststoffbedarfs eines Erwachsenen. (Fleisch enthält dagegen fast keine Ballaststoffe).

Die vielen Ballaststoffe werden im Körper nur langsam verdaut, wodurch sie länger satt halten und ebenso Blutzuckerspitzen und -tiefen vermeiden. Ungewollte Heißhungerattacken werden so verhindert und überschüssige Pfunde leichter beseitigt. Laut neuer Studien wiegen Bohnenesser im durchschnittlich 7 Kilo weniger, haben schlankere Taillen und essen dennoch pro Tag 199- 300 Kalorien mehr, als Nicht-Bohnenesser.

Zu den gesundheitsfördernden Ballaststoffen liefern Bohnen außerdem wichtige sekundäre Pflanzenstoffe (Verbindungen, die nur in Pflanzen gefunden wurden) und viele Antioxidantien. Beide Inhaltsstoffe setzen im Körper zellschädigende freie Radikale außer Gefecht, die zu den ausschlaggebendsten Auslösern für Krebs, Alterungsprozess und neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer gehören.

Während einer Studie maßen Forscher die antioxidativen Kapazitäten von mehr als 100 Lebensmittel. Drei Arten von Bohnen kamen in die Top 4: die kleinen roten Bohnen, rote Kidneybohnen und die schwarzen Bohnen. Zwei andere Bohnensorten erreichten die Top 40: die weißen Bohnen und Schwarzaugenbohnen.

Bohnen Wirkung

Bohnen liefern Antioxidantien

Die schwarze Bohne gehört unter den Bohnen zu den Spitzenreitern der antioxidativen Aktivität. Forscher fanden heraus, dass je dunkler die Samenschale ist, desto höher auch der Gehalt an Flavonoide. Die weiße Bohne liefert dagegen die schwächste antioxidative Aktivität.

Die starken antioxidativen Eigenschaften haben die schwarzen Bohnen der hohen Konzentration der Anthocyane zu verdanken. Anthocyane sind gesunde Flavonoid-Pigmente, die Lebensmittel, wie Heidelbeeren, schwarzen Johannisbeeren, Himbeeren, roten Trauben ihre Farbe und antioxidative Fähigkeit verleihen.

Die starken Antioxidantien der schwarzen Bohne schützen die Zellen vor schädlichen freien Radikalen, die im Körper Zellschäden und eine Reihe von chronischen und degenerativen Erkrankungen wie Alzheimer-Krankheit, viele Krebsarten und Herzerkrankungen verursachen können. So schützen auch die Antioxidantien in den roten Kidneybohnen, Cannellini Bohnen den weißen Kidneybohnen die Haut vor Zellschäden und damit vor Alterung, Falten und Sonnenlicht produzierende Metalloproteinasen. Der regelmäßige Bohnengenuss schützt so vor der Zerstörung der Kollagenfasern und einer vorzeitigen Faltenbildung der Haut.

Hinweis: Neben den zellschützenden Antioxidantien liefern die Bohnen ein reichhaltiges Angebot an Kupfer, pflanzliche Proteine und Zink, die ebenso vor einer vorzeitigen Faltenbildung der Haut schützen.

Bohnen haben ein niedrigen glykämischen Index

Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index halten den Blutzucker stabil, indem die Kohlenhydrate nur langsam gespalten und in die Blutbahn gegeben werden. Dies verhindert wiederum das Verlangen nach süßen Speisen und verbessert die Kontrolle von Stimmungsschwankungen. Zusätzlich wirken Lebensmittel mit niedrigem GI gegen die Insulinresistenz eines Diabetikers und reduzieren so das Risiko für die Entwicklung von Herzerkrankungen und Schlaganfällen.

Die schwarzen Bohnen, Cannellini Bohnen, Lima Bohnen und Kidneybohnen sorgen so für eine stetige Energieversorgung nach dem Verzehr, kontrollieren Stimmungsschwankungen und Heißhungerattacken auf zuckerhaltige Lebensmittel.

Bohnen helfen beim Abnehmen

Werden Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index in der täglichen Ernährung mit Lebensmitteln mit einem niedrigen GI ersetzt, macht sich das auf den Gewichtsverlust sehr positiv bemerkbar. Kohlenhydrate in den Lebensmitteln sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel steigt und der Körper ein Hormon namens Insulin produziert.

Das Insulin hat im Körper die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel zu senken. Dies geschieht unter anderem durch die Speicherung der Glucose in den körpereigenen Muskel- und Leberzellen (so kann die Glucose später als Energie verwendet werden). Werden zu viele Lebensmittel mit einem hohen GI verzehrt, reicht die Kapazität der Glucose speichernden Zellen häufig nicht aus, sodass diese Kohlenhydrate als Fett am Bauch, Po und Oberschenkeln hinterlegt werden.

Bohnen liefern nur einen geringen GI und sind daher eine wunderbare Alternative zu vielen herkömmlichen Lebensmitteln mit einem hohen GI.

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Bohnen regen die Entgiftung des Körpers an

Bohnen haben eine entgiftende Wirkung auf den Körper, die mit einer erheblichen Menge an Molybdän verknüpft ist. Das Molybdän ist ein Spurenelement und spielt eine wesentliche Rolle in der menschlichen Gesundheit. Es stimuliert die Wirkung der Entgiftungsenzyme Sulfit-Oxidase und Aldehydoxidase und regt dadurch die Entgiftung vom Körper an:

Die Aldehydoxidase hilft Acetaldehyd zu zerstören, welches eine giftige und krebserregende Substanz ist und als Nebenprodukt der Hefe und des Alkohol-Stoffwechsels gebildet wird.

Die Sulfit-Oxidase ist wiederum ein mitochondriales Enzym, welches die Umwandlung der Sulfite in Sulfate katalysiert. Sulfite sind Lebensmittelzusatzstoffe, die manchmal zu verarbeiteten Lebensmitteln hinzugefügt werden, um deren Frische zu bewahren. Diese Zusatzstoffe können bei manchen Menschen toxisch wirken.

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Bohnen eine gesunde Proteinquelle

Eiweiß (=Protein) ist wichtig für viele Körperprozesse, einschließlich der Erneuerung und der Reparatur vom Gewebe. Proteine sind ein wichtiger Baustein der Muskeln und Haut und machen einen großen Teil der Haare und Nägel aus.

Einige Bausteine der Proteine (=Aminosäuren) können vom Körper nicht eigenständig hergestellt werden und müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden. Bohnen können in Kombination mit braunem Reis oder Pseudogetreidesorten ein komplettes Protein bereitstellen und dadurch die biologischen Funktionen des Körpers unterstützen.

Bohnen gegen Herzerkrankungen

Hülsenfrüchte, wie Kidneybohnen sind voller Folsäure und Ballaststoffe, die beide die kardiovaskuläre Gesundheit fördern. Nur eine Tasse (177 Gramm) gekochte Kidneybohnen liefern ein Drittel der empfohlenen Tagesdosis an Folsäure. Ein Folsäuremangel wird häufig mit einem erhöhten Risiko von Herzerkrankungen, koronaren Komplikationen und Schlaganfällen in Verbindung gebracht. Die Folsäure hilft ebenso das Homocystein zu beseitigen, welches eine giftige Substanz ist und zu schweren Arterienschäden führen kann.

Die löslichen Ballaststoffe in roten Bohnen unterstützen die Gesundheit des Herzens, indem sie eine gelartige Substanz im Verdauungstrakt bilden. Dieses Gel verbindet sich dann mit der Gallenflüssigkeit und führt so das Cholesterin aus dem Körper hinaus.

Bohnen gegen Krebs

Eine Studie der Zeitschrift Cancer Research April 2006 legt nahe, dass Hülsenfrüchte, wie Limabohnen den Körper vor kolorektale Adenome schützen können. (Kolorektale Adenome sind gutartige Tumore, die das Potenzial zu Krebs haben. Diese Tumore sind ein wichtiger Vorläufer des kolorektalen Karzinoms und die dritthäufigste Krebsart bei Männern und Frauen.) Die Forscher fanden heraus, dass Frauen, die mindestens 4 Portionen Hülsenfrüchte pro Woche aßen, deutlich weniger wahrscheinlich kolorektalen Adenomen aufwiesen als Frauen, die eine Portion pro Woche oder weniger verzehrten.

Bohnen Nebenwirkungen

Menschen, die an Nierensteine und Gicht leiden, sollten Bohnen nur in Maßen verzehren. Der Purin-Gehalt in einigen Bohnensorten kann sich bei Menschen, die empfindlich auf Purine reagieren, negativ auswirken.

Bohnen Kaufen

Bohnen sind frisch, getrocknet und auch in Konservendosen erhältlich. Bohnen in Konservendosen sollten gemieden werden, da diese meist künstliche Zusätze enthalten und nicht mehr die volle Nährstoffdichte bieten.

Beim Kauf sollten folgende Kriterien beachtet werden: - Bio-Qualität - GVO-frei - Ganze Bohnen und nicht bereits zerkleinerte

Bohnen – Tipps zur Verwendung

  • Menschen mit Gicht und Nierensteine sollten einen übermäßigen Verzehr an Bohnen vermeiden.
  • Hohe Mengen an Bohnen können den Zellstoffwechsel stören.
  • Werden die Bohnen eingewicht, kann sowohl die Kochzeit verkürzt als auch die Verdauung unterstützt werden.
  • Es sollten nur ganze und NICHT bereits gehackte Bohnen gekauft werden.
  • Wenn getrocknete Bohnen in einem luftdichten Behälter gelagert werden, bleiben sie bis zu 12 Monate frisch.
  • Bohnen sollten an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert werden.
  • Bohnen lassen sich hervorragend in einem Dampfkochtopf kochen.
  • Beim Kochen sollte kein Salz oder saure Zutaten hinzufügt werden. (Die Kochzeit kann sich dadurch verlängern)
  • Verwende frische oder getrocknete Bohnen und vermeide die Bohnen in Konservendosen (Bohnen in Konservendosen sind bereits verarbeitet und haben bereits eine Vielzahl der Nährstoffe verloren)
  • Bevor getrocknete Bohnen gekocht werden, sollten diese vorher 8 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Dadurch verkürzt sich deren Kochzeit. Für jede Tasse (250 ml) Bohnen benötigt man drei Tassen (750 ml) Wasser, um diese einzuweichen. Nach dem Einweichen sollten die Bohnen abgesiebt und abgespült und das Einweichwasser weggeschüttet werden. Das Einweichwasser enthält einige der Kohlenhydrate und Zucker, die Magen-Darm-Störungen (Blähungen) verursachen können.

Gesundheit ist lecker

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