Milchproduktion natürlich anregen

Die Muttermilch ist für Neugeborene und Kleinkinder eine sehr wichtige Nahrungsquelle. Sie versorgt das Baby mit wertvollen Nährstoffen und stärkt es. Es gibt verschiedene Ursachen, die dazu führen, dass nicht mehr genug Milch produziert wird. Die Einnahme der Antibabypille, hormonelle Veränderungen im Körper, Ernährungsmängel, bestimmte Krankheiten oder eine falsche Anlegeposition des Babys gehören zu den häufigsten Auslösern einer mangelnden Milchproduktion.

Es gibt verschiedene Lebensmittel und Tipps, um die Produktion der Muttermilch natürlich anzuregen.

Warme Kompressen

Warme Kompressen fördern die Durchblutung der Brust und regen die Milchproduktion an. Eine niedrige Blutzirkulation gehört zu den Hauptgründen einer unzureichenden Muttermilchversorgung. Die Anwendung warmer Brustkompressen direkt vor dem Stillen, erhöht die Durchblutung und fördert die Milchproduktion.

Dafür vor dem Stillen die Brüste sanft massieren, ein sauberes Tuch in warmem Wasser eintauchen und das überschüssige Wasser auswringen. Mit dem warmen Tuch den Bereich um die Brustwarze sanft massieren und dabei die Brust leicht gegen den Brustkorb streichen. Nach 5 bis 10 Minuten Massage den Oberkörper leicht nach vorne lehnen und das Baby stillen.

Diese Anwendung dient auch als Entspannungstechnik bei schweren Brüsten und kann den Milchfluss erleichtern.

Bockshornklee

Bockshornklee stimuliert die Milch produzierenden Drüsen. Es enthält Phytoöstrogene, welche die Brustmilchproduktion erhöhen. Es wird oft auch vermutet, dass durch Bockshornklee die Schweißdrüsen stimuliert werden und dadurch die Milchdrüsen angeregt werden. Milchdrüsen sind modifizierte Schweißdrüsen.

Bockshornklee für mehr Milch: 1 Esslöffel Bockshornkleesamen in eine Tasse Wasser geben und über Nacht einweichen. Am nächsten Morgen dieses Wasser zusammen mit den Bockshornkleesamen für einige Minuten kochen. Die Flüssigkeit abseihen und den Tee jeden Morgen trinken, um positive Ergebnisse zu erzielen.

Zimt

Zimt hilft, die Sekretion der Muttermilch zu erhöhen. Er verbessert den Geschmack der Muttermilch, sodass viele Babys diese lieber trinken. Zimt hilft auch das Auftreten der Menstruation nach der Geburt zu verzögern und verhindert eine frühe Empfängnis.

Einfach eine Prise Zimt mit einem halben Teelöffel Honig in warme Mandelmilch geben, gut vermischen und für 1 bis 2 Monate jeden Tag vor dem Schlafengehen trinken.

Fenchelsamen

Fenchelsamen wirken als natürliches Galaktagogum, welcher die Milchabsonderung aus den Brustdrüsen fördert. Fenchelsamen unterstützen außerdem die Verdauung und schützen vor schmerzenden Koliken bei kleinen Babys.

Einfach 1 Esslöffel Fenchelsamen in eine Tasse mit heißem Wasser geben, bedecken und 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend die Lösung abseihen und den Tee für 1 Monat 2 Mal täglich trinken.

Um die Wirkung zu verstärken, sollten zusätzlich Fenchelsamen in die Ernährung integriert werden.

Indisches Basilikum

Indisches Basilikum regt den Milchfluss an und hilft nervöse Anspannungen der jungen Mutter zu beruhigen. Es liefert reichlich Carotin, Niacin, Thiamin und Eisen und schützt Mutter und Kind vor vielen Krankheiten.

1 Tasse Wasser und 6 bis 8 fein gehackte Basilikumblätter in einen Topf geben und die Mischung 1 bis 2 Minuten Kochen. Die Hitze reduzieren und die Mischung für 5 Minuten weiter köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung abseihen. Die Flüssigkeit nach Geschmack mit etwas Honig versüßen und 2 Mal täglich mehrere Monate nach der Geburt trinken.

Okra

Okraschoten enthalten viele Nährstoffe, die für die Milchproduktion sehr vorteilhaft sind. Sie stimulieren die Brustdrüsen, regen die Durchblutung der Venen um die Brust an und fördern dadurch die Milchproduktion.

Einfach den Saft von frischen Okraschoten entnehmen und ein halbes Glas Okrasaft täglich für 1 Monat trinken.

Knoblauch

Knoblauch hilft, die Stillzeit zu verlängern. Er wirkt als natürliches Galaktagogum, regt die Produktion der Muttermilch an und soll sogar den Geschmack der Milch verbessern.

Knoblauch für mehr Milch: 3 Knoblauchzehen fein reiben und in einen Topf mit 1 Tasse warmem Wasser geben. Alles zum Köcheln bringen, bis sich die Menge auf etwa ein Viertel reduziert hat. 1 Tasse Mandelmilch zur Mischung dazugeben und alles wieder zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd nehmen, ½ Teelöffel Honig untermischen und die Mischung jeden Morgen während der Stillzeit trinken.

Karotten und Rote Beete

Karotten und Rote Beete liefern reichlich Beta-Carotin, was für die Milchproduktion außergewöhnlich gut ist. Beta-Carotin hilft mehr Muttermilch bereitzustellen und ist für das Wachstum des Neugeborenen sehr wichtig.

Karotten und Rote Beete sind außerdem sehr reich an Mineralien, die eine stillende Mutter benötigt.

Einfach 2 Karotten und kleine Rote Beete in eine Saftpresse oder mit etwas Wasser in einen Mixer geben und zu einem feinen Saft verarbeiten. Nach Geschmack mit etwas Salz oder Honig abschmecken. Den Saft 2 Mal täglich mehrere Wochen hintereinander trinken.

Karotten und Rote Beete schmecken ebenso lecker im Salat oder Suppen.

Weitere Tipps, um die Milchproduktion natürlich anzuregen:

  • Ausreichend trinken: Je nach Körpergröße benötigt der Körper 2 bis 3 Liter reines Wasser am Tag, um ausreichend Milch zu produzieren.
  • Nährstoffreiche Ernährung: Der Körper benötigt verschiedene Nährstoffe, um Muttermilch zu produzieren.
  • Anlegeposition vom Baby optimieren, sodass Mutter und Baby während des Stillens bequem sitzen.
  • Regelmäßig Stillen: Je mehr gestillt wird, desto mehr Milch kann produziert werden.
  • Das Baby von einer Brust füttern, bis diese leer ist und dann zur nächsten wechseln.
  • Rauchen und Alkohol während der Stillzeit vermeiden.

Es gibt verschiedene Lebensmittel und Tipps, welche die Milchproduktion natürlich anregen. Indem nur 1 bis 2 der Tipps in den Alltag integriert werden, kann mehr Milch produziert und das Kind mit wertvollen Nährstoffen versorgt werden.

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