Natürliche Hausmittel gegen Arthrose

Wenn sich der Gelenkknorpel entzündet, schwillt das Gelenk an und beginnt zu schmerzen. Der Grund dafür sind meist degenerative Prozesse einer Arthrose. Dabei wird das Gelenk immer empfindlicher, unbeweglicher und vor allem morgens nach dem Aufstehen sehr steif und fest.

Eine Arthrose kann an allen Gelenken des Körpers entstehen. Am häufigsten betrifft sie jedoch die tragenden Gelenke, wie Knie, Hüfte und Wirbelsäule. Der Grund einer Arthorse liegt oft in vorherigen Gelenkverletzungen, schwacher Muskulatur, täglichen überlastenden Tätigkeiten, Knochenfehlbildungen, Adipositas, Diabetes und einer schlechten Ernährung.

Die Ernährung gehört sogar zu den wesentlichen Faktoren einer Arthrose. Viel Zucker, Alkohol, Gluten und ein Übermaß an Omega-6-Fettsäuren verursachen im Körper chronisch entzündliche Prozesse und sind häufige Auslöser einer entzündlichen Arthrose.

Die Symptome entwickeln sich oft langsam und verschlechtern sich im Laufe der Zeit. Wird nicht rechtzeitig behandelt, kann eine Arthrose das Gelenk deformieren und zu jahrelangen Schmerzen führen.

Durch einfache Änderungen täglicher Gewohnheiten und einigen Hausmitteln können die Symptome besser kontrolliert und Schmerzen gelindert werden.

Bewegung

Bewegung gehört zum besten Mittel gegen eine Arthrose. Eine dauerhafte Kompression der Gelenkflächen sorgt für eine Überlastung und Schmerzen in den Gelenken. Leichte Dehnübungen und Bewegungen helfen, den Druck in den Gelenken zu lösen, die Schmerzen zu lindern und verbessern die Beweglichkeit.

Bewegung und regelmäßiges Training stärken außerdem die umliegende Muskulatur und das Gelenk, erhöhen Stoffwechselaktivitäten und helfen dadurch, entzündliche Stoffe vermehrt abzubauen.

Je nach Art und Schwere der Arthrose sollten die Übungen individuell angepasst werden. Es ist immer wichtig, die Übungen schmerzfrei durchzuführen und das Gelenk nicht zu überlasten. Eine Überlastung kann den entzündlichen Prozess und die Schmerzen verschlimmern.

Am besten wird mit leichten Dehnübungen begonnen und dann mit der Zeit die Muskulatur immer mehr gekräftigt.

Wärme und Kälte

Je nach Entzündungsphase können Kälte- oder Wärmeanwendungen hilfreich sein. Bei einer akuten Entzündung hilft oft Kälte, bei chronisch entzündlichen Prozessen wirkt häufig wiederum Wärme schmerzlindernd.

Für kalte Kompressen: Ein paar Eiswürfel in ein dünnes Handtuch wickeln und damit höchstens 10 Minuten das Gelenk kühlen. Die Anwendung 2-3 Mal über den Tag verteilt wiederholen.

Für die Wärmeanwendung: Wärmflasche oder Körnerkissen erwärmen und auf das betroffene Gelenk etwa 15-20 Minuten legen. Hinweis: Die Wärmflasche/Körnerkissen sollte nicht zu heiß sein, um Verbrühungen und neue entzündliche Prozesse zu vermeiden. Geschwollene Gelenke sollten nicht gewärmt werden.

Massagen

Bei einer Arthrose sind die umliegenden Sehnenansätze des Gelenks häufig gereizt und beginnen zu schmerzen. Aber auch die Muskulatur ist oft schmerzhaft verspannt und erhöht die Druckbelastung vom Gelenk.

Sanfte Striche und Massagen mit warmem Olivenöl oder Kokosöl helfen, die Muskulatur aufzulockern und dadurch den hohen Druck im Gelenk zu reduzieren. Die Massage sollte nicht schmerzhaft sein. Vor allem bei akuten Entzündungen vom Gelenk sollte sehr sanft massiert werden. Hierbei sind Wintergrünöl und Eukalyptusöl zu empfehlen.

Sehr empfindliche Gelenke sollten vom professionellen Masseur oder Physiotherapeut behandelt werden.

Ingwer

Ingwer ist eines der beeindruckendsten Lebensmittel gegen Arthrose. Er wirkt schmerzlindernd und hilft gegen Entzündungen. Spezielle Inhaltsstoffe hemmen im Körper das Cyclooxygenase-2-Enzym, was bei einer Arthrose und Rheuma häufig für die Entstehung und Ausbreitung von Entzündungen verantwortlich ist. Dadurch wirkt Ingwer abschwellend, schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Die Wirkung von Ingwer ist mit den entzündungshemmenden Medikamenten Ibuprofen und Acetylsalicylsäure vergleichbar.

Ingwer kann als Tee zubereitet oder verschiedenen Speisen zugegeben werden. Für die Zubereitung vom Ingwertee: Ein haselnussgroßes Stück Ingwer reiben, in eine Tasse heißes Wasser geben und 10 Minuten bedeckt ziehen lassen. Nach Geschmack mit Honig servieren.

Hinweis: Eine Massage der umgebenden Muskulatur mit Ingweröl wirkt zusätzlich wärmend und hilft die Muskulatur zu entspannen.

Gerstengras

Gerstengras wird stark entzündungshemmend und hilft den Körper von innen zu reinigen. Gerstengras ist eine Quelle von Chlorophyll und regt die Absorption von Giftstoffen an, schützt vor schädlichen freien Radikalen und wirkt sehr gut gegen Entzündungen. Dadurch werden Gelenkschmerzen gelindert und die allgemeine Leistungsfähigkeit gesteigert.

Gerstengras liefert außerdem viele verdauungsfördernde Enzyme, hilft den Cholesterinspiegel zu senken, die Blutzuckerwerte zu verbessern und die Haut zu reinigen.

Zubereitung vom Gerstengras: Einfach 1 gehäuften Teelöffel Gerstengraspulver in einem Glas Wasser vermischen und 2-3 Mal täglich trinken. Das Ganze täglich wiederholen, bis die Schmerzen abklingen.

Kurkuma

Kurkuma enthält das antioxidative Curcumin, was besonders vorteilhaft bei einer Arthrose ist. Curcumin wirkt stark entzündungshemmend, abschwellend und hilft gegen Schmerzen in den Gelenken. Es hemmt das Cyclooxygenase-2-Enzym und reduziert Schäden, die bei einer Arthrose durch freie Radikale ausgelöst wurden und für die entzündliche Reaktionen in den Gelenken verantwortlich sind.

Bei regelmäßigem Verzehr von Kurkuma können Gelenkschwellungen reduziert, die Beweglichkeit verbessert und die Dauer der morgendlichen Steifigkeit reduziert werden.

Hinweis: Bei Einnahme von nichtsteroidale steroidalen (NSAR) und Blut verdünnenden Medikamenten sollte vor dem Kurkumaverzehr Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Apfelessig

Apfelessig hilft gegen die Schmerzen und Steifigkeit einer Arthrose. Seine entzündungshemmenden und Basen bildenden Eigenschaften helfen, eingelagerte Giftstoffe in den Gelenken zu lösen und aus dem Körper zu schwemmen.

Apfelessig versorgt das Gelenk außerdem mit wichtigen Mineralien wie Kalzium, Phosphor und Magnesium, welche die Gesundheit der Knochen aufrechterhalten und an Hunderten von Zellprozessen beteiligt sind.

Zubereitung vom Apfelessig: 1 Teelöffel naturtrüben, rohen Apfelessig mit 1 Teelöffel Honig in einem Glas warmem Wasser vermischen. Die Mischung 2 Mal täglich vor einer Mahlzeit trinken.

Zusätzlich 1 Esslöffel Apfelessig mit 1 Esslöffel Olivenöl vermischen und das betroffene Gelenk ein Mal täglich damit sanft massieren. Die Anwendungen täglich wiederholen, bis die Schmerzen abklingen.

Roher Kakao

Roher Kakao gehört weltweit zu der höchsten pflanzlichen Magnesiumquelle. Magnesium hilft die Muskulatur zu entspannen, versorgt diese mit notwendiger Energie und hilft Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken zu lindern.

Bereits ein Teelöffel rohe Kakaonibs versorgen den Körper mit reichlich Magnesium und einer Menge Energie. Die kleinen Kakaostüchcken lassen sich einfach transportieren und schmecken wie Zartbitterschokolade-Stückchen.

Es gibt verschiedene Hausmittel, welche die Schmerzen einer Arthrose lindern. Neben den Hausmitteln ist es wichtig, ausreichend zu trinken und sich nährstoffreich zu ernähren. Das Wasser hilft, die Funktion der Gelenkflüssigkeit zu verbessern und Giftstoffe aus dem Körper besser hinauszuschwemmen. Verschiedene Nährstoffe wirken wiederum stark entzündungshemmend und unterstützen den Aufbau gesunder und starker Knochen.

Mit den richtigen Tipps

Oft sind es die kleinen Veränderungen im Leben, die einen großen Unterschied ausmachen. Ständige Müdigkeit, Hautunreinheiten, unruhiger Schlaf und Verdauungsstörungen betrachten wir schon häufig als alltäglich und normal. Die meisten gesundheitlichen Probleme haben ihren Ursprung im Darm. Das Darmprogramm ist eine Anleitung, um den Körper zu entgiften und eine intakte Darmflora aufzubauen.

21 Tage Entgiftung mit natürlichen Lebensmitteln: Zum Darmprogramm