Warum man während der Menstruation zunimmt und was hilft

Trotz gesunder Ernährung und regelmäßigem Training nehmen viele Frauen während der Menstruation zu. Vor allem 5 Tage vor der Regelblutung steigt das Gewicht häufig an. Dabei kann es zwischen einem halben Kilo und 5 Kilo zum üblichen Körpergewicht variieren.

Gewichtszunahme wegen Wasserspeicherung

Der häufigste Grund für die Gewichtszunahme ist das Hormon Progesteron, was vor allem nach dem Eisprung vermehrt produziert wird. Progesteron bereitet die Gebärmutter auf die Schwangerschaft vor, sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut stärker durchblutet wird, und bereitet die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor.

Wird die Eizelle nicht befruchtet, sinkt der Progesterongehalt im Körper und es kommt zur Menstruation. Als Nebeneffekt der Progesteronabnahme wird mehr Wasser in den Zellen gespeichert. Dies führt bei vielen Frauen zu einem aufgeblähten Gefühl, sorgt für eine Gewichtszunahme und Blähungen.

Um die Wasseransammlungen in den Zellen zu reduzieren, ist es hilfreich, die Salzaufnahme (Natrium) zu reduzieren und mehr Wasser zu trinken.

Nehmen wir mehr Salz auf, als wir benötigen, beginnen die Zellen im Körper mehr Wasser zu speichern. Dies sorgt dafür, dass die Nieren mehr Arbeit leisten müssen, um das Wasser wieder herauszuspülen. Die Folge: Der Körper benötigt mehr Wasser, um die angesammelte Flüssigkeit herauszuspülen.

Wird dem Körper diese Flüssigkeit nicht zur Verfügung gestellt, beginnt er mehr Wasser zu speichern und geht in einen Sparmodus über: Er nutzt weniger Wasser und speichert stattdessen mehr.

Reduzieren wir den Salzgehalt in unseren Lebensmittel und Getränken, benötigt unser Körper weniger Wasser, um effizient zu arbeiten. Das heißt, stehen wir kurz vor der Menstruation wissen wir, dass unser Körper mehr Wasser als gewöhnlich speichert. Reduzieren wir unseren täglichen Salzkonsum und trinken mehr Wasser, kann das überschüssige Wasser leichter aus den Zellen herausgespült und die Gewichtsreduktion erleichtert werden.

Gewichtszunahme wegen Heißhunger

Vor allem vor der Menstruation steigt das Stresshormon Cortisol an und das Wohlfühlhormon Serotonin sinkt. Diese Fluktuation weckt im Körper den Heißhunger auf Zucker und Fettiges. Zucker und Fett helfen, den Serotoninspiegel wieder zu erhöhen und die Cortisolproduktion zu reduzieren, was für ein glücklicheres und entspannteres Gefühl sorgt.

Um die Hormonproduktion zu regulieren und sich trotzdem nährstoffreich zu ernähren, gibt es einige gesunde Alternativen:

Alternative für zuckerhaltige Lebensmittel: Banane, Mango, Ananas, Trockenobst, Beeren und Wassermelone.

Alternative zu fettigen Lebensmitteln: Nüsse und Samen, wie Cashewkerne, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Chia Samen, Leinsamen; Avocados, Kokoschips, Quinoa, Eier und Fische, wie Lachs, Makrele und Thunfisch.

Es ist auch hilfreich, 2 Wochen vor der Menstruation mehr ballaststoffhaltige und eiweißreiche Lebensmittel in die Ernährung zu integrieren. Diese helfen, den Blutzuckerspiegel und die Hormonproduktion zu regulieren. Koffein und raffinierte Kohlenhydrate sollten hingegen vermieden werden. Koffein erhöht den Cortisolspiegel und raffinierte Kohlenhydrate, wie Kekse, Chips und Backwaren sorgen für einen steilen Blutzuckeranstieg und anschließenden Heißhunger.

Gewichtszunahme wegen Magnesiummangel

Während der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus steigt der Östrogen- und Progesteronspiegel an. Je höher beide Werte ansteigen, desto tiefer sinkt der Magnesiumgehalt im Körper. Dieser Abfall führt im Körper dazu, dass weniger Insulin produziert wird. Wenig Insulin erhöht wiederum das Verlangen auf Zucker.

Um einen Magnesiummangel zu verhindern, sollten vor und während der Menstruation Lebensmittel mit viel Magnesium in die Ernährung integriert werden. Dazu gehören roher Kakao, Kürbiskerne, Cashewkerne, Walnüsse, Mandeln, Pekannüsse, Avocados, Bananen, Bohnen und grünes Blattgemüse.

Ein Magnesiummangel ist außerdem ein häufiger Grund für Muskelkrämpfe, Durchblutungsstörungen, Migräne und Unterleibsschmerzen.

Es gibt einfache Möglichkeiten, um den Hormonspiegel im Körper besser zu kontrollieren und auch vor und während der Menstruation sein Gewicht beizubehalten. Durch diese kleinen Veränderungen wird außerdem die Serotoninproduktion unterstützt und dadurch das Wohlbefinden gesteigert.

Zur richtigen Zeit

Wann wir etwas essen, ist entscheidend. Das Buch 16 Stunden Body, erklärt warum wir täglich innerhalb von 8 Stunden essen sollten, warum es so wichtig ist und wie es unsere Gesundheit und Fitness beeinflusst. Intervallfasten wirkt auf unsere Zellen, Hormone und erleichtert den Fettabbau.

Zum Buch: 16 Stunden Body: Mit Intervallfasten abnehmen, Hormone regulieren, Immunsystem stärken und sich wohl fühlen