Durchblutung natürlich fördern

Eine gute Durchblutung ist für eine gute Gesundheit das A und O. Das Blut transportiert Nährstoffe, Mineralien und Sauerstoff zu verschiedenen Teilen des Körpers und fördert Organfunktionen und das Zellwachstum.

Ist die Durchblutung gestört, kann das viele Ursachen haben. Schlechte Essgewohnheiten, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Koffein und stundenlanges Sitzen gehören zu den häufigsten Auslösern einer Durchblutungsstörung. Aber auch eine Schwangerschaft oder Erkrankungen, wie Diabetes, hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Schilddrüsenerkrankungen können die Durchblutung verschlechtern und schwere Folgen mit sich ziehen.

Wenn die Durchblutung gestört ist, leidet der ganze Körper daran. Vom Gehirn, über die Leber, Nieren, Hände, Füße bis hin zum Herzen werden die Organe und Körperteile minderversorgt und in ihrer Funktionsfähigkeit gestört.

Die häufigsten Symptome einer Durchblutungsstörung sind Taubheitsgefühle oder Kribbeln, ständig kalte Hände und Füße, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Haarausfall, trockene Haut, Muskelkrämpfe, Schmerzen in Beine oder Arme und unregelmäßiger Herzschlag.

Mit Hilfe verschiedener Medikamente kann die Durchblutung verbessert werden. Es gibt aber auch verschiedene Lebensmittel, die in gleicher Weise wirken und die Durchblutung auf natürlichem Weg verbessern. Zusätzlich helfen einfache Tipps, die Durchblutung während des Tages aufrechtzuerhalten und die Blutversorgung in allen Körperteilen und Organen zu gewährleisten.

Hinweis: Durchblutungsstörungen sollten immer vom Arzt untersucht werden, um die Ursache herauszufinden und gefährliche Folgen zu vermeiden.

Bewegung

Bewegung ist der beste Weg, um die Durchblutung auf natürliche Weise zu fördern. Es sind keine anstrengende Kraftübungen dafür notwendig. Bereits durch einfache Aerobic-Übungen, Spaziergänge, Rad fahren, Wandern und Schwimmen wird mehr Blut in die Extremitäten gepumpt und die Durchblutung hier verbessert.

Um die Durchblutung dauerhaft zu erhöhen, sind 30-minütige Spaziergänge 5 Mal die Woche empfehlenswert. Bei Durchblutungsstörungen in Hände und Füße sollten am Morgen zusätzlich 15 Minuten Hand- und Fuß-Übungen durchgeführt werden.

Hinweis: Die Übungen und Bewegungen sollten den Körper nicht überanstrengen und zu Schmerzen führen.

Massage

Massagen fördern die Durchblutung in minderversorgten Gebieten. Sie sorgen für eine Erweiterung der Blutgefäße, erleichtern dadurch den Blutfluss und entspannen den gesamten Körper.

Einfach etwas warmes Olivenöl,- Kokos- oder Mandelöl erwärmen und ein paar Tropfen des Öls in den Händen verreiben und damit sanft die betroffenen Körperteile massieren. Nach der Massage ein warmes Bad nehmen, um die Durchblutung weiter aufrechtzuerhalten.

Wichtiger Hinweis: Die Massage sollte Richtung Herz erfolgen. Das heißt, wird an den Füßen begonnen, sollen die Streichungen/Knetungen Richtung Unterschenkel ausgeführt werden.

Wechselduschen

Wechselduschen sind ein gutes Training für die Blutgefäße. Dabei wechseln kalte und warme Abspülungen ab, wobei die Gefäße mit einer Verengung und Erweiterung darauf reagieren. Mit einer besseren Kontraktionsfähigkeit der Blutgefäße wird der Blutfluss gefördert und unerwartete und schmerzhafte Gefäßverengungen verringert.

Für die Wechseldusche: Arme/Beine 10 Sekunden mit warmem Wasser abspülen und danach 10 Sekunden mit kaltem Wasser abspülen. Den Vorgang jeweils 3 Mal wiederholen und zum Schluss mit der warmen Dusche beenden. Täglich wiederholen.

Hinweis: Bei starken Durchblutungsstörungen sollten Wechselduschen nicht durchgeführt werden.

Knoblauch

Knoblauch ist einer der beeindruckendsten Lebensmittel für eine bessere Durchblutung. Er verhindert die Blutplättchenaggregation, senkt den Blutdruck und verhindert die Plaque-Ablagerungen an den Arterienwänden. Dadurch wird das Risiko einer Arteriosklerose verringert und die kardiovaskuläre Gesundheit unterstützt.

Bereits 2 bis 3 rohe Knoblauchzehen am Tag genügen, um die Durchblutung zu steigern. Knoblauch kann zusätzlich zu verschiedenen Gerichten beigemengt werden, um dessen Wirkung zu verstärken.

Ingwer

Ingwer hat eine wärmende Wirkung auf den Körper, wodurch die Durchblutung verbessert wird. Spezielle Verbindungen in Ingwer wirken außerdem blutverdünnend, schützen vor der Bildung von Blutgerinnseln im Körper und besitzen entzündungshemmende Eigenschaften.

Ingwer kann als Tee getrunken oder verschiedenen Speisen beigemengt werden. Für die Zubereitung vom Tee: ½ Teelöffel klein geschnittenen Ingwer in 2 Tassen heißem, gekochtem Wasser geben und bedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Den Tee 2 bis 3 Mal täglich trinken.

Roher Kakao

Roher Kakao ist eine Quelle wertvoller Antioxidantien. Diese verbessern die Durchblutung, fördern die Funktion des Herz-Kreislaufsystems, erweitern die Blutgefäße und regulieren den Herzschlag. Sie senken den schlechten Cholesterinspiegel im Blut und beugen so einer Arterienverkalkung vor.

Bereits 3 Teelöffel roher Kakao sorgen für eine Mehrdurchblutung und unterstützen den gesunden Blutfluss. Roher Kakao schmeckt wie Zartbitterschokolade-Stückchen und ist einfach zu transportieren und überall mitzunehmen.

Kurkuma

Kurkuma enthält die Verbindung Curcumin, welche besonders gut gegen Durchblutungsstörungen hilft. Curcumin verhindert die übermäßige Verklumpung der Blutplättchen und reduziert dadurch die Entstehung von Blutgerinnseln. Curcumin reduziert außerdem die Plaquebildung in den Arterien und hilft auf diese Weise den Blutfluss zu verbessern.

Einfach 1 Teelöffel Kurkumapulver und etwas Honig in eine Tasse mit warmer Mandelmilch geben und die Mischung 1 bis 2 Mal täglich trinken. Kurkuma kann zusätzlich für die Zubereitung verschiedener Gerichte verwendet werden.

Cayenne

Cayennepfeffer stimuliert den Blutfluss in Organe und Extremitäten. Das enthaltende Capsaicin stärkt außerdem die Arterien und Kapillaren und hilft die Symptome einer schlechten Durchblutung, wie Schmerzen, Kopfschmerzen, kalte Füße und Kribbeln in den Beinen zu reduzieren.

Einfach ½ Teelöffel Cayennepfeffer Pulver mit 2 Esslöffel Bio-Apfelessig und etwas Honig in einer Tasse mit Wasser vermischen und die Mischung 2 Mal täglich trinken. Cayennepfeffer kann zusätzlich zu verschiedenen Gerichten dazugegeben werden.

Weitere Tipps, um die Durchblutung zu verbessern:

  • Koffein und Alkohol reduzieren.
  • Aufhören zu rauchen.
  • Hände und Füße alle 30 Minuten bewegen, um die Durchblutung aufrechtzuerhalten.
  • Salzkonsum reduzieren.
  • Lebensmittel mit Transfetten vermeiden.
  • Vitamin-C-reiche Lebensmittel verzehren. Vitamin C stärkt die Auskleidung der Arterien.
  • Fisches Obst und Blattgemüse mit vielen Antioxidantien in die Ernährung integrieren. Antioxidantien schützen vor Zellschäden in den Arterien und wirken präventiv gegen eine übermäßige Ansammlung von Cholesterin in den Blutgefäßen.
  • Lebensmittel mit vielen Omega 3 Fettsäuren essen. Diese wirken entzündungshemmend und schützen vor Schäden an den Blutgefäßwänden.
  • Ausreichend trinken, um hydratisiert zu bleiben.

Es gibt verschiedene Lebensmittel und Tipps, um die Durchblutung zu fördern und Folgeschäden einer Minderdurchblutung zu verringern. Indem wir mehr gute und durchblutungsfördernde Lebensmittel in unsere Ernährung integrieren und schlechte Gewohnheiten und Lebensmittel vermeiden, können wir die Durchblutung unterstützen und uns aktiver und fitter fühlen.

Wichtiger Hinweis: Werden Blut verdünnende Medikamente oder Medikamente für das Herz eingenommen, sollte vor dem Verzehr von durchblutungsfördernden Lebensmittel mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden. Die Lebensmittel können mit diesen Medikamenten interagieren.

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