Esskastanie

Esskastanien verschönern mit ihrem angenehmen milden Geschmack nicht nur kalte Wintertage. Esskastanien helfen gegen Fieber, pflegen die Zähne und lindern krampfhaften Husten. Im Gegensatz zu anderen Nüssen und Samen sind Esskastanien relativ kalorienarm und enthalten weniger Fett.

Esskastanien werden in der Regel gekocht, gebraten, Suppen zugesetzt oder als Beilage serviert. Die Esskastanie ist eine Quelle wertvoller Mineralstoffe, Vitamine und Phyto-Nährstoffen. Sie liefert gesunde Kohlenhydrate, wichtige Proteine und eignet sich damit als eine leckere und gesundheitsfördernde Zwischenmahlzeit.

Was sind Esskastanien?

Esskastanien sind die stachelig grünen Früchte auf den riesigen sommergrünen Laubbäumen. Sie haben eine glatte, glänzende, dunkelbraune Außenschale und im Inneren einen cremig weißen, süß schmeckenden Kernel.

Steht die Erntezeit dieser kleinen Nüsse vor der Tür, so fallen die Esskastanien zwischen September und Oktober vom großen Baum. Die stachelige Schutzhülle platzt beim Fallen, sodass die Esskastanie mühelos eingesammelt werden kann.

Esskastanien wachsen an sehr großen Laubbäumen, welche überwiegend an der nördlichen Hemisphäre verbreitet sind. Dank der Römer wurden diese auch bis nach Europa transportiert, wo sie sich vor allem in warmen Ländern ausbreiten.

Esskastanien Gesund

Wie auch viele andere Nüsse verringern Kastanien das Risiko für Herzkrankheiten, senken den Cholesterinspiegel und sorgen für mehr Energie. Ihr Vitamin-C-Gehalt schützt vor Erkältungen und verbessert sogar die Fruchtbarkeit eines Mannes.

Die Vielfalt der Vitamine und Mineralien macht die Esskastanie zu einer echten Hilfe für Menschen mit körperlichen und geistigen Schwächen und eignet sich damit hervorragend für ältere Menschen und Kinder. Die braune Nuss wirkt als ein Tonikum für Muskeln, Nerven und Venen und hilft mikroskopisch kleine Löcher in den Blutgefäßen zu heilen. Dadurch wird die Venenwand elastischer und Schwellungen verhindert. In einer Mischung mit Honig regt die Esskastanie die Verdauung an und behandelt erfolgreich Hämorrhoiden, Krampfadern und eine Thrombophlebitis.

Esskastanien Nährstoffe

Esskastanien sind im Gegensatz zu anderen Nüssen und Samen relativ kalorienarm und enthalten weniger Fett. Jedoch liefern sie viele Mineralstoffe, Vitamine und Phyto-Nährstoffe, was sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. Anders als die meisten Nüsse bestehen Esskastanien hauptsächlich aus Stärke, welche ernährungsphysiologisch den der Süßkartoffeln und dem Mais ähnelt.

Esskastanien sind eine hochwertige Ballaststoffquelle und liefern in 100 Gramm bereits 8,1 g dieser verdauungsfördernden und Cholesterin senkenden Nährstoffe. Die ebenso enthaltenen einfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich ebenso positiv auf das Blutlipidprofil aus und sind in der Lage, den guten Cholesterinspiegel zu erhöhen und den schlechten zu senken.

Anders als viele andere Nüsse besitzt die Esskastanie einen außergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt. 100 Gramm Esskastanien enthalten 43mg Vitamin C und decken damit 45% der täglich empfohlenen Mindestmenge. Vitamin C ist für die Matrixbildung in den Zähnen, Knochen und Blutgefäße erforderlich. Es wirkt außerdem als ein starkes Antioxidans und bietet Schutz vor schädlichen freien Radikalen.

Wie im grünen Blattgemüse ist in der Esskastanie sehr viel Folsäure enthalten. Dies ist ziemlich selten und für Nüsse und Samen sehr einzigartig. Die Folsäure wird im Körper für die Bildung von roten Blutzellen und die DNA-Synthese benötigt.

Das Mineral Kalium in der Esskastanie hilft gegen die hypertensive Wirkung von Natrium, senkt den Blutdruck und normalisiert die Herzfrequenz. Magnesium und Phosphor unterstützen den Knochenstoffwechsel und das Eisen verhindert eine mikrozytäre-Anämie. Weitere Mineralien in der Esskastanie sind: Kalzium, Phosphor, Mangan und Zink.

Esskastanien Wirkung

Esskastanie für mehr Energie

Im Gegensatz zu vielen anderen Nüssen liefert die Esskastanie eine hohe Menge an Kohlenhydraten. 100 Gramm enthalten etwa 45 Gramm dieser Nährstoffe und werden vom Körper für kurz- und langfristige Energie benötigt. Die Kohlenhydrate in der Esskastanie sind zum größten Teil komplex, was so viel bedeutet, dass sie langsamer als einfache Kohlenhydrate verdaut werden und damit für eine lang anhaltende Energie bereitstehen. Einfache Kohlenhydrate sorgen in der Regel für schnelle Energiespitzen, die von schnellen Energietiefen gefolgt werden.

Esskastanie gegen Heißhungerattacken

Ein weiterer Vorteil der komplexen Kohlenhydrate in der Esskastanie ist die langsame Freisetzung der Glucose in die Blutbahn. Dank dieser Art des Zuckerabbaus können enorme Blutzuckerspiegelschwankungen und damit auch plötzliche Heißhungerattacken verhindert werden. Heißhungerattacken basieren häufig auf einem rapiden Blutzuckerabfall, welcher sich in Form einer Lust auf süße Speisen bemerkbar macht. Durch die langsame Aufnahme der Glucose in die Blutbahn sorgen die Esskastanien gleichzeitig für ein anhaltendes Sättigungsgefühl und reduzieren das Essen zu vieler Kalorien. 100 Gramm Esskastanien liefern nur 160-200 Kalorien und gehören damit in die Kategorie der kalorienarmen Nüsse.

Esskastanie verbessert die Gehirnfunktion

Die fettlöslichen B-Vitamine in den Esskastanien helfen, rote Blutkörperchen zu produzieren, Eiweiße zu spalten und die Gehirnfunktion zu verbessern. 100 Gramm Esskastanien decken bereits 21 Prozent der empfohlenen Tagesmenge von Vitamin B6, 15 Prozent der Folsäure und 14 Prozent vom Vitamin B1. Die in der Esskastanie ebenso enthaltene Omega-3-Fettsäure stimuliert den Stoffwechsel des Gehirns und hilft zusätzlich bei Symptomen wie Gedächtnisverlust und arteriosklerotischen Kopfschmerzen.

Esskastanien stärken die Knochen

Kupfer ist ein Spurenelement, welches die Knochenfestigkeit verbessert, bei der Bildung roter Blutkörperchen mitwirkt und die Nervenfunktion und das Immunsystem stärkt. Esskastanien enthalten in etwa 100 Gramm 22 Prozent des empfohlenen Tageswertes an Kupfer und sind damit eine wunderbare Knochen stärkende Zwischenmahlzeit.

Esskastanie für die Haut

In der natürlichen Kosmetik werden Esskastanien gerne in Kombination mit Honig verwendet. Hier wird auf ihre entzündungshemmende Eigenschaften gesetzt, die die Kapillarzerbrechlichkeit reduziert, vor UV-Strahlung geschützt und die Talgdrüsensekretion normalisiert.

Esskastanie senkt den Blutdruck

Ein hoher Blutdruck erhöht das Risiko für Schlaganfälle und Nierenerkrankungen. Mit den richtigen Nährstoffen einer gesunden Ernährung kann dieses Risiko deutlich gesenkt werden. Der Körper benötigt ein gutes Verhältnis von Kalium und Natrium, um die Herzfrequenz und den Blutdruck in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Ein gesunder Erwachsender sollte pro Tag mindestens 4.700 Milligramm Kalium und nicht mehr als 2.300 Milligramm Natrium zu sich nehmen.

Gebratene Esskastanien bieten in 100 Gramm circa 168 Milligramm Kalium und 1 Milligramm Natrium. Bei hohem Blutdruck sollten gesalzene Esskastanien und Esskastanien in salzigen Speisen gemieden werden.

Esskastanie als Allgemeinstärker

Esskastanien haben einen hohen Gehalt an dem Spurenelement Mangan – einem Antioxidans, welches freie Radikale bekämpft und die Gefahr von Krebs und Herzkrankheiten vermindert. Laut dem University of Maryland Medical Center spielt Mangan auch eine Schlüsselrolle in dem Alterungsprozess. Mangan unterstützt die Produktion vom Bindegewebe und die Blutgerinnung. 100 Gramm Esskastanien enthalten etwas mehr als 1 Mikrogramm Mangan, was circa 50 Prozent der empfohlenen Tagesdosis entspricht.

Esskastanien Kaufen

Ab Oktober bis März sind die kleinen braunen Nüsse in den Supermärkten erhältlich. Beim Kauf sollten nur frischen Esskastanien auserlesen werden. Diese erkennt man an einer festen, glatten und glänzenden Schale. Sieht die Haut zerknittert aus, ist die Kastanie nicht mehr frisch. Hat die Kastanie kleine Löcher, kann dies ein Hinweis sein, dass sich ein Wurm aus der Kastanie hinausgeschlichen hat.

Um die Frische der Kastanie zu überprüfen, kann diese nach dem Kauf in lauwarmes Wasser gelegt werden. Sinkt die Kastanie, so kann man diese frisch und unbeschwert essen. Schwimmt die Kastanie hingegen an der Oberfläche, sollte ihr Verzehr gemieden werden.

Esskastanie Lagerung

Da Esskastanien reich an Stärke sind und weniger Fett, als die meisten anderen Nüsse enthalten, neigen sie dazu, schnell zu verderben. Aus diesem Grund sollte die Esskastanie nach dem Kauf so bald wie möglich zubereitet werden. Im Kühlschrank bleibt die Esskastanie etwa 1 Monat frisch. Wird die Esskastanie nicht optimal verstaut, verliert sie nach etwa einer Woche ihren Geschmack.

Esskastanie zubereiten

Esskastanien haben schon lange den Ruf schwer verdaulich zu sein. Der Grund dafür ist ihre Vielfalt an Kohlenhydraten, die bei der Verdauung einen gute Speichelabsonderung erfordert. Es gibt aber ein paar gute Tipps, um die Verdaulichkeit dieser Nüsse zu steigern und so Nebenwirkungen zu verhindern:

  • Wird die Esskastanie roh oder gekocht gegessen, sollte sichergestellt werden, dass sie bereits im Mund gut zerkaut wird. So kann der Magen- und Darmtrakt diese besser aufnehmen und zerlegen.
  • Um die Verdaulichkeit zu steigern, kann die Esskastanie auch als Püree oder winterlicher Brei verzehrt werden.
  • Soll die Esskastanie roh verzehrt werden, ist es empfehlenswert diese erst mal 7-10 Tage nach der Ernte zu lagern. Durch die Lagerung reduziert sich der Gehalt der Tannine und die Stärke wandelt sich in besser verdauliche Zucker um.
  • Werden die Esskastanien erhitzt (zum Beispiel durch Kochen oder Rösten), entfalten sie ihr Aroma und können vom Körper besser verdaut werden.

Esskastanie essen

Esskastanien können roh, gekocht, gebraten oder geröstet gegessen werden. Beim rohen Verzehr der Esskastanie sollte man die Schale und die braune Haut unter der Rinde entfernen. Roh hat die Esskastanie einen sehr süßlichen Geschmack.

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