Häufige Nebenwirkungen von Antibabypille

Die Antibabypille gehört zu den sichersten Methoden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

Es gibt zwei Arten der Antibabypille. Beide bestehen aus synthetischen Formen von Hormonen, und enthalten entweder nur Progestin oder eine Mischung aus Östrogen und Progestin. Diese Hormone regulieren den Menstruationszyklus einer Frau und spielen bei der Fruchtbarkeit eine wichtige Rolle.

Neben der Empfängnisverhütung werden Antibabypillen auch genutzt, um Menstruationskrämpfe zu reduzieren, den Menstruationszyklus in einen regelmäßigen Rhythmus zu bekommen und eine Akne zu beseitigen.

Antibabypillen beeinflussen den gesamten Hormonzyklus und können zu verschiedenen Nebenwirkungen führen. Diese Nebenwirkungen können sich am gesamten Körper zeigen.

Kopfschmerzen und Migräne

Bestimmte Antibabypillen führen im Körper zu einem Rückgang des Östrogenspiegels. Ein niedriger Östrogenspiegel ist eine häufige Ursache für Kopfschmerzen und kann eine Migräne verschlimmern.

Bei Kopfschmerzen können das Absetzen der Pille oder Pillen mit niedrigeren Hormondosen sinnvoll sein.

Stimmungsschwankungen

Die synthetischen Hormone der Pille können bestimmte Neurotransmitter im Gehirn beeinflussen, was oft zu Stimmungsschwankungen und Symptome einer Depression führt. Auch Veränderungen im emotionalen Zustand entwickeln sich häufig durch einen veränderten Hormonspiegel.

Übelkeit

Vor allem in den ersten Tagen der Pilleneinnahme kommt es bei vielen Frauen oft zu Übelkeit. Das zusätzliche Östrogen kann den Magen reizen und die Übelkeit verursachen. Pillen mit einer hohen Dosis an Östrogen führen häufiger zu Übelkeit als Pillen mit niedrigem Östrogengehalt.

Brustspannen

Durch die plötzlichen hormonellen Veränderungen der Pille kommt es häufig zu Brustspannen und einer Vergrößerung der Brust. Vor allem bei Frauen mit Progestin-Pillen geschieht dies häufiger.

Unregelmäßige Blutungen

In den ersten drei Monaten der Pilleneinnahme kommt es bei vielen Frauen zu vaginalen Blutungen oder Schmierblutungen zwischen den Perioden. Die Veränderung des Hormonspiegels macht die Gebärmutterschleimhaut dünner und brüchiger, und anfälliger für Abnutzung. Diese Nebenwirkung entsteht häufig bei niedrig dosierten Pillen.

Gewichtszunahme

Eine hohe Östrogendosis der Pille führt oft zu Wassereinlagerungen und einer Gewichtszunahme. Ein hoher Östrogenspiegel kann auch den Appetit beeinflussen und eine Wasserretention fördern. Er kann sogar zu Fettablagerungen in den Oberschenkeln, Hüften und Brüsten führen.

Um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, können Pillen mit weniger Östrogen sinnvoller sein.

Hefeinfektionen

Durch die Einnahme der Pille verändert sich das gesamte Hormongleichgewicht im Körper, insbesondere das Östrogen und Progesteron. Ein höherer Östrogenspiegel kann Hefeinfektionen verursachen.

Eine vaginale Pilzinfektion verursacht einen Juckreiz, Brennen, Schmerzen oder Reizungen in sensiblen Bereichen, wie der Vagina und den Schamlippen.

Vor allem bei Frauen mit einem geschwächten Immunsystem, schlecht eingestellten Diabetes, starkem Zuckerkonsum und Alkoholgenuss ist das Risiko für Pilzinfektionen erhöht.

Visuelle Veränderungen

Vor allem bei Frauen mit Kontaktlinsen können sich bei der Pilleneinnahme visuelle Veränderungen bemerkbar machen. Die Flüssigkeitsretention durch hormonelle Veränderungen kann dazu führen, dass die Hornhaut anschwillt und sich die Form der Hornhaut verändert. Häufig merken die Frauen dies durch eine schlecht sitzende Kontaktlinse.

Eine längere Einnahme der Antibabypille kann auch das Risiko eines Glaukoms erhöhen, einer Krankheit, bei der der Sehnerv beschädigt ist.

Blutgerinnsel

Vor allem Frauen, die rauchen, übergewichtig sind, älter als 35 sind und vor Kurzem entbunden haben, haben ein höheres Risiko für die Entwicklung von Blutgerinnsel. Durch die Einnahme der Antibabypille wird dies Risiko noch weiter erhöht.

Schwierigkeiten beim Atmen, Brustschmerzen und Schwellungen in den Beinen können auf ein Blutgerinnsel im Herz oder der Lunge hinweisen. Vor allem das Risiko von venösen Thromboembolien ist bei der Einnahme von oralen Kontrazeptiva erhöht.

Verringerte Libido

Orale Kontrazeptive stoppen die Produktion von Testosteron, was Einfluss auf das Sexualleben hat. Es kann zu verringerter Libido, einer verminderten Fähigkeit für Orgasmen und verstärkten Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs führen.

Es gibt verschiedene Nebenwirkungen, die durch die Antibabypille entstehen können. Die Medikamente beeinflussen den gesamten Hormonzyklus und haben Einfluss auf das gesamte Wohlergehen. Mit verschiedenen natürlichen Lebensmitteln und Tipps kann ein hormonelles Ungleichgewicht auch nach Absetzen der Pille wieder in Balance gebracht werden.

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