Natürliche Hausmittel gegen Migräne

Ein Migränekopfschmerz ist oft stechend, pulsierend oder pochend und breitet sich einseitig auf einer Kopfhälfte aus. Die Schmerzen können wenige Stunden, bis mehrere Tage andauern und werden durch Bewegungen oft verschlimmert. Zusätzlich kommt es häufig zu vegetativen Symptomen, wie einer erhöhten Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, blinde Flecken und einem Kribbeln in Arme und Beine.

In vielen Fällen kündigt sich eine Migräne-Attacke bereits mehrere Tage vorher an. Die typischen Zeichen dafür sind ein steifer Nacken, Heißhunger, Reizbarkeit, häufiges Gähnen und Verstopfungen.

Eine Migräne kann verschiedene Ursachen haben. Entzündliche Veränderungen der kleinen Blutgefäße im Gehirn und ein gestörter Gehirnstoffwechsel gehören bisher zu den bekanntesten Auslösern. Vor allem bei einer Fehlregulation der Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin und CGRP und einer fehlenden Schmerzhemmung im Hirnstamm können die typischen Migränekopfschmerzen ausgelöst werden.

Stress, hormonelle Veränderungen, Dehydration, ausgelassene Mahlzeiten, Rauchen, Alkohol, starke Gerüche, unregelmäßiger Schlaf, schlechte Körperhaltung und ein niedriger Blutzuckerspiegel beeinflussen die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im Gehirn und sind häufige Ursachen von Migräne-Attacken.

Um eine Migräne dauerhaft loszuwerden, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und diesen gezielt zu behandeln. Es gibt verschiedene Hausmittel, welche den Migränekopfschmerz lindern und die Frequenz der Migräne-Attacke reduzieren. Diese Hausmittel wirken entzündungshemmend, sorgen für eine bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns und helfen, belastende Giftstoffe aus dem Blut und dem Körper zu beseitigen.

Kühle Kompressen

Kälte hat eine betäubende Wirkung und hilft sehr gut den Migränekopfschmerz zu lindern. Sie hilft, einen drückenden Kopfschmerz zu reduzieren und klarer zu denken.

Einfach ein Baumwolltuch in kaltem Wasser tränken, auswringen und dann auf Schläfen, Stirn und/oder Nacken legen. Auf das Tuch können zusätzlich ein paar Tropfen ätherisches Pfefferminz- oder Lavendelöl getropft werden.

Auch Streichungen der Augenbrauen oder Ohrmassagen mit kalten Fingern helfen, den Kopfschmerz zu lindern. Für die Streichungen: Hände mit kaltem Wasser waschen, sodass diese kalt werden und dann von der Augenbrauenmitte nach außen streichen. Den Vorgang mehrmals hintereinander wiederholen.

Für die Ohrmassage: Hände mit kaltem Wasser waschen, sodass diese kalt werden und dann beide Zeigefinger in jeweils ein Gehörgang legen. Mit kreisenden Bewegungen den Gehörgang sanft massieren.

Mutterkraut

Mutterkraut enthält die Substanz Parthenolid, welche besonders vorteilhaft bei Migränekopfschmerzen ist. Parthenolid beugt Entzündungen vor und hilft die Krämpfe der glatten Muskulatur zu senken. Es hat auch Einfluss auf die Prostaglandine, welche die Schmerzsignale beeinflussen und reduziert den Schmerz.

Für die Anwendung von Mutterkraut: 1 Teelöffel getrocknete Mutterkrautblätter und 1 Teelöffel getrocknete Pfefferminzblätter in eine Tasse mit heißem Wasser geben, bedecken und 30 Minuten ziehen lassen. Den Tee absieben und mehrmals täglich trinken.

Roher Kakao

Roher Kakao hilft auf verschiedene Weise gegen Migräne. Das enthaltende Magnesium ist für die Weiterleitung von Muskel- und Nervensignalen sehr wichtig und verbessert die Elastizität und Entspannung der Blutgefäße. Bei einem Magnesiummangel kommt es oft zu einer Verengung der Blutgefäße vom Gehirn, vermehrten Entzündungen im Körper und einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit.

Der Genuss von rohem Kakao fördert außerdem die Freisetzung verschiedener Neurotransmitter im Gehirn. Dazu gehören Endorphine, Serotonin und das entspannende Anandamid.

Bei Kopfschmerzen einfach 1 Teelöffel Kakaonibs in den Mund nehmen und 30 Minuten lutschen. Danach die kleinen Kakaobstückchen zerkauen und herunterschlucken. Durch das Lutschen können die Nährstoffe über die Blutgefäße unter der Zunge schneller im Blut aufgenommen werden und ihre Wirkung entfalten. Die Anwendung 3 Mal täglich wiederholen.

Apfelessig

Apfelessig besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, liefert wichtige Mineralstoffe und ist reich an Essigsäure und Zitronensäure. Er lindert Muskelschmerzen, hilft den pH-Wert des Körpers ins Gleichgewicht zu bringen und belastende Giftstoffe auszuschwemmen. Er verbessert die Nährstoffverwertung im Körper und hilft auf diese Weise den Heilungsprozess beschädigter Blutgefäße zu unterstützen.

Für die Anwendung von Apfelessig: 1 Esslöffel Bio-Apfelessig mit 1 Esslöffel Honig in ein Glas mit warmem Wasser geben und vermischen. Die Mischung jeden Tag mindestens 1 Mal täglich trinken, um eine Migräne vorzubeugen.

Cayennepfeffer

Cayennepfeffer fördert die Durchblutung und verbessert die Fließeigenschaft des Blutes. Dadurch kann der Heilungsprozess entzündeter Blutgefäße unterstützt und die Nährstoffversorgung zum Gehirn verbessert werden. Die Verbindung Capsaicin im Cayennepfeffer besitzt außerdem schmerzstillende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Für die Anwendung von Cayennepfeffer: ½ Teelöffel Cayennepfeffer in eine Tasse mit warmem Wasser geben und nach Geschmack etwas Honig oder Zitronensaft dazu geben. Die Mischung 2 bis 3 Mal täglich trinken.

Ingwer

Ingwer hat eine ähnliche Wirkung wie die meisten nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR). Er hemmt Prostaglandine im Körper, welche Muskelkontraktionen verursachen, hat Einfluss auf verschiedene Hormone und hilft bei entzündeten Blutgefäßen. Ingwer senkt außerdem Übelkeit, reguliert den Appetit und hilft gegen Verdauungsstörungen.

Um Migränekopfschmerzen zu lindern, sollten pro Tag 3 bis 4 Tassen Ingwertee getrunken werden. Für die Zubereitung vom Ingwertee: 1 Teelöffel geriebene Ingwerwurzel in eine Tasse mit heißem, gekochtem Wasser geben, bedecken und 10 Minuten ziehen lassen. Den Tee nach Geschmack mit etwas Honig süßen.

Pfefferminze

Pfefferminze hat eine beruhigende Wirkung. Sie reduziert eine übermäßige Anspannung, beruhigt die Nerven, wirkt krampflösend und hilft bei psychischen Belastungen. Pfefferminze wirkt außerdem entzündungshemmend, antibakteriell und hilft gegen Übelkeit und unterstützt die Verdauung.

Bei einer Migräne einfach mit 1 Tropfen ätherischem Pfefferminzöl die Schläfen sanft massieren und die Massage mehrmals täglich wiederholen.

Um die Wirkung der Pfefferminze zu verstärken, sollten pro Tag zusätzlich 2 bis 3 Tassen Pfefferminztee getrunken werden.

Massage

Massagen haben Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Sie blockieren auch die Weiterleitung der Schmerzsignale an das Gehirn, steigern die Serotonin-Aktivität und stimulieren bestimmte Serotonin-Rezeptoren, wodurch die Symptome und die Häufigkeit einer Migräne reduziert werden.

Vor allem eine Massage an der Rückseite des Kopfes, in der Mitte der Stirn, zwischen den Augenbrauen, an den Ohren und an den Schläfen hilft, den Schmerz zu lindern. Für die Massage einfach etwas Kokosöl oder Sesamöl erwärmen und mit kreisenden Bewegungen die Stellen massieren.

Hinweis: Bei einer Blockade zwischen Kopfgelenk und zweiten Halswirbel kann ebenfalls die Durchblutung zum Gehirn und der Verlauf des Nervus Vagus gestört sein. Diese Blockade kann Migränekopfschmerzen verursachen und sollte durch einen geschulten Therapeuten gelöst werden.

Es gibt verschiedene Hausmittel und Tipps, um eine Migräne auf natürliche Weise zu lindern. Neben diesen Hausmitteln ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Das Wasser hilft, belastende Giftstoffe aus dem Körper zu spülen, den Heilungsprozess von Entzündungen zu beschleunigen und die Nährstoffversorgung zu verbessern.

Außerdem sind eine nährstoffreiche Ernährung und ein aktives Immunsystem sehr wichtig. Ist unsere Darmwand beschädigt, wird die Aktivität unseres Immunsystems gesenkt und Blutgefäße anfälliger für Entzündungen. Es gibt verschiedene Lebensmittel, die auf natürliche Weise die Darmwand reparieren, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen und auf diese Weise Entzündungen im Körper senken und Migräne-Attacken verhindern.

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