Ist ein hoher Cholesterinspiegel gefährlich?

Immer mehr Menschen und Kinder haben einen erhöhten Cholesterinspiegel. Zu hohe Cholesterinwerte im Blut gelten als Risikofaktor für einen Herzinfarkt. Doch was ist Cholesterin überhaupt? Ist Cholesterin gefährlich? Und was sagt ein erhöhter Cholesterinspiegel über die Gesundheit aus?

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist eines der wichtigsten Moleküle unseres Körpers. Es ist ein Fett und befindet sich in allen Zellmembranen des Körpers. Es unterstützt die Synthese von Hormonen, ist für die Produktion von Progesteron, Testosteron, DHEA und anderen Hormonen sehr wichtig und verbessert die Absorption von fettlöslichen Vitaminen und die Zellregeneration.

Etwa 1000 Milligramm Cholesterin werden täglich von der Leber produziert und der Cholesterinspiegel von ihr reguliert. Nehmen wir zu wenig Cholesterin über die Nahrung auf, wird die Cholesterinproduktion in der Leber angeregt. Essen wir genug davon, produziert die Leber weniger. Dies ist wichtig, um die Funktionen von Cholesterin aufrechtzuerhalten.

Verschiedene Arten von Cholesterin

Mit Hilfe von Proteinen wird das Cholesterin zu verschiedenen Abschnitten im Körper transportiert. Das LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) verteilt das neu gebildete Cholesterin im gesamten Körper, wo es auf unterschiedliche Weise verwendet werden kann.

Das HDL-Cholesterin (High Density Lipoprotein) sammelt das gebrauchte Cholesterin wieder ein und bringt es zur Leber, wo es über die Galle ausgeschieden wird.

Häufig wird auch vom “guten” HDL-Cholesterin und “schlechten” LDL-Cholesterin gesprochen. Der Grund dafür ist, dass zu viel LDL-Cholesterin die Blutgefäße mit dem Cholesterin verengt und das HDL-Cholesterin das Cholesterin von den Blutgefäßen abtransportiert.

Ist ein erhöhter Cholesterinspiegel gefährlich?

Cholesterin wird im Körper überall da benötigt, wo etwas repariert werden muss. Infektionen, Stress, Diabetes und eine schlechte Ernährung sind häufige Ursachen einer Entzündung, die verschiedene Zellen schädigen. Wird eine Zelle geschädigt, wird das LDL-Cholesterin herantransportiert. Dieses legt sich an die beschädigte Stelle und hilft, sie zu reparieren und zu heilen.

Auch in den Arterien wird das Cholesterin genutzt, um Entzündungen und Verletzungen an den Innenwänden der Blutgefäße zu reparieren. Bleibt die Entzündung länger bestehen oder wird die Verletzung immer wieder gereizt, sammelt sich auch immer mehr LDL-Cholesterin in den Blutgefäßen an. Das Cholesterin lagert sich an den Wänden der Arterien ab, führt mit der Zeit zu Plaquebildungen, schränkt deren Flexibilität ein und verengt diese.

Cholesterin ist also nicht der auslösende Faktor für die Verengung der Arterien und den nachfolgenden Krankheiten. Cholesterin wird benötigt, um die Arterien zu heilen. Es sind die Verletzungen und Entzündungen, die zu einer vermehrten Ansammlung von Cholesterin in den Arterien anregen, wodurch sich diese mit der Zeit verengen.

Was erhöht den Cholesterinspiegel?

Rauchen, Stress und schlechte Ernährungsgewohnheiten gehören zu den häufigsten Ursachen, die zu Schäden und Entzündungen an den Blutgefäßen führen und den Cholesterinspiegel dadurch erhöhen.

Vor allem der Verzehr von Zucker, Maissirup, Weißmehl und einfachen Kohlenhydraten erhöht im gesamten Körper Entzündungen, einschließlich in den Arterienwänden. Auch ein Mangel an Vitamin C kann zu spröden Arterienwänden führen und deren Flexibilität reduzieren, wodurch sich Entzündungen schneller entwickeln.

Auch pflanzliche Öle können einige schwerwiegende Probleme und Entzündungen verursachen. Viele pflanzliche Öle sind oxidiert oder hydriert und enthalten viele Omega-6-Fettsäuren, die bei einem Ungleichgewicht zu Omega-3-Fettsäuren Entzündungen im Körper erhöhen. Diese Öle enthalten auch freie Radikale, welche die Arterienwände schwächen können.

Risiko von Herzkrankheiten reduzieren

  • Lebensmittel mit Cholesterin in die Ernährung integrieren. Wird zu wenig Cholesterin über die Nahrung aufgenommen, muss der Körper dieses eigenständig produzieren. Das Cholesterin ist für den Körper lebensnotwendig. Das LDL-Cholesterin unterstützt die Reparatur von Zellschäden und das HDL-Cholesterin hilft, überschüssige Ablagerungen in den Arterien zu entfernen. Es bringt das gebrauchte Cholesterin in die Leber, wo es dann entsorgt wird. Je höher also der HDL-Spiegel ist, desto besser.
  • Verarbeitete Kohlenhydrate und Getreideprodukte reduzieren. Beide erhöhen das Risiko für Entzündungen im Körper.
  • Pflanzliche Öle (wie Maisöl, Rapsöl und Sojaöl) und Transfette vermeiden. Diese Öle können zu einem Ungleichgewicht von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren führen.
  • Lebensmittel mit gesättigten Fetten und anderen guten Fetten in die Ernährung integrieren. Dazu gehören zum Beispiel Kokosöl, Olivenöl und Leinöl.Diese Fette wirken entzündungshemmend.
  • Mehr Sonnenlicht aufnehmen, um im Körper die Vitamin-D-Produktion anzuregen.
  • Lebensmittel mit vielen Omega-3-Fettsäuren integrieren. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend, verbessern die Fließeigenschaft des Blutes und schützen vor einem Verklumpen der Blutplättchen. Lebensmittel mit vielen Omega-3-Fettsäuren sind zum Beispiel Lachs, Makrele, Leinsamen, Chia Samen und Walnüsse.
  • Lebensmittel mit Antioxidantien integrieren. Antioxidantien wirken entzündungshemmend und schützen vor den Auswirkungen freier Radikale, welche Zellschäden an den Blutgefäßen verursachen. Beeren, roher Kakao und dunkelgrünes Blattgemüse enthalten Antioxidantien.
  • Mehr bewegen. Bewegung und regelmäßiges Training stärken das Herz und die Muskulatur an den Blutgefäßen. Sie verbessern auch die Durchblutung und reduzieren Stresshormone im Körper.
  • Ausreichend Schlafen und Stress reduzieren. Stress und zu wenig Schlaf führen zu Entzündungen im Körper, welche die Blutgefäße schädigen können.

Cholesterin ist für den Körper lebensnotwendig. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann ein Hinweis auf Entzündungen im Körper sein, oder darauf deuten, dass der Körper gerade mehr davon benötigt, um zum Beispiel Hormone zu produzieren oder fettlösliche Vitamine zu absorbieren.

Cholesterinsenkende Medikamente, wie Statine schleusen das LDL-Cholesterin aus der Blutbahn und schützen dadurch vor einer Gefäßverengung. Sie beeinflussen aber auch die Fähigkeit des Körpers, Cholesterin herzustellen, wodurch verschiedene Funktionen von Cholesterin gestört werden. Häufige Folgen sind dann ein gestörter Hormonspiegel, schlechte Vitaminaufnahme, Depressionen, Schlafstörungen und eine gestörte Fruchtbarkeit. Um den Cholesterinspiegel dauerhaft zu kontrollieren, sollten Entzündungen im Körper reduziert werden.

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