Kürbis

Kürbis hat eine leuchtende Farbe, ist lecker im Geschmack und sehr Nährstoffreich. Kürbisse gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben, groß und klein, im Sommer und Winter. Kürbisse gehören weltweit zu den vielseitigsten und leckersten Gemüsearten. Sie liefern eine Fülle gesundheitsfördernder Nährstoffe und helfen gegen die unterschiedlichsten Leiden und Krankheiten. Kürbisse passen zu verschiedensten Gerichten. Sie sind lecker in Desserts, Suppen, Salate, Konserven und dienen sogar als Ersatz für Butter.

Kürbisarten

Zu der Kürbisfamilie (Cucurbitaceae) gehören mehr Früchte, als die meisten sich vorstellen können. Über hundert Gattungen werden dem Kürbis zugeordnet. Dazu gehören unter anderem der Kürbis selbst, Melonen und Gurken.

Den Kürbis selbst gibt es in den unterschiedlichsten Variationen. Vom wilden Kürbis und Riesen-Kürbis bis hin zum Garten-Kürbis und Moschus-Kürbis. Gerne wird die Unterscheidung der Kürbisse vereinfacht und in Sommerkürbisse und Winterkürbisse unterschieden. Sommerkürbisse zeichnen sich durch eine weiche Schale aus und Winterkürbisse sind für ihre dicke Schale und lange Lagerfähigkeit bekannt.

Kürbisse können je nach Sorte entweder so groß wir ein Apfel werden oder zu einem Umfang von 3 Metern und einem Gewicht von 150kg heranwachsen. Sie können entweder eine glatte Schale haben oder gerippt, marmoriert oder mit Warzen verziert sein. Ihre Farbe variiert von Weiß und Hellgelb bis ins leuchtende Orange und helles und dunkles Grün. In seiner Form kann der Kürbis rund, flach, länglich und sogar dreieckig sein. Je nachdem welchen Kürbis man wählt, können der Geschmack und dessen Nährstoffdichte variieren.

Hinweis: Viele von uns essen fast täglich eine Art des Kürbisses, wissen es aber nicht. Die Zucchini ist eine Form des Garten-Kürbisses und gehört zu den weichschaligen Sommerkürbissen.

Übersicht einiger Kürbisarten

Garten-Kürbis: - Zucchini (Sommerkürbis) - Bischhofsmütze (Sommerkürbis) - Eichelkürbis (Winterkürbis) - Spaghettikürbis (Winterkürbis)

Riesen-Kürbis - Hokkaidokürbis (Winterkürbis) - Speisekürbis (Winterkürbis)

Moschus-Kürbis - Butternuss-Kürbis (Winterkürbis)

Kürbis eine Riesenbeere

Kürbisse sind genauergenommen Riesenbeeren und sind die größte Beerensorte der Welt. Beeren werden als die Früchte definiert, bei denen die Samen im Fruchtfleisch eingebettet sind. Also so wie es beim Kürbis, Gurken und Zucchini und zum Beispiel den Heidelbeeren der Fall ist.

Kürbis Gesund

Kürbis ist vielseitig, lecker und sehr gesund. Sowohl die Kürbissamen als auch das Kürbisfleisch und bei manchen Kürbissorten sogar die Kürbisschale verbergen ein hohes Maß an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Sie fördern auf unterschiedliche Weise die Körperfunktionen des Körpers und wirken gegen die ein oder andere Krankheit.

Kürbisse gelten als sehr gut bekömmlich, eignen sich sehr gut als Schonkost und für kleine Kinder. Das im Fruchtfleisch enthaltende Kalium wirkt stark harntreibend und die Ballaststoffe fördern die Verdauung. Die Kieselsäure im Furchtfleisch des Kürbisses unterstützt wiederum den Aufbau eines kräftigen Bindegewebes, der haut und Nägel. Die Kürbiskerne sind für ihre gesundheitsfördernde Wirkung auf die Blase bekannt und wirken Wunder bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata.

Kürbis Nährstoffe

Kürbisse bestehen zu 90% aus Wasser, sind sehr kalorienarm aber reich an antioxidativen Nährstoffen und vielen Vitaminen und Mineralien.

Kürbis Antioxidantien

Ihre knallige Farbe verrät ihren hohen Gehalt an Carotinoide. Carotinoide sind genauergenommen sekundäre Pflanzenstoffe und dafür bekannt, den Körper vor den Schäden freier Radikale zu schützen. Von den Carotinoiden ist im Kürbis vor allem das Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin enthalten. Das Beta-Carotin wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Es unterstützt die Sehkraft unserer Augen, wirkt entzündungshemmend und schützt vor Krebs und Herzkreislauferkrankungen.

Kürbis Mineralien und Vitamine

Der herausragende Kaliumgehalt im Kürbis (etwa 300mg in 100 Gramm Kürbis) hilft im Körper den Blutdruck und Herzrhythmus zu regulieren, regelt den Flüssigkeitsaustausch und wirkt wegen des niedrigen Natriumgehalts im Kürbis stark harntreibend.

Mit einem verstärkten Urinfluss werden im Körper Entgiftungsprozesse angeregt und schädliche Schlackenstoffe leichter entfernt.

Weitere Mineralien im Kürbisfleisch sind das knochenstärkende Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink. Der Vitamingehalt wird unter anderem vom Vitamin E, C und den B-Vitaminen B6, Niacin, Thiamin, Pantothensäure und Folsäure bestimmt.

Kürbis Wirkung

Kürbis für das Herz

Kürbis liefert eine Menge Herz unterstützender Nährstoffe. Sie alle haben auf unterschiedliche Wiese einen positiven Einfluss auf das Herz und schützen den Körper vor gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der Kaliumgehalt im Kürbis wirkt im Körper als ein Vasodilator, was bedeutet, dass er die Blutgefäße entspannt, dadurch den Blutstrom verbessert und die Belastung vom Herzen verringert. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung und Funktion verschiedener Organe verbessert.

Der Ballaststoffgehalt, einschließlich des Pektins im Kürbis hilft über spezielle Mechanismen, überschüssiges Cholesterin von den Wänden der Blutgefäße zu schaben und dadurch das Risiko einer Arteriosklerose zu reduzieren.

Viele Kürbissorten liefern ein hohes Maß an Eisen und Kupfer. Beide Mineralstoffe sind wesentliche Bestandteile der roten Blutkörperchen. Wer also regelmäßig Kürbis in die Ernährung integriert, kann das Risiko einer Anämie (Eisenmangel) reduzieren, die Sauerstoffversorgung im gesamten Körper, einschließlich des Gehirns) steigern und das Energieniveau erhöhen.

Kürbis für die Augen

Es ist vielleicht schwer zu glauben, aber eine einzige Portion Kürbis kann mehr als 400% des durchschnittlichen Tagesbedarfs eines Erwachsene an Vitamin A decken. Diese Menge ist dem hohen Beta-Carotin-Gehakt im Kürbis zu verdanken. Das Beta-Carotin gehört zu den antioxidativen sekundären Pflanzenstoffen, schützt unsere Augen vor degenerativen Schäden, hilft das Risiko und das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration zu verringern und die Wahrscheinlichkeit anderer Augenprobleme (wie Glaukom und Katarakt) zu reduzieren. Die im Kürbis ebenso enthaltenden Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin gelten als sehr wichtige Antioxidantien des Auges. Sie schützen die Netzhaut des Auges vor freien radikalen und oxidativen Schäden.

Kürbis gegen Neuralrohdekte

Kürbis liefert eine beachtliche Menge an Folsäure. Folsäure ist eines der Vitamine, die für eine schwangere Frau unerlässlich sind. Folsäure (oder auch als Folat bekannt) ist ein wesentlicher Bestandteil für die Entwicklung der neuronalen Systeme im kindlichen Körper. Nimmt die werdende Mutter sehr wenig Folsäure auf, kann ein Neuralrohrdefekt beim Baby die Folge sein.

Kürbis gegen Entzündungen

Entzündungen können im Körper zu den unterschiedlichsten Folgen führen. Sie zeigen sich in Form einer Arthritis, Gicht, Magenschleimhautentzündungen und sogar Herzkreislauferkrankungen. Kürbis liefert eine Bandbreite an entzündungshemmenden Nährstoffen. Dazu gehören Omega-3-Fettsäuren, Carotinoide wie Lutein, Zeaxanthin und Beta-Carotin sowie die etwas ungewöhnliche antiinflammatorische Polysaccharid Homogalacturonan. Wird also regelmäßig Kürbis gegessen, können Entzündungen im Körper reduziert und die Entstehung von Diabetes vorgebeugt werden (Diabetes Typ 2 ist eine häufige Folge von Entzündungen im Körper).

Kürbis bei Diabetes

Ein geregelter Zuckerstoffwechsel hilft, die Symptome eines Diabetikers unter Kontrolle zu halten und gefährliche Folgeschäden zu verringern. Kürbis liefert eine Menge B-Vitamine, die für zahlreiche Stoffwechselaktivitäten im Körper wichtig sind. Das ebenso enthaltende Pektin, ein Polysaccharid und Ballaststoff in Kürbis hilft zusätzlich, den Blutzucker zu regulieren. Es sorgt dafür, dass Zucker aus Lebensmitteln nur langsam ins Blut aufgenommen wird. Dadurch werden gefährliche Blutzuckerspitzen und Energieschwankungen verringert.

Kürbis Nebenwirkungen

Der Verzehr von Kürbis gilt generell als sicher und hilft die Gesundheit zu steigern, das Wohlbefinden zu verbessern und regt etliche Funktionen im Körper an. Menschen, die ständig unter einem tiefen Blutdruck leiden, sollten Kürbis überlegt und bewusst essen. Kürbis besitzt die Fähigkeit den Blutdruck zu senken und sollte deshalb von Hypotonie-Betroffenen mit Vorsicht genossen werden.

Kürbis Kaufen

Sommerkürbis Einkaufstipps:

Beim Kauf eines Sommerkürbisses sollte man darauf achten, dass dieser für seine Größe recht schwer ist, eine glänzende Außenschale und eine makellose Rinde hat. Außerdem sollte die Schale nicht zu hart (aber auch nicht zu weich, wie zum Beispiel bei einer Zucchini) sein. Eine harte Schale kann ein Zeichen dafür sein, dass der Kürbis überreif ist und harte Samen und ein fades Fleisch hat. Der Sommerkürbis sollte außerdem mittelgroß sein. Übermäßig große Kürbisse können faserig sein, wogegen übermäßig kleine einen schlechten Geschmack haben können.

Winterkürbis Einkaufstipps:

Winterkürbisse vor dem Kauf gut auf faulige Stellen überprüft werden. Am besten sollte der Winterkürbis hart, schwer für seine Größe und matte Rinden haben. Die Rinde sollte hart sein. Eine weiche Rinde kann ein Zeichen dafür sein, dass der Kürbis sehr wässrig ist und nur wenig Geschmack hat. Die Kürbisse, die bereits erste Anzeichen des Verfalls zeigen, wässrig sind und schimmelig sind, sollte man vermeiden.

Kürbis Lagern

Sommerkürbis lagern

Sommerkürbisse sind leicht zerbrechlich und sollten mit Sorgfalt behandelt werden. Kleinste Einstiche können bereits zum Verfall des Kürbisses führen. Um den Sommerkürbis richtig zu lagern, sollte dieser möglichst ungewaschen in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank gelagert werden. Hier bleibt er etwa 7 Tage lang frisch.

Winterkürbis lagern

Winterkürbisse sind viel länger haltbar als Sommerkürbisse. Abhängig von der Sorte lassen sie sich (mit anhaftendem Stiel) zwischen einer Woche bis 6 Monate aufbewahren. Sie sollten vor direkten Lichteinstrahlungen geschützt werden und nicht bei extremer Hitze oder Kälte gelagert werden. Die ideale Temperatur, um Winterkürbisse zu lagern, ist zwischen 10-15 Grad.

Wird der Winterkürbis angeschnitten, sollten die restlichen Stücke im Kühlschrank gelagert werden. Hier sind sie noch ca. 1 bis 2 Tage haltbar.

Kürbis in die Ernährung integrieren

Genauso vielfältig wie die Sorten, Farben und Formen des Kürbisses sind, ist dieser auch in seinen Zubereitungsmöglichkeiten. Ob als Zutat einer Soße, als Dessert, Beilage, Suppe oder im frischen Salat passt der Kürbis und bringt jedem Gericht einen nährstoffreichen Mehrwert.

Hier ein paar Tipps für Kürbisvarianten:

  • Kürbis als süßer Auflauf oder Dessert
  • Kürbis als Zutat in Gratins
  • gerieben für unterschiedliche Füllungen
  • püriert für Suppen oder als Beilage
  • geschnitten in Scheiben zum Grillen oder Backen
  • roh in Salaten (nur einige Kürbissorten sind roh zu verzehren)

Tipps für ein leckeres Kürbismenü: - möchte man Kürbis süß essen, passt er sehr gut mit Zimt, Honig, Orangen und Äpfel zusammen - möchte man Kürbis pikant essen, eignen sich Knoblauch, Zwiebeln, Curry und Chili für die Würzung. Hinweis: Kürbis nimmt den Geschmack von anderen Zutaten an.

Kürbis Zubereiten

Kleine Kürbisse lassen sich in der Regel einfach zubereiten. Sie sind handlich und einfach zu zerschneiden. Anders sieht es jedoch bei der Sorte der Riesenkürbisse aus. Diese haben meist neben der harten Schale ein festes Fruchtfleisch, welches das Kochen zu einem Krafttraining verwandelt. Mit einfachen Tricks kann man sich diesen Kraftakt jedoch erleichtern…

Zunächst sollte der Kürbis jedoch gewaschen werden. Dann benötigt man ein scharfes Messer, um diesen zu halbieren (bei großen Kürbissen braucht man ein großes Messer). Lässt sich der Kürbis einfach öffnen, können die Kerne mit einem Löffel ausgeschabt und das Kürbisfleisch in für das Gericht passende Stücke geschnitten werden. Lässt sich der Kürbis nicht einfach halbieren, kann er etwa 30 Minuten bei 150 Grad im Backofen erwärmt werden. Danach den Kürbis abkühlen lassen. In der Regel lässt sich der Kürbis nun leicht zerkleinern.

Einige Kürbissorten müssen vor dem Verzehr geschält werden. Der Hokkaidokürbis zum Beispiel eine Kürbissorte, die auch mit schale verzehrt werden kann.

Gesundheit ist lecker

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