Natürliche Östrogene in Lebensmitteln

Östrogene sind eine Gruppe natürlicher Steroidhormone und spielen eine wichtige Rolle beim Wachstum und der Entwicklung der weiblichen Geschlechtsmerkmale. Östrogene befinden sich im männlichen und weiblichen Körper und werden während der Pubertät bei Frauen vermehrt abgesondert.

Östrogene fördern das Wachstum und die Entwicklung der Brüste, verbreitern das Becken und vergrößern die Mengen an Körperfett an den Oberschenkeln und Po. Östrogene sorgen auch für eine weiche Haut, verhindern eine Gesichtsbehaarung, verstärken die Libido und spielen während der Menstruation und Schwangerschaft eine wichtige Rolle.

Die Absonderung von Östrogenen hängt im Körper hauptsächlich von zwei Hormonen ab, dem LH (luteinisierendes Hormon) und den FSH (Follikel stimulierendes Hormon), welche vom Hypothalamus im Gehirn produziert werden. Dies ist auch der Grund, warum psychischer Stress ein hormonelles Ungleichgewicht im Körper verstärken kann.

Auch Schilddrüsenprobleme, übermäßiger Sport, niedrige Körperfettwerte, Essstörungen und die Menopause können Ursache eines geringen Östrogenspiegels sein. Bei einem Mangel an Östrogenen kommt es oft zu Depressionen, Angst, emotionaler Instabilität, schlechter Konzentration, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Nachtschweiß, Herzrasen, verringerter Libido, trockener Haut, Augen und Scheide.

Um einen Östrogenmangel auszugleichen, ist es wichtig, die auslösende Ursache zu finden und zu behandeln. Zusätzlich können natürliche Lebensmittel mit Östrogenen helfen, das hormonelle Ungleichgewicht in eine Balance zu bringen.

Getrocknete Aprikosen, Datteln und Pflaumen

Getrocknete Früchte, wie Aprikosen, Datteln und Pflaumen enthalten Phytoöstrogene, welche eine strukturelle Ähnlichkeit mit den Östrogenen im Körper besitzen. Dank dieser Ähnlichkeit können sie sich an die Östrogenrezeptoren im Körper binden und den Hormonhaushalt beeinflussen.

Getrocknete Früchte sind außerdem reich an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen, welche die Verdauung anregen. Getrocknete Früchte eignen sich als Snack für zwischendurch, sind ein guter Zuckerersatz beim Backen und schmecken lecker im Müsli.

Leinsamen

Leinsamen enthalten Phytoöstrogene in Form von Lignanen. Sie helfen, einen Hormonmangel und einen Hormonüberschuss wieder auszugleichen. Sie haben auch Einfluss auf die Enzyme, die während des Hormonstoffwechsels beteiligt sind und fördern bei Frauen die Fruchtbarkeit, reduzieren Wechseljahrsbeschwerden und Menstruationsprobleme. Bei Männern schützen Lignane vor einer Vergrößerung der Prostata.

Lignane befinden sich in der Hülle der Leinsamen und können durch Schroten besser aufgenommen werden. Leinöl enthält im Gegensatz zu den Leinsamen nur sehr wenig bis gar keine Lignane.

Sesam

Sesamsamen liefern natürliche Phytoöstrogene, welche den Hormonhaushalt beeinflussen. Daneben sind sie reich an Ballaststoffen, wichtigen Mineralien, Eisen, Magnesium und Calcium.

Sesamsamen können Suppen, Salaten, selbst gebackenem Brot und Smoothies dazu gegeben werden.

Kichererbsen

Kichererbsen sind eine natürliche Quelle von Phytoöstrogenen und werden gerne in Form von Hummus, Falafel oder in Suppen verzehrt. Kichererbsen versorgen den Körper außerdem mit verdauungsfördernden Ballaststoffen und wichtigen Proteinen.

Bohnen

Bohnen liefern viele Ballaststoffe, helfen den Cholesterinspiegel zu senken und sind reich an Phytoöstrogenen, die den Hormonspiegel in eine Balance bringen. Ihre besondere Textur sorgt dafür, dass sie vom Körper nur langsam verdaut werden und für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen.

Bohnen eignen sich sehr gut als Beilage und schmecken sehr gut im Eintopf und in Suppen.

Weizenkleie

Weizenkleie hilft, die Menge an Phytoöstrogenen im Körper zu erhöhen, den Hormonspiegel in eine Balance zu bringen und Symptome, die mit einem niedrigen Östrogenspiegel in Zusammenhang stehen, zu reduzieren.

Weizenkleie liefert außerdem Ballaststoffe, welche die Verdauung unterstützen.

Es gibt verschiedene natürliche Lebensmittel, welche den Östrogenspiegel erhöhen und den Hormonhaushalt in ein Gleichgewicht bringen. Weitere Lebensmittel mit Phytoöstrogenen sind Erdnüsse, Rote Beete, Gurke, Knoblauch, Alfalfasprossen, Brokkoli, Karotten und Sellerie.

Hinweis: Durch Östrogene wird die Gebärmutterschleimhaut gut durchblutet und der Muttermund geöffnet. Schwangere Frauen sollten Lebensmittel mit Östrogenen deshalb nur nach Anordnung und unter Aufsicht des Arztes verzehren. Am Ende der Schwangerschaft können solche Lebensmittel die Geburt erleichtern.

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