Pfefferminze

Pfefferminze ist wunderbar gegen Bauchweh, sehr gut bei Erkältungen und ein Wundermittel gegen Mundgeruch. Pfefferminze wird seit Jahrtausenden gegen verschiedenste Leiden und Krankheiten eingesetzt. Mit ihrer speziellen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe werden etliche Zellprozesse im Körper in Gang gesetzt und allerlei Beschwerden im Nu gelindert.

Was ist Pfefferminze?

Pfefferminze ist eine Pflanze, die gut im eigenen Garten wächst und sich mit grünlich-violetten lanzenförmigen Blättern schmückt. Der Geschmack von Pfefferminze erinnert an eine Kreuzung von Pfeffer und Chlorophyll, riecht balsamisch und hat eine erst wärmende und dann kühlende, würzige Wirkung.

Pfefferminze ist eine sogenannte Hybrid-Minze, eine Kreuzung zwischen der Krauseminze und der Wasserminze. Sie ist eine sterile Pflanze, die sich nicht über Samen, sondern durch die Verbreitung ihrer Rhizome vermehrt. Ihre wunderbar duftenden Blätter sind frosthart und sprießen das ganze Jahr über an behaarten Stielen, die eine Höhe von etwa 30-90cm erreichen.

Pfefferminze wird gerne als Aromastoff in verschiedensten Lebensmitteln, Kosmetika, Seifen, Zahnpasten und Mundspülungen verwendet. Frische und getrocknete Pfefferminzblätter eignen sich wunderbar als Zutat im Tee und sind vor allem bei warmem Wetter wegen ihres kühlenden Geschmacks im sommerlichen Salat sehr beliebt. Um die enthaltenden Öle in der Pfefferminze besser zu nutzen, werden diese durch Wasserdampfdestillation aus den frischen oder teilweise getrockneten Blättern extrahiert und hoch konzentrierteres Pfefferminzöl gewonnen.

Pfefferminze Gesund

Pfefferminze wirkt schleimlösend, als natürliches Antiseptikum und verzögert das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Pfefferminze wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2004 gekürt und liefert eine Bandbreite positiver Eigenschaften.

Der hohe Anteil von Menthol in Pfefferminze schafft sofortige Linderung bei zahlreichen Erkrankungen der Atemwege. Menthol wirkt schleimlösend und hilft bei einer verstopften Nase, Asthma, Sinusitis, Bronchitis, Erkältung und Husten.

Ähnlich wie auch andere ätherische Öle wirkt die erfrischende Art des Pfefferminzöls wunderbar gegen Stress, Depression, geistige Erschöpfung, Angst und Unruhe. Bei äußerlicher Anwendung lindert Pfefferminzöl Kopfschmerzen und Migräne und hilft Fieber aufgrund der Anwesenheit des Kalzium-Antagonismus zu senken. Pfefferminze gleicht den pH-Wert der Haut aus, wodurch eine übermäßige Ölproduktion der Haut wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Dadurch werden Akne, Mitesser, Hautausschläge und Rötungen verringert.

Leidet man an Menstruationsbeschwerden, können bereits 2-3 Tassen warmer Pfefferminztee pro Tag die Schmerzen lindern. Pfefferminztee entspannt die Muskulatur und hilft auch auf diese Weise bei Reizdarmsyndrom und Schlafstörungen.

Pfefferminze ist ein wunderbares Allroundtalent, hilft gegen die unterschiedlichsten Beschwerden und das alles dank einer ganz besonderen Nährstoffzusammensetzung:

Pfefferminze Nährwerte

Pfefferminze ätherische Öle

Der Hauptwirkstoff in Pfefferminze ist Menthol. Menthol ist ein ätherisches Öl und hat Auswirkungen auf die kälteempfindlichen Rezeptoren in der Haut, Mund und im Rachen. Es sorgt für die natürliche kühlende Wirkung, die beim Auftragen oder beim Verzehr von Pfefferminze ausgelöst wird. Menthol wirkt außerdem als natürliches Analgetikum (Schmerzmittel) und mild betäubend.

Weitere ätherische Öle in Pfefferminze sind Menthon und Menthol Acetat.

Pfefferminze Vitamine

Zu den Vitaminen in Pfefferminze gehören Vitamin A, Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin E. Die Blätter der Pfefferminze liefern ebenso wichtige B-Vitamine wie Folsäure (Vitamin B9), Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacin (Vitamin B3) und Pyridoxin (Vitamin B6) und jede Menge Vitamin K.

Pfefferminze Mineralien

Zu den Mineralstoffen in Pfefferminze gehören: Kalium, Kalzium, Eisen, Mangan und Magnesium. 100 Gramm frische Pfefferminze enthalten 569mg Kalium. Kalium ist eine wichtige Komponente der Zell- und Körperflüssigkeiten und hilft die Herzfrequenz und den Blutdruck zu kontrollieren. Mangan und Kupfer arbeiten im Körper als Co-Faktoren für das antioxidative Enzym Superoxid-Dismutase und erhöhen auf diese Weise das Energieniveau des Körpers.

Pfefferminze Wirkung

Pfefferminze Blähungen

Der hohe Mentholgehalt in Pfefferminze hilft die glatte Muskulatur des Darms zu entspannen und dadurch Krämpfe, Verdauungsstörungen, Verstopfungen und Blähungen zu lindern. Übermäßige Luftansammlungen können so aus dem Bauch entfernt und Bauchschmerzen gelindert werden. Bei Blähungen einfach eine Tasse frisch aufgebrühten Pfefferminztee trinken und die Beschwerden vergehen im Nu.

Pfefferminze Verdauung

Neben der muskelentspannenden Wirkung stimulieren die ätherischen Öle in Pfefferminze die Gallenblase, mehr Galle freizusetzen. Mit Hilfe der Galle kann der Körper besser Fette verdauen und dadurch die Geschwindigkeit und effizient der Verdauung erhöhen. Pfefferminze soll außerdem eine entgiftende Wirkung auf die Leber haben. Eine gut funktionierende Leber ist für die allgemeine Gesundheit des Verdauungssystems sehr wichtig und schützt vor Verstopfungen, Blähungen und verschiedenen Darmerkrankungen.

Verdauungsstörungen mit natürlichen Lebensmitteln behandeln: Zum Darmprogramm

Pfefferminze gegen Fieber

Schwitzen kühlt den Körper. Trinkt man bei Fieber einen heißen Pfefferminztee, unterstützt die Wärme des Tees das äußere Schwitzen, während Menthol in der Pfefferminze den Körper von innen her kühlt. Auf diese Weise können Fieber und Entzündungen gelindert werden.

Wichtiger Hinweis: Hohes Fieber (über 39 Grad) sollte ärztlich überwacht werden.

Pfefferminze Schwangerschaft

Viele Frauen werden während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft von Übelkeit, Blähungen und Unwohlsein geplagt. Pfefferminztee wirkt krampflösend, beruhigend und hilft die Übelkeit und Bauchschmerzen zu reduzieren.

Pfefferminze antibakteriell

Pfefferminztee besitzt antibakterielle Eigenschaften und stoppt das Wachstum von verschiedenen Bakterien. Dazu gehören Bakterien wie Helicobacter pylori, Salmonella enteritidis und Escherichia coli. Untersuchungen zeigen sogar, dass Pfefferminzöl gegen MRSA-Bakterien wirkt, also die Bakterien, die gegen etliche Antibiotika resistent sind.

Pfefferminze ist außerdem in der Lage, das Wachstum von bestimmten Pilzarten zu hemmen.

Pfefferminze gegen Atemprobleme

Sekundäre Pflanzenstoffe schützen die Pflanzen in der Natur vor gefährlichen Viren und Bakterien. Einer dieser sekundären Pflanzenstoffe in Pfefferminze ist die Rosmarinsäure. Im Körper schützt die Rosmarinsäure uns vor Bakterien, Viren und wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Mit ihren antioxidativen Fähigkeiten hilft sie, freie Radikale zu neutralisieren und die Produktion von proinflammatorischen Chemikalien, wie Leukotriene zu blockieren. Sie regt außerdem Zellen an, um sogenannte Prostacycline zu produzieren, die helfen, die Atemwege für die einfache Atmung offen zu halten.

Andere Inhaltsstoffe in Pfefferminze wirken zusätzlich krampflösend und helfen, die Muskeln der Kehle und Brust zu entspannen und dadurch Hustenanfälle zu reduzieren.

Pfefferminze gegen Mundgeruch

Der hohe Anteil an Menthol wirkt stark antibakteriell und hilft, Keime zu töten, die im Mund einen schlechten Atem verursachen. Gleichzeitig hilft der frische Geruch von Menthol, den üblen Mundgeruch in den Schatten zu stellen und auf diese Weise Mundgeruch zu reduzieren.

Hinweis: Auch nach dem Essen von Knoblauch und Zwiebel kann Pfefferminze den Mundgeruch reduzieren.

Pfefferminze gegen Stress

Die beruhigende und krampflösende Wirkung von Menthol macht die Pfefferminze zu einem natürlichen Mittel gegen psychische Belastungen. Die entzündungshemmende Wirkung hilft außerdem, den Blutdruck und die Körpertemperatur zu senken und den Körper zu entspannen. Dies ist auch mit ein Grund, warum Pfefferminzöl in der Aromatherapie so beliebt ist. Die Auswirkungen vom Pfefferminztee sind sehr ähnlich.

Pfefferminze Nebenwirkungen

Pfefferminze ist als Lebensmittel aber auch als Medizin sehr beliebt. Generell gelten das Essen der Pfefferminze und das Trinken von Pfefferminztee als sicher. Verzehrt man jedoch zu große Mengen an Pfefferminze, können sich Nebenwirkungen, wie Magenverstimmung, Sodbrennen und Appetitlosigkeit entwickeln. Pfefferminze kann auch mit einigen Medikamenten (wie Antazida) interagieren. Ebenso sollten Menschen mit Gallen- und Leberproblemen vor dem Verzehr der Pfefferminze mit ihrem Arzt sprechen.

Wichtiger Hinweis: Pfefferminzöl sollte von kleinen Babys ferngehalten werden. Pfefferminzöl sowie andere ätherische Öle können bei kleinen Babys schwere allergische Reaktionen auslösen und zu Atemstillstand führen.

Pfefferminzöl sollte niw unverdünnt verwendet werden.

Pfefferminze kaufen

Pfefferminze ist in der Regel das gesamte Jahr im Supermarkt erhältlich. Man kann sie frisch oder in getrockneter Form erwerben. Für einen besseren Geschmack und um die Fülle der Nährstoffe zu erhalten, sollte man die frische Pfefferminze bevorzugen.

Beim Kauf der frischen Pfefferminze sollten die Blätter eine lebendig grüne Farbe haben und frei von gelben, braunen Flecken und Verfärbungen sein. Sowohl bei der getrockneten als auch bei der frischen Pfefferminze sollte man die Bio-Qualität bevorzugen, um das Risiko von chemischen Düngemitteln und Pestiziden zu verringern.

Beim Kauf von Pfefferminzöl sollte dieses 100% rein und frei von künstlichen Zusätzen sein.

Pfefferminze Lagern

Um die Haltbarkeit der frischen Pfefferminze zu steigern, sollte man diese in ein feuchtes Küchentuch wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Hier bleibt sie mehrere Tage frisch.

Getrocknete Pfefferminze sollte dagegen in einem dicht verschlossenen Glasbehälter an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort gelagert werden. Diese bleibt bei entsprechender Lagerung etwa neun bis zwölf Monate haltbar.

Pfefferminze verwenden

Pfefferminze ist sehr vielseitig. Die frischen Pfefferminzblätter sorgen im frischen Sommersalat für einen erfrischenden Geschmack und zubereitet als Tee erleichtern sie die Verdauung und helfen gegen Bauchweh. Auch die getrockneten Pfefferminzblätter schmecken als Tee sehr gut und wirken gegen verschiedenste Beschwerden.

Das Pfefferminzöl enthält in der Regel die konzentrierteste Form der Inhaltsstoffe und sollte immer nur verdünnt verwendet werden (sowohl äußerlich als auch innerlich). Ein paar Tropfen Pfefferminzöl im Saunaaufguss oder im heißen Wasser eines Inhalats helfen freier durchzuatmen und wirken belebend.

Pfefferminztee zubereiten

Frische Pfefferminzeblätter waschen und 1,5 Gramm (etwa 1 Esslöffel) mit heißem Wasser übergießen. 5-10 Minuten ziehen lassen, Blätter absieben und den frischen Tee genießen. Der Pfefferminztee kann bis zu 4 Mal täglich getrunken werden.

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