Symptome bei Durchblutungsstörungen und was dagegen hilft

Über das Blut werden Nährstoffe und Sauerstoff zu allen Teilen des Körpers transportiert. Eine gute Durchblutung ist deshalb für eine gute Gesundheit essenziell.

Ist die Durchblutung gestört, kann das verschiedene Ursachen haben. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Stress, zu wenig Bewegung und eine ungesunde Ernährung gehören zu den typischen Ursachen. Diese Faktoren haben Einfluss auf die Blutgefäße und führen zu verschiedenen Krankheiten, die mit Durchblutungsstörungen einhergehen. Dazu gehören Arteriosklerose, periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), Diabetes, Herzerkrankungen und Fettleibigkeit.

Durchblutungsstörungen können sich an verschiedenen Teilen des Körpers bemerkbar machen und zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Nicht selten kommt es zu Schäden an Gehirn, Herz, Leber, Nieren und Extremitäten.

Je früher die Symptome von Durchblutungsstörungen entdeckt werden, desto besser kann dagegen angegangen und lebensgefährliche Folgen verhindert werden.

Kalte Hände und Füße

Eine gute Durchblutung hilft, eine gesunde Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Wird der Blutfluss unterbrochen oder stark vermindert, kann der Körper seine normale Temperatur nicht mehr beihalten, was sich schnell an Füße und Hände bemerkbar macht.

Durch eine schlechte Durchblutung kann das Blut nicht mehr zu weiten Körperteilen, wie Finger und Zehen reisen, sodass der Sauerstoffgehalt in den Körperzellen reduziert wird und die Extremitäten kalt werden.

Das Aneinanderreiben der betroffenen Körperstellen ist eine natürliche Reaktion, um den Blutfluss zu fördern und die Bereiche wieder zu durchbluten.

Weitere Ursachen für kalte Hände und Füße sind eine Unterfunktion der Schilddrüse und eine periphere Neuropathie.

Ständige Müdigkeit und Erschöpfung

Wenn die Durchblutung gestört ist, werden Organe, Muskeln und das Gehirn nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Funktion der betroffenen Gebiete wird eingeschränkt, die Konzentration verschlechtert und die Leistungsfähigkeit verringert. Die Folgen sind oft ständige Müdigkeit, ein Mangel an Ausdauer und Muskelschmerzen.

Weitere Ursachen für ständige Müdigkeit und Erschöpfung sind übermäßiger Koffeinkonsum, Bewegungsmangel, schlechter Schlaf, nährstoffarme Ernährung, Stress und Angst.

Schwellung der unteren Extremitäten

Eine leichte Schwellung in den Füßen entwickelt sich häufig durch langes Sitzen oder Stehen in der gleichen Position. Aber auch eine erhöhte Salzaufnahme, Übergewicht, das prämenstruelle Syndrom, Schwangerschaft und eine Unterernährung können zu Schwellungen in den Füßen und Unterschenkel führen.

Bleibt die Schwellungen in den Füßen und Unterschenkel für eine längere Zeit bestehen, kann dies auch auf eine schlechte Durchblutung hinweisen.

Durch eine schlechte Durchblutung sind die Nieren nicht mehr in der Lage, die Flüssigkeit in den Blutgefäßen zu halten. Dies sorgt dafür, dass die Flüssigkeit austritt, ins umliegende Gewebe fließt und zu Schwellungen führt.

Bei Schwellungen in den Beinen ist es hilfreich, die Beine über Herzniveau zu lagern. Außerdem ist es wichtig, die Füße und Beine zu bewegen, um die Wadenmuskulatur zu aktivieren. Dadurch werden die Blutgefäße angeregt und die Durchblutung verbessert.

Taubheitsgefühle in Hände und Füße

Wenn die Durchblutung gestört ist, werden die kleinen Blutgefäße in den Nerven weniger durchblutet. Anfangs sind vor allem die dünnen Nervenfasern in den Händen und Füßen betroffen, sodass hier die Empfindung stark beeinflusst wird und sich Taubheitsgefühle entwickeln.

Taubheitsgefühle können aber auch durch Nervenkompressionen, Carpaltunnelsyndrom, Multiple Sklerose und einem Mangel an Vitamin B12 oder Magnesium ausgelöst werden.

Geschwächtes Immunsystem und langsamer Heilungsprozess

Unser Körper benötigt Vitamine und Mineralstoffe, um Infektionen abzuwehren. Ist die Durchblutung gestört, können Nährstoffe nicht mehr rechtzeitig oder in ausreichender Menge verteilt werden. Dies senkt die Fähigkeit vom Körper, Krankheitserreger zu entdecken und zu bekämpfen.

Wird das körpereigene Immunsystem geschwächt, steigt die Anfälligkeit für Erkältungen und verschiedene Krankheiten. Auch der Heilungsprozess von Wunden wird gestört. Oft heilen Wunden, Schnitte und Abschürfungen nur noch sehr langsam ab.

Um das Immunsystem zu stärken und die Durchblutung zu steigern, sind tägliche Spaziergänge an der frischen Luft sehr hilfreich. Außerdem hilft der Verzehr von Vitamin-C-reichen Lebensmittel die Abwehrkräfte des Immunsystems zu erhöhen und fördert die Produktion von Kollagen.

Krampfadern

Krampfadern in den Beinen können gleichzeitig ein Symptom und eine Ursache einer schlechten Durchblutung sein. Wenn die Durchblutung gestört ist, baut sich in den Blutgefäßen ein Druck auf, welcher dafür sorgt, dass die Adern direkt unter der Hautoberfläche anschwellen und sichtbar werden.

Weitere Ursachen für Krampfadern sind Übergewicht, Verstopfung, stehende Berufe, Schwangerschaft, die Einnahme von Antibabypillen und hormonelle Veränderungen im Körper.

Plötzlicher Haarausfall

Fällt das Haar ohne bekannte Ursache aus, kann dies auf eine Durchblutungsstörung hinweisen. Normalerweise wird die Kopfhaut über das Blut mit einer ausreichenden Menge an Nährstoffen versorgt. Fehlen der Kopfhaut diese Nährstoffe, wird das Haar dünn, trocken und beginnt auszufallen.

Um die Durchblutung und Nährstoffversorgung der Kopfhaut zu verbessern, kann die Kopfhaut sanft mit Ölen massiert werden. Dies fördert den Blutfluss zu den Haarfollikeln.

Eine schlechte Durchblutung führt oft auch zu trockener Haut und brüchigen Nägeln.

Hautverfärbungen und Zyanose

Ein niedriger Sauerstoffgehalt im Blut oder eine schlechte Durchblutung führt oft dazu, dass sich die Haut und die Lippen blau färben. Dieser Zustand wird auch als Zyanose beschrieben.

Ein niedriger Sauerstoffgehalt im Blut sorgt dafür, dass sich die Blutfarbe von leuchtend rot ins dunkle verfärbt. Die Folge sind eine Blaufärbung der Haut an den Fingern, Zehen, Zahnfleisch und um die Augen.

Erektionsstörungen

Insbesondere bei Männern kann eine schlechte Durchblutung den Blutfluss zu den Fortpflanzungsorganen reduzieren. Dies macht es schwierig, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.

Es gibt verschiedene Symptome, die auf Durchblutungsstörungen hinweisen. Je mehr Symptome vorhanden sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer gestörten Durchblutung. In diesem Fall sollten die Blutgefäße von einem Arzt untersucht werden.

Tipps, um die Durchblutung zu steigern:

  • Langes Sitzen oder Stehen vermeiden. Zwischendurch Pausen einlegen und Füße und Beine bewegen.
  • Stress reduzieren. Stress führt oft dazu, dass sich die Blutgefäße verengen und die Durchblutung stören.
  • Arme und Beine regelmäßig massieren. Dafür ¼ Tasse warmes Olivenöl mit ein paar Tropfen ätherisches Rosmarinöl vermischen und mit der Mischung den Körper massieren.
  • Wechselduschen durchführen (Wechsel zwischen kaltem und warmem Wasser). Diese fördern die Durchblutung und trainieren die Gefäßmuskulatur.
  • Regelmäßig Sport machen.
  • Ausreichend trinken. Ein Flüssigkeitsmangel kann das Blut verdicken und dadurch die Durchblutung verschlechtern.
  • Rauchen beenden und Passivrauchen vermeiden.
  • Lebensmittel, wie Cayennepfeffer, Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Ginkgo, Zwiebeln in die Ernährung integrieren. Diese wirken durchblutungsfördernd.

Um die Durchblutung zu verbessern, ist es wichtig, die Dinge, welche die Durchblutung stören zu vermeiden und stattdessen Lebensmittel und Gewohnheiten in die Ernährung zu integrieren, welche die Durchblutung fördern.

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