Die beliebtesten ätherischen Öle in der Hausapotheke

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte natürliche Öle, die aus Pflanzen, Blumen, Wurzeln, Holz, Rinde oder Samen extrahiert werden. Jeder einzelne Tropfen des Öls ist voller Vitalität und enthält mehr pflanzliche Essenzen als mehrere Teelöffel der getrockneten Form.

Wegen ihrer starken antioxidativen Eigenschaften werden ätherische Öle gerne für verschiedene medizinische Zwecke eingesetzt. Ohne chemische Stoffe und auf natürliche Weise können dadurch Halsschmerzen, Verdauungsprobleme, Arthritis, Gelenkschmerzen, Muskelermüdung, Stress, Hauterkrankungen und viele weitere Erkrankungen behandelt werden.

Ätherische Öle werden auch gerne in Parfüms, Kosmetikprodukten und in der Aromatherapie eingesetzt. Sie können auch in Bädern, Massagen, Inhalationen, als Raumerfrischer und topisch verwendet werden.

Vor jeder topischen Anwendung empfiehlt es sich, ein Verträglichkeitstest auf einem kleinen Hautbereich durchzuführen. Dadurch können Allergien und Hautreizungen vermieden werden.

Um die gesundheitlichen Vorteile der ätherischen Öle zu nutzen, ist es sinnvoll 1 oder 2 Öle in der eigenen Hausapotheke zur Hand zu haben.

Die 6 beliebtesten ätherischen Öle in der Hausapotheke:

Pfefferminzöl

Pfefferminzöl hat ein stark, stechendes Mentholaroma. Sein natürlicher Minzeduft wird gerne in Körperpflegeprodukten und Deodorants verwendet und als Aromastoff in Zahnpasta, Kaugummis, Tee und Eiscreme eingesetzt.

Pfefferminzöl wirkt entzündungshemmend, adstringierend, antiseptisch und richtet sich gegen Pilzerkrankungen. Es wirkt auch schleimlösend, krampflösend, hilft bei Erkrankungen der Atemwege und gegen Mundgeruch.

Pfefferminzöl unterstützt Verdauungsprozesse, lindert Bauchschmerzen und Kopfschmerzen. Auch psychische und emotionale Probleme hilft Pfefferminze, besser zu kontrollieren. Es senkt Depressionen, Wut, Stress, Angst und hilft gegen ständige Müdigkeit.

Um die Stimmung zu verbessern und Müdigkeit zu verringern, einfach ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf dem Dekolleté verreiben oder auf ein Taschentuch geben und regelmäßig den Duft inhalieren. Um Kopfschmerzen zu reduzieren, 1 oder 2 Tropfen Öl auf Schläfen und Stirn verreiben.

Auch Nagetiere, Ameisen und Kakerlaken können mit Pfefferminzöl vertrieben werden. Dafür einfach ein paar Tropfen auf einen Wattebausch geben und diesen in den Eingangbereich oder an kleine Eintrittslöcher legen.

Hinweis: Eine Überdosierung von Pfefferminzöl kann zu Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen und Sodbrennen führen.

Oregano Öl

Oregano Öl wird per Wasserdampfdestillation von frischen Oreganoblättern extrahiert. Es hat einen warmen, würzigen, krautigen und kampferhaltigen Geruch. Die Hauptinhaltsstoffe im Oregano Öl sind Carvacrol, Cymol, Thymol und Terpine.

Oregano Öl wirkt antimikrobiell, antibakteriell und hilft gegen Parasiten. Es lindert Entzündungen, wirkt verdauungsfördernd, schweißtreibend, schleimlösend und antiseptisch.

Es ist sehr wirksam in der Behandlung von Warzen, Schmerzen einer Arthritis, Verstauchungen, Sehnenscheidenentzündung, Halsschmerzen, Zysten, Pilzinfektionen, Fußpilz, Verstopfung der Nasennebenhöhlen, Candida, Gürtelrose und Herpes.

Um Wanzen, Milben, Flöhe und Läuse zu beseitigen, können ein paar Tropfen Oregano Öl mit Wasser in einer Sprühflasche vermischt und die gefährdeten Stellen besprüht werden. Diese Mischung hilft auch, Bakterien und Gerüche auf der Arbeitsplatte in der Küche zu beseitigen.

Teebaumöl

Teebaumöl wird aus den Blättern des australischen Teebaums gewonnen. Es hat einen frischen kampferartigen Duft und gilt als die kleinste Hausapotheke der Welt.

Das Öl wirkt antibakteriell, antiviral und antiseptisch. Es hilft gegen Entzündungen, wirkt schleimlösend, stimulierend und schützt vor Insekten.

Teebaumöl kann bei fast allen topischen Infektionen und Krankheiten verwendet werden. Mit nur ein paar Tropfen Teebaumöl können Warzen, Schuppen, Nagelpilze, Furunkel, Insektenstiche und Kopfläuse behandelt werden. Dafür einfach ein Wattestäbchen befeuchten, ein paar Tropfen Teebaumöl darauf geben und damit den betroffenen Bereich betupfen. Bei empfindlicher Haut sollte das Teebaumöl mit einem Trägeröl, wie Kokosöl oder Olivenöl vermischt und auf die Haut auftragen werden.

Teebaumöl kann auch mit etwas Wasser vermischt und als Mundwasser, als Körperwasser und im heißen Wasser als Dampfbad eingesetzt werden. Dies hilft gegen Mundgeruch, unangenehmen Körpergeruch, verschleimte Bronchien und vaginale Infektionen.

Hinweis: Teebaumöl sollte niemals intern verwendet werden. Interne Anwendungen können Nebenwirkungen, wie Benommenheit, Verwirrtheit, Unruhe, Halluzinationen, Durchfall, schwere Hautausschläge, Erbrechen und eine allgemeine Schwäche verursachen. Teebaumöl ist nicht für kleine Babys oder schwangere und stillende Frauen geeignet.

Lavendelöl

Lavendelöl hat einen angenehmen blumigen Duft und eine wohltuende beruhigende Wirkung, was für Körper und Psyche sehr vorteilhaft ist.

Lavendelöl wirkt antidepressiv und hilft gegen Angstzustände. Es wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, antiseptisch und hilft bei Erkrankungen der Atemwege. Es unterstützt den Heilungsprozess von Wunden und leichten Verbrennungen, hilft gegen Akne, Haarausfall, Insektenstiche und Ohrenschmerzen.

Um Mücken zu verscheuchen, können einfach ein paar Tropfen Lavendelöl mit einem Trägeröl, wie Olivenöl vermischt und auf dem Körper verteilt werden. Um Motten abzuwehren, kann etwas Lavendelöl vor dem Wäschewaschen zum Waschmittel in der Waschmittelkammer gegeben werden. Auch auf das Kopfkissen kann etwas Lavendelöl getropft werden. Dies hilft besser zu schlafen, reduziert Stress und Kopfschmerzen.

Bei einer verstopften Nase oder verschleimten Bronchien genügen häufig einige Tropfen in einem Luftbefeuchter, um diese wieder zu befreien.

Rosmarinöl

Rosmarinöl hat ein starkes, frisches, kampferartiges Aroma. Es wird gerne in der Kosmetik, im Hausputz und in der Aromatherapie eingesetzt.

Es besitzt starke antioxidative Fähigkeiten, wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und lindert Muskelschmerzen. Rosmarinöl hilft, gegen Erkrankungen der Atemwege, Husten, Verdauungsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und vaginale Infektionen. Es verbessert das Gedächtnis, hilft gegen psychische Probleme und bei Stimmungsschwankungen.

Werden ein paar Tropfen Rosmarinöl mit einem Trägeröl vermischt und Kopfhaut und Haar massiert, stimuliert dies die Haarfollikel und das Haarwachstum.

Als Desinfektionsmittel verbessert Rosmarinöl die Gesundheit vom Mund. Dafür einfach ein paar Tropfen Rosmarinöl in ein Glas warmes Wasser geben und als Mundwasser verwenden. Dies hilft gegen Mundgeruch, schützt vor Karies, Plaquebildung und anderen Zahnproblemen.

Hinweis: Während der Schwangerschaft, bei Epilepsie und hohem Blutdruck sollte Rosmarinöl nicht eingesetzt werden.

Gewürznelkenöl

Gewürznelkenöl hat einen starken, scharfen, erdigen Geruch. Es ist reich an verschiedenen Antioxidantien, wirkt schmerzlindernd, antibakteriell und antiviral. Es hilft gegen Parasiten, wirkt antiseptisch, antimykotisch, entzündungshemmend und besitzt stimulierende Eigenschaften.

Gewürznelkenöl hilft sehr gut gegen Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Es lindert Zahnschmerzen und hilft Entzündungen und Schwellungen am Zahnfleisch zu reduzieren. Dafür einfach etwas Gewürznelkenöl auf einen Wattebausch geben und auf den schmerzenden Zahn und das Zahnfleisch verreiben.

Verdünntes Gewürznelkenöl eignet sich hingegen sehr gut zur Behandlung von Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Fußpilz, Hautauschlägen, Verdauungsstörungen und Asthma.

Gewürznelkenöl kann auch auf einen Wattebausch gegeben und im Raum verteilt werden. Dies hilft, Insekten und Mücken abzuwehren.

Hinweis: Gewürznelkenöl ist sehr stark und sollte vor dem Gebrauch verdünnt werden. Schwangere Frauen und Menschen mit Leber- oder Nierenerkrankungen sollten das Öl nicht verwenden. Bei einer allergischen Reaktion auf Eugenol sollte das Gewürznelkenöl nicht verwendet werden. Eugenol ist ein Hauptbestandteil vom Gewürznelkenöl.

Es gibt mehr als 90 verschiedene ätherische Öle. Jedes Einzelne besitzt seine ganz speziellen Vorteile und Eigenschaften. Beim Kauf eines ätherischen Öls sollte dieses 100 % naturrein und auf natürliche Weise hergestellt worden sein, wie zum Beispiel per Wasserdampfdestillation.

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