Granatapfel

Granatäpfel sind in vielen Kulturen ein Symbol für Gesundheit und Fruchtbarkeit. Sie enthalten viele B-Vitamine, Kalium, Folsäure und Eisen. Zusätzlich liefern sie eine Menge Vitamin C, viele Ballaststoffe und nur sehr wenig Kalorien. Granatäpfel besitzen entzündungshemmende Eigenschaften und sind wirksam gegen Herzkrankheiten und Bluthochdruck. Sie helfen auch, den Cortisolspiegel zu senken und dadurch mit stressigen Situationen besser umzugehen.

Granatapfelbaum

Granatäpfelbäume werden überwiegend in den Bereichen von Nord-Indien, Pakistan, Iran und Afghanistan angebaut. Ein Granatapfelbaum erreicht eine Höhe von etwa fünf bis acht Metern und kann mehrere Hundert Jahre alt werden.

Zur Erntezeit im Juli trägt der Granatapfelbaum zahlreiche kugelförmige Früchte. Reif ist der Granatapfel, wenn die Außenschale orangerot und rissig ist. Wird der Granatapfel geerntet, ist eine Nachreifung der Frucht nicht mehr möglich.

Ein einzelner Granatapfel weist einen Durchmesser von etwa 6-10cm und ein Gewicht von circa 200 Gramm auf. Die Außenhaut (Schwarte) der Frucht ist hart und hat eine ledrige Textur. Das Innere der Frucht ist von weißen, häutigen und bitteren Wänden in Fächer geteilt. In den einzelnen Fächern befinden sich in Kammern die kleinen essbaren Granatapfelkerne.

Die Granatapfelkerne sind etwa 15 Millimeter groß und enthalten einen hellen Samen. Die Samenmäntel sind tiefrot bis Blassrosa, prall gefüllt und wie ein Edelstein leicht durchscheinend. Ein Granatapfel enthält etwa 400 Samen.

Granatapfel gesund

Granatapfelkerne sind reich an antioxidativen Vitaminen und enthalten verschiedene Arten von Polyphenolen. Diese schützen den Körper vor schädlichen freien Radikalen und verhindern gleichzeitig die Entstehung von Bluthochdruck und einer Arterienverkalkung.

Granatapfelkerne helfen auch, gegen Magenverstimmungen, Hämorrhoiden, Bindehautentzündung, Arthrose und Hitzewallungen während der Wechseljahre. Sie stimulieren das Immunsystem, schützen vor Grippe und Erkältung, senken den Cholesterinspiegel und wirken entzündungshemmend.

Granatapfel Inhaltsstoffe

Granatapfel Polyphenole

Das besondere Merkmal der Granatäpfel ist der hohe Gehalt an Antioxidantien. Insbesondere der Polyphenolgehalt (aus Punicalagin, Gallussäure, Ellagitannin, Ellagsäure und Crosmin) und die hohe Menge des antioxidativen Vitamin C schützen vor freien Radikalen. Sie reduzieren die Zelloxidation, senken die Fettablagerung in den Blutgefäßen, stärken die körpereigenen Abwehrkräfte, reduzieren Gewebe- und Organschäden und senken chronische Entzündungen im Körper..

Granatapfel Vitamine und Mineralien

Granatäpfel sind reich an verschiedenen Vitaminen und Mineralien. Sie liefern Vitamin A, Vitamin B5, Vitamin B9, Vitamin B6, Vitamin K, Mangan, Kalium, Calcium, Kupfer, Magnesium, Zink und Eisen.

Das Vitamin K ist beispielsweise für die Gesundheit der Knochen sehr wichtig ist. Das Vitamin B5 im Granatapfel unterstützt den Stoffwechsel von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten im Körper. Mangan unterstützt den Aufbau der Knochenstruktur und Kalium sorgt für einen geregelten Flüssigkeitsaustausch in den Zellen.

Granatapfel Kalorien

Granatäpfel enthalten nur wenige Kalorien. 100 Gramm Granatapfelkerne liefern etwa 78 Kalorien. Ein Großteil dieser Kalorien setzt sich aus dem Fettgehalt des inneren Samens zusammen. Der rot glänzende Samenmantel der Granatäpfelkerne enthält nur sehr wenige Kalorien.

Die hellen Samen im Granatapfel sind außerdem reich an gesättigten Ölen, Kohlenhydraten, Proteinen und vielen verdauungsfördernden Ballaststoffen.

Granatapfel Wirkung

Granatapfel für eine schöne Haut

Granatäpfel sind eine sehr beliebte Zutat von Hautpflegeprodukten. Ihre besondere Molekularstruktur dringt in die tiefen Schichten der Haut ein und versorgt dir Haut mit Feuchtigkeit. Dadurch kann eine trockene, fettige oder Mischhaut regenerieren.

Auch bei einer öligen und zu Akne neigender Haut kann der regelmäßige Verzehr von Granatäpfel die Ausbrüche reduzieren und die Haut beruhigen. Gleichzeitig wird die Regeneration der Hautzellen gesteigert und die Epidermis und Dermis geschützt.

Granatäpfel unterstützen auch die Reparatur vom Gewebe, beschleunigen den Heilungsprozess von Wunden und fördern die Durchblutung der Haut. Die vielen Nährstoffe in Granatapfelsaft und Granatapfelkernen schützen die Haut außerdem vor Schäden durch freie Radikale und verringern dadurch einen Sonnenbrand und Sonnenschäden an der Haut.

Granatapfel verringert die Alterungsprozesse der Haut

Granatäpfel unterstützen die Elastin- und Kollagenproduktion der Haut. Diese zwei Hautstrukturen machen die Haut straff, glatt und sorgen für ein junges Hautbild. Granatäpfel helfen auch, eine Hyperpigmentierung, Altersflecken, feine Linien und Falten, die oft durch die Sonne verursacht werden, zu verhindern.

Das Granatapfel-Öl ist außerdem reich an der Punicinsäure, welche eine starke antioxidative Funktion besitzt. Die Punicinsäure ist eine seltene Omega-5 konjugierte Fettsäure, welche die Spannkraft und Elastizität der Haut verbessert und damit Falten entgegenwirkt.

Granatapfel senkt Stress

Der regelmäßige Genuss von Granatapfelsaft hilft, mit Stress besser umzugehen. Die verschiedenen Nährstoffe im Granatapfel senken im Körper den Cortisolgehalt. Das Cortisol ist als Stresshormon bekannt und eine häufige Ursache für verschiedene Krankheiten.

Granatapfel für ein gesundes Herz

Granatäpfel enthalten die Verbindung Punicalagin, welche eine positive Auswirkung auf das Herz und die Blutgefäße hat. Punicalagine wirken als Antioxidantien und können vom Körper gut aufgenommen werden. Sie helfen, den schlechten Cholesterinspiegel zu senken, den Blutdruck zu normalisieren und eine vorhandene Arteriosklerose zu reduzieren. Die potenten antioxidativen Verbindungen in Granatäpfeln helfen auch, die Thrombozytenaggregation zu senken und der hohe Ballaststoffgehalt hilft, den guten Cholesterinwert zu erhöhen. Das Risiko für die Entstehung von Herzinfarkten, einer Angina Pectoris und Schlaganfällen wird dadurch reduziert.

Granatapfel gegen Gelenkschmerzen

Die Antioxidantien in Granatäpfeln helfen, die Entzündung und eine Zerstörung des Knorpels in den Gelenken zu reduzieren. Die Entzündung des Gelenkknorpels führt zu Schmerzen und einem Steifigkeitsgefühl in den Gelenken.

Granatäpfel besitzen auch spezielle Enzyminhibitoren, welche die Zerstörung des Knorpels blockieren. Ein Knorpelschaden wird dadurch verhindert und die Degeneration des Gelenkes reduziert.

Granatäpfel für eine bessere Verdauung

Granatäpfel liefern viele verdauungsfördernde Ballaststoffe, welche vor Verstopfungen und Durchfall schützen. Ballaststoffe sorgen auch für ein gesundes Verdauungssystem, indem sie die Absorption anderer Nährstoffe verbessern.

Granatäpfel liefern außerdem Enzyme mit antibakteriellen Eigenschaften. Diese Enzyme unterstützen die Verdauung und helfen gegen Hämorrhoiden, Übelkeit, Durchfall und Darmparasiten.

Granatapfel gegen Eisenmangel

Viele Frauen leiden während der Menstruation und der Schwangerschaft an Eisenmangel. Die häufigsten Symptome von Eisenmangel sind Müdigkeit, ein Gefühl der Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwierigkeiten und eine innere Unruhe. Der hohe Eisengehalt in Granatäpfeln hilft, die Hämoglobinwerte im Blut zu erhöhen und eine Anämie (Blutarmut) zu reduzieren.

Granatapfel erhöht die Libido

Ein tägliches Glas Granatapfelsaft hilft, den Testosteronspiegel bei Männer und Frauen zu erhöhen. Dies macht den Granatapfel zum natürlichen Aphrodisiakum, was für ein aktives und gesundes Sexleben ideal ist.

Granatapfel gegen Impotenz

Eine Arteriosklerose ist eine häufige Ursache für die Entstehung einer Impotenz. Die vielen Antioxidantien im Granatapfel helfen das Risiko einer Arteriosklerose zu reduzieren und wirken damit effizient gegen die Ursache einer Impotenz.

Viele Medikamente, die gegen eine erektile Dysfunktion wirken, erhöhen den Stickstoffmonoxidgehalt (NO) im Körper. Das Stickstoffmonoxid hilft, die Blutgefäße zu entspannen, und damit den Blutfluss zum Penis zu erhöhen. Auch der regelmäßige Genuss von Granatapfelsaft haben einen positiven Einfluss auf das Stickstoffmonoxid. Sie helfen, die biologische Wirkdauer und die Wirkungsweise vom Stickstoffmonoxid im Körper zu erhöhen. Der Grund dafür sind die antioxidativen Mechanismen im Granatapfel.

Granatapfel während der Schwangerschaft

Granatapfelsaft ist reich an Niacin, Folsäure, Kalium, Calcium, Vitamin C, Eisen und Ballaststoffen. Diese Nährstoffe sind für die Erhaltung einer optimalen Gesundheit während der Schwangerschaft sehr wichtig. Sie fördern das Zellwachstum und wirken gegen Schlafstörungen und Krämpfe während der Schwangerschaft. Durch den regelmäßigen Verzehr von Granatäpfeln kann auch der Blutfluss zum Baby verbessert und mögliche Gehirnschäden verringert werden.

Granatapfel gegen hormonelles Ungleichgewicht

Granatäpfel enthalten pflanzliche Hormone (Phytohormone), die eine komplexe Wirkung auf den menschlichen Körper haben. Sie helfen einerseits, einen Östrogenmangel auszugleichen und andererseits eine Überproduktion von Östrogenen zu hemmen.

Durch den Ausgleich eines Östrogenmangels können Wechseljahrsbeschwerden, Menstruationsprobleme und eine Unfruchtbarkeit behandelt werden.

Granatapfel gegen Brustkrebs

Eine häufige Ursache vom Brustkrebs ist eine Überproduktion von Östrogenen mit bestehender Östrogendominanz. Die Ellagitannine in Granatapfelsaft können die Überproduktion von Östrogenen verhindern. Die Ellagitannine hemmen im Körper die Aromatase, welche dafür dient, neue Östrogene herzustellen und senken dadurch das Risiko von Brustkrebs.

Granatapfel kaufen

Granatäpfel reifen nach der Ernte nicht mehr weiter, was bedeutet, dass sie reif geerntet werden müssen. Beim Kauf sollte deshalb auf die speziellen Reifezeichen der Granatäpfel geachtet werden. Unreife Früchte schmecken sehr sauer und sind kaum genießbar. Eine überreife Frucht erkennt man an der stark ausgetrockneten Schale, einer kantigen Form, an schnellen Bruchstellen und an harten Granatapfelkernen.

Woran erkenne ich einen reifen Granatapfel?

  • Die Schale des Granatapfels sollte rot-gelb oder tiefrot sein.
  • Beim Klopfen mit dem Finger entsteht ein typischer metallischer Klang.
  • Die Außenschale sollte glatt, frei von Prellungen, Schnitten und Beschädigungen sein.
  • Die Durchschnittsgröße eines Granatapfel beträgt 6-10 cm (übergroße Granatäpfel können einen Hinweis für einen nicht ökologischen Anbau sein).

Granatapfel Lagerung

Granatäpfel besitzen eine lange Haltbarkeit. In der Regel bleibt der Granatapfel bei Raumtemperatur 5-8 Tage frisch. Für eine optimale Frische sollte der Granatapfel nach dem Kauf direkt an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden. Nach Anbruch des Granatapfels sollte er vorzugsweise im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wird er ungeöffnet im Kühlschrank aufbewahrt, kann sich seine Haltbarkeit sogar bis zu einem Monat verlängern.

Granatapfel Saison

Granatäpfel sind im Supermarkt entweder in der Obstabteilung oder im Kühlregal zu finden. Die Granatapfel Saison startet im September, und endet im Februar.

Granatapfelsaft kaufen

Reiner Granatapfelsaft ist in der Herstellung sehr aufwendig. Die vielen Granatapfelkerne werden zunächst von den Trennwänden abgepflückt, anschließend fein gemahlen und von den festen Bestandteilen (den enthaltenen Samen) abgesiebt. Je nach Größe des Granatapfels kann aus einem Granatapfel etwa 250ml Granatapfelsaft hergestellt werden.

Viele Granatapfelsäfte werden mit Wasser verdünnt. Beim Kauf eines verdünnten Granatapfelsaftes sollte darauf geachtet werden, dass dieser frei von Zucker und weiteren Zusatz- und Konservierungsstoffen ist.

Granatapfelpulver

Wird das Granatapfelpulver mittels Gefriertrocknungsverfahren hergestellt, werden die Granatäpfel schonend getrocknet. Dafür werden die Granatapfelkerne zunächst tiefgefroren, anschließend das enthaltende Wasser sublimiert und dann schonend getrocknet. Während dieses Prozesses behält der Granatapfel eine Vielzahl wichtiger Inhaltsstoffe im Vergleich zu herkömmlichen Trocknungsverfahren.

Granatapfel Kapseln

Je nach Hersteller gibt es in der Wirksamkeit von Granatapfel Kapseln große Qualitätsunterschiede. Für eine effektive Wirkung sollte das Granatapfelpulver mittels eines Gefriertrocknungsverfahrens gewonnen werden. Dieser Prozess ist wichtig, um die enthaltenden Pflanzenstoffe (vor allem die Polyphenole und Flavonoide) zu erhalten. Außerdem sollte der Gehalt der enthaltenden Ellagsäure bei 30-40% liegen. Der Granatapfel selbst sollte reif geerntet worden sein und aus ökologischem Anbau stammen. Die Kapsel sollte frei von Füllstoffen, Zucker, Aroma- sowie Farbstoffen und möglichst gelatinefrei sein.

Um die volle und vielfältige Nährstoffdichte des Granatapfels aufzunehmen, ist der frische Verzehr des Granatapfels oder ein eigenständig hergestellter Granatapfelsaft sinnvoll.

Granatapfel Dosierung

Granatäpfel gelten für Kinder und für Erwachsene als sicher. Sie können pur gegessen und zu verschiedenen Gerichten beigemengt werden. Der Verzehr von Granatäpfel sollte mit einer kleinen Dosis (zum Beispiel 50 Gramm Granatapfelkerne pro Tag) gestartet werden und kann bei Bedarf langsam gesteigert werden.

Bei dem Verzehr von Granatapfel Kapseln und dem Granatapfelpulver sollte auf die Dosierempfehlung des Herstellers geachtet werden.

Zur Behandlung einer speziellen Krankheiten sollte die individuelle Dosiermenge mit einem erfahrenen Arzt abgestimmt werden.

Granatapfel essen

Wie isst man einen Granatapfel?

Beim Verzehr eines Granatapfels sollten lediglich die Granatapfelkerne gegessen werden. Diese können zusammen mit dem inneren Samen verzehrt werden. Die Außenschale und die weißlich-gelben Trennwände sollten nicht gegessen werden. Die Trennwände enthalten Gerbsäure und viele Bitterstoffe, die bei übermäßigem Verzehr gesundheitliche Folgen mit sich tragen können.

Die Granatapfelkerne haben einen süß-säuerlichen Geschmack.

Granatapfel Rezeptideen

Granatapfelkerne lassen sich mit den verschiedensten Gerichten kombinieren. Sie passen zum Obstsalat, auf das Dessert, Tortenstück, ins Müsli, als Topping auf einen Wintersalat oder können zu einem Granatapfeleis verarbeitet werden.

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