Zahnpasta selber machen

Die Gesundheit vom Mund hat Einfluss auf den gesamten Körper. Zwischen Zahn-, Mundgesundheit und unseren Organen bestehen vielfältige Verbindungen. Ein Zahnproblem kann zu Beschwerden und Schäden an den Organen führen. Und organische Beschwerden wiederum zu Zahnproblemen.

Viele herkömmliche Zahnpasten reinigen zwar den Mund, doch enthalten sie eine Menge gefährlicher Inhaltsstoffe, die auf Dauer den gesamten Körper belasten:

  • Fluoride: Fluoride helfen zwar Hohlräume in den Zähen zu verhindern, doch sind sie für den Körper sehr giftig. Vor allem eine Überdosis hat Einfluss auf das endokrine System. Knochen, Gehirn, Schilddrüse, Zirbeldrüse und sogar der Blutzuckerspiegel können durch Fluoride beeinflusst werden.
  • Triclosan: Triclosan ist ein chemischer Stoff mit antibakteriellen Eigenschaften. Er wird gerne in Seifen und Produkten verwendet, die bakterienhemmend wirken sollen. Untersuchungen haben festgestellt, dass Triclosan Einfluss auf die Herzfunktion hat.
  • Glycerin: Glycerin ist in fast jeder Zahnpasta enthalten. Glycerin gibt der Zahnpasta eine pastöse Textur und schützt sie vor dem Austrocknen. Glycerin hinterlässt jedoch auf den Zähnen häufig eine Beschichtung, was die Remineralisierung des Zahns verhindert.
  • Tenside: Viele Zahnpasten enthalten Tenside, wie Natriumlaurylsulfat und verleihen der Zahnpasta ihr schäumende Eigenschaft. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Tenside zu Mundgeschwüren führen können.

Es gibt viele natürliche Alternativen zu herkömmlichen Zahnpasten. Mit verschiedenen natürlichen Lebensmitteln und Inhaltsstoffen können unsere Zähne geschützt, gesäubert und wieder remineralisiert werden.

Werden diese Lebensmittel einzeln verwendet, bieten sie geringen Schutz. Werden die Inhaltsstoffe in einer selbst gemachten Zahnpasta kombiniert, bringt jeder Inhaltsstoff nährende Eigenschaften mit sich und bietet dem Zahn einen gewissen Schutz. Mit einer natürlichen Zahncreme wird der Zahn gleichzeitig genährt und der Körper vor schweren Nebenwirkungen geschützt.

Lebensmittel mit Zahn schützenden Eigenschaften:

Backpulver: Backpulver ist eine gute Alternative zur herkömmlichen Zahnpasta. Es entfernt Plaqueansammlung von den Zähnen und erhellt auf natürliche Weise die Zähne. Hinweis: Backpulver sollte nur geringen Mengen in der Zahnpasta beigemischt werden. Eine hohe Dosis kann den Zahnschmelz angreifen und aufrauen.

Kokosöl: Kokosöl besitzt antibakterielle und Pilz bekämpfende Eigenschaften. Es erhellt die Zähne, hilft gegen Mundgeruch und sorgt für eine allgemeine Mundfrische.

Kräuterpulver: Kräuterpulver helfen, Entzündungen im Mund zu lindern und vor Infektionen zu schützen. Sie sind eine beliebte Zutat in natürlichen Zahnpasten.

Ätherische Öle: Ätherische Öle sorgen für ein frisches Mundgefühl und helfen Mundgeruch zu beseitigen. Hinweis: Vor dem Gebrauch sollte sichergestellt werden, dass die ätherischen Öle oral verwendbar sind.

Wasserstoffperoxid: Wasserstoffperoxid säubert und erhellt die Zähne. Wichtiger Hinweis: Bei Amalgamfüllungen kein Wasserstoffperoxid verwenden. Wasserstoffperoxid kann das Quecksilber aus den Füllungen durchsickern lassen.

Zahnpasta selber machen

Matschige Zahnpasta

Zutaten:

  • 5 Esslöffel Calciumpulver
  • 3 Esslöffel Xylitol Pulver
  • 4 Esslöffel Kokosöl (bei Raumtemperatur leicht erweicht)
  • optional: 1 Esslöffel Backpulver
  • 2 Esslöffel Bentonit Tonerde
  • 3 Esslöffel destilliertes Wasser (nach Bedarf auch etwas mehr, um die Zahnpasta zu verdünnen)
  • 30 + Tropfen ätherische Öle der Wahl: Pfefferminze, Zimt, etc.

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten (außer der Tonerde) in eine kleine Küchenmaschine geben und gut vermischen. Sobald die Mischung glatt ist, in eine Schüssel geben und die Tonerde langsam dazumischen. Die Tonerde mit einem Kunststofflöffel verrühren. Tonerde sollte nicht mit Metall in Kontakt kommen.
  2. Die Zahnpasta in ein kleines Glas oder eine Tube zum Ausdrücken geben.

Hinweis: Falls die Zahnpasta zu fest ist, etwas mehr Wasser oder Calciumpulver dazugeben.

Wegen dem enthaltenden Kokosöl wird die Zahnpasta bei Kälte fester, und wenn es warm ist, flüssiger. Am besten sollte die Zahnpasta bei 20 bis 25 Grad gelagert werden, um die weiche Konsistenz zu behalten.

Zahnpasta mit Kokosöl, Stevia und ätherischen Ölen:

Zutaten:

  • ½ Tasse Kokosöl
  • 2-3 Esslöffel Backpulver
  • 5 Gramm Stevia-Pulver (oder etwas mehr)
  • 15-20 Tropfen ätherisches Öl: Pfefferminz oder Zimt
  • optional: 10 Tropfen Myrrhe-Extrakt

Zubereitung:

  1. Kokosöl in ein Glas geben und dieses in einem Topf mit warmem Wasser stellen, bis das Kokosöl leicht geschmolzen ist. Restliche Zutaten dazugeben und alles mehrmals gut umrühren, bis das Kokosöl wieder abkühlt. (Hinweis: Kurz bevor das Kokosöl abkühlt kräftig umrühren, damit das Kokosöl mit dem Backpulver vermischt bleibt.)
  2. Die Mischung auf kleine Gläser verteilen (für jedes Familienmitglied ein eigenes) und vollständig abkühlen lassen.

Verwenden: Die Zahnpasta mit einem kleinen Löffel abkratzen und auf die Zahnbürste geben.

Remineralisierendes Zahnpulver

Zutaten:

  • 2 Esslöffel Bentonit Tonerde
  • 1 ½ Esslöffel Calciumpulver
  • optional: ½ Esslöffel Backpulver
  • 1 Esslöffel Minzepulver (alternativ ein paar Tropfen ätherisches Minzöl)
  • ½ Esslöffel Zimt Pulver (oder diese Art)
  • ½ Teelöffel bis 1 Teelöffel Gewürznelkenpulver
  • ½ Esslöffel Xylitpulver (oder mehr nach Geschmack)
  • Vor dem Zähneputzen: Ein paar Tropfen ätherische Öle für den Geschmack – wie Pfefferminze, Minze und Zimt

Zubereitung: Die Zutaten (außer die ätherischen Öle) in eine große Schüssel geben, gut vermischen und dann in kleine Einmachgläser verteilen.

Verwendung: Das Zahnpulver vor dem Zähneputzen auf die angefeuchtete Zahnpasta geben, ein paar Tropfen der ätherischen Öle auf das Zahnpulver tropfen und gründlich die Zähne damit reinigen.

Hinweis: Alle Bestandteile des Zahnpulvers haben eine bakterienhemmende Wirkung.

Ölziehen

Ölziehen ist keine Zahnpasta, sondern eine einfache Zahnreinigung. Sie hilft gefährliche Bakterien aus dem Mund zu lösen und Zahnfleischentzündungen, Plaque und Karies vorzubeugen. Die Zähne werden mit der Zeit weißer, glänzender und Mundgeruch beseitigt.

Anwendung: Etwa 1 Esslöffel Kokosöl in den Mund nehmen und 10 bis 20 Minuten im Mund hin- und herspülen. Mit Hilfe des Öls und das Hin- und Hersausen im Mund werden tief liegende Bakterien aufgelöst und entfernt. Bei täglicher Anwendung kann eine große Menge an Plaque und Bakterien entfernt und die Gesundheit des Mundes positiv beeinflusst werden.

Nach dem Ölziehen das Kokosöl ausspucken und den Mund mit warmem Wasser spülen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Zähne auf natürliche Weise zu reinigen. Neben der gründlichen Zahnreinigung ist die tägliche Ernährung sehr wichtig. Zucker, saure Lebensmittel und Fast Food greifen die Zähne an und können zu dauerhaften Schäden führen.

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