Hirse

Hirse sind goldige Körner, die vor Herzkrankheiten schützen, Diabetes vorbeugen und die Verdauung anregen. Die winzigen Hirsekörner liefern eine hohe Nährstoffdichte, sind vollkommen gluteinfrei und eine wunderbare Zutat für eine schnelle Küche. Egal ob gekocht, gepufft oder gekeimt, Hirse ist eine bequeme und leckere Ergänzung und passt zu jeder Mahlzeit des Tages.

Was ist Hirse?

Hirse sind winzige Körner und genauergenommen die kleinen Samen der Hirsepflanze. Hirse gehört zu den Pseudogetreidearten und wird schon seit 4.000 Jahren angebaut. Sie diente bereits den Römern und Gallier als nährstoffreicher Brei und wurde sogar schon im alten Testament der Bibel als Zutat fürs Brot verwendet.

Bis heute wird Hirse für die Zubereitung verschiedenster Lebensmittel eingesetzt. In Indien wird zum Beispiel gemahlener Hirse verwendet, um Fladenbrote herzustellen und Osteuropa wird Hirse zur Herstellung für fermentierte Getränke und Breie genutzt.

Die winzigen Hirsekörner unterscheiden sich in verschiedenen Sorten und Farben. Von weiß, über gelb bis hin zum rot variiert die Farbe der Hirsekörner. Je nach Farbe des Korns können dessen Nährstoffdichte und der Geschmack leicht variieren. Die Braunhirse liefert zum Beispiel mehr Mikronährstoffe, als die weitverbreitete geschälte Goldhirse. Im Geschmack sind beide leicht süß und nussig.

Hirse Gesund

Hirse ist vollkommen gluteinfrei und daher eine wunderbare Alternative für gluteinhaltiges Getreide. Sie wirkt im Körper alkalisch und hilft dem Körper, das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder herzustellen. Hirse liefert zusätzlich wertvolle Ballaststoffe, die verdauungsfördernd wirken, einen eindrucksvollen Stärkegehalt und eine einzigartig hohe Nährstoffdichte, die verschiedene B-Vitamine, Mineralien und essenzielle Fettsäuren mit einschließt.

Hirse Nährstoffe

Die winzigen Hirsekörner unterstützen mit der hohen Nährstoffdichte eine Menge wichtiger Körperfunktionen:

  • Der Eisen- und Kupfergehalt ist im Körper für die Produktion von Blutzellen erforderlich und verbessert die Blutoxygenierung. Integriert man regelmäßig Hirse in die Ernährung, kann der hohe Eisengehalt sogar gegen eine Anämie helfen.
  • Viele Veganer und Vegetarier nutzen Hirse als wertvolle pflanzliche Proteinquelle. Die Proteinstruktur von Hirse ist fast identisch mit dem des Weizens. Die einzige Ausnahme ist, dass Hirse kein Gluten enthält und deshalb leichter als viele Vollkornprodukte zu verdauen ist. Die Aminosäure Tryptophan in Hirse senkt außerdem den Appetit und hilft bei der Gewichtskontrolle, indem sie ein längeres Völlegefühl verleiht. Mit Hilfe des Tryptophans kann im Körper außerdem der Serotoninspiegel erhöht und dadurch leichter Stress abgebaut werden. Mit der Aminosäure Lysin wird wiederum der Muskelabbau verlangsamt und dadurch das Wachstum schlanker Muskeln gefördert.
  • Die Kombination aus Ballaststoffen und den enthaltenden sekundären Pflanzenstoffen in Hirse verbessert nicht nur die Verdauung, sondern verringert gleichzeitig das Risiko an Darmkrebs zu erkranken.
  • Der Magnesiumgehalt in Hirse hilft, die Muskeln der Arterienwände zu entspannen und dadurch den Blutdruck zu senken. Gleichzeitig kann Magnesium auch die Schwere von Asthma, die Häufigkeit der Migräne und starke Krämpfe während der Menstruation reduzieren.
  • Der niedrige glykämische Index in Hirse verlangsamt die Verdauung und hält den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau. Dadurch hilft Hirse, bei Menschen mit Diabetes die Insulinsensitivität zu verbessern und den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.
  • Essen schwangere und stillende Frauen Hirse in größeren Mengen, wird die Produktion von Muttermilch im Körper erhöht und dadurch der Mutter ermöglicht, das Kind für einen längeren Zeitraum zu stillen.
  • Der Phosphorgehalt in Hirse hilft Zellen des Körpers aufzubauen und ist ein wesentlicher Bestandteil zahlreicher Verbindungen, wie das Adenosintriphosphat (ATP), welches im Körper zur Energieproduktion benötigt wird. Phosphor ist ebenso ein wesentlicher Bestandteil verschiedener Lipid enthaltender Strukturen, wie Zellmembranen und Strukturen des Nervensystems.

Hirse Wirkung

Hirse Herz

Hirse schützen das Herz und beugen lebensgefährlichen Krankheiten vor. Nicht nur der hohe Magnesiumgehalt in Hirse hat eine muskelentspannende Wirkung und hilft den Blutdruck zu senken. Der Kaliumgehalt in Hirse wirkt zusätzlich als Vasodilator, erweitert die Blutgefäße und hilft dadurch den Blutdruck zu senken. Die Senkung des Blutdrucks und die Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems sind die besten Wege, um vor gefährlichen Herz-Kreislauferkrankungen zu schützen. Dazu kommt, dass mit Hilfe des hohen Ballaststoffgehalts in Hirse das “schlechte” LDL-Cholesterin reduziert und das “gute” HDL-Cholesterin erhöht werden kann.

Hirse Diabetes

Hirse und einige andere Körner gehören zu wertvollen Magnesiumquellen. Magnesium ist ein Mineral und Co-Faktor für mehr als 300 Enzyme, einschließlich für die Enzyme, die der Körper für die Sekretion von Insulin und Glucose benötigt. Da die Bauchspeicheldrüse im Körper nur mit Hilfe eines angemessenen Magnesiumspiegels ausreichend Insulin produzieren kann, wird der Körper auf diese Weise unterstützt, den Blutzuckerspiegel zu senken. Mit Hilfe des Magnesiums wird außerdem dafür gesorgt, dass Insulin die Glucose aus dem Blut entnehmen und wegtransportieren kann.

Hirse Verdauung

Hirse liefert eine Menge verdauungsfördernder Ballaststoffe, die gegen Verstopfungen, Blähungen und Bauchkrämpfe helfen. Durch eine bessere Verdauung wird es dem Körper ermöglicht, Nährstoffe besser aufzunehmen und das Risiko von schweren Magen-Darm-Erkrankungen wie Magengeschwüren oder Darmkrebs reduziert. Ein regelmäßiger Stuhlgang hilft außerdem, Abfälle aus dem Verdauungstrakt zu entfernen und dessen Verbreitung im Körper zu verhindern.

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Hirse Gallensteine

Der Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln – wie Hirse, schützt außerdem vor der Bildung von Gallensteinen. Unlösliche Ballaststoffe beschleunigen die Zeit der Darmpassage und reduzieren dadurch die Sektretion der Gallensäure, die für die Bildung von Gallensteinen benötigt wird. Laut Untersuchungen haben Menschen, deren Ernährung reich an löslichen und unlöslichen Ballaststoffen ist, ein geringeres Risiko Gallensteine zu entwickeln.

Hirse Haut

Hirse liefert unterschiedlichste antioxidative Nährstoffe, die verschiedene Aufgaben im Körper übernehmen. Die antioxidative Liponsäure besitzt zum Beispiel wertvolle entzündungshemmende Eigenschaften, die die Blutzirkulation im Körper erhöhen und Akne und feine Falten auf der Haut reduzieren. Das antioxidative Vitamin E in Hirse dringt wiederum in die Schichten der Haut ein und unterstützt den natürlichen Wundheilungsprozess. Zusätzlich sorgt es für eine ölige Schutzschicht auf der Haut, die gefährliche freie Radikale von der Wunde bewahrt. Ein anderes Antioxidans in Hirse steigert wiederum den Blutfluss zu Narbengewebe, regt die Reparatur der Haut und die Verkleinerung von Narben an.

Selen, Vitamin C und Vitamin E in Hirse schützen die Haut vor Sonnenschäden und Hautkrebs. Sonnenschäden machen die Haut oft matt und leblos. Diese Nährstoffe steigern jedoch das Wachstum neuer Zellen, helfen den natürlichen Feuchtigkeitsgehalt in der Haut zu bewahren und sorgen dafür, dass die Haut jünger und strahlender erscheint.

Hirse Haare

Hirse liefert reichlich Eiweiß, was gegen Haarausfall hilft. Da unser Haar zum großen Teil aus Eiweißen besteht, kann ein Eiweißmangel zu schweren Haarausfall führen. Anders kann eine ausreichende Eiweißzufuhr das Haar stärken und weniger anfällig für Haarbrüche machen.

Das Magnesium in Hirse reduziert außerdem Entzündungen der Kopfhaut und Kopfhautveränderungen, wie Ekzeme, Schuppenflechte und Schuppen. Der Magnesiumgehalt in Hirse hilft außerdem den durch Stress erhöhten Cortisolspiegel zu verringern und schützt dadurch vor Stress bedingtem Haarausfall.

Hirse Nebenwirkungen

Hirse enthält eine bestimmte Substanz, die sogenannte Phytinsäure, die den Körper stört, bestimmte Mineralstoffe (Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink) aufzunehmen.

Keimt man jedoch die Hirsekörnchen, wird nicht nur die Phytinsäure reduziert, sondern auch gleichzeitig der gesamte Nährstoffgehalt in den Hirsekörnchen vervielfacht.

H## irse kaufen Die am meisten verbreitete Hirseart ist die Goldhirse. Sie wird bereits geschält verkauft und ist in Supermärkten und online im Internet erhältlich. Entscheidet man sich für die Braunhirse, findet man diese meist noch ungeschält und in einer fein vermahlenen Form.

Beim Kauf von Hirse sollte man soweit es geht die Bio-Qualität bevorzugen und darauf achten, dass die Hirse frei von Pestiziden und Kunstdüngerrückständen ist.

Hirse Lagerung

Nach dem Öffnen der Hirseverpackung sollte diese in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert werden. Bei entsprechender Lagerung ist die Hirse mehrere Monate haltbar.

Hirse Zubereiten

Hirse ist sehr vielseitig und passt zu jeder Mahlzeit des Tages. Ob gekocht und mit Nüssen und Früchten als Frühstücksbrei serviert, gemahlen, um Brot und Muffins herzustellen oder gegart und mit verschiedenen Gemüsesorten kombiniert. Hirse verfeinert jede Mahlzeit mit einem nussigen Aroma.

Um die Nährstoffe der Hirse besser aufzunehmen und sie für den Körper besser bekömmlicher zu machen, sollte die Hirse gekeimt werden. Dies bedarf ein wenig Zeit, ist für den Körper jedoch viel bekömmlicher.

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