Lebensmittel als natürliche Abführmittel

Wenn der Stuhl sehr hart und trocken ist, bleibt er an der Darmwand hängen und kann nur schwer hinaus transportiert werden. Drücken und Pressen machen es meist nur schlimmer. Die Folgen sind häufig Verstopfung, ein aufgeblähter Bauch und Bauchschmerzen.

Es gibt verschiedene Lebensmittel, die den Stuhl auf natürliche Weise erweichen und die Verdauung anregen. Diese natürlichen Abführmittel sind Lebensmittel, die viel Wasser und Ballaststoffe enthalten.

Neben diesen Lebensmitteln ist es außerdem sehr wichtig, viel Wasser zu trinken. Das Wasser hilft, den Stuhl zu erweichen und die Verdauung zu erleichtern.

Aloe Vera

Aloe Vera besitzt natürliche abführende Eigenschaften. Der getrocknete Milchsaft in der inneren Schicht der Blätter gehört zu den wichtigsten Zutaten von oralen Abführmitteln. Diese Abführmittel regen die Darmbewegung an und unterstützen die Verdauung.

Einfach 2 Esslöffel Aloe Vera Gel mit einer Tasse Wasser in einen kleinen Mixer geben und gut vermischen. Die Mischung jeden Morgen auf nüchternen Magen trinken.

Flohsamenschalen

Flohsamenschalen enthalten viele lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Sie sind in der Lage das 50-Fache ihres Gewichts an Wasser zu binden, vergrößern den Darminhalt und wirken ähnlich wie ein Schmiermittel im Darm. Sie erleichtern die Verdauung, erweichen den Stuhl und unterstützen (ohne Pressen) die Darmentleerung.

Für die Anwendung von Flohsamenschalen: ½ Teelöffel Flohsamenschalen in ein Glas mit warmem Wasser geben, vermischen und sofort trinken, (bevor es eindickt). Die Flohsamenmischung täglich vor dem Schlafengehen trinken. Die Dosis kann schrittweise auf 1 bis 1 ½ Teelöffel gesteigert werden.

Hinweis: Zu 1 Teelöffel Flohsamenschalen sollte am Tag zusätzlich 1 Liter Wasser getrunken werden. Dadurch werden unangenehme Nebenwirkungen, wie Blähungen und Verstopfungen verhindert.

Trockenpflaumen

Trockenpflaumen verbessern die Stuhlkonsistenz und erleichtern den Stuhlgang. Pflaumen sind reich an unlöslichen Ballaststoffen, welche die Darmtätigkeit anregen und sehr gut gegen eine Verstopfung helfen.

Pro Tag genügen bereits 6 bis 7 Trockenpflaumen, um den Stuhlgang zu erleichtern. Alternativ kann auch jeden Morgen ½ bis 1 Tasse naturtrüber ungesüßter Pflaumensaft auf nüchternen Magen getrunken werden.

Leinsamen

Leinsamen sind reich an löslichen und unlöslichen Ballaststoffen. Die löslichen Ballaststoffe lösen sich im Wasser auf und bilden eine gelartige Substanz. Die unlöslichen Ballaststoffe binden den Nahrungsbrei an sich und unterstützen die Verdauung. Sie helfen, schädliche Giftstoffe aus dem Körper zu beseitigen und wirken gegen eine Verstopfung.

Für die Anwendung von Leinsamen: 1 Esslöffel Leinsamen in einer Kaffeemühle zermahlen und in ein Glas mit Wasser geben. Die Mischung sofort trinken. Die Anwendung 2 Mal täglich wiederholen, einmal vor dem Schlafengehen und einmal im Laufe des Tages.

Alternativ können die Leinsamen auch auf verschiedene Speisen gestreut werden.

Hinweis: Werden Leinsamen im Übermaß oder mit zu wenig Wasser verzehrt, kann dies zu Verstopfungen führen. Der Verzehr von Leinsamen sollte deshalb langsam begonnen und nach und nach stufenweise erhöht werden. Zu jedem Esslöffel Leinsamen sollte pro Tag ein zusätzliches Glas Wasser getrunken werden.

Feigen

Frische und getrocknete Feigen besitzen natürliche abführende Eigenschaften. Sie sind reich an Ballaststoffen, unterstützen die Verdauung und sorgen für einen regelmäßigen Stuhlgang.

Um die Verdauung anzuregen, helfen bereits 2 bis 3 frische Feigen. Diese sollten samt Haut verzehrt werden. Die Haut enthält die meisten Ballaststoffe und sehr viel Calcium.

Getrocknete Feigen sollten vor dem Verzehr 3 Stunden in Wasser eingeweicht werden.

Äpfel

Äpfel enthalten viele Ballaststoffe. Sie erweichen den Stuhl, stimulieren die Darmbewegungen und vergrößern den Darminhalt. Vor allem in der Schale der Äpfel ist ein Großteil der Nährstoffe enthalten.

Bereits 1 bis 2 Äpfel pro Tag regen die Verdauung an und erleichtern den Stuhlgang. Bei Bio-Äpfel sollten diese mit Schale verzehrt werden.

Papaya

Papaya und frisch zubereiteter Papayasaft haben eine gute abführende Wirkung. Sie enthalten das Enzym Papain, welches im Dickdarm die Verdauung der Proteine unterstützt.

Vor allem nach dem Verzehr von proteinreichen Lebensmitteln unterstützt Papaya die Verdauung. Papayas sind außerdem sehr reich an Wasser, vielen unlöslichen Ballaststoffen und den Vitaminen A, C und E.

Um die Verdauung anzuregen, kann jeden Morgen ½ Papaya gegessen oder frisch zubereiteter Papayasaft getrunken werden.

Weitere Tipps für einen besseren Stuhlgang:

  • Mehr ballaststoffreiche Lebensmittel in die Ernährung integrieren. Dazu gehören zum Beispiel: Bohnen, Linsen, Chia Samen, Beeren und Birnen. Werden mehr Ballaststoffe in die Ernährung integriert, ist es wichtig, die Ballaststoffmenge nur schrittweise zu erhöhen und mehr Wasser zu trinken. Dadurch können sich der Körper und der Darm an die Umstellung gewöhnen und unangenehme Nebenwirkungen verhindert werden.
  • Ausreichend Wasser trinken. Je nach körperlicher Größe und Aktivität benötigt der Körper 2 bis 3 Liter am Tag, um ausreichend hydriert zu bleiben.
  • Regelmäßig körperlich bewegen. Dadurch werden Stoffwechselprozesse angeregt und die Verdauung unterstützt.
  • Den Stuhlgang nicht zu lange anhalten. Dies kann zu Verstopfungen führen.
  • Einige Medikamente können als Nebenwirkung zu Verstopfung führen. Nach Absprache mit dem jeweiligen Arzt die Dosiermenge solcher Medikamente senken.

Es gibt verschiedene Lebensmittel, die als natürliche Abführmittel wirken. Eine schlechte Verdauung hat Einfluss auf die gesamte Gesundheit und sollte schnellstmöglich behandelt werden. Bleibt der Kot mehrere Tage im Darm, fängt dieser an zu gären und Giftstoffe zu bilden. Dadurch wird es immer schwieriger ihn hinauszubekommen. Die Folgen sind dann oft Entzündungen am Enddarm, Blut im Stuhl und ein überlasteter Darm.

Um die Darmfunktion zu unterstützen, sind eine gesunde Ernährung und eine intakte Darmwand sehr wichtig. Mit natürlichen Lebensmitteln kann eine beschädigte Darmwand wieder repariert und die volle Funktion des Darms genutzt werden.

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