Natürliche und leckere Weizen und Weizenmehlalternativen

Weizen gehört seit Jahrtausenden zum wichtigsten Grundnahrungsmittel. Er ist einer der größten Kalorienlieferanten in der täglichen Ernährung und wird vielen verschiedenen Produkten zugefügt.

Wegen des hohen Glutengehaltes eignet sich Weizenmehl sehr gut, um Brot und andere Backwaren herzustellen. Gluten gibt dem Weizenmehl Kraft und Elastizität.

In den letzten Jahrzehnten wurde der Weizen biochemisch stark verändert. Durch die starke Veränderung hat das Korn wertvolle Nährstoffe verloren und neue Glutenproteine dazugewonnen. Das Korn kann vom Körper nicht mehr richtig verwertet werden, was oft zu Allergien und Unverträglichkeiten gegen Gluten führt.

Bei einer Weizenallergie reagiert das Immunsystem sofort auf ein in Weizen gefundenes Protein. Symptome wie chronische Magen- und Darmbeschwerden, Infektionen, Asthma, Ekzeme, Akne, Gelenkschmerzen, Müdigkeit und Migräne sind häufig die Folge.

Ein anderes Phänomen ist die Zöliakie. Bei dieser Autoimmunerkrankung verwechselt das Immunsystem Gluten mit einem Allergen und führt zu Symptomen wie verminderten Appetit, chronischen Durchfall, chronische Verstopfung, Erbrechen, Müdigkeit und Reizbarkeit.

Essen wir weniger verarbeitete Weizenprodukte, wirkt sich das positiv auf unseren Körper aus. Es gibt viele natürliche Weizenalternativen, die leicht in die Ernährung integriert und auf unterschiedliche Weise verwendet werden können.

Quinoa

Quinoa gehört zu den Pseudogetreidesorten, deren Samen wie die vom Getreide zubereitet und verzehrt werden können.

Quinoa enthält alle essenziellen Aminosäuren und wichtige Vitamine und Mineralien, wie Mangan, Phosphor, Kupfer, Folsäure, Eisen, Magnesium und Zink.

Quinoa ist glutenfrei und kann von Menschen, die empfindlich auf Gluten oder Weizen reagieren, gegessen werden.

Die kleinen Samen haben eine knusprige Textur und einen nussigen Geschmack. Sie müssen vor dem Verzehr gekocht werden.

Da Quinoa von Natur aus sogenannte Saponine enthält, sollten die Körner vor dem Garen immer gespült werden. Quinoa kann als Beilage zu Gemüse, als Zutat für vegetarische Bratlinge, im Frühstücksbrei oder zu Salaten oder Suppen zugefügt werden. Die Samen können auch gepufft oder zu Mehl gemahlen werden.

Buchweizen

Buchweizen ist auch ein Pseudogetreide und hat einen nussig-erdigen Geschmack. Er ist glutenfrei, reich an Ballaststoffen, Proteinen, liefert viel Eisen, Zink, Mangan, Magnesium, Phosphor und Kupfer. Buchweizen ist auch eine gute Quelle für mehrere B-Vitamine wie B6, Pantothensäure, Niacin, Folsäure und Thiamin.

Buchweizen kann in Form von Grütze, Nudeln und Mehl in die Ernährung integriert werden. Die Samen können auch gekocht und gekeimt werden.

Die Grütze schmeckt im warmen oder kalten Müsli sehr lecker, Buchweizennudeln können in Suppen integriert werden und die Samen passen als Beilage zu verschiedenen Gerichten. Mit Buchweizenmehl können Pfannkuchen, Pizza, Muffins, Kekse, Brot und andere Snacks zubereitet werden.

Hirse

Hirse gehört zu den wenigen Körnern, die basisch verstoffwechselt werden und dadurch leicht zu verdauen sind.

Sie hat einen süß-nussigen Geschmack, ist glutenfrei und enthält viel Magnesium, Calcium, Mangan, Tryptophan, Phosphor, Ballaststoffe und mehrere B-Vitamine.

Gekochte Hirse schmeckt sehr gut als Frühstücksbrei mit Nüssen und frischen Früchten. Hirse passt auch sehr gut zu Salaten, Suppen und als Beilage zu verschiedenen Gerichten.

Die reisähnliche Textur macht Hirse zu einer leckeren Zutat in Pilafs, Aufläufe und andere asiatische Gerichte.

Gemahlene Hirse kann zum Backen von Brot, Kekse und Muffins verwendet werden.

Amaranth

Amaranth ist glutenfrei und liefert alle essenziellen Aminosäuren und viele Ballaststoffe, die verdauungsfördernd wirken. Die kleinen Samen sind auch eine gute Quelle für viele essenzielle Vitamine, einschließlich Vitamin A, C, E, K, B5, B6, Folsäure, Niacin und Riboflavin.

Amaranth liefert außerdem Calcium, Magnesium, Kupfer, Zink, Kalium und Phosphor und wirkt als starkes Antioxidans mit entzündungshemmenden und Immunsystem stärkenden Eigenschaften.

Die leicht nussig-knackige Textur macht Amaranth zum leckeren Korn, um gesunde Snacks zuzubereiten. Als Mehl kann Amaranth verwendet werden, um Suppen, Soßen, Eintöpfe und Gelees zu verdicken.

Hafer

Hafer gehört zu einem der beliebtesten Vollkornprodukte. Hafer enthält Bestandteile, die zu Gluten verbunden werden, kann jedoch von den meisten Menschen mit einer Glutenallergie gut verzehrt werden.

Hafer liefert viele Ballaststoffe und Nährstoffe, wie Eisen, Magnesium, Kalium, Selen und Folsäure. Hafer besitzt auch kleine Mengen an essenziellen Fetten, starke Phytonährstoffe und Antioxidantien.

Einige Haferflockenprodukte können zusätzlich Weizen, Gerste und Roggen enthalten und sollten vor dem Kauf genauer überprüft werden.

Haferflocken schmecken sehr gut zum Frühstück und können auf verschiedene Weise kombiniert werden. Um Verdauungsstörungen zu vermeiden, sollte Hafer lieber in Wasser statt Milch eingeweicht werden. Am besten sind die Haferflocken, wenn die ganzen Haferkörner vor dem Verzehr in einer Mühle zu frischen Haferflocken gemahlen werden.

Zu beachten ist, dass mit Hafermehl nicht so wie mit Weizenmehl gebacken werden kann. Es fehlt die Fähigkeit ordentliches Gluten zu bilden, was für ein luftiges Brot und Backwaren sorgt.

Maniokmehl oder Tapiokastärke

Dieses glutenfreie Mehl wird aus der Maniokwurzel hergestellt und eignet sich als guter Ersatz für Weizenmehl. Für die Herstellung vom Mehl wird die Wurzel geschält, zerrieben und im Ofen geröstet.

Das Mehl ist reich an Ballaststoffen, liefert die Vitamine B6, C und K sowie Mangan, Kalium, Folsäure, Thiamin, Magnesium, Kupfer, Niacin, Riboflavin, Phosphor und Zink.

Maniokmehl hat eine schöne glatte Textur und einen milden Geschmack, der in verschiedenen Rezepten vielseitig eingesetzt werden kann.

Das Mehl eignet sich gut als Verdickungsmittel für Soßen, Suppen und Eintöpfe und kann in kleinen Mengen zusammen mit anderen Mehlen beim Backen verwendet werden.

Tapioka ist ein Nebenprodukt von der Herstellung des Maniokmehls und die reine Stärke. Auch Tapioka kann als Alternative zum Weizen verwendet werden.

Kokosmehl

Kokosmehl ist ein gesunder Ersatz für raffiniertes Mehl. Frische Kokosnüsse werden dafür gerieben und dann dehydriert und entfettet.

Kokosmehl ist reich an Ballaststoffen, Eiweiß, Mangan, Calcium, Selen, Phosphor und Kalium. Es enthält auch Vitamine wie Vitamin B6 und C, Folsäure und Niacin und besitzt entzündungshemmende, antioxidative, antibakterielle und antimykotische Eigenschaften.

Kokosmehl kann anstelle von Weizenmehl in allen Arten von Rezepten verwendet werden, wie zum Beispiel zum Backen von Brot, Muffins, Cookies und Pizza.

Mandelmehl

Es gibt verschiedene Arten von Mandelmehl. Einige Mandelmehle bestehen aus sehr fein gemahlenen Mandeln. Dieses Mandelmehl kann aus blanchierten (von den Häuten befreit) und nicht blanchierten Mandeln hergestellt werden.

Mandelmehl wird auch aus dem Nebenprodukt von Mandelöl hergestellt. Während der Herstellung von Mandelöl entsteht ein Presskuchen, welcher dann gemahlen und getrocknet wird.

Auch der Geschmack und das Backverhalten sind je nach Mandelmehl unterschiedlich. Entöltes Mandelmehl ist sehr trocken und nimmt beim Anrühren eines Teigs viel Flüssigkeit auf. Gemahlene Mandeln enthalten mehr Fett, sodass der Teig flüssiger wird. Je nach Mandelmehlsorte sollte deshalb beim Backen die Mengenangabe berücksichtigt werden.

Mandelmehl kann zum Backen von verschiedenen Backwaren, wie Kuchen, Kekse, Pfannkuchen, Muffins und Brot verwendet werden. Es eignet sich auch zum Panieren von verschiedenen Lebensmitteln.

Mandelmehl ist glutenfrei, reich an Proteinen und enthält wenig Kohlenhydrate. Es enthält auch viele Vitamine und Mineralien, wie Eisen, Magnesium, Riboflavin, Kalium, Calcium und Vitamin E. Zu beachten ist, dass die Nährstoffe der einzelnen Mandelmehlsorten variieren. Mandelmehl aus dem Nebenprodukt von Mandelöl enthält beispielsweise weniger Öle und Fette.

Mandelmehl aus gemahlenen Mandeln ist wegen seines Fettsäuregehaltes nur für eine kurze haltbar. Mandelmehl kann auch ganz einfach selbst hergestellt werden. Dafür die Mandeln kurz einfach in einer Küchenmaschine sehr fein gemahlen.

Genauso wie auch Mandelmehl können andere Nüsse gemahlen und als Weizenmehlalternative verwendet werden.

Es gibt viele natürliche Weizenalternativen, die auf unterschiedliche Weise verwendet werden können. Je weniger Lebensmittel aus verarbeitetem Weizenmehl verzehrt werden, desto besser geht es uns. Mit einer natürlichen Ernährung steigt unser Energieniveau und Wohlbefinden.

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