Tipps gegen geschwollene Hände und Finger

Wenn sich Gewebsflüssigkeiten in den Händen und Fingern stauen, schwellen diese an und werden steif und unbeweglich. Vor allem bei warmen Temperaturen kann sich das Wasser in den Händen und Fingern ansammeln.

Aber auch Insektenstiche, Verletzungen, Ausschläge, hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft und hoher Salzkonsum können dazu führen, dass Finger und Hände anschwellen. Ebenso können Erkrankungen, wie Bursitis, Karpaltunnelsyndrom, Ganglion, Pilzinfektion um den Nagel, Osteoarthritis und rheumatoide Arthritis die Ursache einer Schwellung an Hand und Finger sein.

Neben der Schwellung können noch weitere Symptome entstehen, wie Rötung, Bluterguss, Müdigkeit, Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln, Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen.

Schwellungen an den Fingern und Händen gehen oft von selbst zurück. Bleiben die Schwellungen über eine längere Zeit bestehen, sollten sie von einem Arzt untersucht werden. Es ist wichtig, die auslösende Ursache zu suchen und zu behandeln, um die Schwellung langfristig zu beseitigen. Zusätzlich können einige Hausmittel und Tipps helfen, die Schmerzen und Schwellung zu reduzieren.

Fingerübungen

Sind die Finger und Hände durch Anspannung, schlechter Durchblutung, zu wenig Bewegung und Flüssigkeitsansammlungen geschwollen, können Hand- und Fingerübungen sehr hilfreich sein.

Mit den Übungen wird der Blutfluss in den Händen und Fingern erhöht, die Spannung in den Muskeln reduziert und Flüssigkeitsansammlungen verringert. Vor allem das Greifen und Beugen der Finger ist sehr hilfreich.

Für die Fingerübung:

  1. Alle Ringe, Uhren und Armbänder ablegen.
  2. Dann die Finger zur Faust schließen und für 30 Sekunden die Hand ballen. Während der 30 Sekunden kleine Pumpbewegungen mit den Fingern durchführen.
  3. Dann die Faust langsam wieder öffnen und die Finger lang strecken.
  4. Die Übung 5 Mal hintereinander wiederholen und mehrmals täglich durchführen.

Apfelessig

Apfelessig hilft sehr gut gegen Schwellungen in Händen und Fingern. Der hohe Kaliumgehalt in Apfelessig hilft, die Flüssigkeitsansammlung zu verringern und dadurch die Schwellung zu reduzieren. Ein Kaliummangel ist eine häufige Ursache von Flüssigkeitsretentionen und Ödemen.

Apfelessig wirkt außerdem entzündungshemmend und enthält Essigsäure, welche hilft, den richtigen pH-Wert im Körper wieder herzustellen und einen hohen Harnsäurespiegel zu verhindern.

Für die Anwendung von Apfelessig: ¼ Tasse warmes Wasser mit ¼ Tasse Apfelessig in einer Schüssel vermischen und ein kleines Tuch in dieser Mischung tränken. Das überschüssige Wasser auswringen und mit dem Tuch die betroffene Hand und Finger einwickeln. Das Apfelessigwasser für 10 Minuten wirken lassen und den Vorgang mehrmals täglich wiederholen.

Zusätzlich ist es hilfreich, Apfelessigwasser zu trinken. Einfach 2 Teelöffel rohen ungefilterten Bio-Apfelessig in einem Glas mit Wasser vermischen und die Mischung 2 Mal täglich trinken. Das Apfelessigwasser reduziert Entzündungen im Körper und unterstützt die Entgiftungsprozesse.

Kurkuma

Kurkuma enthält das antioxidative Curcumin, was entzündungshemmend wirkt und bei Erkrankungen, wie Arthritis, Muskelschmerzen, Verstauchungen und anderen Verletzungen sehr hilfreich ist. Curcumin hilft, die Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren und verbessert die Mobilität.

Für die Anwendung: ½ Teelöffel Kurkumapulver mit etwas Olivenöl zu einer Paste vermischen und die Paste auf den Fingern und Händen verteilen. Paste trocknen lassen und anschließend mit lauwarmem Wasser abspülen. Die Anwendung 2 Mal täglich wiederholen, um Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren.

Um die Wirkung von Kurkuma zusätzlich zu unterstützen, kann Kurkuma in die Ernährung integriert werden. Die entzündungshemmenden Eigenschaften verbessern im Körperinneren die Durchblutung, reduzieren Schmerzen und die Schwellung. Vor allem die Kombination aus Kurkuma und Mandelmilch ist sehr hilfreich.

Wechselbäder

Kalt- und Warmwasserbehandlungen sind bei geschwollenen Fingern sehr hilfreich. Das warme Wasser verbessert die Durchblutung und das kalte Wasser hilft, Schwellungen und Entzündungen zu reduzieren. Vor allem der Wechsel von kaltem und warmem Wasser hilft, Schwellungen zu verringern und trainiert die Muskulatur in den Blutgefäßen.

Für die Kalt- und Warmwasserbehandlungen: Eine kleine Schüssel mit kaltem Wasser füllen und eine zweite kleine Schüssel mit warmem Wasser füllen. Die Hände für 2 Minuten ins warme Wasser tauchen und dann für 1 Minute ins kalte Wasser tauchen. Dann Anwendung im Wechsel jeweils 3 Mal wiederholen und mit dem kalten Wasser beenden. Die gesamte Anwendung 3 Mal täglich wiederholen, bis eine Erleichterung zu spüren ist.

Hände hochlegen

Eine schlechte Lymphzirkulation gehört zu den wichtigsten Ursachen für Schwellungen in Händen und Fingern. Um Schwellungen aufgrund einer gestörten Lymphzirkulation zu reduzieren, ist es hilfreich, die Arme über Herzniveau hochzulegen. Dadurch wird die Abschwellung unterstützt und Beschwerden, wie Entzündungen und Schmerzen reduziert.

Auch während der Nacht können die Hände mit ein paar Kissen höher gelagert und die Abschwellung unterstützt werden.

Warme Ölmassagen

Massagen entspannen schmerzhafte Muskeln, stimulieren die Muskulatur und verbessern die Blut- und Lymphzirkulation im betroffenen Gebiet. Die Massage hilft dem Körper auch, die überschüssige Flüssigkeit abzutransportieren und das Spannungsgefühl zu senken.

Für die Massage: Etwas Senföl oder Olivenöl leicht erwärmen und das warme Öl in den Händen verreiben. Mit dem Daumen und Zeigefinger einer Hand die geschwollenen Finger und die Hand auf der gegenüberliegenden Seite sanft und mit kreisenden Bewegungen massieren. Die Massage sollte an den Fingerspitzen beginnen und Richtung Herzen durchgeführt werden. Pro Hand genügen 5 Minuten Massage. Die Massage kann mehrmals täglich durchgeführt werden.

Die Massage sollte sanft sein und nicht schmerzen. Eine zu starke Massage drückt zu kräftig auf die Lymphbahnen, die sich an der Oberfläche der Haut befinden, und kann die Schwellung verstärken.

Weitere Tipps gegen geschwollene Finger und Hände

  • Zu warme und zu kalte Temperaturen vermeiden. Beide fördern die Entstehung von Schwellungen.
  • Verletzte Finger und Hände schonen, um den Heilungsprozess zu unterstützen und zu beschleunigen. Starke Anstrengungen können die Entzündung verstärken und den Heilungsprozess verlängern.
  • Während des Tages ausreichend Wasser trinken. Bei einem Wassermangel geht der Körper in einen Sparmodus und speichert mehr Wasser im Gewebe.
  • Lebensmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften in die Ernährung integrieren. Dazu gehören Gerstengras, Ingwer, Knoblauch, Zimt, Cayennepfeffer, Nelken, Leinsamen, Walnüsse und Lachs.

Es gibt verschiedene Hausmittel und Tipps, die gegen geschwollene Finger und Hände helfen. Neben diesen Tipps ist es außerdem sehr wichtig, den Salzkonsum zu reduzieren. Hohe Mengen an Natrium sorgen dafür, dass die Zellen mehr Flüssigkeit speichern und sich Wassereinlagerungen im Gewebe entwickeln.

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