Clevere Anwendung von Rosmarin im Alltag

Rosmarin besitzt starke antioxidative Eigenschaften, wirkt entzündungshemmend und antiseptisch. Er ist reich an essenziellen Fettsäuren, liefert die Vitamine A und C, Thiamin, Riboflavin und Folsäure und ist eine gute Quelle von Eisen, Calcium, Magnesium, Phosphor, Zink und Kupfer.

Rosmarin ist ein immergrüner Strauch und hält kalten Temperaturen bis minus 5 Grad stand. Er lässt sich frisch, in getrockneter Form oder als ätherisches Öl verwenden. Ätherische Rosmarinöle sollten extern verwendet werden. Getrockneter und frischer Rosmarin ist hingegen auch für den internen Gebrauch geeignet und wird gerne als Zutat in verschiedenen Gerichten verwendet. Aber auch in der Aromatherapie und bei der Herstellung verschiedener Kosmetikprodukte ist sein holzig-zitrusartiger Duft beliebt.

Rosmarin gegen Kopfschmerzen

Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften von Rosmarin helfen gegen Kopfschmerzen und können die Schwere und die Schmerzen einer Migräne reduzieren.

Bei Kopfschmerzen einfach 1 Esslöffel von einem Trägeröl, wie Olivenöl oder geschmolzenes Kokosöl mit ein paar Tropfen Rosmarinöl vermischen und mit der Mischung Stirn und Schläfen sanft massieren.

Bei Kopfschmerzen aufgrund einer Erkältung oder verstopften Nase kann auch in einem Rosmarinbad gebadet werden. Dafür in eine Wanne mit heißem Wasser ein paar Tropfen Rosmarinöl geben und darin 20 Minuten baden. Während des Bads den aufsteigenden Dampf tief einatmen.

Rosmarin gegen Stress und Angst

Der zitrusartige Duft von Rosmarin sorgt für eine geistige Klarheit und hilft, mit Stress besser umzugehen. Seine beruhigende Wirkung hilft außerdem, verspannte Muskeln zu entspannen und ruhiger zu bleiben.

Bereits das Einatmen vom Rosmarinduft hat Einfluss auf Aktivitäten des Nervensystems und hilft, wacher und fröhlicher zu sein.

Bei Stress oder Angst einfach 2 bis 3 Tropfen ätherisches Rosmarinöl auf ein Taschentuch geben und den frischen Duft 3 Minuten tief durch die Nase einatmen.

Alternativ kann das Rosmarinöl auch in eine Aromalampe oder Aromaverdampfer gegeben werden.

Rosmarin verbessert das Gedächtnis

Rosmarin verbessert die kognitiven Fähigkeiten. Er sorgt für einen besseren Fokus, mehr Konzentration und verbessert das Gedächtnis. Er erhöht auch die Gehirnwellenaktivität, was zum Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer sehr wichtig ist.

Einfach 2 bis 3 Tropfen ätherisches Rosmarinöl auf ein Taschentuch geben und den frischen Duft 3 Minuten tief durch die Nase einatmen.

Zusätzlich kann auch Rosmarintee getrunken werden. Dafür 1 bis 1 ½ Teelöffel getrocknete oder frische Rosmarinblätter in eine Tasse mit heißem, gekochtem Wasser geben. Die Tasse bedecken und den Tee 5 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und den Tee 2 Mal täglich trinken.

Rosmarin fördert die Durchblutung

Vor allem bei kalten Füßen oder Händen aufgrund einer schlechten Durchblutung kann Rosmarin helfen. Er fördert die Durchblutung im Körper, was wiederum die Nährstoffversorgung zu den lebenswichtigen Organen steigert und die Stoffwechselaktivitäten fördert.

Einfach kalte Füße und Hände mit warmem Rosmarinöl 5 Minuten massieren. Dafür 1 Esslöffel Olivenöl mit 2 Tropfen Rosmarinöl vermischen und mit der Mischung die kalten Körperteile massieren.

Rosmarin gegen Entzündungen

Rosmarin wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend und hilft sehr gut bei Schmerzen wegen einer Arthrose, einer Reizung des Ischiasnervs, Gicht, Rückenschmerzen und Nackensteifigkeit. Seine krampflösende Eigenschaft verringert außerdem Menstruationsbeschwerden.

Einfach 2 Esslöffel Olivenöl erwärmen und mit 2 bis 3 Tropfen ätherischem Rosmarinöl vermischen. Den betroffenen Bereich für 5 Minuten mit dieser Mischung massieren und die Anwendung 2 bis 3 Mal täglich wiederholen.

Um die Schmerzen eines Muskelkaters zu lindern, kann der betroffene Bereich mit einer Rosmarinkompresse behandelt werden. Dafür 1 bis 1 ½ Teelöffel getrocknete oder frische Rosmarinblätter in eine Tasse mit heißem, gekochtem Wasser geben. Die Tasse bedecken und den Tee 5 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und in der Lösung ein Waschlappen tränken und für 10 bis 15 Minuten auf die betroffene Stelle legen. Die Anwendung 2 bis 3 Mal täglich wiederholen.

Rosmarin fördert das Haarwachstum

Rosmarin regt das Haarwachstum an. Es fördert die Durchblutung der Kopfhaut, wodurch mehr Nährstoffe, die Haarfollikel erreichen und das Haarwachstum ermöglichen.

Seine antibakterielle Wirkung reinigt außerdem sanft das Haar und hilft gegen Juckreiz und Schuppen.

Einfach eine Handvoll frische Rosmarinblätter in 600 bis 900ml vermischen und 15 Minuten ziehen lassen. Die Kräuter danach absieben und die Flüssigkeit abkühlen lassen. Die Flüssigkeit mehrmals pro Woche als Haarspülung verwenden.

Alternativ kann die Kopfhaut auch mit ätherischem Rosmarinöl massiert werden. Dafür 1 Esslöffel geschmolzenes Kokosöl oder Olivenöl erwärmen und mit ein paar Tropfen ätherischem Rosmarinöl vermischen. Mit der Mischung 2 bis 3 Mal pro Woche die Kopfhaut massieren und dann das Öl 1 Stunde wirken lassen und anschließend die Haare wie gewohnt waschen.

Es können auch ein paar Tropfen Rosmarinöl mit einem herkömmlichen Shampoo vermischt, und damit das Haar gewaschen werden.

Rosmarin stärkt das Immunsystem

Rosmarin enthält sekundäre Pflanzenstoffe, wie Rosmarinsäure, Carnosol, Kaffeesäure und Betulinsäure, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Diese Verbindungen helfen, freie Radikale zu neutralisieren, welche oxidativen Stress und Zellschäden verursachen.

Um das Immunsystem zu stärken, sollten täglich 1 bis 2 Tassen Rosmarintee getrunken werden. Sie schützen vor Erkältung, Husten und verschiedenen Krankheitserregern. Für die Zubereitung von Rosmarintee: 1 bis 1 ½ Teelöffel getrocknete oder frische Rosmarinblätter in eine Tasse mit heißem, gekochtem Wasser geben. Die Tasse bedecken und den Tee 5 Minuten ziehen lassen und danach die Blätter abseihen.

Rosmarin gegen Atemwegserkrankungen

Infektionen der Atemwege, Nasennebenhöhlenentzündungen und Asthma bronchiale lassen sich mit Rosmarin gut behandeln. Die beruhigende, antibakterielle, krampflösende und entschleimende Wirkung von Rosmarin hilft, die Atemwege zu befreien und besser durchzuatmen.

Einfach ein paar Tropfen ätherisches Rosmarinöl mit 1 Esslöffel Olivenöl oder Kokosöl vermischen und damit die Brust mehrmals täglich einreiben.

Eine andere Möglichkeit ist ein Dampfbad mit Rosmarinöl. Dafür ein paar Tropfen ätherisches Rosmarinöl in eine Schüssel mit heißem Wasser geben und den aufsteigenden Dampf 10 Minuten tief durch die Nase einatmen. Das Dampfbad 2 bis 3 Mal täglich wiederholen.

Rosmarin gegen Mundgeruch

Die antibakterielle Wirkung von Rosmarin hilft auch gegen Mundgeruch verursachende Bakterien. Rosmarin kann als einfache Mundspülung verwendet werden, um Mundgeruch zu reduzieren.

Für die Mundspülung: In 500ml heißem Wasser 3 Teelöffel getrocknete Rosmarinblätter geben. Die Mischung bedecken und 30 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und mit der Lösung gurgeln und den Mund spülen. Die Lösung kann im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Rosmarin verbessert die Verdauung

Rosmarin reguliert im Körper die Freisetzung von Galle und schützt vor pathogenen Mikroorganismen in Lebensmitteln. Er fördert außerdem den Appetit, lindert Blähungen, ein Völlegefühl und Verstopfungen.

Bei Verdauungsstörungen einfach 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Rosmarinblätter in eine Tasse mit heißem Wasser geben. Die Tasse bedecken und 5 Minuten ziehen lassen. Danach die Blätter abseihen und den Tee 2 bis 3 Mal täglich trinken.

Bei einer Verstopfung kann der Bauch auch mit Rosmarinöl massiert werden. Dafür ein paar Tropfen ätherisches Rosmarinöl mit 2 Esslöffel warmem Olivenöl vermischen und den Bauch mit der Ölmischung im Uhrzeigersinn sanft massieren.

Rosmarin beugt hohen Blutzuckerspiegel vor

Rosmarin hilft, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Rosmarinextrakte helfen, den Nüchternblutzucker und den Cholesterinspiegel zu senken. Sie fördern außerdem die Sekretion von Insulin und hemmen das Enzym Dipeptidyl-Peptidase IV.

Um den Blutzuckerspiegel zu regulieren, sollte täglich Rosmarintee getrunken werden.

Rosmarin gegen Vaginalinfektionen

Die antibakterielle Wirkung von Rosmarin hilft auch gegen vaginale Infektionen. Bei solchen Infektionen ist es wichtig, vor dem Gebrauch einen Verträglichkeitstest durchzuführen. Dafür einfach 1 Tropfen ätherisches Rosmarinöl mit 1 Teelöffel Olivenöl vermischen und auf den Unterarm geben. Die Mischung 12 Stunden wirken lassen.

Wenn keine Überempfindlichkeit vorliegt, können ein paar Tropfen ätherisches Rosmarinöl mit 1 Esslöffel Olivenöl vermischt und die Mischung rund um die Vagina verrieben werden.

Hinweise zur Verwendung von Rosmarin:

  • Vor der Verwendung von Rosmarinöl auf der Haut sollte ein Verträglichkeitstest durchgeführt werden, um allergische Reaktionen zu vermeiden.
  • Getrockneter Rosmarin sollte in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort gelagert werden.
  • Wegen der durchblutungsfördernden Wirkung sollte Rosmarin während der Schwangerschaft, bei Epilepsie, Bluthochdruck oder Blutgerinnungsstörungen nur unter ärztlicher Aufsicht genommen werden.

Alle diese positiven Eigenschaften sind gute Gründe Rosmarin in seinen Alltag zu integrieren. Die pflegende und reinigende Wirkung wirkt sich langfristig sehr positiv auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus.

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