Natürliche Hausmittel gegen Hitzewallungen bei Frauen

Wenn sich hormonelle Prozesse im Körper verändern und die Monatsblutung aufhört, leiden viele Frauen an Hitzewallungen. Vor allem während der Wechseljahre fühlt sich das Gesicht und der Oberkörper plötzlich sehr heiß an und es kommt zu starken Schweißausbrüchen, Schwindel und einem Schwächegefühl. Der Grund für die Hitzewallungen ist in den meisten Fällen ein sinkender Östrogenspiegel.

Zusätzlich beginnt das Herz häufig schneller zu schlagen und es entstehen Kopfschmerzen, Angstzustände und ein Gefühl des Erstickens.

Faktoren, wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, übermäßiger Stress, stark gewürzte Speisen, übermäßiger Alkoholkonsum, warme Bäder und Saunen können die Symptome verschlimmern.

Die Häufigkeit der Hitzewallungen variiert von Frau zu Frau. Sie können wenige Wochen, bis mehrere Jahre anhalten. Mit der Zeit klingt oft die Häufigkeit und Schwere des Hitzegefühls ab.

Es gibt einige Hausmittel, die Hitzewallungen reduzieren und helfen, den Körper zu kühlen.

Salbei

Salbei hilft sehr gut gegen Hitzewallungen. Er wirkt adstringierend und schweißhemmend. Er verengt die Schweißdrüsen und hilft die Schweißproduktion auf natürliche Weise zu reduzieren. Salbei enthält außerdem viele Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe, die zusätzlich einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben.

Für die Anwendung von Salbei: 1 Esslöffel frische Salbeiblätter (oder 1 Teelöffel getrockneten Salbei) in eine Tasse mit gekochtem Wasser geben und 5 Minuten ziehen lassen. Nach Geschmack etwas Honig oder frischen Zitronensaft dazugeben und den Tee 2 bis 3 Mal täglich trinken.

Leinsamen

Leinsamen enthalten viele Phytoöstrogene, was besonders vorteilhaft gegen Hitzewallungen ist. Sie helfen außerdem gegen Stimmungsschwankungen, reduzieren Gelenk- und Muskelschmerzen, verringern Schweißausbrüche und vaginale Trockenheit.

Um Wechseljahrsbeschwerden zu reduzieren, täglich 40 Gramm gemahlene Leinsamen ins morgendliche Müsli, Suppen oder Smoothies geben.

Apfelessig

Apfelessig reduziert die Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen. Er hilft Giftstoffe aus dem Körper zu beseitigen, welche der Körper durch das Schwitzen versucht, zu beseitigen. Dadurch können Schweißausbrüche reduziert und Nachtschweiß verringert werden.

Für die Anwendung von Apfelessig: 1-2 Esslöffel ungefilterten Bio-Apfelessig in einem Glas mit Wasser vermischen und 1 bis 2 Mal täglich trinken, bis die Symptome abklingen.

Wiesenklee

Wiesenklee enthält Isoflavone, die besonders gut gegen Hitzewallungen helfen. Isoflavone besitzen östrogenähnliche Eigenschaften und helfen Nachtschweiß und Hitzewallungen zu verringern.

Einfach 1 bis 2 Teelöffel getrockneten Wiesenklee in eine Tasse mit gekochtem Wasser geben, bedecken und 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend abseihen und bis zu 3 Tassen täglich davon trinken.

Hinweis: Wiesenklee kann mit Medikamenten interagieren. Bei Medikamenteneinnahme sollte deshalb vorher mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden.

B-Vitamine

B-Vitamine helfen, die Hormone Östrogen und Progesteron zu regulieren. Sie halten die Schleimhäute der Vagina gesund, lindern Angstzustände, reduzieren Depression und helfen bei Appetitlosigkeit. Vor allem die B-Vitamine B2, B3, B5, B6 und B12 sind bei Hitzewallungen sehr hilfreich.

Lebensmittel mit Vitamin B2: Kaltwasserfische, Eier, Brokkoli, Grünkohl, Avocado Lebensmittel mit Vitamin B3: Grünes Blattgemüse, Nüsse, Bohnen und Erbsen Lebensmittel mit Vitamin B5: Kaltwasserfische, Hülsenfrüchte, Avocados, Nüsse, Eier und Bananen. Lebensmittel mit Vitamin B6: Sonnenblumenkerne, Trockenfrüchte und Bananen. Lebensmittel mit Vitamin B12: Eier, Kaltwasserfische, Chlorella

Weitere Tipps gegen Hitzewallungen:

  • Atemübungen am Morgen und am Abend durchführen: Bequem Hinsetzen oder Hinlegen und die Hände auf den Bauch legen. 3 Sekunden tief durch die Nase einatmen und dann langsam 4 Sekunden durch die Nase wieder ausatmen. Die Übung 10 Mal wiederholen und 2 bis 3 Mal täglich durchführen. Während der Übung soll sich der Bauch mit der Einatmung wölben und mit der Ausatmung flach werden.
  • Heiße und scharfe Speisen, koffeinhaltige Getränke und Alkohol vermeiden. Diese verstärken Hitzewallungen.
  • 15 Minuten am Morgen sonnen, um den Körper mit viel Vitamin D zu versorgen.
  • Bekleiden nach dem Zwiebelprinzip, um bei Beginn der Hitzewallung Kleidung problemlos auszuziehen.

Es gibt verschiedene Hausmittel und Tipps, um Hitzewallungen auf natürliche Weise zu reduzieren. Neben diesen Tipps helfen Spaziergänge und regelmäßiges Dehnen, sich während der Wechseljahre mental und physisch besser zu fühlen. Sie helfen sich besser zu entspannen, heben die Stimmung, senken Angst und Depressionen.

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