Was der Mund über unsere Gesundheit verrät

Unser Mund ist das Fenster unseres Körpers. Zahnfleisch und Zähne verraten schlechte Gewohnheiten, Lieblingsgetränke und geben erste Hinweise auf Krankheiten, wie Krebs, Diabetes und Anämie.

Auch, wenn es nur so scheint, als würde der Zahnarzt im Mund nur nach Karies und Zahnstein schauen, sieht er viel mehr…

Wann wird Zahnseide benutzt – regelmäßig oder nur vor dem Zahnarztbesuch Wer übereifrig die Zähne vor dem Zahnarztbesuch putzt und mit Zahnseide die Zwischenräume säubert, kann das Zahnfleisch beschädigen. Während gesundes Zahnfleisch schön, straff und rosafarben ist, fällt eine seltene Zahnreinigung auf. Durch die Zahnseide wird das Zahnfleisch hingegen gereizt, gerötet und beginnt oft zu bluten. Bei seltener Verwendung der Zahnseide kann der Zahnarzt meist noch frische Einschnitte im Zahnfleisch erkennen.

Mundgeruch

Je nachdem nach was der Mundgeruch riecht, kann dies auf eine andere Ursache hindeuten. Ein säuerlicher Geruch weist auf eine Magenerkrankung hin, riecht es eitrig, kann dies ein Zeichen eines Lungenleidens sein. Ein Geruch, der nach Obst oder fruchtig riecht, entsteht häufig bei Zuckerkranken und Mundgeruch, der faulig riecht, kann auf einen gastroösophagealen Reflux (GERD) hindeuten. Bei einem Geruch nach Ammoniak ist die Ursache häufig eine Leber- oder Nierenerkrankung.

Mundgeruch, welcher durch angesammelte Speisereste in Zahnfleischtaschen oder an den Zähnen entsteht, sorgt häufig für einen schwefelhaltigen und unangenehmen Geruch.

Essstörungen

Bei einer Bulimie werden die Zähne häufig auf eine ganz bestimmte Art und Weise abgenutzt. Meist werden die Frontzähne auf der Zungenseite verätzt, was zu erhöhten Hohlräumen beitragen kann.

Eine Ätzung auf der Hinterseite kann dagegen ein Hinweis auf sauren Reflux, Antidepressiva und einer verminderten Speichelproduktion sein, wodurch sich schneller Säureschäden an den Zähnen entwickeln.

Vitaminmangel

Ein Vitamin- und Nährstoffmangel kann sich auf unterschiedliche Weise im Mund bemerkbar machen. Dazu gehören eine brennende Zunge, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, verzögerter Heilungsprozess oder beschädigtes Zahnfleisch.

Ein Eisenmangel zeigt sich zum Beispiel oft in Form von eingerissenen Mundecken oder Veränderungen der Zunge. Während bei einigen die Zunge beginnt zu brennen, wird bei anderen die Zunge glänzend und glatt. Färbt sich die schwarz, weist dies wiederum häufig auf eine Cholera-Darminfektion oder Scharlach hin, ein Vitamin-A-Mangel zeigt sich in Queren Furchen auf der Zunge und braun belegt Zunge weist auf eine Nierenschwäche hin.

Nägelknabbern

Ohne auf die Hände zu schauen, kann ein Zahnarzt erkennen, ob an den Nägeln geknabbert wird. Typische Zeichen dafür sind Rissbildungen und Verschleiß durch die ständige Belastung. Vor allem an den Vorderzähnen ist eine Abflachung zu erkennen, wobei die Frontzähne flach und eingebettet sind. Dabei verursachen die Nägel selbst nicht den Schaden, sondern der reibende Kontakt zwischen oberer und unterer Zahnreihe.

Zu viel Alkohol

Alkohol wirkt entwässernd und trocknet den Mund aus. Normalerweise hilft der Speichel, schädliche Säuren im Mund zu neutralisieren. Ist der Mund zu trocken und wird zu wenig Speichel produziert, ist der Mund anfälliger für Karies und Zahnschäden.

Jedes Mal, wenn wir unseren Mund öffnen verraten wir mehr über uns, als wir uns oft bewusst sind. Indem wir darauf achten, was in unseren Mund hinein kommt, können wir unsere Gesundheit besser kontrollieren und schwere gesundheitliche Schäden vermeiden.

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